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SPOILER!
SPOILER!
Gift war für mich auch schon ein klarer Kauf, als ich vom Inhalt las, ...bis ich die Zeichnungen sah. Da hatte ich keine Lust mehr, das Comicheft zu kaufen.![]()
The Beats – Die Geschichte der Beat-Literatur, Eine Graphic Novel (Walde & Graf)
(Hrsg. Harvey Pekar, Paule Buhle)
Ich habe The Beats einfach genossen und dadurch auch weitere interessante Leseanregungen bekommen. Besonders Wertvoll!
Ellen hat seine Forumssperre übrigens kreativ genutzt, um in der Frankfurter Rundschau eine ziemlich kritischen Artikel zu diesem Band zu schreiben. So unterschiedlich können die Meinungen sein.![]()

This post has been edited 1 times, last edit by "Randy Fisk" (Feb 2nd 2011, 10:04pm)
Da isser:
http://www.fr-online.de/kultur/literatur…06/-/index.html
Ich bin mit mir übrigens ganz einer Meinung.
Ich fand den Band auch misslungen, enttäuschend, stimme Ellens Kritik vollkommen zu. Das von ihm angesprochene stupide Abhaken von Stationen, „dann ging er dahin, dann kam dies, dann kam jenes“, empfand ich als langweilig und auch Null gewinnbringend. Dabei waren die Lebenswege gerade der Hauptfiguren Kerouac, Burroughs und Ginsberg alles Mögliche, nur eben garantiert nicht langweilig! Das könnte man durchaus spannend erzählen, das hier ist aber reine Faktenhuberei, es werden nur Stationen runtergeleiert, ohne dass daraus etwas entsteht, ohne dass rüberkommt, was letztlich diese Autoren ausmacht, ihr Lebensgefühl, ihre Anschauungen, die Wirkung dieser Menschen als Autoren und Personen, was sie und ihre Werke für viele Menschen und generell die Kultur bedeutend machte. Ich habe mich recht intensiv mit den Beat-Autoren beschäftigt, der Band liefert nur eine uninspirierte, künstlerisch schwache Bebilderung zu den vielen Lebensstationen, für Nichtkenner entsteht hier wohl sogar ein verzerrtes Bild der Autoren (ein Beispiel hat Ellen in der Rezension genannt, wie idiotisch Pekar Kerouac auf seine Erstveröffentlichung reagieren lässt usw., es gab jede Menge anderer Panels, die ich in ähnlichem Sinne sehr unglücklich fand).

100% marvel 44 : die rächer und die invaders 1
also ich fands ziemluch kuhl und muss mir unbedingt noch den 2. teil kaufen!
es ist an einigen stellen ziemlich verwirrend, da prinz namor oder irgentein soldat , die aus der vergangenheit kommen, mit sich selber sprechen; also sie selber aus der zukunft![]()
Auf mich hat das nicht langweilig gewirkt. Ich weiß halt auch nicht, was Pekar genau wollte. Vllt. wollte er den Schwierigkeiten aus dem Weg gehen, die in den von Euch geforderten Bilder der Lebenswege der Autoren liegen. Denn die sind in nicht unerhablichen Teilen zerissen und zerfahren, auch unklar in dem, was sie vermitteln wollten oder wie sie auf andere wirkten (Beispiel für letzteres im Comic sind die Beatnick Chicks). Ein einheitliches Bild dafür ergibt sich für mich nicht und ob man ein "On the road"-mäßiges Sekundärliteraturwerk braucht, um die Beatgeschichte zu erzählen, weiß ich nicht. Stell ich mir sehr schwer vor. Er ist so aber sicherlich auf der sicheren Seite geblieben. Dennoch finde ich, merkt man Pekar die Begeisterung für die Werke der Autoren deutlich an, auch in diesem stupiden Faktenkostüm.

Vielleicht dachte Pekar, durch die Masse an Fakten und Ausschnitten zumindest ein möglichst breites Bild zu liefern, das sich beim Leser dann schon irgendwie zum umfassenden Gesamteindruck verfestigt.
Befriedigender wäre da imho: Verzicht auf die Masse an Fakten, dafür Vertiefung einer Auswahl von Aspekten, die exemplarisch jeweils das Besondere/Essenzielle an diesem Autor herausarbeiten, in den Biographien der „3 Großen“ mit längeren Szenen oder Dialogen, somit das Ganze mit LEBEN füllen, anstatt in jedem Panel von einer Lebensstation zur nächsten zu rasen. Und anstatt Sachen nur zu behaupten: „X tat dies, weil…“ oder „A war mit B befreundet.“, diese Dinge auch in längeren Szenen oder Dialogen zeigen. Das würde die Geschichte lebendiger, spannender machen.


This post has been edited 1 times, last edit by "gina_michi" (Feb 3rd 2011, 8:51am)