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BC McFly

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  • "BC McFly" started this thread

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1

Friday, May 13th 2011, 6:04pm

Human Target: Tödliche Ziele

Frisch im Laden ist dieser umfangreiche Band mit zwei Storys von Peter Milligan, die erste sehr realistisch gezeichnet von Edvin Biukovic, und die zweite etwas stilisierter von Javier Pulido (als Vergleich fällt mir im Moment nur Darwyn Cooke ein). Die Geschichten ergänzen sich und sind ziemlich gut. Die zweite gefällt mir einen Tick besser.

Mit der TV-Serie hat das mehr oder weniger nur den Titel gemeinsam, aber es sind wohl die Storys, die die Serie inspirierten.
"He had this disease, called, um, Wisenheimers, I think. You know, where your brain cells run out into your pee."

AHa

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2

Saturday, May 28th 2011, 12:07pm

Mal 4 Fragen zu Human Target

Diese sogenannte Vertigo Graphic-Novel-mit 2 Storys war doch der Reboot der alten Comic- Serie, der wiederum die TV Serie inspirierte, richtig oder ? Anschließend folgt die DC Serie bei Panini ? ?(
Meine abschließemde Fragen nun : inwiefern unterscheiden sich die beiden Serien (Vertigo, DC )voneinander und warum steht bei der Vertigo Ausgabe Band 1 ? Das waren / müssten doch alle Storys unter dem Vertigo Label gewesen sein , oder jetzt etwa doch nicht ? ?(

Hypnotoad

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3

Saturday, May 28th 2011, 12:55pm

Seit dem Reboot 1999 unter dem Vertigo-Imprint gab es eine Miniserie, eine Graphic Novel und eine fortlaufende Serie, die es auf 21 Ausgaben gebracht hat. Aktuell gibt es eine neue, sechsteilige Miniserie, die direkt auf der just eingestellten Fernsehserie basiert und mit den ursprünglichen Comics nichts mehr zu tun hat, aber von ihnen inspiriert ist.
Bei Panini gibt es aktuell einen Band mit der neuen Mini (TV-Serien-Cover) und einen Band mit der 99er-Mini plus Graphic Novel.

AHa

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4

Saturday, May 28th 2011, 1:03pm

Ganz schön verwirrend, trotzdem Danke 8|
Glaube, ich werde dann bei den Vertigo Ausgabe bleiben, denn die TV Serie fand ich grottig und wenn die eigene Miniserie sich darauf beruft und bezieht... :kotz:

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5

Tuesday, June 28th 2011, 11:28am

Human Target: Tödliche Ziele

 

Christopher Chance ist ein Bodyguard, der wirklich alles dafür tut, daß seine Kunden überleben. Seine Spezialität: er schlüpft in die Rolle der Klienten, und imitiert sie  mit Hilfe von Schminke, Implantaten, Perücken etc. so genau, daß noch nicht mal die engsten Angehörigen einen Unterschied bemerken.

 

Durch die Pro Sieben-Serie Human Target ist der Bodyguard Christopher Chance bekannt wie nie zuvor, doch die Figur wurde bereits 1972 von Len Wein und Carmine Infantino geschaffen, und als Nebencharakter bei Superman in Action Comics 419 eingeführt.

1992 erschien dann die erste TV-Serie mit dem Actionheld, gespielt von Popsänger Rick Springfield. Offenbar nicht die beste Wahl in der Besetzung, denn erst mit dem neuen Hauptdarsteller Mark Valley wurde die neue Serie zum Quotenrenner, und die deutsche Staffel 1 liegt bereits auf DVD vor.

DC-Comics präsentierte daraufhin die Adaption der TV-Serie, die Panini unter dem Titel 'Human Target 1: Kopfgeld für den Paten' nach Deutschland brachte.

Bei dem vorliegenden Band handelt es sich jedoch um um die Vertigoserie von Autor Peter Milligan von 1999-2002, die die letzte TV-Serie inspirierte.

 

In diesem Fall soll Chance einen mysteriösen, entstellten Fremden imitieren, dessen Gesicht bereits die Bekanntschaft mit einer Kugel einer Killerin gemacht hat, sodass er sich plastischen Operationen unterziehen muß. Chance jedoch lehnt ab, und schlüpft stattdessen in die Rolle eines afroamerikanischen Priesters, der durch seine Predigten im Visier der Drogenbosse steht, die in seiner Gemeinde viele abhängig machen. Als die Dealer nun während einer Predigten in die Kirche eindringen, ist für den Mann in der Maske des Priester die Stunde der Abrechnung gekommen. Statt mit warmen Worten empfängt er die Knechte des Drogenkartells mit Blei...

 

Fazit:

 

Sehr passend, das dieser Band unter dem Vertigo-Label erschienen ist, welches sich an erwachsene Leser richtet. Peter Milligans Interpretation der Figur ist deutlich dunkler und erwachsener, als die aktuellen Comics zur TV-Serie von Len Wein.

Letzterer schrieb eine 1A-Actionserie à la James Bond, Tomb Raider oder Wolverine . Internationale Schauplätze und alle Kämpfe und Verfolgungsjagden, die das Genre zu bieten hat.

Peter Milligan beschränkt sich bei seiner Geschichte auf den Großraum  Los Angeles, vom Glamour Hollywoods bis zu dem Ghettos wie South Central schildert er die Vielschichtigkeit der Stadt. Dazu gibt es viele Einblicke in die nicht mehr ganz so gesunde Psyche von Chance, an dem das Leben irgendwo zwischen Bodyguard und Killer nicht spurlos vorüber gegangen ist.

Zu oft und zu intensiv schlüpfte er in die Rolle seiner Auftraggeber, sodaß bisweilen für ihn nicht immer klar ist, wer er selber ist, da er die Rolle zu 100% ausfüllt. Besonders einfach ist es dabei, Leben zu übernehmen, die man gerne selber Leben möchte, wie z.B. das des glücklichen Familienvaters ohne Sorgen. Aber auch ein erfahrener Mann wie Christopher Chance muß lernen, daß nicht alles Gold ist, was glänzt.

Dazu passend sind auch die Zeichner wie der leider verstorbene Edvin Biukovic (Grendel) und Javier Puliodo (Robin:Year One) gewählt. Beide vermitteln auf ihre Art, der eine mit  realistischen, der andere mit etwas reduzierten Stil das Gefühl von Authentizität.

Eine Serie, die stark an andere Vertigo-Klassiker wie 100 Bullets erinnert.

 

Wem die Umsetzung gefallen hat, dem seien noch die Comics zu anderen TV-Serien wie z.B. Fringe, Supernatural oder Buffy ans Herz gelegt, die ebenfalls bei Panini erschienen sind.

Comic-Podcast

6

Sunday, September 11th 2011, 9:42pm

Gelesen hab ich den Band zwar schon vor einiger Zeit, bisher fehlte mir aber irgendwie die Inspiration ein paar Wörter darüber zu verlieren. Um dem Vertigoforum ein bisschen mehr Aufschwung zu geben möcht ich dann aber doch noch meine Meinung hier reinschreiben. ;)


Mit der TV-Serie hat das mehr oder weniger nur den Titel gemeinsam, aber es sind wohl die Storys, die die Serie inspirierten.


Gott sei Dank hat der Band, bis auf den Titel, nichts mit der sehr lahmen TV Serie zu tun. Wie man aus so einem tollen Ausgangsmaterial so eine 0815 Actionserie basteln kann ist mir ein Rätsel. :S

Jedenfalls schreibt Peter Milligan einen tollen Christopher Chance. Er zeigt ihn als desillusionierten Menschen der sich fast schon selbst in den div. Identitäten verloren hat die er im Laufe der Jahre angenommen hat. Als Leser weiss man sogar stellenweise nicht ob man die Figur jetzt Chance ist oder eben nicht. Dadurch haben beide Geschichten eine ganz eigene Dynamik die zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt.
Die Nebenfiguren sind aber auch durch die Bank gut geschrieben, ob das jetzt Chance's "Sidekick" ist, der ein ähnliches Schicksal teilt wie Chance, sein Verwalter, der ein düsteres Geheimnis hat oder die Auftragskillerin die nebenbei noch eine Familie zu versorgen hat...das sind alles vielschichtige Figuren die alle die Geschichte ungemein bereichern.

umfangreiche Band mit zwei Storys von Peter Milligan, die erste sehr realistisch gezeichnet von Edvin Biukovic, und die zweite etwas stilisierter von Javier Pulido (als Vergleich fällt mir im Moment nur Darwyn Cooke ein).


Cooke ist mir auch eingefallen, als Vergleich. Beide Zeichner passen jedenfalls sehr gut zu Milligans Schreibe, wüsste jetzt auch gar nicht welcher Zeichenstil mir von den beiden besser gefallen hat. Auf ihre Art und Weise passen sie beide perfekt.


Insgesamt also ein rundum toller Band, da muss man sich fast bei der banalen TV Serie bedanken das wir durch sie in den Genuss der hier gebotenen Geschichten kommen durften. Jetzt würde mich sogar die darauf folgende Ongoingserie interessieren.