Tolle Thread-Idee!
Mal so ganz spontan:
Venom:
Wenn Marvel irgendwas macht, was aus dem Weltraum kommt, dann ist die Chance relativ hoch, dass es mir nicht gefällt... vor allem, wenn es sich in Serien ereignen, die sonst eigentlich nichts mit dem Weltraum zu tun haben, wie z.B. alles, was mit Spider-Man zu tun hat. Deswegen finde ich den ultimativen Venom besser als das Original: Anstatt einem Symbionten aus dem Weltall ist es eine Art Bio-Anzug, den die Väter von Peter und Eddie entwickelt haben, um Krebs zu heilen. Dieser Anzug übernimmt aber die Kontrolle über seinen Träger und macht ihn wahnsinnig. Finde ich persönlich viel besser, genauso wie die engere Verknüpfung von Peters und Eddies Schicksalen (beide sind Kindheitsfreunde, die sich irgendwann aus dne Augen verloren haben). Eddie selbst wirkt erst etwas flach, entwickelt sich dann aber zum Arschloch (bzw. ist eigentlich ein netter Kerl, aber halt in einigen Belangen einfach nur böse, also durchaus realistisch)... erst bei seiner m.E. viel zu späten Rückkehr in die Serie überzeugt er dann als komplett durchgedrehter, massenmordener Irrer.
Green Goblin:
Ich liebe nahezu jeden Ultimate-Spider-Man-Band, in dem Osborn auftaucht: Legacy, Ultimate Six, Death of a Goblin, alles so dermaßen super geschrieben... nur der klitzekleine Aspekt, dass Osborn sich eine Droge spritzt, die in einen
tatsächlichen Goblin verwandelt, der fliegen und Feuerbälle schleudern kann, finde ich etwas absurd. Wie ich das hier so schreibe, merke ich, dass es nicht weniger absurd ist, sich eine Gummimaske überzuziehen und auf einem Gleiter fliegend Kürbisbomben zu werfen. Scheint also einfach nur 'ne Gewohnheitssache zu sein - ich bin mit dem klassischen Green Goblin aufgewachsen, fand ihn von Anfang an toll und witzig und ein bisschen gruselig, daher mag ich die klassische Version einfach lieber.
Thor:
Kann da auch nur zustimmen, dass die ultimative Version interessanter ist - als eine Art Jesus zieht Thor durchs Land und vermittelt Frieden, er hat tatsächliche Superkräfte, um die sich aber ein Geheimnis rankt - wer den dritten Ultimates-Band gelesen hat, weiß, was ich meine. Einfach etwas interessanter aufgezogen. Thor hat mich in seiner klassischen Version aber auch nie so richtig interessiert, ehrlich gesagt.
Dazzler.
Anstatt der dauernetten Popsängerin eine dauerversoffene Punkerin - beileibe keine tiefsinnige Umstrukturierung, aber interessant und zeitgemäß, und natürlich auch lustig. Dass sie dann mit dem ruhigen Schönling Angel zusammenkommt, passt auch ganz schön, finde ich. Also ultimate Version > Original.
Dann gibt's da natürlich noch einige Charaktere, bei denen ich gesucht und gesucht aber einfach keine Veränderung zum Original gefunden habe: Professor X, Kingpin, Daredevil, Hammerhead, Iron Man (die Umstellung von Herzfehler auf Hirntumor zählt nicht!), Hulk, Wasp, Henry Pym (mit welchem Codenamen er auch immer diese Woche rumrennt), Wolverine, Cyclops...
Ernsthaft, war Cyclops, unser aller Lieblingsmutant, so perfekt in seiner Ur-Inkarnation, dass man nichts mehr an ihm ändern konnte?
Es gibt noch mehr, über die ich was zu sagen hätte... Original-Fury macht im Moment ein Unentschieden gegen den ultimativen Fury...
Ich geh jetzt Schwimmen und denke darüber ein wenig nach und dann melde ich mich hier wieder.