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dk one

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141

Monday, March 19th 2012, 8:46pm

Du hasts wirklich nicht gelesen oder?:D

Du verteidigst eine verlorene Position bis zum bitteren Ende und darüber hinaus. :respect:

Ernsthaft, die meisten deiner Beiträge haben weniger als 3 Zeilen. ;)
Victoria pax, non pactone parienda.

Rovin

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142

Monday, March 19th 2012, 8:57pm

Ja, weil die Menge ja auch so viel über den Inhalt aussagt;)
Und das ist keine verlorene Position, wenn du wirklich alles gelesen hättest, wüsstest du, dass du gerade in die falsche Kerbe haust;)

Mir geht es hier nicht zentral darum, die Piraten bis aufs Messer zu verteidigen. Es geht darum, dass sie belächelt werden. Junge Menschen, die sich abseits von ausgetrampelten Pfaden (auf denen sich die JuSos, Julis und Juwerweissonstnochwer bevorzugt) bewegen. Die eigene Akzente setzen wollen. Und die, und gerade das schadet Deutschland wirklich nicht, auch mal alternativ unterwegs sind, mit nicht-Mainstream Lösungen. Und selbst wenn es manchmal seltsam erscheint, die konventionellen Wege haben uns ja sehr weit gebracht. Die größten Entwicklungen in der Geschichte kamen zustande weil Menschen mal abseits der Straße gesucht haben. Und dann einer Partei den "Strohfeuer" und "Spinner" Stempel aufzudrücken halte ich einfach für mehr als verkehrt, vor allem da weder von dir noch von jemand anderen Gründe kamen die dies untermauern hätten können. Alles was du zb gebracht hast waren Punkte die sich so oder so ähnlich auch bei den anderen Parteien und deren Politikern zu finden sind. Und die Grünen haben wir als alternative Kraft ja längst verloren.

Und mit Populismus brauchst du mir erst gar nicht kommen...wie war das nochmal im Wahlkampf bei der FDP mit der Steuersenkung?

PS: Genug Zeilen?


Jean Paul Valley

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143

Monday, March 19th 2012, 9:12pm

Mal unabhängig davon, dass man an den Piraten vieles kritisieren kann und dort einige Verwirrte vorfindet:

Wenn eine junge Partei solche Prozentzahlen wie zuletzt erreicht, sprich so viele Wähler sich für sie entscheiden, weil sie sich in den etablierten Parteien nicht wieder finden oder diese nicht für wählbar erachten, dann sollte man sie zumindest ernst nehmen und nicht einfach versuchen, sie zu banalisieren.
Bei allem Respekt vor Deiner Mutter und Deinem Freundeskreis, aber ich kenne keinen einzigen wirklich politisch interessierten und engagierten Menschen der die Piraten wählt und das politische Spektrum in meinem Bekanntenkreis reicht von Erzkonservativ bis zu Sozialisten.


Und das sagt was aus? Mit Verlaub: objektiv gar nichts.

Weil ich bisher jeden Menschen, der anderer Meinung war überzeugen konnte. Man muss schon sehr exotische (extreme) politische Positionen vertreten, um sich bei keiner der 4 etablierten Parteien wiederzufinden.


Dito.

Wie gesagt: man muss sich schon ernsthaft mit den Piraten auseinander setzen, sie als Mitglied einer der Volksparteien einfach weg diskutieren zu wollen, wird nicht reichen.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

dk one

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144

Monday, March 19th 2012, 9:44pm

Ja, weil die Menge ja auch so viel über den Inhalt aussagt;)
Nicht immer, aber oft tut sie das. ;)

Mir geht es hier nicht zentral darum, die Piraten bis aufs Messer zu verteidigen. Es geht darum, dass sie belächelt werden. Junge Menschen, die sich abseits von ausgetrampelten Pfaden (auf denen sich die JuSos, Julis und Juwerweissonstnochwer bevorzugt) bewegen. Die eigene Akzente setzen wollen. Und die, und gerade das schadet Deutschland wirklich nicht, auch mal alternativ unterwegs sind, mit nicht-Mainstream Lösungen. Und selbst wenn es manchmal seltsam erscheint, die konventionellen Wege haben uns ja sehr weit gebracht. Die größten Entwicklungen in der Geschichte kamen zustande weil Menschen mal abseits der Straße gesucht haben. Und dann einer Partei den "Strohfeuer" und "Spinner" Stempel aufzudrücken halte ich einfach für mehr als verkehrt, vor allem da weder von dir noch von jemand anderen Gründe kamen die dies untermauern hätten können. Alles was du zb gebracht hast waren Punkte die sich so oder so ähnlich auch bei den anderen Parteien und deren Politikern zu finden sind. Und die Grünen haben wir als alternative Kraft ja längst verloren.
Die Aussage JUSOS wandel auf "ausgetrampelten Pfaden" ist erstens zu pauschal und zweitens, soweit ich das beurteilen kann, falsch. Die JUSOS lehnen sich oft genug gegen SPD Konventionen auf, aber das weiß man nur, wenn man sich mit Ihnen beschäftigt. Womit wir wieder bei meiner Behauptung wäre, dass sich jeder in den etablierten Parteien wiederfinden kann. Vielleicht fändest Du die JUSOS (oder sogar die JU :D ) ja besser als die Piraten, wenn Du dich mal mit ihnen beschäftigt hättest. Das kannst aber nur Du herausfinden. Deine Herangehensweise an die gesamte Thematik ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich kritisieren die Piraten doch nicht weil sie "eigene Akzente setzen wollen" oder "alternativ unterwegs sind, mit nicht-Mainstream Lösungen". Ich kritisiere sie, weil ihr politische Programm schwach ist. Gründe warum die Piraten nicht ernst genommen werden, kannst Du im Diskussionsverlauf etliche finden, du musst nur danach suchen. Auch dein gegenübersetzen von konventionell und alternativ erscheint mit nicht sehr logisch. Die revolutionärste Partei der deutschen Geschichte ist die SPD, dennoch sind sie heute etabliert und Du würdest sie als konventionell bezeichnen. Mein Problem mit Eurer Beweihräucherung der Piraten ist, dass euch das alternative und unkonventionelle so begeistert, dass ihre politische Kompetenz für Euch nachrangig ist.
PS: Genug Zeilen?
:thumbup:
Victoria pax, non pactone parienda.

dk one

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145

Monday, March 19th 2012, 10:01pm

weil sie sich in den etablierten Parteien nicht wieder finden oder diese nicht für wählbar erachten
Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen. Die anderen 5% haben undemokratische Ansichten.

Und das sagt was aus? Mit Verlaub: objektiv gar nichts.
Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.

Wie gesagt: man muss sich schon ernsthaft mit den Piraten auseinander setzen, sie als Mitglied einer der Volksparteien einfach weg diskutieren zu wollen, wird nicht reichen.
Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen. Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter. ;)
Victoria pax, non pactone parienda.

Jean Paul Valley

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146

Monday, March 19th 2012, 10:10pm

Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen. Die anderen 5% haben undemokratische Ansichten.
Richtig, du beharrst hier. Auf einer völlig subjektiven Behauptung, die ich freundlich formuliert gewagt, deutlicher formuliert anmaßend finde.

Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.
Hier wieder so ähnlich: gestehe doch jungen Menschen auch mal zu, sich vielleicht beginnend, aber durchaus "originär" mit Politik befassen zu wollen.


Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter.


Manchmal. Und manchmal nicht. Aber ich würde dir nie absprechen, dich mit den Piraten auseinander gesetzt zu haben und dies weiterhin zu tun, im Gegenteil, das tust du sicherlich. Nur halt nicht gerade unvoreingenommen.


Ich möchte hier gar nicht zum Fürsprecher der Piraten geraten, ich finde nur manche Kritik an ihnen wenig stichhaltig und manchmal sogar überheblich bis unehrlich.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

Germanreach1

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147

Monday, March 19th 2012, 10:10pm

Wie gesagt: man muss sich schon ernsthaft mit den Piraten auseinander setzen, sie als Mitglied einer der Volksparteien einfach weg diskutieren zu wollen, wird nicht reichen.
Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen. Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter. ;)
Dat is ja auch ihr job . :thumbup:

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Nania

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148

Monday, March 19th 2012, 10:44pm

um sich bei keiner der 4 etablierten Parteien wiederzufinden.


Der vier (?) etablierten Parteien? Möchtest du die Linke, die im Bundestag mehr Sitze hat, als die Grünen etwa davon ausnehmen? Oder hast du dich verzählt ;)?

In einem Punkt muss ich dir recht geben: Die allermeisten Wähler würden sich schon mit einer dieser Parteien halbwegs zufrieden geben können. Aber es geht aus politischer Sicht nicht darum, mit wem ich "zufrieden" sein kann. Wenn die eine Partei mit mir in 1 von 10 und die andere in 5 von 10 Punkten übereinstimmt, dann heißt das nicht, dass nicht irgendwo auf dem Wahlzettel eine junge, weniger etablierte Partei herumgurkt, die vielleicht in 9 von 10 Punkten mit mir übereinstimmt. Und dann muss man entscheiden, ob es einem lieber ist, die Partei zu wählen, wo man zu 50% mit übereinstimmt, oder die, bei der man 90% übereinstimmt. Vor allem, da es ja sein kann, dass diese fünf Punkte mir eigentlich relativ unwichtig sind.
Da schaltet sich dann der rationale Wähler, der taktische Wähler, der strategische Wähler und der moralische Wähler ein.
Und die Frage, wen man denn nun wählen soll, kann man sich nur selbst beantworten.

Darüberhinaus muss man natürlich auch im Kopf behalten, dass es sein kann - wie im Falle der Piraten - dass es immer mehr Menschen zu geben scheint, denen die Punkte, die die Piraten ansprechen, gerade die Punkte sind, die ihnen jetzt im Moment wichtig sind. Und das müssen nicht die Griechenlandhilfen sein. Dass können Themen sein, die auf den ersten Blick so unwichtig erscheinen (Verwertungsrecht), das können aber auch Grundsätze sein, wie der der Transparenzt. So einfach ist das also nicht zu sagen, dass man in den etablierten Parteien immer einen findet, mit der man übereinstimmt. Ein Nazi würde auch nicht für die CDU stimmen, nur weil es beim Wahl-O-Maten Gemeinsamkeiten gab und die NPD nicht etabliert war. Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine Nazikeule schwingen, ich finde nur das Beispiel ganz passend. Genauso wenig würde ein Linksextremer die SPD wählen, weil sie in einem Punkt miteinander übereinstimmen, in 9 anderen aber nicht. Wenn man nur die etablierten Parteien wählen könnte - wie sollten sich diese denn dann entwickeln?


Vielleicht fändest Du die JUSOS (oder sogar die JU :D ) ja besser als die Piraten, wenn Du dich mal mit ihnen beschäftigt hättest.


Problem: Die Jusos kann man nicht wählen. Und sie haben kaum Einfluss auf die Mutterpartei (ich kenn einige Jusos.) Zwar sind da teilweise gute, schöne Ideen bei, die Unterstützung finden würden auch bei derzeitigen Piratenwählern, aber sie sind eben keine politisch wählbare Größe.
Gleiches gilt für alle anderen Jugendorganisationen von Parteien. Egal, ob Julis, JuUn oder die Jungen Grünen. Es sind eben Jugendorganisationen, aber keine Parteien. Und damit schon rein vom gesetzlichen Standpunkt aus nicht wählbar.

Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen


Es mag sein. Aber warum sollte ich mich mit einem Programm auseinadersetzten, dass mir zwar in allen momentan politisch so wichtigen Fragen eine Antwort und eine Lösung bietet, aber diese dann nicht umsetzt? Oder die Antworten so stark verschleiert und uneindeutig sind, dass ich nicht verstehen kann, ob die Partei X jetzt wirklich den Atomausstieg möchte, oder nicht?
Dieses Problem hat übrigens schon die Bundeszentrale für Politische Bildung erkannt und auch deshalb den Wahl-O-Maten ins Leben gerufen. Auch wenn nicht hier alles Gold ist, was glänzt, ist es doch eine Vereinfachung der teils verklausulierten Parteiprogramme.
Und ich betone gerne nochmal: Ja, vielleicht würde ich einige meiner Standpunkte bei SPD und Grünen wiederfinden. Aber ich fühle mich in den mir unter den Nägeln brennenden Fragen durch die Piraten besser vertreten.
Und vergessen wir nicht: Sollten 7% der Wähler bei der kommenden Bundestagswahl - wäre diese nächsten Sonntag - die Piraten wählen, heißt das immer noch, dass es "genug" Parteien im Bundestag gibt, die sich um Thema wie "Wirtschaft" und "Finanzen" kümmern.
Ich möchte ja gar nicht, dass du (dk one) die Piraten wählst. Wäre auch albern, dich dazu drängen zu wollen. Nur musst du überlegen, ob es nicht vielleicht Leute gibt, die es anders sehen, als du. Da Naivität zu unterstellen (äußerte sich doch letztens mein Professor für Systemlehre äußerst positiv über die Piraten) halte ich für eine falsche Aussage.

Im Übrigen sollten Parteien sich eigentlich durch echte Spezialisten und Experten beraten lassen, ausdebattieren und aufgrund dieser Debatten und Information entscheiden. Und nicht daran, was die Parteispitze für das richtige hält.

Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.


Huch. Das ist ne noch härtere Verurteilung als die oben getroffene über naive Wähler.
Selbst wenn sich Menschen erst seit ACTA mit der Politk beschäftigen - dann beschäftigen sie sich mit der Politik, weil sie DIESES Thema interessiert. Weil sie dieses Thema vielleicht auch betrifft. Möglicherweise, weil sie die Intransparenz des Verfahrens nicht gut heißen. Möglicherweise, weil sie erkannt haben, dass die Partei X, die sie vorher seit 15 Jahren gewählt haben, sie doch in diesem Punkt, der ihnen JETZT wichtig ist, nicht vertritt.
Politisch werden kann man auch erst dann, wenn einem ein Thema wichtig ist.

Wenn ich ehrlich bin: Ich habe mich richtig angefangen für Politik zu interessieren, als ich in der ersten Politikvorlesung saß. (Ich habe mich auch schon vorher für Politik interessiert. Und da ich die Politologie am Tag der offenen Tür der Universität spannend fand, habe ich mich für das Fach beworben (ohne zu wissen, dass es in diesem einen Jahr zulassungsfrei war!) Dennoch ist ein echtes Interesse für Politik - und auch für das, was dahinter steht, erst entstanden, als ich es studierte. Und jetzt arbeite ich sogar beim politischen Institut).

Es mag vielleicht ein einziges, für einen Großteil der Deutschen unwichtig erscheinendes Thema sein. Aber bei sovielen Menschen, die in Deutschland und ganz Europa auf die Straße gingen, um zu protestieren, kann man eigentlich nur, wenn man die Augen zu macht, nicht sehen, dass diese Menschen genau dadurch politisiert worden sind und sich deshalb für Politik interessieren. Vielleicht machen diese jungen Leute dann nicht den Fehler und wählen die Partei, die der Opa als "die einzig richtige" (gibts auf dem Land noch häufiger) bezeichnet. DAS ist politische Uninformiertheit. Nicht, dass Leute für ein Thema auf die Straße gehen, was ihnen am Herzen liegt.

Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen.


Hier die Preisfrage: Ist es vielleicht keine elementare Schwäche, dazu zu stehen, dass man (noch) nicht für jedes Problem eine Lösung hat? Zeigt es nicht eher, dass man bereit ist, sich dahingehend zu entwickeln?

Wenn ich die Piraten kritisieren würde, dann würde sich das eher auf folgende Punkte beziehen:

- Problem im Umgang mit der Presse (wenige Ausnahmen, wie etwa Marina Weißband)
- Unstrukturiertheit
- lange Entscheidungswege
- den Mist, den man mit dem Liquid Feedback System gebaut hat
- zu wenig Bindung an ältere/weniger internetaffine Menschen, da man vieles nur im Internet publiziert
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



dk one

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149

Monday, March 19th 2012, 10:46pm

Richtig, du beharrst hier. Auf einer völlig subjektiven Behauptung, die ich freundlich formuliert gewagt, deutlicher formuliert anmaßend finde.
Nein, ich spreche von einem Phänomen das als Politikverdrossenheit bekannt und gut dokumentiert ist. Alle Studie zu diesem Thema kommen vereinfacht gesagt zu dem Schluss, dass die Menschen die sich am wenigsten mit Politik beschäftigen, die sind, die die Politik und somit die etablierten Parteien am meisten kritisieren. Je politischer ein Mensch desto zufriedener ist er mit unserem politischen System.

Hier wieder so ähnlich: gestehe doch jungen Menschen auch mal zu, sich vielleicht beginnend, aber durchaus "originär" mit Politik befassen zu wollen.
Ich bin seit gestern 27, also durchaus noch jung und beschäftige mich seit meines 14ten Lebensjahres mit Politik, das meine ich mit originär. Das Gegenteil davon ist Eventpolitik, also jetzt auf den S21- / Atomkraft- / ACTA- Piratenzug aufzuspringen. Verstehst Du, was ich damit zu sagen versuche.

Manchmal. Und manchmal nicht. Aber ich würde dir nie absprechen, dich mit den Piraten auseinander gesetzt zu haben und dies weiterhin zu tun, im Gegenteil, das tust du sicherlich. Nur halt nicht gerade unvoreingenommen.
Ich war nicht unvoreingenommen, ich war den Piraten gegenüber zu Beginn sogar sehr positiv eingestellt. Je mehr ich mich mit ihnen auseinandergesetzt habe desto enttäuschter war ich.



Ich möchte hier gar nicht zum Fürsprecher der Piraten geraten, ich finde nur manche Kritik an ihnen wenig stichhaltig und manchmal sogar überheblich bis unehrlich.
Meine Kritik an den Piraten enstand aus tiefster politischer Überzeugung. Vielleicht bin ich ja konservativer als gedacht, aber diese Banalisierung von Politik stört mich unheimlich.
Victoria pax, non pactone parienda.

Nania

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150

Monday, March 19th 2012, 10:55pm

Je politischer ein Mensch desto zufriedener ist er mit unserer Demokratie.


Mag sein.
Aber es gibt einen Unterschied, zwischen Politik- und Parteienverdrossenheit. In der Forschung gehen viele mittlerweile dazu über, von einer Parteien- anstatt von einer Politikverdrossenheit zu sprechen.
Und Zufriedenheit mit der Demokratie ist etwas anderes, als Zufriedenheit mit den Parteien.
Ich bin zufrieden mit unserer Demokratie, mit dem Aufbau des Grundgesetztes, mit dem strukturellen Aufbau der Bundes- und Landtage. Aber ich bin nicht zufrieden mit der Arbeit einiger Parteien und ihrer Mitglieder (und hier spreche ich NICHT von allen im Bundestag vertretenen Parteien).

Und nur, weil ich keine Hoffnung sehe in dem, was die "etablierten" Parteien (weiterhin nicht als Schimpfwort zu verstehen) tun, heißt das nicht, dass ich Politikverdrossen bin. Geht übrigens einigen in meinem Studiengang ähnlich. Und Politikverdrossen sind wir ganz bestimmt nicht.


Dass die Menschen, die sich am wenigsten mit Politk beschäftigen, am heftigsten darauf schimpfen, kann ich mir hingegen sehr gut vorstellen.

Aber die Frage ist: Sind das nicht eher Annahmen alla: Jede Partei ist gleich... Alle Politker sind korrupt... Alle Politiker sind Lobbyisten... Es macht keinen Unterschied, wen man wählt... Auch neue Parteien werden irgendwann korrupt....

Ob das Politikverdrossenheit ist, kann ich aber nicht sagen. Ich glaube, es ist eher eine latente Systemkritik.

Das Gegenteil davon ist Eventpolitik, also jetzt auf den S21- / Atomkraft- / ACTA- Piratenzug aufzuspringen.


Das MUSS aber keine Eventpolitik sein. Es kann vielmehr auch sein, dass gerade solche Sachen Leute dazu motivieren, politisch aktiv zu werden. Und nicht nur, solange S21, Atomkraft und ACTA aktuell sind. Nein, es kann sein, dass solche Dinge die Leute dazu bringen (die Wähler) aktiv über Politik nachzudenken. Vielleicht auch tatsächlich merken, dass sie etwas mit ihrer Stimme verändern können, wenn sie nicht wieder die gleichen wählen, die sie seit 30 Jahren wählen.

Ich glaube nicht, dass es "nur" Eventpolitik ist, wenn die Grünen plötzlich die Wahlen in Baden-Württemberg gewinnen. Ich glaube eher, dass es solche Ereignisse sind, die eine Politisierung auslösen und damit überhaupt wieder Menschen dazu bewegt sich (längerfristig) mit Politik zu beschäftigen. Und nicht nur am Tag der Wahl mit der Frage: Fahr ich jetzt zum Wahllokal, oder schau ich mir lieber die 10000 Folge von GZSZ im Fernsehn an.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



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151

Monday, March 19th 2012, 10:55pm

Der vier (?) etablierten Parteien? Möchtest du die Linke, die im Bundestag mehr Sitze hat, als die Grünen etwa davon ausnehmen?
Die Linke habe ich bewusst ausgenommen.

dass nicht irgendwo auf dem Wahlzettel eine junge, weniger etablierte Partei herumgurkt, die vielleicht in 9 von 10 Punkten mit mir übereinstimmt.
Genau dort liegt meine Kritik. Die Piraten haben zu 8 von 10 Punkten keine (ernstzunehmende) Position.

Griechenlandhilfen sein. Dass können Themen sein, die auf den ersten Blick so unwichtig erscheinen (Verwertungsrecht), das können aber auch Grundsätze sein, wie der der Transparenzt.
Der kleine aber feine Unterschied ist der, dass die überwindung der Eurokrise vital ist, die anderen Punkte nicht!

Gleiches gilt für alle anderen Jugendorganisationen von Parteien. Egal, ob Julis, JuUn oder die Jungen Grünen. Es sind eben Jugendorganisationen, aber keine Parteien. Und damit schon rein vom gesetzlichen Standpunkt aus nicht wählbar.
Damit hast Du Recht.

Es mag sein. Aber warum sollte ich mich mit einem Programm auseinadersetzten, dass mir zwar in allen momentan politisch so wichtigen Fragen eine Antwort und eine Lösung bietet, aber diese dann nicht umsetzt?
Die Aussage, die etablierten Parteien würden ihre Programme nicht umsetzen ist mir zu populistisch. Gerade die Realisierbarkeit eines Großteils des Piratenprogramms halte ich für sehr fragwürdig.

heißt das immer noch, dass es "genug" Parteien im Bundestag gibt, die sich um Thema wie "Wirtschaft" und "Finanzen" kümmern.
Es sollte aber keine Partei im Bundestag geben, die zu diesen fundamentalen Themen keine Meinung hat.

Aber bei sovielen Menschen, die in Deutschland und ganz Europa auf die Straße gingen, um zu protestieren,
Sorry, vielleicht bin ich bei diesem Thema ignorant. Aber wenn ich die ACTA Proteste mit den Studentenprotesten hier in Chile oder anderern sozialen Bewegungen vergleiche, kommen sie mir einfach nur sehr banal vor. Nach dem Moto, wer keine Probleme hat, der schafft sie sich selbst.

Hier die Preisfrage: Ist es vielleicht keine elementare Schwäche, dazu zu stehen, dass man (noch) nicht für jedes Problem eine Lösung hat? Zeigt es nicht eher, dass man bereit ist, sich dahingehend zu entwickeln?
Kein Problem, aber dann sollte man sich (noch) keiner Wahl stellen.
Victoria pax, non pactone parienda.

This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (Mar 19th 2012, 11:08pm)


Jean Paul Valley

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152

Monday, March 19th 2012, 11:03pm

Ich muss ins Bett, deswegen keine Zitate mehr, nur kurz:

-Banalisierung von Politik stört mich auch. Sehr. Aber du implizierst hier, die Piraten als Partei seien quasi auch so eine Banalisierung; das meine ich mit meiner Kritik an der Kritik.

-Das Phänomen der Politikverdrossenheit ist nicht zwangsläufig mit der Ursache der Entscheidung für die Piraten verknüpft. Vielleicht sind manche ihrer Wähler verdrossen über die etablierten Parteien, aber nicht politikverdrossen.

-Auch wenn man sich nicht seit dem 14. Lebensjahr aktiv in der Politik engagiert, ist es nicht per Doktrin unseriös oder illegitim, sich bspw. gegen Atomkraft zu engagieren. Das kann einer tiefen Überzeugung entspringen und noch tieferer Information. Es ist in Deutschland nicht nötig, in einer Partei zu sein, um politisch aktiv zu werden. Gott sei dank, oder? Deswegen bin ich da nicht gerne so urteilsfreudig mit Etiketten wie "Eventpolitik".

-Dass du den Piraten erst positiv gegenüber eingestellt warst, sorry, dass glaube ich dir nicht, dk one ;) aber das lässt sich nicht diskutieren.

Ansonsten habe ich bei allem Widerspruch großen Respekt vor deinem politischen Engagement, vor deiner Arbeit sowieso.

'Nacht
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153

Monday, March 19th 2012, 11:17pm

Und Zufriedenheit mit der Demokratie ist etwas anderes, als Zufriedenheit mit den Parteien.
Ich habe Demokratie nach dem posten mit politischem System (womit ich die Parteien meinte) ersetzt, aber du warst einfach zu schnell. ;)

Sind das nicht eher Annahmen alla: Jede Partei ist gleich... Alle Politker sind korrupt... Alle Politiker sind Lobbyisten... Es macht keinen Unterschied, wen man wählt... Auch neue Parteien werden irgendwann korrupt....
Sind es nicht genau diese Annahmen, die einen Piraten wählen lassen.
Victoria pax, non pactone parienda.

Rovin

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154

Monday, March 19th 2012, 11:19pm

Schon lustig, dass der SPD Mann die Linke bewusst ausnimmt. Ist jetzt schon ein wenig Klischee oder?:D
Zu deiner Antwort auf meine Post brauch ich nix mehr sagen, das hat Nania schon erledigt (Danke dafür :) )

Und witzig finde ich, dass du die Überwindung der Eurokrise für vital hältst, aber sowas wie Transparenz nicht. Ich behaupte mal, mit mehr Transparenz wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen ;)

Und nein, das sind nicht die Annahmen die einen Piraten wählen lassen. Leute die so denken wählen entweder gar nicht mehr oder das gleiche wie immer. ;)


Nania

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Monday, March 19th 2012, 11:20pm

Genau dort liegt meine Kritik. Die Piraten haben zu 8 von 10 Punkten keine (ernstzunehmende) Position.


Deshalb brauchst du sie ja auch nicht zu wählen ;) Aber das geht allen mit ihren "wählbaren" und "unwählbaren" Parteien ähnlich.
Ich würde nie im Leben die CDU wählen. Dazu stimmt sie mit mir einfach gar nicht überein. Aber wenn die Piraten jetzt bei 8 von 10 Punkten eine zu meiner Meinung kongurent gehende Position vertreten, dann sollte ich sie doch (moralischer Wähler) wählen, oder?

Außerdem ist die Frage, was ernstzunehmend ist, und was nicht.
Ist es ernst zu nehmen, wenn sie einen kostenlosen ÖVPN fordern? Ja, wenn man selbst regelmäßig darauf angewiesen ist.
Ist es ernst zu nehmen, wenn sie fordern, dass durch öffentliche Gelder geförderte Forschung aus der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht werden sollte? Aus Sicht der Leute, die auf die Forschungsergebnisse angewiesen sind, und nicht für einen 10-seitigen Aufsatz 30 Euro bezahlen wollen - Ja. Und es kann durchaus sein, dass dieser Aufsatz essentiell für Abschlussarbeiten/Dissertationen oder gar Habilitationen ist.
Ist es ernst zu nehmen, eine Drogenpräventionsuntericht zu fordern? Ja, wenn man sieht, dass die Jugendlichen heute viel schneller zu Drogen greifen/nicht mehr richtig darüber informiert sind (auch wenn ich das nicht so sehe und einen solchen Unterricht auch nicht für zweckdienlich halte).
Ist es ernst zu nehmen, zu fordern, dass man Schüler in verschiedene Leistungsgruppen einteilt und von vornherein ein Kurssystem ausarbeitet? Ja, wenn man selbst erlebt hat, dass man in Deutsch sehr gut ist/war, aber in Mathe hinterherhängt/hing (traf auch mich nicht zu, ist wieder nur ein Beispiel).
Ist es ernst zu nehmen, zu fordern, dass das Urheberrecht nicht erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors endet? Ja, wenn man sich vor Augen hält, wieviel Verlage auch heute noch mit Thomas Manns "Die Buddenbrooks" verdienen.
Ist es ernst zu nehmen, einen besseren Standpunkt für die Leute rauszuarbeiten, die im Internet herunterladen, in dem man gemeinsam mit der Verwertungsindustrie darüber nachdenkt, welche alternativen Geschäftsmodelle möglich wären (und damit meine ich nicht Treffen, bei denen nur Redner- und Gäste der einen Seite da sind? Ja, wenn es einen selbst nervt, dass die Lieblingsserie aus den 90ern leidern nur bis zur dritten Staffel auf Deutsch erhältlich ist.

Was für jemanden ernst zu nehmen ist, und was nicht - das wollte ich hiermit aufzeigen - hängt ganz vom eigenen Standpunkt ab. Und deshalb wählen Menschen ja unterschiedlich ;) Ist ja auch gut so, sonst würde Demokratie nicht funktionieren.

Der kleine aber feine Unterschied ist der, dass die überwindung der Eurokrise vital ist, die anderen Punkte nicht!


Ich weiß es nicht genau. Wie gesagt, mit wirtschaftlichen Fragen kenne ich mich nicht aus, das überlasse ich Leuten, die davon Ahnung haben. Und ich behaupte auch nicht von mir, ich hätte die Lösung für das Problem. Aber daher, da ich sagen kann: Nein, das kümmert mich nicht. Das sollen Leute machen, die es können, kann ich meine politischen Ambitionen und Wünsche darauf richten, dass ich eine Partei wähle, die gegen die vorbehaltslose Speicherung von Daten im Internet ist (von Seiten des Staates aus, ohne einen begründeten Verdacht). Ich kann mich dann darauf konzentrieren, dass ich eine Partei wähle, die definitiv für den Atomausstieg ist.
Ich kann eine Partei wählen, die ab heute verbietet, Katzen in Wohnungen zu halten - wenn ich das denn unbedingt möchte.
Ich möchte nicht so klingen, als sei mir die Eurokrise egal. Aber ich glaube, das sind Themen, die besser von denen besprochen werden, die davon Ahnung haben. Und diese werden dann vermutlich auch eher von den Leuten gewählt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten, dafür aber eine Abänderung des Urheberrechts, oder ACTA für nebensächlich halten.

Würden aber alle so denken, schätze ich, hätten wir ein Problem. Denn jeder weiß: So lange eine Sache die Nachrichten bestimmt, fallen andere Entscheidungen unter den Tisch.

To be continued! ;) Nania, du schreibst zu schnell, so schnell kann ich nicht antworten. 8)


Schreibmaschinenkurs.

Habe, wenn ich schnell bin, 400 Anschläge in der Minute.

Edit: Bei den Anschägen verzählt. Peinlich, peinlich
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)


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dk one

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Monday, March 19th 2012, 11:25pm

Aber du implizierst hier, die Piraten als Partei seien quasi auch so eine Banalisierung
Ja, das war der Kern meiner Aussage. Wenn eine Partei sich den großen politischen Themen (Eurokrise) verweigert, ist das eine Banalisierung der Politik.

Das Phänomen der Politikverdrossenheit ist nicht zwangsläufig mit der Ursache der Entscheidung für die Piraten verknüpft.
Der Grund für Politikverdrossenheit ist die Komplexität der aktuellen politischen Themen, mit der sich viele nicht auseinandersetzen wollen. Das kommt einer Partei wie den Piraten, die einfache Antworten auf einfache Fragen haben, zu Gute.

Auch wenn man sich nicht seit dem 14. Lebensjahr aktiv in der Politik engagiert, ist es nicht per Doktrin unseriös oder illegitim,
Das wollte ich wirklich nicht sagen!

Es ist in Deutschland nicht nötig, in einer Partei zu sein, um politisch aktiv zu werden.
Diese Einstellung ist eines der Kernprobleme unserer Demokratie. Langfristig kann man sich m.M.n. nur in einer Partei sinnvoll politisch engagieren.
Victoria pax, non pactone parienda.

dk one

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157

Monday, March 19th 2012, 11:27pm

Zu deiner Antwort auf meine Post brauch ich nix mehr sagen, das hat Nania schon erledigt (Danke dafür :) )

Lass doch nicht immer die Anderen für Dich denken. ;) Politische Meinungen entstehen durch Diskussion, nicht dadurch, dass man sich von Gleichgesinnten die eigene Meinung bestätigen lässt. ;)

Schreibmaschinenkurs.

Habe, wenn ich schnell bin, 400 Anschläge in der Minute.
:respect:

Das erklärt einiges.

Ich muss mich leider verabschieden, wir können ja Morgen weiter machen. Danke für die interessante Diskussion.
Victoria pax, non pactone parienda.

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Rovin

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158

Monday, March 19th 2012, 11:35pm

Das hat mit denken nix zu tun, ich war halt ned da;) Und ich werd ned das gleich nochmal schreiben:D Von Tautologie halt ich ned so viel:D

Hat sich eigentlich jemand Mahmud angesehen im zweiten?
"Atomwaffen sind unmoralisch..."


Also, die Frage, was denkt ihr: Will der Iran die Bombe nur als Schutz vor einem Angriff? (Keiner greift eine Atommacht an, weil keiner die Bombe werfen will oder der Verursacher dessen sein will). Oder Ist es gar nicht Mahmud sondern Ali Chamene'i der den Zwist mit dem Westen forciert, so wie es immer wieder mal durchzublitzen schien?
So suchte Mahmud schön öfter den Dialog, wurde aber immer wieder zurückgepfiffen und im Moment will er sich ja allem Anschein nach etwas....emanzipieren.


Nania

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159

Monday, March 19th 2012, 11:42pm

Der Grund für Politikverdrossenheit ist die Komplexität der aktuellen politischen Themen, mit der sich viele nicht auseinandersetzen wollen.


Jein. Das ist zu kurz gedacht. Ein wichtiger Faktor der Demokratie ist, dass man dies auch gar nicht muss. Man bestimmt Vertreter (Repräsentanten), denen man zutraut, über die Komplexität nachzudenken und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Politiker ist dazu da, sich mit der Komplexität eines Problems auseinander zu setzten. Der Wähler nicht unbedingt. Das würde auch nicht funktionieren, denn der Wähler kann nie alle wichtigen Entscheidungen, die zu treffen sind - vor allem, da dies auch Entscheidungen das System betreffend sein können - selbst auch beurteilen oder selbst zu seinem besten treffen.

Die Komplexität eines Problems zu durchschauen ist damit nicht Aufgabe des Wählers. Zu bestimmen, wem er das Durchschauen, das Lösen, zutraut, dass ist seine wichtige Aufgabe.
Man sollte daher nicht unbedingt selbst das Problem durchschauen, sondern sich ansehen, wem man zutraut, dass Problem für ihn zu lösen - und damit auch die Komplexität zu überblicken.

Ich glaube, dass viele Leute eine sehr viel bessere Einschätzung über die Eurokrise abgeben können als ich. Und das diese Leute dann auch die entsprechenden Parteien wählen. Ich glaube aber, dass ich ein gutes Statement dazu abgeben kann, warum ich gegen die Vorratsdatenspeicherung und für eine Umänderung des Schulsystems bin. Ich möchte die Eurokrise nicht bewerten - richtig: Weil ich die Komplexität nicht durchschaue. Meine Oma möchte kein Statement über Vorratsdatenspeicherung machen, weil für sie selbst der PC ein unbedienbares Gerät ist.

Natürlich kann man sagen, dass es jede Menge uninformierter Wähler gibt. Ganz ohne Zweifel gibt es die. Aber das ist an und für sich überhaupt kein Problem. Denn - wie gesagt - der Wähler muss die Komplexität eines Problems nicht durchschauen. Es reicht, wenn er sieht, dass es da ist und es reicht, wenn er jemanden hat, den er fähig glaubt, dieses Problem für ihn zu lösen.
Ich sehe die Eurokrise ja auch als Problem. Aber ich kann nicht sagen, welche Partei das Problem am ehsten lösen kann. Ja, ich bin da uniformiert.
Aber was Vorratsdatenspeicherung, ACTA und Verwertungsrechte angeht, bin ich relativ gut informiert. Und dazu kann ich meine politische Meinung abgeben, in dem ich die Piraten wähle. Vielleicht auch deshalb, weil sie eben - genau wie ich - von einer Lösung für die Eurokrise keine Ahnung haben.

Das macht es aber auch wieder möglich, sich auf Expertenberatungen einzulassen.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Jean Paul Valley

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160

Tuesday, March 20th 2012, 7:26am

Ich fand die Diskussion auch interessant. Für mich ist es auch interessant zu hören, warum "junge Menschen" wie Rovin und Nania (zumindest jünger als ich ;) ) die Piraten interessant finden.

Ich denke, die Partei wird nicht so schnell wieder in der Versenkung verschwinden, ihr werdet euch an sie gewöhnen müssen, dk one ;)

Aber:
Diese Einstellung ist eines der Kernprobleme unserer Demokratie. Langfristig kann man sich m.M.n. nur in einer Partei sinnvoll politisch engagieren.


Aua. Nein.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.