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Bei allem Respekt vor Deiner Mutter und Deinem Freundeskreis, aber ich kenne keinen einzigen wirklich politisch interessierten und engagierten Menschen der die Piraten wählt und das politische Spektrum in meinem Bekanntenkreis reicht von Erzkonservativ bis zu Sozialisten.
Weil ich bisher jeden Menschen, der anderer Meinung war überzeugen konnte. Man muss schon sehr exotische (extreme) politische Positionen vertreten, um sich bei keiner der 4 etablierten Parteien wiederzufinden.
Nicht immer, aber oft tut sie das.Ja, weil die Menge ja auch so viel über den Inhalt aussagt![]()
Die Aussage JUSOS wandel auf "ausgetrampelten Pfaden" ist erstens zu pauschal und zweitens, soweit ich das beurteilen kann, falsch. Die JUSOS lehnen sich oft genug gegen SPD Konventionen auf, aber das weiß man nur, wenn man sich mit Ihnen beschäftigt. Womit wir wieder bei meiner Behauptung wäre, dass sich jeder in den etablierten Parteien wiederfinden kann. Vielleicht fändest Du die JUSOS (oder sogar die JUMir geht es hier nicht zentral darum, die Piraten bis aufs Messer zu verteidigen. Es geht darum, dass sie belächelt werden. Junge Menschen, die sich abseits von ausgetrampelten Pfaden (auf denen sich die JuSos, Julis und Juwerweissonstnochwer bevorzugt) bewegen. Die eigene Akzente setzen wollen. Und die, und gerade das schadet Deutschland wirklich nicht, auch mal alternativ unterwegs sind, mit nicht-Mainstream Lösungen. Und selbst wenn es manchmal seltsam erscheint, die konventionellen Wege haben uns ja sehr weit gebracht. Die größten Entwicklungen in der Geschichte kamen zustande weil Menschen mal abseits der Straße gesucht haben. Und dann einer Partei den "Strohfeuer" und "Spinner" Stempel aufzudrücken halte ich einfach für mehr als verkehrt, vor allem da weder von dir noch von jemand anderen Gründe kamen die dies untermauern hätten können. Alles was du zb gebracht hast waren Punkte die sich so oder so ähnlich auch bei den anderen Parteien und deren Politikern zu finden sind. Und die Grünen haben wir als alternative Kraft ja längst verloren.
) ja besser als die Piraten, wenn Du dich mal mit ihnen beschäftigt hättest. Das kannst aber nur Du herausfinden. Deine Herangehensweise an die gesamte Thematik ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich kritisieren die Piraten doch nicht weil sie "eigene Akzente setzen wollen" oder "alternativ unterwegs sind, mit nicht-Mainstream Lösungen". Ich kritisiere sie, weil ihr politische Programm schwach ist. Gründe warum die Piraten nicht ernst genommen werden, kannst Du im Diskussionsverlauf etliche finden, du musst nur danach suchen. Auch dein gegenübersetzen von konventionell und alternativ erscheint mit nicht sehr logisch. Die revolutionärste Partei der deutschen Geschichte ist die SPD, dennoch sind sie heute etabliert und Du würdest sie als konventionell bezeichnen. Mein Problem mit Eurer Beweihräucherung der Piraten ist, dass euch das alternative und unkonventionelle so begeistert, dass ihre politische Kompetenz für Euch nachrangig ist.PS: Genug Zeilen?
Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen. Die anderen 5% haben undemokratische Ansichten.weil sie sich in den etablierten Parteien nicht wieder finden oder diese nicht für wählbar erachten
Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.Und das sagt was aus? Mit Verlaub: objektiv gar nichts.
Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen. Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter.Wie gesagt: man muss sich schon ernsthaft mit den Piraten auseinander setzen, sie als Mitglied einer der Volksparteien einfach weg diskutieren zu wollen, wird nicht reichen.
Richtig, du beharrst hier. Auf einer völlig subjektiven Behauptung, die ich freundlich formuliert gewagt, deutlicher formuliert anmaßend finde.Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen. Die anderen 5% haben undemokratische Ansichten.
Hier wieder so ähnlich: gestehe doch jungen Menschen auch mal zu, sich vielleicht beginnend, aber durchaus "originär" mit Politik befassen zu wollen.Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.
Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter.
Dat is ja auch ihr job .Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen. Meist sind es die Kritiker, die sich ernsthafter mit einem Thema beschäftigen, als die Befürworter.Wie gesagt: man muss sich schon ernsthaft mit den Piraten auseinander setzen, sie als Mitglied einer der Volksparteien einfach weg diskutieren zu wollen, wird nicht reichen.![]()
Superman um sich bei keiner der 4 etablierten Parteien wiederzufinden.
? Vielleicht fändest Du die JUSOS (oder sogar die JU) ja besser als die Piraten, wenn Du dich mal mit ihnen beschäftigt hättest.
Ich beharre hier auf meiner Position: 95% der Personen die von sich sagen, dass "sie sich in keiner der etablierten Parteien wiederfinden", haben sich nie die Mühe gemacht, sich ernsthaft mit deren Programmen auseinanderzusetzen
Originär politische Menschen, also die die sich nicht erst seit ACTA für Politik interessieren, können mit den Piraten selten etwas anfangen, weil deren Programm zu einseitig ist.
Es geht nicht darum die Piraten "weg zu diskutieren" sondern ihre elementaren Schwächen aufzuzeigen.

Nein, ich spreche von einem Phänomen das als Politikverdrossenheit bekannt und gut dokumentiert ist. Alle Studie zu diesem Thema kommen vereinfacht gesagt zu dem Schluss, dass die Menschen die sich am wenigsten mit Politik beschäftigen, die sind, die die Politik und somit die etablierten Parteien am meisten kritisieren. Je politischer ein Mensch desto zufriedener ist er mit unserem politischen System.Richtig, du beharrst hier. Auf einer völlig subjektiven Behauptung, die ich freundlich formuliert gewagt, deutlicher formuliert anmaßend finde.
Ich bin seit gestern 27, also durchaus noch jung und beschäftige mich seit meines 14ten Lebensjahres mit Politik, das meine ich mit originär. Das Gegenteil davon ist Eventpolitik, also jetzt auf den S21- / Atomkraft- / ACTA- Piratenzug aufzuspringen. Verstehst Du, was ich damit zu sagen versuche.Hier wieder so ähnlich: gestehe doch jungen Menschen auch mal zu, sich vielleicht beginnend, aber durchaus "originär" mit Politik befassen zu wollen.
Ich war nicht unvoreingenommen, ich war den Piraten gegenüber zu Beginn sogar sehr positiv eingestellt. Je mehr ich mich mit ihnen auseinandergesetzt habe desto enttäuschter war ich.Manchmal. Und manchmal nicht. Aber ich würde dir nie absprechen, dich mit den Piraten auseinander gesetzt zu haben und dies weiterhin zu tun, im Gegenteil, das tust du sicherlich. Nur halt nicht gerade unvoreingenommen.
Meine Kritik an den Piraten enstand aus tiefster politischer Überzeugung. Vielleicht bin ich ja konservativer als gedacht, aber diese Banalisierung von Politik stört mich unheimlich.Ich möchte hier gar nicht zum Fürsprecher der Piraten geraten, ich finde nur manche Kritik an ihnen wenig stichhaltig und manchmal sogar überheblich bis unehrlich.
Je politischer ein Mensch desto zufriedener ist er mit unserer Demokratie.
Das Gegenteil davon ist Eventpolitik, also jetzt auf den S21- / Atomkraft- / ACTA- Piratenzug aufzuspringen.

Die Linke habe ich bewusst ausgenommen.Der vier (?) etablierten Parteien? Möchtest du die Linke, die im Bundestag mehr Sitze hat, als die Grünen etwa davon ausnehmen?
Genau dort liegt meine Kritik. Die Piraten haben zu 8 von 10 Punkten keine (ernstzunehmende) Position.dass nicht irgendwo auf dem Wahlzettel eine junge, weniger etablierte Partei herumgurkt, die vielleicht in 9 von 10 Punkten mit mir übereinstimmt.
Der kleine aber feine Unterschied ist der, dass die überwindung der Eurokrise vital ist, die anderen Punkte nicht!Griechenlandhilfen sein. Dass können Themen sein, die auf den ersten Blick so unwichtig erscheinen (Verwertungsrecht), das können aber auch Grundsätze sein, wie der der Transparenzt.
Damit hast Du Recht.Gleiches gilt für alle anderen Jugendorganisationen von Parteien. Egal, ob Julis, JuUn oder die Jungen Grünen. Es sind eben Jugendorganisationen, aber keine Parteien. Und damit schon rein vom gesetzlichen Standpunkt aus nicht wählbar.
Die Aussage, die etablierten Parteien würden ihre Programme nicht umsetzen ist mir zu populistisch. Gerade die Realisierbarkeit eines Großteils des Piratenprogramms halte ich für sehr fragwürdig.Es mag sein. Aber warum sollte ich mich mit einem Programm auseinadersetzten, dass mir zwar in allen momentan politisch so wichtigen Fragen eine Antwort und eine Lösung bietet, aber diese dann nicht umsetzt?
Es sollte aber keine Partei im Bundestag geben, die zu diesen fundamentalen Themen keine Meinung hat.heißt das immer noch, dass es "genug" Parteien im Bundestag gibt, die sich um Thema wie "Wirtschaft" und "Finanzen" kümmern.
Sorry, vielleicht bin ich bei diesem Thema ignorant. Aber wenn ich die ACTA Proteste mit den Studentenprotesten hier in Chile oder anderern sozialen Bewegungen vergleiche, kommen sie mir einfach nur sehr banal vor. Nach dem Moto, wer keine Probleme hat, der schafft sie sich selbst.Aber bei sovielen Menschen, die in Deutschland und ganz Europa auf die Straße gingen, um zu protestieren,
Kein Problem, aber dann sollte man sich (noch) keiner Wahl stellen.Hier die Preisfrage: Ist es vielleicht keine elementare Schwäche, dazu zu stehen, dass man (noch) nicht für jedes Problem eine Lösung hat? Zeigt es nicht eher, dass man bereit ist, sich dahingehend zu entwickeln?
This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (Mar 19th 2012, 11:08pm)
aber das lässt sich nicht diskutieren.Ich habe Demokratie nach dem posten mit politischem System (womit ich die Parteien meinte) ersetzt, aber du warst einfach zu schnell.Und Zufriedenheit mit der Demokratie ist etwas anderes, als Zufriedenheit mit den Parteien.
Sind es nicht genau diese Annahmen, die einen Piraten wählen lassen.Sind das nicht eher Annahmen alla: Jede Partei ist gleich... Alle Politker sind korrupt... Alle Politiker sind Lobbyisten... Es macht keinen Unterschied, wen man wählt... Auch neue Parteien werden irgendwann korrupt....

)

Genau dort liegt meine Kritik. Die Piraten haben zu 8 von 10 Punkten keine (ernstzunehmende) Position.
Aber das geht allen mit ihren "wählbaren" und "unwählbaren" Parteien ähnlich.
Ist ja auch gut so, sonst würde Demokratie nicht funktionieren. Der kleine aber feine Unterschied ist der, dass die überwindung der Eurokrise vital ist, die anderen Punkte nicht!
To be continued!Nania, du schreibst zu schnell, so schnell kann ich nicht antworten.
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This post has been edited 1 times, last edit by "Nania" (Mar 19th 2012, 11:28pm)
Ja, das war der Kern meiner Aussage. Wenn eine Partei sich den großen politischen Themen (Eurokrise) verweigert, ist das eine Banalisierung der Politik.Aber du implizierst hier, die Piraten als Partei seien quasi auch so eine Banalisierung
Der Grund für Politikverdrossenheit ist die Komplexität der aktuellen politischen Themen, mit der sich viele nicht auseinandersetzen wollen. Das kommt einer Partei wie den Piraten, die einfache Antworten auf einfache Fragen haben, zu Gute.Das Phänomen der Politikverdrossenheit ist nicht zwangsläufig mit der Ursache der Entscheidung für die Piraten verknüpft.
Das wollte ich wirklich nicht sagen!Auch wenn man sich nicht seit dem 14. Lebensjahr aktiv in der Politik engagiert, ist es nicht per Doktrin unseriös oder illegitim,
Diese Einstellung ist eines der Kernprobleme unserer Demokratie. Langfristig kann man sich m.M.n. nur in einer Partei sinnvoll politisch engagieren.Es ist in Deutschland nicht nötig, in einer Partei zu sein, um politisch aktiv zu werden.
Zu deiner Antwort auf meine Post brauch ich nix mehr sagen, das hat Nania schon erledigt (Danke dafür)
Politische Meinungen entstehen durch Diskussion, nicht dadurch, dass man sich von Gleichgesinnten die eigene Meinung bestätigen lässt.
Schreibmaschinenkurs.
Habe, wenn ich schnell bin, 400 Anschläge in der Minute.
This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (Mar 19th 2012, 11:34pm)
Und ich werd ned das gleich nochmal schreiben
Von Tautologie halt ich ned so viel

Der Grund für Politikverdrossenheit ist die Komplexität der aktuellen politischen Themen, mit der sich viele nicht auseinandersetzen wollen.

) die Piraten interessant finden.
Diese Einstellung ist eines der Kernprobleme unserer Demokratie. Langfristig kann man sich m.M.n. nur in einer Partei sinnvoll politisch engagieren.