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Nania

Batlady

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241

Thursday, March 22nd 2012, 9:15pm

Dafür war die Wortwahl etwas "daneben".

Back to NPD/Rechtsextremismus.

Hier ein Panoramabeitrag, sehr interessant. Nicht direkt NPD aber Rechtsextremismus und das Vorgehen der Polizei und der Justiz:

Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Jean Paul Valley

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242

Thursday, March 22nd 2012, 9:27pm

Schön, dass Du hier immer ein wenig für Ruhe sorgst, aber hier bist du ein klein wenig am Thema vorbei gerutscht. Der Kern meiner Aussage war: "Meinem Verständnis nach ist es offensichtlich, dass seine Absicht nicht die ist, die Katastrophe zu relativieren, sondern die vollkommen überzogene Reaktion hier in Deutschland anzuprangern." Falls ich mit meiner Interpretation richtig liege, kann ich Moonie nur Recht geben! Daher war es mir etwas schleierhaft, warum so auf dem Wort "Katastrophe" in Anführungszeichen herumgeritten wird, was zwar ein wenig unglücklich ist, aber sicher keine Relativierung dieser sein sollte.

Das mit dem Bashing war nicht so dramatisch gemeint, wie es vielleicht geklungen hat. Moonie hält sicher einiges aus.
Wow, einer der's kapiert hat. Dicken Respekt, lieber dk_one!



Sorry, nein, ich bin nicht vorbei gerutscht.

Ich bin auf das Bashing eingegangen, dass du ja auch (souverän) selbst relativierst, auf den Aspekt des "bewusst" falsch verstehen und darauf, dass Moonies Post oft provozierend formuliert sind.
So weit, so gut, das waren Aspekte deines Zitats.

Auf deine Interpretation von Moonies Post bin ich nicht eingegangen, da ich a)wie gesagt auf Moonies so formulierte Posts nicht reagiere und b) weil ich der Meinung bin, dass dies -auch wenn Moonie sein Zitat gerade so interpretiert- weiß Gott nicht so verstanden werden muss.

Und noch einmal: das hat nichts damit zu tun, dass alle das bewusst falsch verstehen wollten.

Ich lasse jetzt mal offen, was an den Reaktionen hier übertrieben war, die Berichterstattung oder der Atomausstieg...


Edit: Und btt, bitte.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

Rovin

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243

Thursday, March 22nd 2012, 9:44pm

Naja, die NPD zu verbieten hätte ja, unter Umständen negative Folgen, wie Nania schon erwähnte. Jetzt haben wir sie im Scheinwerferlicht und können sie im Auge behalten. Dass es zu diesen Morden kam war ja letztlich ein Versäumnis der Überwacher. Wenn dieser Apparat so löchrig ist sollten wir uns lieber darüber Gedanken machen!

Im übrigen: Hab vor kurzem mal eine Dokumentation gesehen, wo die NPD ihre Mitglieder her hat. Und da muss ich leider sagen: es ist nachvollziehbar dass die Leute ihr zulaufen. Und ich frage mich, wieso die "großen" Parteien da so viel verpassen. Eine Bekannte die bei den Jusos sehr aktiv ist meinte auf die Frage "Weil wir nicht so Wahlkampf machen wollen" und "Die gebildeten Wähler würden wir damit verschrecken".

Das ist meiner Meinung nach sehr kurzsichtig. Denn die "ungebildeten" werden ja immer mehr. Und wenn die Volksparteien sich derer verweigern, weil sie die gebildeten nicht verschrecken wollen ist das mehr als kontraproduktiv. Da kommt dann ein weiterer Punkt: Es ist für jemanden aus ärmeren Verhältnissen viel schwerer einen Hochschulabschluss zu erreichen. Ich hab das in meinem Umfeld oft erlebt: Die mit Geld lassen ihre Kinder einfach zu guten Noten totnachilfen, was sich die ärmeren natürlich weniger leisten können. Das gilt generell für die Förderung der Jugend. Wenn Geld da ist kann man sich einfach leisten, dass das KInd alle Intrumente durchprobiert bis eines dabei ist dass ihm gefällt, oder Sportarten.

Das Problem mit dem Zulauf der rechten ist sehr komplex und zeigt eigentlich "nur" dass wir ein Demographischen Problem haben, das grundsätzlich bei der Bildung beginnt.


Jean Paul Valley

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244

Thursday, March 22nd 2012, 9:44pm

Dennoch wäre ein erneutes Scheitern eine Katastrophe, das der NPD wieder neuen Aufwind geben könnte.
Genau das ist meine Befürchtung, und es ist jetzt schon klar: es wird wieder sehr, sehr schwierig...


Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum die Zwickauer Terrorzelle rechtlich nicht als der militante Arm der NPD gewertet werden kann, was das Verfahren erheblich erleichtern würde, obwohl doch in verschiedenen Fällen nachweislich Kontakt zu NPD Funktionären bestand.

Ganz ehrlich: ich kann das auch nicht nachvollziehen, dk. Ich denke, dass es formaljuristisch wohl sehr schwierig ist, die Zwickauer Terrorzelle als militanten Arm der NPD auszuweisen.



Ein Seminarleiter teilte uns mal mit, dass ca. 8% aller Deutschen ein geschlossen rechtsextremes Weltbild haben (die Zahl hab ich auch irgendwo später im Verlaufe einer Seminararbeit zur NPD bestätigt gefunden.) Das beinhaltet Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und auch der Wunsch nach einem starken Führer.
Das ist sogar eine relativ niedrige Zahl. Man liest bei Umfragen immer wieder Zahlen zwischen 20-40%, die sich (teilweise) mit rechtem Gedankengut identifizieren können.


Die Definiton oben bei Nania ist eine andere, enger gefasste: ich vermute, dass bei einer (teilweisen) Identifizierung mit rechtem Gedankengut deine Zahlen absolut zutreffend sind, dk.


Edit:
@Rovin: "Da kommt dann ein weiterer Punkt: Es ist für jemanden aus ärmeren Verhältnissen viel schwerer einen Hochschulabschluss zu erreichen. Ich hab das in meinem Umfeld oft erlebt: Die mit Geld lassen ihre Kinder einfach zu guten Noten totnachilfen, was sich die ärmeren natürlich weniger leisten können."


-Das ist wirklich ein Problem in Deutschland, Rovin. Die Durchlässigkeit ist bei der Bildung laut einer Studie wahnsinnig schlecht, schlechter als in den USA!
Ich kann später mal mehr dazu schreiben (mein Hund muss vor die Tür.. :P )

Zu dem Thema Wahlwerbung: heikel, wenn es in Richtung gehen soll, wie die NPD wirbt. Aber vielleicht kann dk da mit seiner Erfahrung als Parteimitglied was zu sagen.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

dk one

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245

Thursday, March 22nd 2012, 9:54pm

weil ich der Meinung bin, dass dies -auch wenn Moonie sein Zitat gerade so interpretiert- weiß Gott nicht so verstanden werden muss.
Ich verstehe immer noch nicht, warum man ein Zitat anders interpretieren sollte, als der Verfasser selbst. Aber lassen wir das Thema ruhen: :hdl:
Ich lasse jetzt mal offen, was an den Reaktionen hier übertrieben war, die Berichterstattung oder der Atomausstieg...
Was übertrieben war, war der Bevölkerungvon von Seiten der Medien und der Politik zu suggerieren, ein ähnlicher Vorfall würde sich wahrscheinlich auch in Deutschland früher oder später zutragen. Prinzipiell ist Atomausstieg natürlich eine feine Sache. :thumbup:

BTT:
Hier ein Panoramabeitrag, sehr interessant. Nicht direkt NPD aber Rechtsextremismus und das Vorgehen der Polizei und der Justiz:
Wirklich interessant. Aber solche Geschichten haben ich auch schon im real-life etliche Male erzählt bekommen bzw. einmal miterlebt. Als wir damals nach unserem Zusammenstoß mit den Skins an Adolfs Geburtstag Strafanzeigen (immerhin wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung) bei der Polizei erstatteten, sagte einer der Polizisten allen Ernstes "Die müsse doch auch irgendwo feiern können."
Victoria pax, non pactone parienda.

Nania

Batlady

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246

Thursday, March 22nd 2012, 9:55pm

Was die Rekrutierung von NPD-Mitgliedern angeht:

Die meisten Mitglieder hat die NPD in Ostdeutschland und sie konzentriert sich in der Regel auch im Wahlkampf auf diese Gebiete. Dabei nutzt sie ganz gezielt die Situation der Jugendlichen dort aus.
Ich laß ein Buch von einer Birgit Rommelsbacher (wenn mich nicht alles täuscht), in dem sie einige jungedliche Rechtsextreme und NPD-Mitglieder zur Wort kommen lässt. Auch ehemalige.
Die meisten sagen, dass die NPD die einzigen sind, die im Ort etwas organisiere, die Kameradschaften Orte sind, wo die Jugendlichen glauben oder glaubten, Freunde zu finden.

Es geht hier nicht um das Parteiprogramm oder die Gesinnung. Das steht viel weniger im Vordergrund, als vielmehr das Vermitteln eines "Wir-Gefühl". Erst danach kommt die typische rechte Propaganda.

Es gibt ein Schulprojekt, bei dem Studenten an Schulen in solchen Gebieten gehen und dort Rechtsextremismusaufklärung betreiben (den Artikel kann ich gleich raussuchen). Dabei fragen sie auch häufiger, was denn die Schüler glauben, wie hoch der Migrantenanteil im Ort ist. Die Zahlen, die die Schüler nennen, sind dabei häufig abstrus hoch, die Vorurteile sprechen von rechter Propaganda. Meistens denken die Schüler dann aber doch darüber nach, wenn die wahren Zahlen, die sich häufig um die 0,nochwas Prozent bewegen, genannt werden.

Die Jugenldichen sind heute nicht tendenziell eher rechts, sie lassen sich nur gut einfangen. Dabei liegt denke ich das Grundproblem auch weniger in der Jugendbildung, sondern vielmehr in der Freizeit und im Umfeld. Viele lassen sich nicht "erst" ködern, wenn sie vor der Universität stehen, sondern bereits viel früher. Die meisten NPD Mitglieder und Wähler haben eine Hauptschulabschluss und viele - selbst in der NPD - sind arbeitslos.
Für viele Jugendliche ist das eine Perspektivlosigkeit. Sie hoffen, die NPD würde daran etwas ändern, letztendlich erkennen aber auch einige, dass dem eben nicht so ist.
"Viel Lärm um Nichts", könnte man hier sagen - wenn es nicht so traurig wäre. Denn einige übernehmen die rechte Gesinnung und glauben, was die NPD ihnen vermittelt.

Ich fände es wichtig, mehr in der Rechsextremismusaufklärung zu tun, und natürlich mehr Geld in die Bildung zu investieren. Aber Geld in Bildung investieren würde auch noch bei vielen anderen Problemen helfen.
Ich sehe eher eine Notwendigkeit darin, Perspektiven aufzuzeigen und auch die Bedürfnisse junger Menschen wieder ernst zu nehmen. Es kann und darf nicht sein, dass in Orten die NPD oder die rechten Kameradschaften die einzigen sind, die tatsächlich etwas machen, an dem die Jugend Freude hat. Das zeigt m.E. eher, wie wenig in der kommunalen Politik für Jugendliche getan wird.

Dass daneben noch SchulhofCDs (USB-Sticks) die Runde machen, die NPD einen starken Internetauftritt hat - und auch viel aufs Netz setzt -, der Wunsch nach Kameradschaft, Freundschaft und spannender Freizeit in der NPD dem Anschein nach befriedigt wird, stimmt zwar, kann aber auch durch Kommunen und Engagement verringert werden.

(Übrigens wunderbares Thema. Meine erste Hausarbeit an der Uni hat sich damit auseinandergesetzt ;) )

PS: Geschlossen rechtsextremes Weltbild meint genau das, was JPV anmerkte: Es ist eine viel engere Definition. Wer was gegen Ausländer hat und Menschen mit südländischem Aussehen generell für Ausländer hält, die abzuschieben sind, ist das kein geschlossen rechtes - aber ein rechtes - Weltbild.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Rovin

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247

Thursday, March 22nd 2012, 9:59pm

Nania, ich finds schön wie du meine Posts ergänzt:D

@JPV: Wie Nania auch schon schreibt, die NPD Wahlwerbung läuft eigentlich primär darüber ab, dass die Parteileute so tun als würden sie sich kümmern. Noch dazu liefern sie Feindbilder, und wie wir wissen ist nichts so vereinend wie ein gemeinsames Feindbild...


dk one

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248

Thursday, March 22nd 2012, 10:07pm

Zu dem Thema Wahlwerbung: heikel, wenn es in Richtung gehen soll, wie die NPD wirbt. Aber vielleicht kann dk da mit seiner Erfahrung als Parteimitglied was zu sagen.
Das ist wirklich nicht unkompliziert. Vereinfacht ausgedrückt ist es so, dass die NPD eben sehr einfache Antworten auf viel Fragen haben, die Menschen mit geringerem politischem Überblick vernünftig erscheinen. Die "seriösen" Parteien dagegen müssen teilweise im Wahlkampf ziemlich komplexe Themen kommunizieren. Normalerweise versucht man immer einen Mittelweg zwischen Ernsthaftigkeit und Verständlichkeit zu finden, was nicht immer einfach ist. Ganz Unrecht hat Rovins Freundin nicht. Wenn die SPD mit Parolen Wahlkampf machen würde, wie die NPD (Todesstrafe für Kinderschänder...), würden sie mit Sicherheit viele ihrer gebildeteren Stammwähler verschrecken. Dagegen ist es einfacher, einem Akademiker zu erklären, warum die Sozialreformen der Schröderregierung wichtig waren, als jemandem der von ALG2 lebt.
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Jean Paul Valley

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249

Thursday, March 22nd 2012, 10:09pm

Ich verstehe immer noch nicht, warum man ein Zitat anders interpretieren sollte, als der Verfasser selbst. Aber lassen wir das Thema ruhen:


Es geht mir hier nicht um Rechthaberei, dk, und ich selbst habe auf Moonies Post gar nicht reagiert, aber ich sprech jetzt mal als Anwalt der Anderen:

Man versteht ein Zitat in erster Linie so, wie es formuliert wurde. Und da lässt sich bei aller Liebe auch anderes rauslesen. Wenn der Verfasser hinterher sagt: so und so habe ich das gemeint, dann bin ich geneigt, ihm das zu glauben. Aber das war ja erst vorhin der Fall.

Ok, fair enough :hdl:



Was übertrieben war, war der Bevölkerungvon von Seiten der Medien und der Politik zu suggerieren, ein ähnlicher Vorfall würde sich wahrscheinlich auch in Deutschland früher oder später zutragen. Prinzipiell ist Atomausstieg natürlich eine feine Sache.



Ich weiß nicht, ob die Berichterstattung das wirklich so suggeriert hat, geschweige denn die Politik. Also, ich wiederhole, explizit zu suggerieren: so ein Vorfall wird sich wahrscheinlich früher oder später in D zutragen. Da bin ich ehrlich skeptisch...

Auf jeden Fall war die Berichterstattung -wie üblich bei so einer Katastrophe- reißerisch und furchtbar. 3 Wochen lang treibt jeder Sender die Sau durch's Dorf, alles, was mit Atomkraft zu tun hat, wird wieder ausgegraben, Filme fallen aus für die x-te Ausstrahlung einer alten Doku, ect.

Und dann übrigens, wenn die Halbwertzeit des durchschnittlichen Interesses des Zuschauers überschritten ist, so nach ca. 3 Wochen, ist Fukushima dann wieder gar kein Thema mehr.

Das alles muss man nicht mögen.

Den Atomausstieg begrüße ich auch :thumbup: Schon alleine deshalb, weil schon vor Jahren nun einmal Konsens bei der Bevölkerung war: ja, Atomausstieg.



Edit:
Zitat dk one:
"Das ist wirklich nicht umkompliziert. Vereinfacht ausgedrückt ist es so, dass die NPD eben sehr einfache Antworten auf viel Fragen haben, die Menschen mit geringerem politischem Überblick vernünftig erscheinen. Die "seriösen" Parteien dagegen müssen teilweise im Wahlkampf ziemlich komplexe Themen kommunizieren. Normalerweise versucht man immer einen Mittelweg zwischen Ernsthaftigkeit und Verständlichkeit zu finden, was nicht immer einfach ist. Ganz Unrecht hat Rovins Freundin nicht. Wenn die SPD mit Parolen Wahlkampf machen würde, wie die NPD (Todesstrafe für Kinderschänder...), würden sie mit Sicherheit viele ihrer gebildeteren Stammwähler verschrecken. Dagegen ist es einfacher einem Akademiker zu erklären, warum die Sozialreformen der Schröderregierung wichtig waren, als jemandem der von ALG2 lebt."


Gut formuliert, das sind so meine Bedenken zu dem Thema, Rovin.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

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250

Thursday, March 22nd 2012, 10:25pm

Dahinter darf man sich aber nicht verstecken.
Das Problem ist sehr....umfassend. Das fängt schon bei der Presse an. Die Leute lassen sich mit leichtern Erklärungen abspeisen und die Presse ist sich ihrer Verantwortung nicht bewusst. Da treten Wirtschaftliche Interessen zu oft in den Vordergrund.

Aber zurück zur Wahlwerbung:

Die Volksparteien können und dürfen sich dahinter aber nicht verstecken. Da müssen Lösungen her. Und da hilft es nicht wenn man laut Lehrplan fünfmal den zweiten Weltkrieg durchkaut, da muss den Jugendlichen die Komplexität der Politik nahegebracht werden, das kritische Hinterfragen der Presse etc.

Sonst lassen sich die Leute zu leicht einspannen.

Aber wieso schafft es ein NPD Kommunalpolitiker dass sein Büro immer offen steht und er sich so viel zeit für Fragen nimmt sie es braucht, und ein SPDler oder CDUler nicht? Dann könnte er auch den Leuten erklären wieso manches gemacht werden muss und daran nicht die Ausländer schuld sind.
Ich fürchte einfach, dass die großen Volksparteien viel Basisarbeit vermissen lassen...und ein Stand in der Fuzo alle heiligen Zeiten bringt da gar nichts.


dk one

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251

Thursday, March 22nd 2012, 10:41pm

Aber wieso schafft es ein NPD Kommunalpolitiker dass sein Büro immer offen steht und er sich so viel zeit für Fragen nimmt sie es braucht, und ein SPDler oder CDUler nicht? Dann könnte er auch den Leuten erklären wieso manches gemacht werden muss und daran nicht die Ausländer schuld sind.
Ich fürchte einfach, dass die großen Volksparteien viel Basisarbeit vermissen lassen...und ein Stand in der Fuzo alle heiligen Zeiten bringt da gar nichts.
Du hast mit vielem was Du sagst recht, aber da liegst du total daneben. Die Bürgerbüros der Volksparteien sind genauso lange geöffnet wie die der NPD. Und Kommunalpolitik besteht zum überwiegenden Teil aus Basisarbeit. Parks säubern, Stadtfeste (mit-)organisiere, das Jugendzentrum renovieren, bei der Tafel aushelfen etc. Da ist sich wirklich niemand zu schade, sich die Hände schmutzig zu machen.
Victoria pax, non pactone parienda.

Rovin

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252

Thursday, March 22nd 2012, 10:57pm

Das kann ich leider nicht so unterschreiben. Bei uns zb kommt von der SPD und der CSU gar nichts. Gerade diese Aktivitäten die du ansprichst finden nicht statt. Wie gesagt, ein Stand alle heiligen Zeiten in der Fuzo ist noch kein Bürgerfest.

Es mag sein, dass das wo anders besser läuft, aber dann muss das Problem wo anders liegen. Und den Leuten selbst die Hauptschuld zu geben, da hab ich ein Problem mit. Dass die Leute der NPD zulaufen ist ja mMn ein Symptom, nicht die Ursache.

Und dass das, was du anführst nicht so ganz greift, bzw allgemein stimmt, zeigt ja auch Nanias Ausführung was die Jugendlichen in der NPD suchen.

EDIT: Hab grad mal den Online Auftritt der CSU/SPD Passau mit dem der NPD verglichen....traurig ist das....einfach traurig. Bei der CSU wird noch von einer Jahresbilanz von 2009 geredet, bei der NPD wird ein Fest erwähnt. Soviel dazu. Wundert braucht man sich da nicht, dass politisch ungebildete Jugendliche sich bei der NPD mehr finden. Diese nutzt ja auch die jungen Kanäle besser.


Aber es gibt auch Hoffnung. So haben die Jugendlichen bei mir im Dorf die NPD Plakate immer abgehängt. Am nächsten Morgen hingen sie wieder oben, ein Stück höher...naja, dann wurde eben die Leiter geholt:D Wie gesagt, es gibt Hoffnung :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Rovin" (Mar 22nd 2012, 11:04pm)


Nania

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253

Thursday, March 22nd 2012, 11:07pm

Die Volksparteien können und dürfen sich dahinter aber nicht verstecken. Da müssen Lösungen her. Und da hilft es nicht wenn man laut Lehrplan fünfmal den zweiten Weltkrieg durchkaut, da muss den Jugendlichen die Komplexität der Politik nahegebracht werden, das kritische Hinterfragen der Presse etc.


Ich bin mir grad nicht ganz sicher, was du mit "dahinter" meinst, ich gehe aber jetzt hier von der Komplexität aus. Sollte dem nicht so sein: Mea Culpa

Das Lösungen "her müssen" steht außer Frage. Die Frage ist eher: Wie müssen diese Lösungen aussehen? Und dann MUSS zwangsläufig die Komplexität bedacht werden. Nehmen wir mein "Oma und die Jugendgewalt"-Beispiel, welches - ich betone - nur als Beispiel zu sehen ist:

Um mein Oma zu ködern sagt die NPD: Wir fordern harte Strafen und Erwachsenenstrafrecht auch für Jugendliche. Damit hat die NPD meine Oma auf ihrer Seite. Denn: Oma ist für stärkere Strafen. Sie sieht: Die Lösung der NPD ist einfach und wird das Problem lösen. Gleichzeitig freut sich die NPD, weil vermeindlich kriminelle Ausländer von der Straße verschwinden.
Komplexität des Denkens auf Seiten der Oma auf einer Skala von 1 - 10: 2

Was macht z.B. die SPD (oder die Grünen, die Linke)? Die SPD schaut sich die Lage an. Sieht: Jugendgewalt steigt vor allem in den struktur- und wirtschaftsschwachen Ostgebieten. Von Arbeitslosigkeit betroffen sind oft Jugendliche mit geringem Bildungsstand und schlechtem Schulabschluss. Manche davon sind Migranten. Um präventiv dagegen vorzugehen, müssen Studien ausgewertet, Statistiken verstanden und Experten konsultiert werden.
Am Ende kommt dabei raus: Nicht härtere Strafen sind besser, sondern Präventionsmaßnahmen. Die Reintegration von gewaltätigen Jugendlichen mit Hilfe von Bewährungshelfern und speziell ausgebildeten Pädagogen sowie eine eventuelle Unterbringung nicht im Elternhaus, bringt im Endeffekt glücklichere Schüler. Eine Verschärfung des Strafrechts ist abzulehnen, da man damit aus Jugendlichen- Erwachsenestraftäter macht.
Bei meiner Oma käme bei einen einfachen Positionierung an: Die SPD will nichts gegen Jugendgewalt tun, sondern fährt einen Kuschelkurs gegenüber kriminellen Jugendlichen und Migranten. Weil diese noch zusätzliche Förderung erhalten.

Es hilft nichts, wenn man darauf verweist, dass man komplexe Themen einfach gestalten sollte. Ja, man muss die Lösungen plausibel machen. Aber um Lösungen plausibel machen zu können, benötigt man auch die Bereitschaft der Bürger, sich entweder auf die Lösungen der Partei zu verlassen, auch wenn man den Weg dorthin nicht versteht (Bsp.: SPD und Jugendgewalt), sich selbst genauer darüber zu informieren - was wünschenswert wäre, aber nicht unbedingt Aufgabe des Wählers ist - oder eben die Partei zu wählen, eine anscheinend bessere oder offensichtlichere Lösung anbietet.

Das damit vielleicht noch viel größere Probleme einhergehen (Forderung nach Todesstrafe etwa: moralische, ethische, religiöse, philosohpische, rechtliche usw. Gründe sprechen dagegen), lässt die NPD außer Acht. Ihre Lösungen wirken auf manche einfach - aber dahinter steht nichts. Kein Plan zur Umsetzung, keine Auseinandersetzung mit möglichen Folgen.

Was ich sagen will:

Die Komplexität einer Lösung - oder auch eines Problems - zu reduzieren ist sinnvoll. Kurze, prägnante Aussagen zu treffen, was man tun möchte, um ein Problem zu lösen, führen in die richtige Richtung. Doch alleine kann die Lösung eines komplexen Problems in vielen Parteien nicht stehen. Soll heißen: Der Wähler muss sich selbst Gedanken dazu machen, sich informieren oder vertrauen (wobe Vertrauen auch heißen kann, dass man jemandem blind glaubt).

Ich sehe ein ähnliches Problem wie Rovin, glaube aber nicht, dass das von Seiten der Parteien so einfach lösbar ist. Ich kann aber dahingehend auf den Wahl-O-Maten verweisen, der genau das versucht. Eine Aufschlüsselung des Wahlprogrammes, Antworten auf Fragen, die kurz und zu verstehen sind.
Das ist häufiger wünschenswert.

Das Thema Bildung würde hier jetzt zu weit führen, obwohl ich dir im Grunde genommen recht geben muss.

Aber wieso schafft es ein NPD Kommunalpolitiker dass sein Büro immer offen steht und er sich so viel zeit für Fragen nimmt sie es braucht, und ein SPDler oder CDUler nicht? Dann könnte er auch den Leuten erklären wieso manches gemacht werden muss und daran nicht die Ausländer schuld sind.
Ich fürchte einfach, dass die großen Volksparteien viel Basisarbeit vermissen lassen...und ein Stand in der Fuzo alle heiligen Zeiten bringt da gar nichts.


Ich denke eher, dass das ein subjektiver Eindruck ist. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, sind auch viele Mitglieder in der NPD arbeitslos oder arbeiten für die Partei. Da bleibt natürlich mehr Zeit. Die NPD zielt auch darauf, Bürger zu erreichen, in dem sie den Anschein erwecken, sie wären für den Bürger da. Das Problem ist aber, dass sie eben nur so tun. Im Endeffekt bleiben sie eine rassistische, menschenverachtende und zu tiefst ausländerfeindlche/migrantenfeindliche/xenophobe Partei, die sich hinter einer bürgerlichen Fassade zu verstecken sucht. Und genau HIER sehe ich eine der größten Gefahren der NPD.
Sie deuten etwas an, was nicht eingehalten werden kann.
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Thursday, March 22nd 2012, 11:21pm

Ja, aber das wird ihnen nie zum Verhängnis. Denn wenn sie nix machen kann (zum Glück) sind einfach die anderen Schuld.

Ich sehe wirklich eine große Mitschuld bei der typischen BILD Presse. Die erziehen ja praktisch ihre Leser (die leider nicht wenige sind) zur Schlagwortpolitik. Dazu kommt eben, dass gerade die "Arbeiterklasse" wenig Zeit hat. Man arbeitet, im schlimmsten Fall im Schichtbetrieb, kommt heim, Familie, Hobby etc...nur wenige informierien sich tiefergehend zu Themen. Der einzige Input ist ein wenig Bild, Radio und Stammtischgespräche. Ich verstehe dies aber. Ich weiß selber noch wie anstrengend es war auch noch Energie zu finden sich dazu zu informieren. Gerade nach diesem Pensum. Da kam mir aber die moderne Technik (iPhone vor allem) entgegen. Dass auch dies jetzt bei älteren nicht so gut funktioniert ist klar, aber, was ist mit den Jüngeren möchte man jetzt sagen.

Und da kommt eben das Problem, dass die Volksparteien diesen Zug bist jetzt größtenteils verpasst haben. Die Möglichkeiten von FB, Apps etc...nein, diese werden bevorzugt noch verteufelt und damit werden noch mehr Jungwähler vor den Kopf gestoßen. Denn Apps und FB gehören ja mittlerweile zum Leben der Jugendlichen. Da wird mMn auch viel verschenkt. Die App des Bundestages zb ist sogar für mich als politisch interessiert zu umständlich...da herrscht Besserungsbedarf.

Es wäre vielleicht ein Ansatzpunkt, hier auch mal nachzubessern.


Nania

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255

Thursday, March 22nd 2012, 11:23pm

Dass die Leute der NPD zulaufen ist ja mMn ein Symptom, nicht die Ursache.


Ja - und nein. Denn einerseits laufen gerade die Jüngeren der NPD zu, weil sonst nichts angeboten wird - andererseits nutzt die NPD die politische Unsicherheit der Jugendlichen gnadenlos aus. Und wir müssen uns eingestehen: Für die wenigsten Jugendlichen ist Politik wirklich etwas Relevantes. Und damit meine ich jetzt den politischen Alltag, Bundes- und Landtagsdebatten, der Alltag von Politikern, die Frage, wer gerade Außenminister ist und wer Bundeskanzler (naja, das wissen wohl die meisten ;) ). Und ich kann es nachvollziehen. Da hat man so viel mehr um die Ohren, was einem wichtig erscheint. Ergo sind im Endeffekt nur recht wenige Jugendliche politisch weitgehend informiert. (genaue Statistiken kann ich dazu nicht anführen).

Nun schauen wir uns an, was die NPD tut: Die NPD bringt den Jugendlichen Rechts-Rock-Musik (die so rebellisch erscheint), sie organisieren Feste (die alle unter der braunen Flagge stehen), sie machen Zeitschriften (Enten-Comic) speziell für Jugendliche, sie sprechen Kameradschaft, Freundschaft, Tugenden und Treue an, usw. usw.
Vieles von dem können die etablierteren Parteien vielerorts nicht leisten. Entweder, weil das Personal fehlt, die Arbeit an anderer Stelle erledigt werden muss oder auch - gerade im Osten - Politiker anderer Parteien schnell angegriffen werden.

Auch hat die NPD es ziemlich meisterlich verstanden, das "Weltnetz" für sich zu nutzen. Andere Parteien - gerade auf kommunaler Ebenen - hängen da ganz massiv hinterher. Und ja - daran müssen die Parteien was tun.

Was ich nicht bestätigen kann, ist, dass Parteien nur in Fußgängerzonen aktiv werden. Bei uns sind sie häufig auch an anderen Aktionen - Frühjahrsputz der Stadt, Spielplatzsäuberungen, Organisierung von Stadtfesten usw - beteiligt. Es ist halt alles eine Frage der Mittel - und auch eine Frage des Ziels.

Wundert braucht man sich da nicht, dass politisch ungebildete Jugendliche sich bei der NPD mehr finden


Die Frage ist nur, ob die anderen Parteien ähnliche Arbeit leisten könne. Die NPD hat ihr Auftreten, was gegenüber vieler Jugendlichen so rebellisch, so stark wirkt. Die etablierten Parteien - über die wird doch nur geschimpft. Das ist nicht nur das Verhalten der Etablierten JETZT, sondern auch eine bereits in den Köpfen drinsitzende Vorstellung.

Übrigens, noch was interessantes:



Gerade das Ende ist sehr bedenklich.
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256

Thursday, March 22nd 2012, 11:26pm

Ich muss hier mal einen Gedankensprung einlegen und zum Iran zurückkommen, weil ich gerade etwas sehr schönes auf SPON gelesen habe:
Israelische Facebook-Kampagne - "Iraner, wir lieben euch"

An die Zyniker unter euch: Bitte jetzt keine Kommentare a la "Wie naiv sind die denn?" ;)

Und damit verabschiede ich mich für heute. :wave:
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Rovin

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257

Thursday, March 22nd 2012, 11:33pm

Vielleicht sollten wir zu der ursprünglichen Frage zurück kehren, dem des Verbots. Denn über die Ursachen und was dagegen zu tun wäre, darüber sind wir uns ja einig.

Ein Verbotsverfahren hätte ja den Abzug der V-Männer zur Folge, bzw wäre dafür im Vornherein nötig. Nur: es würde in der Partei doch auffallen wenn plötzlich ein paar hundert Mann fehlen. Bzw wurde ja angeworbenen V-Männern viel Einblick in den Verfassungsschutz gewährt.

Eigentlich ist es traurig, denn die Arbeit des Verfassungsschutzes hat ein Verbot der NPD erst Recht schwierig gemacht.

EDIT:

@DK: Hab davon schon gelesen, finde ich sehr gut. Man sieht in der letzten Zeit immer mehr, wie das Netz positiv genutzt werden kann:) Von Seiten FB sollte jetzt eine Unterstützung von Alias für Bürger solcher Staaten wie dem Iran erfolgen.


Nania

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258

Thursday, March 22nd 2012, 11:45pm

Eigentlich ist es traurig, denn die Arbeit des Verfassungsschutzes hat ein Verbot der NPD erst Recht schwierig gemacht.


Wobei man auch mal darüber nachdenken sollte, was der Verfassungsschutz eigentlich macht - und auf welchem Auge er so lange blind geblieben ist.

Dazu etwas von "Die Sendung mit dem Klaus"



Ich muss hier mal einen Gedankensprung einlegen und zum Iran zurückkommen, weil ich gerade etwas sehr schönes auf SPON gelesen habe:
Israelische Facebook-Kampagne - "Iraner, wir lieben euch"


Das finde ich großartig. Denn es zeigt: Nicht "die Iraner" haben was gegen Israel.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



259

Friday, March 23rd 2012, 9:11am

Ich stehe einem NPD-Verbot eher skeptisch gegenüber.
Zunächst denke ich, dass das Überleben einer offenen, demokratischen Gesellschaft davon abhängt, eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung von den damit verbundenen Inhalten zu überzeugen. Das erfordert die offensive Diskussion über das, was die NPD inhaltlich vertritt. Ein Verbot wirkt in diesem Zusammenhang eher kontraproduktiv, weil der Eindruck vermittlet wird, es sei gar keine Diskussion von Seiten der Demokratie mehr nötig. Folge wäre, dass dieses Gedankengut im Untergrund fröhlich weiter sumpft, ohne sich einer Auseinandersetzung stellen zu müssen.

Weiterhin steht vermutlich binnen kürzester Zeit eine Nachfolgeorganisation auf der Matte. Auch insoweit gewinnt man nicht wirklich etwas. Es gibt nicht mal ein nennenswertes Parteivermögen der NPD, das man abgreifen könnte, weil die NPD eher klamm ist. In dem Zusammenhang denke ich ohnehin, dass jede Gesellschaft mit einem gewissen Prozentsatz an Radikalen leben muss. Die Frage kann immer nur sein, wie hoch dieser Prozentsatz tatsächlich ist.

Das Hauptargument für ein Verbot kann aus meiner Sicht nur eine direkte Beteiligung der NPD an Gewalttaten und Terroraktionen sein. Da ist dann ein Punkt erreicht, an dem der Staat einfach Flagge zeigen muss. Ob ein solcher Nachweis gelingt, ist dann allerdings die Frage.

Lizard_King

Unregistered

260

Friday, March 23rd 2012, 10:00am

Die meisten Mitglieder hat die NPD in Ostdeutschland und sie konzentriert sich in der Regel auch im Wahlkampf auf diese Gebiete.


Täusch Dich mal nicht.

Gerade hier im Ruhrgebiet werden die immer stärker. Es gibt ganze Stadtteile in Duisburg(Meiderich), Bochum (Günnigfeld) und Dortmund die als "braune" Dörfer bezeichnet werden.

Ich würde eher sagen, in Strukturschwachen Gegenden wird die braune Scheisse gross.

Ansonsten unterschreibe ich Deine und Rovins Aussagen.