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nun, da muß man wohl grass biographie mit zu rate ziehen, deutsche seines alters mit nazi-vergangenheit trauten sich wirklich lange nicht, aus verständlichem grund, da ihnen ja ein antisemitismus geradezu eingeimpft wurde, israel zu kritisieren, aus der schlichten unsicherheit heraus, eventuell doch antisemitisch zu sein.dass er sich nicht getraut habe, Kritik an Israel zu üben und jetzt sein Schweigen brechen zu müssen.
wo ist die lyrik denn bitte wirr?Kritisiert man Grass' zum Teil wirre Lyrik, b
aber das ist jetzt anmaßend, was er schreibt, ist diskutabel, auf jeden, aber schwachsinn nd pennäler-lyrik? ich bitte dich, DAS weiß mal nach....offensichtlicher Schwachsinn, das ist perfide. Und das werfe ich Grass vor. Seine penetrante Art, sich immer wieder in die Schlagzeilen zu bringen und seine Pennäler-Lyrik kann man gut ignorieren
nun, da muß man wohl grass biographie mit zu rate ziehen, deutsche seines alters mit nazi-vergangenheit trauten sich wirklich lange nicht, aus verständlichem grund, da ihnen ja ein antisemitismus geradezu eingeimpft wurde, israel zu kritisieren, aus der schlichten unsicherheit heraus, eventuell doch antisemitisch zu sein.dass er sich nicht getraut habe, Kritik an Israel zu üben und jetzt sein Schweigen brechen zu müssen.
Oh, mir fällt da jemand ein, den du fragen könntest:
Quoted from "‘Biberista‘"
Als Schweizer bin ich ja besonders amüsiert über die Tatsache dass unser Bankgeheimnis ja schon seit Jahrzehnten das selbe ist und sich nie jemand daran gestört hat. Jetzt wo aber die USA und die EU so langsam den Bach runter gehen und dringend Kohle brauchen passt es plötzlich keinem mehr. Lustigerweise trifft die Wut auch nur die Schweiz und kaum ein anderes der Schwarzgeldparadiese....ein Schelm wer sich dabei Böses denkt
Ich denke, das liegt ein wenig daran, dass wir hier nicht so viele versierte Steuerhinterzieher haben.
Wär schlimm, wenns immer nur um die eigenen Interessen geht, aber ist ja zum Glück nicht bei jedem Staat oder Individuum so...Gäbe es hierzulande ein faireres und gerechteres Steuersystem, müßte niemand mehr seine Schäfchen in der Schweiz ins Trockene bringen. Ich finde die Diskussion schrecklich. Hier geht es um nix anderes als letztlich Hehlerware, Deutschland ist auf dem besten Weg hin zur Bananenrepublik, die Schweiz sichert ihre eigenen Interessen ab, und das völlig zurecht.
.
. 0Ich find's sprachlich unelegant und irgendwie verquer aufgebaut.
Außerdem hat das so einen Zungenschlag in Richtung "Ich traue mich was" wo es garnichts zu trauen gibt.
der Literaturnobelpreis ist mMn kein unumstößlicher Beweis dafür. Es gibt großartige Schriftsteller, die ihn nie bekommen haben oder bekommen werden, und es gibt Ausgezeichnete, wo man über den Verdienst streiten kann.

Quoted
nun, da muß man wohl grass biographie mit zu rate ziehen, deutsche seines alters mit nazi-vergangenheit trauten sich wirklich lange nicht, aus verständlichem grund, da ihnen ja ein antisemitismus geradezu eingeimpft wurde, israel zu kritisieren, aus der schlichten unsicherheit heraus, eventuell doch antisemitisch zu sein.dass er sich nicht getraut habe, Kritik an Israel zu üben und jetzt sein Schweigen brechen zu müssen.
wo ist die lyrik denn bitte wirr?Kritisiert man Grass' zum Teil wirre Lyrik, b
aber das ist jetzt anmaßend, was er schreibt, ist diskutabel, auf jeden, aber schwachsinn nd pennäler-lyrik? ich bitte dich, DAS weiß mal nach....offensichtlicher Schwachsinn, das ist perfide. Und das werfe ich Grass vor. Seine penetrante Art, sich immer wieder in die Schlagzeilen zu bringen und seine Pennäler-Lyrik kann man gut ignorieren
Das finde ich auch. Liest sich m.E. wie ein Prosatext mit Zeilenumbrüchen.
Ich sprach von "literarischer Bedeutung". Und klar, es gibt viele gute und sehr gute Schriftsteller, die ihrerseits keinen Literaturnobelpreis bekamen. Dennoch ist dieser Preis einer der Preise, die wirklich an Schriftsteller gehen, die eine hohe literarische Bedeutung haben.
Wie ich bereits sagte: Ich finde Grass persönlich auch nicht besonders herausragend. Aber er hat eine wertvollen Beitrag zur Literatur geleistet. Nazi-Vergangenheit hin oder her.
Grass ist auch nicht gerade der Schriftsteller, den man in der Schule behandelt
Nicht dein "Ich halte" ist pauschal, sondern von "Grass" allgemein zu sprechen. Dazu müsstest du einen Großteil seine Werkes kennen. Du hättest schreiben können "Ich halte das Buch/die Bücher von Grass, das/die ich kenne, für überschätzt." Das wäre präzise. Sein gesamtes Werk oder sogar seine Person als überschätzt zu bezeichnen ist anmaßend.Welche Pauschalität denn?"Ich halte" ist doch nicht pauschal
Das gilt für euch beide![]()
Ich sage einfach mal, diese Aussage ist Unsinn. Bin aber offen für Argumente deinerseits.Scholl-Latour ist gekauft. Vielleicht nicht direkt mit dem Geldkoffer, aber indirekt. Eine beeindruckende Biographie alleine ist für mich nicht aussagekräftig.
Und ich habe den Reflex bemängelt, bei Kritik an der Israelischen Politik immer gleich Antisemitismus mit ins Spiel zu bringen.Ich habe die Antisemitismus Debatte habe ich deswegen erwähnt, weil das seine Rhetorik erklärt. Lies einfach meinen Satz nochmal![]()
Schirrmacher halt, ähnlich lesenswert wie Broder oder GiordanoHier mal ein Artikel aus FAZ.net, der Autor bestreitet nicht, dass es ein Gedicht sei, aber der Artikel ist wirklich lesenswert:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ei…l-11708120.html
.Graumann hats Pamphlet der Agitation genannt, aber von Antisemitismus war beim Zentralrat nicht die Rede, oder?Der Zentralrat schreit auf, wie antisemitsch Günther Grass doch sei (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...weia), die deutsche Politik haut in die gleiche Kerbe.
Dass die Rhetorik des Irans auch aggressiv ist, ist doch vollkommen klar. Ich wollte damit nur sagen, dass man an Demokratien einen höheren Anspruch diesbezüglich stellt.Ähem....dk, vergessen wir bitte nicht, wie die Rhetorik des Irans aussieht, und sag mir bitte nicht, dass habe man so nie gesagt. Es gibt genügend verbriefte Reden, in dem Israel seine Existenzberechtigung abgesprochen wurde. In Anbetracht dessen, und in Anbetracht der Situation Israels im Nahen Osten, erscheint es mir wirklich zynisch, Israel in diesem Zusammenhang wg. seiner "aggressiven Rhetorik" zu kritisieren. Auch als Demokratie -wohlgemerkt als einzige Demokratie im Nahen Osten- hat man das Recht, auf Bedrohungen zu reagieren.
Was deine Kritik an der Vergabe des Nobelpreises angeht, stimme ich Dir 100% zu. Dies betrifft nicht nur den Literaturnobelpreis, ist aber ein anderes Thema. Vollkommen unabhängig davon ist Grass einer der bedeutendsten lebenden Schriftsteller weltweit.Sorry, Nania, aber ich wage da grundsätzlich zu widersprechen: der Literaturnobelpreis ist mMn kein unumstößlicher Beweis dafür. Es gibt großartige Schriftsteller, die ihn nie bekommen haben oder bekommen werden, und es gibt Ausgezeichnete, wo man über den Verdienst streiten kann.
Aber das ist wirklich ein Nebenaspekt, auch wenn ich Grass für einen genialen Schriftsteller halten würde, seine Äußerungen zur Politik gefielen mir auch nicht besser.
Das hast du noch sehr vorsichtig formuliert: Man behauptet ein Tabu, das es so nicht gibt. Dadurch wirkt man schon besonders mutig, wenn man das nicht existierende Tabu bricht, besonders, wenn man behauptet, lange Angst davor gehabt zu haben.
Es gibt kein Tabu, Kritik an Israel zu üben. Das machen Andere täglich, schon ewig. Die einzige Gefahr, die man läuft, sind automatische Antisemitismusvorwürfe.
Zu 1: Da habe ich kein Verständnis für, Chaz. Seine eigene Biographie ist keine Rechtfertigung dafür, mit seiner "Poesie" zu suggerieren, "man" dürfe als Deutscher Israel nicht kritisieren, sonst drohe scheinbar Gräuliches. Ich habe kein Verständnis dafür, in einem Gedicht die Welt als Opfer Israels darzustellen, damit ein alternder Schriftsteller mit SS-Vergangenheit Frieden mit seiner eigenen Biographie machen kann. Und vielleicht hat Grass seine persönliche Unsicherheit zu Recht all die Jahre mit sich getragen.
Ein Großteil Deiner Argumentation beruht darauf, zu unterstellen, Grass´ Annahme wäre falsch. Das sehe ich mit Verlaub vollkommen anders. Kritik an Israel (auch berechtigte) ist sehr wohl problematisch. Bei keinem anderen Land der Welt muss man Kritik so vorsichtig formulieren und läuft dennoch Gefahr Antisemitismus vorgeworfen zu bekommen.Zu 3: Erstens hast du mein Zitat sinnentstellend verkürzt, Chaz. Wenn du das Gesagte legitimer Maßen kritisierst, solltest du es ganz posten. Der "Schwachsinn" bezog sich auf den Mechanismus, mit dem perfide suggeriert wird, man dürfe Israel nicht kritisieren und daraus folgt, kritisiert man Grass' Gedicht, beweist das nur die These.
Der Mann ist 84 Jahre alt, wenn ich mich nicht täusche. Darauf ist "mit letzter Tinte" wohl bezogen.Zur Pennäler-Lyrik: Ich bitte dich, Chaz: beweise mal, dass sie das nicht ist. Oder lassen wir das, denn redlich gesagt, führt das zu nichts. Ich maße mir das an, dies so zu empfinden, denn wenn ich vor Pathos triefende Formulierungen wie "mit der letzten Tinte" lesen muss, kräuseln sich mir die Fussnägel.
Quoted from "Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste)"
"Man muss ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israel-Feind denunziert zu werden" ... "Die reflexhaften Verurteilungen als Antisemit" halte er nicht für angemessen. Grass habe das Recht auf Meinungsfreiheit und nur seiner Sorge Ausdruck verliehen. Diese Befürchtung teile er mit vielen anderen Menschen.
Quelle: Mitteldeutschen Zeitung
This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (Apr 5th 2012, 5:35pm)
wo steht das?mit seiner "Poesie" zu suggerieren, "man" dürfe als Deutscher Israel nicht kritisieren,
ob eine persönliche unsicherheit zu recht oder zu unrecht ist, ist gar keine frage. sie ist da. sie ist eine art empfinden. da gibt es kein Recht.seine persönliche Unsicherheit zu Recht all die Jahre mit sich getragen.
Ne, Rovin, das hat mit Ansicht nichts zu tun. Ich habe kein Problem mit Deiner Meinung über Grass, die ist mir vollkommen gleich. Es ist eine Unsitte unserer Zeit, zu allem eine Meinung haben zu wollen und Aussagen die man nicht vernüftig belegen kann unter dem Deckmantel der persönlichen "Meinungsfreiheit" zu schützen. Da lobe ich mir die Piraten, die sagen oft und gerne "Davon haben wir keine Ahnung, dazu äußern wir uns nicht." Es ist schlicht und einfach unzulässig etwas zu beurteilen, ohne fundierte Kenntnisse der Sache, auch wenn man es als persönliche Meinung daklariert. Ich verteidige hier nicht Grass, mir geht es ums Prinzip.Ne, Dk, das ist meine Ansicht;-) Wenn dir die nicht passt, nicht mein Problem;-)
Hab ich nicht gelesen, mach ich aber noch!Und zu Scholl-Latour habe ich genug Links gepostet;-)
This post has been edited 2 times, last edit by "dk one" (Apr 5th 2012, 6:34pm)

Schirrmacher halt, ähnlich lesenswert wie Broder oder Giordano .
Der Zentralrat schreit auf, wie antisemitsch Günther Grass doch sei (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...weia), die deutsche Politik haut in die gleiche Kerbe.
aber von Antisemitismus war beim Zentralrat nicht die Rede
Zwischen den Zeilen. Alleine Pamphlet der Agitation.
Dass die Rhetorik des Irans auch aggressiv ist, ist doch vollkommen klar. Ich wollte damit nur sagen, dass man an Demokratien einen höheren Anspruch diesbezüglich stellt.
Was deine Kritik an der Vergabe des Nobelpreises angeht, stimme ich Dir 100% zu. Dies betrifft nicht nur den Literaturnobelpreis, ist aber ein anderes Thema. Vollkommen unabhängig davon ist Grass einer der bedeutendsten lebenden Schriftsteller weltweit.
Dass Grass in Deutschland ein bedeutender Schriftsteller ist, habe ich sogar in einem meiner Posts geschrieben. Dass er einer der weltweit bedeutendsten ist, würde ich wiederum vehement bestreiten, da darf man dann auch wieder geteilter Meinung sein.Kritik an Israel (auch berechtigte) ist sehr wohl problematisch.
Der Mann ist 84 Jahre alt, wenn ich mich nicht täusche. Darauf ist "mit letzter Tinte" wohl bezogen.
Dennoch finde ich solche Formulierungen pathetisch.
Quoted
wo steht das?
Quoted
ob eine persönliche unsicherheit zu recht oder zu unrecht ist, ist gar keine frage. sie ist da. sie ist eine art empfinden. da gibt es kein Recht.
und zu literatur, über die ich hier im genauen auch nicht über interpretationen diskutieren will, nur soviel: wenn einem eine einzelne formulierung ein ganzes gedicht (und da eben aus dem zusammenhang) vergrällt, dann weiß ich, das sda jemand eben wenig ahnung von gedichten hat.
Quoted
benso die vielerlei anmerkungen zum stil ebendieses. nur kurz dazu: ein gedicht ist halt ein relativ streng formales literarisches genre, was den vorteil hat, das man seine interpretation über formelles ansetzen kann. das weiß grass bei seiner erfahrung / wissen.
und deswegen ist es auch wichtig, dasss es kein essay oder kommentar ist.
This post has been edited 1 times, last edit by "Jean Paul Valley" (Apr 5th 2012, 8:31pm)
Aber du verkennst das ein wenig: Nicht die Angst hat die Welt stabil gehalten im kalten Krieg, sondern der Mut derer, die sich gegen die Bombe und längere Verhandlungen entschieden haben. Wir hatten viel Glück...
