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Led Sepp

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821

Tuesday, April 24th 2012, 3:45pm

Ich will Dir da gar nicht widersprechen... schließlich will ich mir auch weiterhin meine CDs fürs Auto kopieren können.

Aber die Industrie würde mir halt lieber zwei CDs verkaufen. ;)

Nania

Batlady

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822

Tuesday, April 24th 2012, 3:56pm

Stimmt.
Und das geht zu Lasten des Konsumenten ;)

Schönes Beispiel:

Als "König-der-Löwen-Fan" nimmt man alles mit, was sich bietet:

Kino -- Videokassette -- DVD -- Blue-Ray

Für jeden einzelnen Schritt will der Verwerter nochmal Geld vom Kunden haben. Eigentlich wäre es doch für den Kunden fairer, er müsse nur noch die Materialgebühr bezahlen, aber nicht nochmal den ganzen Rest, oder?
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



823

Tuesday, April 24th 2012, 4:03pm

Nein. Mit dem Kauf einer Kinokarte steht mir ein einmaliger Kinobesuch des Films meiner Wahl frei, nichts darüber hinaus. Mit einer alleinigen Kinoauswertung und anschließender alles-gratis-Piratenmentalität würde sich kein FIlm mehr finanzieren laßen.
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Nania

Batlady

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824

Tuesday, April 24th 2012, 4:07pm

Das Kino ist eine Sache für sich, das gebe ich zu.

Aber der Rest? Haben die Verwerter anno dazumal damit gerechnet, dass kurz hintereinander erst die DVD und dann die Blue-Ray kommen? Hat man damit kalkuliert? Und wenn in zwei Jahren das nächste Speichermedium so weit ist? Dann will man nochmal Geld vom Kunden haben? Das finde ich verbraucherunfreundlich.
Es kann doch eigentlich nicht sein, dass damals der Kunde für eine Videokassette 20 Mark bezahlte um sich 10 Jahre später dann den gleichen Film auf DVD zu holen und dann 15 Euro zu bezahlen - oh ja, und am besten, weil es natürlich auch DVD-Rekorder irgendwann nicht mehr gibt, nochmal 20 Euro für die Blue-Ray. Eigentlich verändert hat sich aber nur das Medium, nicht die Sache an sich.
Der Rohpreis für eine DVD ist verschwindend gering und der Kunde hat im Grunde genommen für den Rest - also die Arbeit der Schauspieler, Drehbuchautoren und Co. bereits bezahlt. Was ich noch verstehen könnte, wäre die Arbeit der Verwerter. Aber das die 15 Euro wert sein soll, wage ich doch zu bezweifeln.
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(Andreas Tenzer)



dk one

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825

Tuesday, April 24th 2012, 4:20pm

dass kurz hintereinander erst die DVD und dann die Blue-Ray kommen

"König-der-Löwen" DVD und Blu-ray kurz hintereinander? Da lagen doch 10 Jahre dazwischen?

Auch ist es ein gewaltiger Denkfehler VHS, DVD und Blu-ray hätte den selben Inhalt und unterscheiden würde sich nur der Datenträger. Für die DVD wurden etliche Specials produziert und für die Blu-ray wurde das Material von Film in HD-Digital konvertiert. Das alles kostet viel Geld! Und diesen Mehrwert bezahlt man eben. Es zwingt einen doch niemand, den selben Film 3 mal zu kaufen.

Ein weiterer Punkt: Wenn heute das Budget für einen Film festgelegt wird, spielen Zweit- und Drittverwertung eine wichtige Rolle. Würde es diese nicht geben, wären die Budgets viel geringer und die Filme schlechter.

Ganz so einfach ist das Thema also doch nicht.
Victoria pax, non pactone parienda.

This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (Apr 24th 2012, 4:25pm)


826

Tuesday, April 24th 2012, 4:24pm


Aber der Rest? Haben die Verwerter anno dazumal damit gerechnet, dass kurz hintereinander erst die DVD und dann die Blue-Ray kommen? Hat man damit kalkuliert? Und wenn in zwei Jahren das nächste Speichermedium so weit ist? Dann will man nochmal Geld vom Kunden haben? Das finde ich verbraucherunfreundlich.

Was ist daran verbraucherunfreundlich? Schließlich wird niemand gezwungen, sein Heimkino ständig upzugraden. Ich beschwere mich ja auch nicht, wenn zum vierzigjährigen Jubiläum ein Rolling-Stones-Album neuaufgelegt wird, obwohl ich meine Exile On Main Street schon 1973 auf Vinyl kaufen konnte.

Quoted

Es kann doch eigentlich nicht sein, dass damals der Kunde für eine Videokassette 20 Mark bezahlte um sich 10 Jahre später dann den gleichen Film auf DVD zu holen und dann 15 Euro zu bezahlen

Klar kann das sein, siehe das obrige Beispiel. Und solange die Leute einen tatsächlichen Qualitätssprung ausmachen können, werden sie auch freiwillig Geld dafür hinblättern.

Quoted

Eigentlich verändert hat sich aber nur das Medium, nicht die Sache an sich.
Das tut doch nichts zur Sache. Wenn ich mir 6 Batman-Hefte laufe, kann ich nicht erwarten, daß DC mir ein paar Monate später das Hardcover für ein paar Pfennig zuschickt.

Quoted

Der Rohpreis für eine DVD ist verschwindend gering und der Kunde hat im Grunde genommen für den Rest - also die Arbeit der Schauspieler, Drehbuchautoren und Co. bereits bezahlt. Was ich noch verstehen könnte, wäre die Arbeit der Verwerter. Aber das die 15 Euro wert sein soll, wage ich doch zu bezweifeln.
Wie gesagt, die Einnahmen durch Heimkino-Auswertungen sind schon fix eingeplant bei der Produktion. Und wer meint, daß 15€ für eine DVD zu teuer sind, der möge eben drei, vier Monate mit dem Kauf warten, bis sie für 7,99€ verramscht wird.
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Nania

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827

Tuesday, April 24th 2012, 4:35pm

Gut, sagen wir es anders.

Nehmen wir die VHS von 1990. Die hat damals 20 Mark gekostet, drauf war nur der schnöde Film, mehr nicht. Vielleicht noch ne Vorschau, was demnächst auf VHS oder im Kino erscheint ;).
Keine Extras, kein Gar-Nichts.

Lassen wir Blue-Ray und DVD mal außen vor und betrachten uns allein die Möglichkeit, den Film für die Festplatte zu besorgen. Ohne Hülle, ohne Werbung, ohne Schnick-Schnack.

Ist es dann noch richtig, nochmal 15 Euro zu bezahlen? Oder auch nur 10? Im Grunde genommen entstehen dem Verwerter dadurch nur minimale Mehrkosten, die sich schnell rentieren würden. Denn schließlich bin ich nicht die einzige, die den Film noch mal auf der Festplatte haben will. Es wäre doch möglich, eine große Verkaufsplattform alla iTunes anzubieten, auf der man unzählige Filme gegen kleines Geld herunter laden kann. Die EINMALIGEN Kosten einer Erstellung und die folgenden Betriebskosten könnte man sicherlich durch den Verkauf von Produkten wieder reinholen. Sonst würde weder iTunes laufen, noch Audible. (Da bekommt man im Abo (9,95 pro Monat + gratis Hörbuch) JEDES Hörbuch in der Datenbank (was echt viele sind) für maximal 10,00 Euro. Auch die, die im Laden sonst mal gerne 50,00 Euro kosten)

Mir geht es - wie bereits angedeutet - nicht darum, dass ich gar nichts mehr für den Film zahlen möchte. Aber einen angemessenen Preis. Und der liegt m.E. bei einem Film, der mehrere Jahre alt ist, nicht mehr bei 15 Euro.

Nehmen wir als Beispiel "Die Maske des Zorro" mit Antonio Banderas und Cathrine-Zeta Jones. Erschiene: 1998. DVD-Preis bei Amazon: 9,56€. Das sind - um das mal auf die Mark umzurechen, was ich ganz, ganz ungern tue: 20 Mark. Inflation, ist klar, muss reingerechnet werden, dennoch finde ich das beeindruckend.
Ich wäre gerne bereit, für einen einfachen Download, ohne Extras, Sony 4-5 Euro dafür zu zahlen. 10 ist mir dann aber (gerundet) doch etwas zu viel.
Selbst "Der Zorn des Khan" (anno 1982) kostet derzeit bei Amazon auf DVD 7,99. Die Preise sinken einfach nicht zu stark, als dass ich von mir behaupten könnte, ich fände es konsumentenfreundlich.
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Led Sepp

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828

Tuesday, April 24th 2012, 4:40pm

Naja, die Qualität dses Films für Deine Festplatte wird aber nicht der der 20 Jahre alten Videokassette entsprechen... sondern besser sein.

Während ich bei Privatkopien auch der Meinung bin, daß man die nicht unnötig verbieten sollte, wirst Du hier jetzt transmedial (gibts das Wort in dem Zusammenhang!? ;)) und das ist halt was ganz anderes.

Nania

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829

Tuesday, April 24th 2012, 4:46pm

Ist was anderes, sehe ich auch so :hutab: aber, wie ich finde, dennoch in diesen Zusammenhang diskussionswürdig ;)

Wie gesagt: Ich möchte selbst wenn ich die OriginalDVD habe nicht zwangsläufig eine kostenlose Kopie in jedes neue Medium. Da habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt. Aber ich sehe doch schon eine gravierende Diskrepanz darin, dass es immer noch keine günstige Möglichkeit gibt, Filme für die Festplatte zu bekommen. Ich finde es zum Beispiel toll, wenn einer DVD noch eine Karte mit der Möglichkeit zur digitalen Kopie beliegt. Manchmal klappt das auch ;)

Nur frage ich mich, wieso es eigentlich immer noch keine vernünftige Plattform gibt, auf der ich ohne DRM und ähnliches, einfach eine Film zum Herunterladen kaufen kann. Und das möglichst ohne Schnick-Schnack (den man dazu kaufen könnte, ähnlich einem DLC). Finanzierbar wäre das doch sicherlich
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Led Sepp

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830

Tuesday, April 24th 2012, 4:52pm

Aber nur mit einem sehr großen Abstand zur Kino und DVD/Blu-ray-Veröffentlichung... und bis dahin haben alle schon ne Raubkopie...

...oder mit schlechterer Qualität, damit der DVD-Markt erhalten bleibt.. .aber auch da: Raubkopien!

Zudem das Netz hat der Musikindustrie schon bös geschadet und damit den Leuten die gegen den Mainstream kreativ sein wollen.... während kleine Independent-Bands sich selbst im Netz vermarkten können/müssen, versuch das mal als angehender Filmemacher... da brauchst Du mehr als vier Leute, um was auf die Beine zu stellen...

Nania

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831

Tuesday, April 24th 2012, 5:00pm

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,151…00.html#ref=rss

Zum Thema Musikmarkt.

Das Problem ist, dass man nicht sagen kann, ob der Musik- und Filmbranche wirklich signifikante Gewinne entgehen, oder ob sich die Betreffenden den Film sonst überhaupt nicht ansehen würden, bzw. auf die Free-TV Ausstrahlung warten würden, wie wir das früher (bei meine Eltern) taten. Oder wir liehen uns den Film bei der Nachbarin oder bei der Tante.

Und wieso sollte eine digitale Kopie nicht zeitgleich mit der DVD-Veröffentlichung (Blue Ray selbstverständlich auch) passieren? Man könnte auf die DVDs spannende Extras, Zusatzszenen (Directors Cut) und andere Gimmicks einbauen, die eben einer digitalen Kopie fehlen würden. Wenn man diese dann auch digital haben möchte, könnte man DLC-mäßig dazu kaufen und sich die Sachen holen, die einen interessieren. (In meinem Falle: Outtakes). Es gibt nicht viel, was mich an Zusatzmaterial auf einer DVD tatsächlich interessiert. Somit gebe ICH als Kunde im Endeffekt mehr für etwas aus, was ich gar nicht haben möchte ;)

Daher wäre ich für ein System, in dem man sich entscheiden kann, was man kauft. Entweder die DVD/Blue-Ray oder eine einfache Kopie, die man, wenn man möchte, aufmotzen kann.
Ich kann verstehen, dass Verwerter DRMs haben wollen (Kopien und so weiter), aber leider verhindern diese z.B. am Rechner meines Freundes, dass wir dort den Film sehen können. Das kanns auch irgendwie nicht sein.
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832

Tuesday, April 24th 2012, 5:09pm

Aber einen angemessenen Preis.
Hier liegt m.M.n. Dein elementarer Denkfehler begraben.

Was ist ein angemessener Preis? Dieser Preis entsteht auf einem freien Markt auf natürliche Weise aus der Schnittmenge dessen, was der Verkäufer einnehmen muss, um wirtschaftlich zu arbeiten und was der Käufer bereit ist zu bezahlen. Wenn Du diesen Preis politisch festlegen willst, ist dies reine Ideologie.

Wenn man die tatsächliche Lage ohne ideologische Scheuklappen realistisch analysiert, widerspricht sie deutlich deiner Darstellung. Wenn es stimmen würde, was Du schreibst, müssten die Filmstudios in Geld baden. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil haben viele große Studios finanzielle Schwierigkeiten. Dies liegt daran, dass erstens die Produktionskosten immer weiter steigen und dass zweitens Filme bereits wenige Wochen nach Kinostart als DVD/BR erhältlich sind und wiederum nach kurzer Zeit für <10 Euro verramscht werden. Wenn man die Situation realistisch betrachtet, ist es wahrscheinlich sogar so, dass die Filme zu günstig sind.
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833

Tuesday, April 24th 2012, 5:15pm

Aber wieso dann nicht eine neue Plattform erschließen?
Ich glaube, viele Menschen wären - anders als ich - auch bereit für eine digitale Version eines Films mehr zu bezahlen, oder alte Serien digital zu kaufen. Ich frage mich eben, warum man immer meckert, dass es so viele Raubkopien gibt, aber selbst keine Plattform generieren möchte. iTunes hats doch vor gemacht. ?(
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834

Tuesday, April 24th 2012, 5:19pm

Ich verstehe die Forderung nicht. Digitale Versionen von Filmen, Serien, Büchern und Musik werden doch bereits heute unter geltendem Urheberrecht für gutes Geld bei iTunes, Amazon und etlichen anderen Plattformen verkauft. Das funktioniert prima und hat sowohl für Kunden als auch für die Rechteinhaber Vorteile. Wo besteht denn da politischer Handlungsbedarf.
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835

Tuesday, April 24th 2012, 5:30pm

Politischer erstmal gar nicht.

Aber bei iTunes bekommt man in Deutschland längst nicht alle Filme, die es in den USA auch gibt, man bekommt zwar einige Serien, alte aber nicht.
Politisch sehe ich keinen Handlungsbedarf. Da einzugreifen, wäre ja auch nicht besonders zielführen.

Um damit wieder aufs Ausgangsthema zurückzukommen:

Der nicht genau bezifferbare Verlust der Musik- und Filmbranche ist m.E. kein Grund, politisch gegen den Bürger aktiv zu werden, in dem man z.B. Rechner überwachen lässt und Nutzer von Filehostern von vornherein kriminalisiert. Das ist dann wieder eine politische Frage ;)

Dennoch: Interessante Diskussion
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Tess

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836

Tuesday, April 24th 2012, 11:39pm

Was mich am meisten an der Raubkopie Diskussion stört ist mit welcher Inbrunst und Mitteln da gegen die "Bösen" vorgegangen wird.
Abmahnungen die übertrieben hoch sind, Internet Überwachung etc. Allein was für Strafen da ausgesprochen werden.

Jeder U-Bahn Schläger, Vergewaltiger und Kinderpornographie anschauer kommt da billiger weg, das ist für mich unverständlich und schürt unendliche Wut in mir auf GEMA und Co.
:laser2: :kette: :grummel:

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837

Wednesday, April 25th 2012, 12:01am

Jeder U-Bahn Schläger, Vergewaltiger und Kinderpornographie anschauer kommt da billiger weg, das ist für mich unverständlich und schürt unendliche Wut in mir auf GEMA und Co.


Interessanter vergleich !!! :kratz:

Sch....e !

Du hast Recht !!! :thumbup:

dk one

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838

Wednesday, April 25th 2012, 12:05am

@ Tess: Dir ist aber klar, dass die GEMA mit den Abmahnungen überhaupt nichts zu tun hat, oder? ;)
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839

Wednesday, April 25th 2012, 12:18am

@ Tess: Dir ist aber klar, dass die GEMA mit den Abmahnungen überhaupt nichts zu tun hat, oder? ;)



Die sind dann wohl die Handlanger derer, die was damit zu tun haben ! ;)

Nania

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840

Wednesday, April 25th 2012, 12:36am

Ich kann ja verstehen, dass (Musik-)Künstler eine Möglichkeit haben wollen, für die Aufführung ihrer Stücke bezahlt zu werden. Da kann ich auch die Einrichtung "GEMA" verstehen. Was ich nicht ferstehen kann, ist der Aufbau der Organisation:

1. Die GEMA-Vermutung. Es wird pauschal davon ausgegangen, dass Musiker, deren Stücke irgendwo aufgeführt werden, Mitglied der GEMA sind. DU musst als Veranstalter beweisen, dass dem nicht so ist. Das ist ein ziemlicher bürokratischer Aufwand und mit Sicherheit gibt es Veranstalter, die diese Aufwand eigentlich nicht auf sich nehmen möchten.

2. Die GEMA als Vertreter nicht nur der Musiker, sondern auch der Verwerter. Wie kann es sonst sein, dass man GEMA-Gebühren von Kindergärten und Kindertagesstätten verlagen kann, obwohl niemand einen finanziell nennenswerten Vorteil davon hat. Kindergärten haben nicht viel Geld und dazu bleibt m.E. nur zu sagen: Kinder wollen singen. Und das sollen sie am besten mit Liedern tun, die sie kennen und nicht mit solchen, die vor 70 Jahren mal bekannt waren ;)

3. Da ich auf einigen Musikveranstaltungen für die Lokalzeitung war, bei der ich arbeite, weiß ich, dass es doch einige Veranstalter gibt, die aufgrund der teils bis zu 1400%-Erhöhung der GEMA-Gebühren (ja, das ist war) darüber nachdenken, ihre Veranstaltungen im nächsten Jahr nicht mehr zu machen. Nicht jeder ist direkt von der gesamten Erhöhung betroffen, aber bei Stadtfesten in Städten von 30.000 Einwohnern läppert sich da ganz schön was zusammen.

4. Die Einflussnahme der GEMA auf Youtube. Hier sollte der Künstler tätig werden, nicht die GEMA.

Zusammengefasst: Die Idee der GEMA, die reine Idee, halte ich für zweckdienlich. Aber sie sollte anders umgesetzt werden. Mit fairern Preisen auch für Kleinkünstler und unbedeutende Coverbands.
Sie sollte es nicht unterbinden, dass ich einen bekannten Popsong singe, ihn bei Youtube reinstelle - meine Aufnahme - um mir anzuhören, was die Leute von meiner Stimme halten. Hier wird KEIN Gewinn von Seiten des Postenden gemacht.
Die Künstler sollten auf mittelgroßen-großen Konzerten durch die GEMA bei Bands, die nachweislich Songs spielen, die von GEMA Mitgliedern sind, am Gewinn beteiligt werden, wobei zu beachten ist, wer da singt und wer bezahlt.
Kindertagesstätten und Kindergärten sollte es erlaubt sein, nicht-kommerziell im Kindergarten Lieder zu kopieren und die Kopien auch an die Eltern weiter zu geben, damit diese das Liedgut mit ihren Kindern anstimmen können. Wenn Eltern mit ihren Kindern singen - Erfahrung - dann hilft das meistens besser, als wenn das Kind nur im Kindergarten singt.

Die GEMA sollte m.E. durchaus als Rechtevertreter der Künstler gesehen werden dürfen. Aber eben in begrenzterem Maße als jetzt. Und vor allem so, dass nicht Veranstaltungen abgesagt werden müssen, weil die Kosten für die GEMA so hoch sind.
Auch das wir mit dem Orchester immer darauf achten müssen, dass wir nicht zu viele Stücke moderner Komponisten spielen (GEMA ist auch für ein klassisches Orchester sau-teuer), ist doch irgendwie ärgerlich...

Ist so eine zweischneidige Sache, finde ich persönlch.
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