Aber sie gehören innerhalb ihrer Subgenres einem übergeordnenen Filmgenre an. Bei SW / ST ist es eben die Sci-FI. Bei Sin City, Watchmen, X-Men, Batman, GL, Avengers ist es das übergeordnete große Genre der Comicfilme. Ich habe ja geschrieben, dass Batman / Watchmen / Avengers drei verschiedenen Genres angehören, aber nichtsdestotrotz gehören sie ienem gemeinsamen übergeordnenten Genre an und das lassen sich Vergleiche nicht vermeiden.
Auch wenn der Beitrag schon ein paar Seiten alt ist und auch schon einiges darüber gesagt worden ist, muss ich mich noch mal einhaken. (war am WE auf nem Live-Rollenspiel, kein Internet

aber mir brennts unter den Fingern).
NATÜRLICH kann man TDK und die Avengers vergleichen. Könnte man das nicht, dann könnte ich auch für meine Bachelorarbeit nicht Storm und Kaschnitz vergleichen, weil sie aus zwei unterschiedlichen Zeiten stammen.
Und es ist auch vollkommen legitim, die beiden Filme zu vergleichen. Man muss aber beachten was sie wollen.
Und NATÜRLICH kann man aus einer subjektiven Sicht heraus sagen, dass man TDK oder auch die Avengers besser fand. Und das hat weniger was mit TDK-Fanboytum zu tun (schon aufgefallen, dass Kritikern des Films hier sehr häufig Fanboytum für DC hinterher gesagt wird?)
Ich habe den Film zwar schon rezensiert und werde daran auch nicht mehr viel ändern, doch möchte ich einiges nochmal betonen, bzw. auch in Relation zu TDK setzten.
Ich habe bei den Avengers Popcornkino erwartet - und Popcornkino bekommen. Aber Popcornkino allein ist nicht das, was für mich einen 10/10-Punkten Film ausmacht. Popcornkino - wenn ich es erwarte - liegt so zwischen 6-8 (ausnahmsweise vielleicht auch mal 9) Punkten, aber nicht bei 10. Denn für 10 Punkte muss bei mir wirklich alles stimmen und da macht es sich dann bemerkbar, wenn mir die Story zu gradlinig, zu einfach und zu vorhersehbar ist. Der einzige tatsächliche Spannungsmoment war für mich am Ende Iron Mans Entschluss mit der Bombe. Da habe ich kurzzeitig das Gefühl gehabt, ich wüsste nicht, wie es ausgeht. Ansonsten war es eben in gewisser Art und Weise absehbar. Ein Grund im Übrigen, warum ich nicht gehypt, aber gespannt bin auf TDKR.
Wenn ich hier den Vergleich ziehe zu TDK: Bei TDK erwartete ich kein reines Popcornkino, weil die Geschichte in der Hinsicht mehr her gibt und mehr Raum für eine Figur geschaffen wird (ich weiß, es ist schwer, allen Figuren in den Avengers genug Raum zu geben -
und das haben sie wirklich gut geschafft)

Das heißt, dass ich die beiden Filme vielleicht auf der Ebene der Zielsetzung nicht vergleichen kann, aber schon in ihrer Machart, in ihrer Konzeption und in ihrem Wirken auf mich als Zuschauer.
Und da hat nun mal TDK die Nase vorne. Gerade im letzten Punkt.
Ich sagte, mir wäre die Geschichte nicht komplex genug gewesen. War sie auch nicht. Ich erwartete keine komplexe Handlung mit tiefgehenden Charakterstudien, aber ich habe etwas mehr erwartet. Etwas mehr Erklärung, etwas weniger Gradlinigkeit und etwas mehr narrative Logik. Schauen wir uns Loki doch mal an: Warum lässt er sich eigentlich gefangen nehmen? Ich warf diesen Punkt bereits einmal auf und bekam eine Erklärung, die allerdings nicht ganz passt. Denn Loki kann zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht davon ausgehen, dass die Avengers als Team zusammenarbeiten werden. Er kann die ganze Lage nicht einschätzen und kommt NUR an Bord um ein bisschen für Unfrieden zu sorgen? Die Chitauri als Armee im Hintergrund wären vielleicht effizienter gewesen, hätten man sie auf ein Heldenteam losgelassen, was vollkommen unvorbereitet gewesen wäre. Ergo in Filmzeit gesprochen: Eine Stunde früher.
Ich hatte im Nachhinein überlegt, ob es nicht sinniger gewesen wäre, man hätte Selviger nicht direkt zu Anfang entführt, sondern erst später seine Nützlichkeit erkannt. Dann hätte man den Film natürlich an anderen Stellen etwas umstrukturieren müssen, was aber nich tweiter dramatisch gewesen wäre. Es hätte aber für etwas mehr Komplexität gesorgt. Und das meine ich mit Komplexität. Ich meine nicht, dass man wie in TDK fast nicht erwarten kann, was genau Joker als nächtes macht (die Schiffszene finde ich immer noch gigantisch), weil er eben gar keinen oder einen sehr verzwickten Plan hat, den man nicht so ganz 100% durchschauen kann, aber eine Abzweigung, eine Abweichung in der Handlung hätte ich persönlich gut gefunden.
Es gab für mich in den Avengers einfach keine direkten "Abholpunkt" des Zuschauers. Es gab nicht die energische Anfangsszene wie in TDK (ha, da kann ich auch vergleichen) und es gab auch keine "Wow"-Szene wie in Inception.
Selbst die Sterbeszene von Yinsen in Iron Man (gestern erst wieder gesehen) fand ich als Abholung sehr gelungen. Die ganze Eröffnng des Film machte Lust auf mehr.
Die Anfangsszene bei den Avengers fand ich als Nicht-Kenner der Comics nicht besonders spannend, ja gerade zu langweilig. Weil eben nichts passierte. Es gab keine Knall, es gab keine dummen Sprüche, keine Rückblenden, es lief einfach so an, als würde der Motor eines alten Dieseltraktors knatternd aber langsam zum Leben erwachen. Es war nicht der Sportwagen, der da ist und in wenigen Sekunden auf hundert ist, es war aber auch nicht der Wagen, der sanft und leise anfährt und kontinuierlich beschleunigt (ich hoffe, ihr versteht, wie ich das mein

)
Zum Thema Vergleich: Hier kann ich nahezu mit jedem Film vergleichen, weil jeder Film eine Eröffnungsszene braucht.
Um zum Fazit zu kommen:
Ich kann die Avengers und TDK vielleicht nicht im gesamten vergleichen. Aber in Einzelapsekten. Eber gerade WEIL beide zum selben Genre gehören, vielleicht nicht die selbe Zielsetzung haben, aber man doch davon ausgehen kann, dass es sich bei beiden um Comicverfilmungen handelt. In seinen Einzelaspekten kann ich die Avengers auch mit Inception vergleichen und mit Star Wars.
Ich kann sagen, dass mir bei diesem und jenem Film der Anfang besser gefallen hat. Was vielleicht nicht vergleichbar ist, ist die Zeit der Ausgestaltung für die Figuren. Die "Tiefe" von Batman mit der "Tiefe" von Thor zu vergleichen, ist albern. Denn dafür hätten hatte der Avengers-Film nicht die Zeit.
Die Storys unter sich zu vergleichen, in ihrer Komplexität, ist auch nur schwer möglich, siehe: Zielsetzung. Aber ich kann sagen, dass ich mir bei den Avengers ein kleines bisschen mehr Komplexität gewünscht hätte. Und sei es nur, um eben Thors Rückkehr nicht lapidar in einem Satz abzuhandeln. Denn wie Jericho schon sagte: Es wäre nahezu JEDE andere Erklärung für den Zuschauer auch möglich gewesen. Im Endeffekt spielte es nämlich keine Rolle mehr für später.
Ich kann die schauspielerische Leistung vergleichen und die Technik, genauso wie die Musik.
Und die verglichenen Einzelaspkete als Grundlage nehmend kann ich auch sagen, dass ich TDK besser fand. Nicht, weil er besseres Popcornkino war, sondern weil das Ziel auf einem besseren Wege erreicht wurde.
Fazit Avengers:
Ein super "Superheldenpopcornprügelfilm"

. Ins Kino gehen, sich in die Sessel lümmeln, Popcorn/Nachso/Eis futtern, Cola/Fanta/Sprite/Bier trinken udn genießen. Man muss nicht das Gehirn verdrehen um die Handlung zu verstehen, sondern kann die lästige Vorlesung zur Dekonstruktionstheorie vergessen und Spaß haben. Dafür bekäme der Film tatsächlich 10/10 Punkten. Aber nur das Hirn ausschalten und sich in gewisser Art und Weise laut berieseln lassen, reicht mir und anscheinend einigen anderen dann auch nicht, für eine 10/10 Punkte-Bewertung.