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881

Tuesday, May 8th 2012, 10:09am

Ich hätte Schiss, dass wenn es den Euro nicht mehr gäbe, Deutschlands "neue Währung" so hart wäre, dass wir nicht mehr exportieren können. Die wäre so massiv aufgewertet. Das wäre kacke.
Zur Zeit halten wir unsere Währung ja wegen solchen Gurkenländern wie Italien, Spanien und Griechenland künstlich unten. Super geil.
Naja ich denke der Euro ist noch immer nicht wirklich in Gefahr. Auch wenn das Volk es subjektiv so empfinden mag. Die europäischen politischen Strukturen müssen sich einfach ändern.
Aber vielleicht ist das schon zu spät.



Klar export über alles und der Binnenmarkt verkümmert weil immer mehr Leute immer weniger Geld in der Tasche haben.
Aber egal Hauptsache der Export blüht dank HartzIV keule minijobber Sklavenar..mhhh :oO: Zeitarbeit 1€ jobber... :omg:
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

882

Tuesday, May 8th 2012, 10:11am

Letztlich läuft alles auf eine Währungsreform hinaus. Griechenland wird nach nie und nimmer freiwillig aus dem Euro aussteigen, das Risiko von Staatsbankrott und Volksunruhen wäre zu groß, und dann haben wir noch die Pulverfäßer Spanien und Italien, die dann Zentrum der Europäischen Angst wären.
Ich bin schon sehr gespannt auf Sarrazins Buch "Europa braucht den Euro nicht", welches noch diesen Monat erscheint.


Es gibt genug Wirtschaftsexperten, die der Meinung sind, dass es für die Griechen genau das richtige wäre, wenn sie zur Drachme zurückkehren würde, gerade, weil die Währung schwächer wäre und man günstiger exportieren könnte.
Letzendlich profitiert vor allem Deutschland vom Euro, genau das Land,in dem immer über ihn gemeckert wird.



Ja klar Deutschland profitiert, aber nicht das Volk!!
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

883

Tuesday, May 8th 2012, 10:52am

Edit-Funktion?!

Zitat von »L.N. Muhr«

nur weil man sich scheiße benimmt, hat man noch nicht automatisch recht.


Wir wählen unser eigenes Heldenteam.
Hier gehts zur aktuellen Runde. Jeder kann mitmachen!

884

Tuesday, May 8th 2012, 11:58am

:thumbdown:

Und ich dachte du hast was zum Thema geschrieben....

ich meine du hast nicht Unrecht, aber das hat dich aber auch nicht zu Interessieren bzw. zu ärgern.
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

Nania

Batlady

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885

Tuesday, May 8th 2012, 1:16pm

Auch wenn das Volk nicht direkt von der doch recht gut laufenden Wirtschaft in Deutschland wenig mitbekommt: Glaubst du, es wäre gut für Deutschland, liefe die Wirtschaft schlecht? Im Endeffekt hängt da das Volk nämlich auch dran.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



886

Tuesday, May 8th 2012, 1:42pm

Als Land, seine Witschaft und Finanzmärkte. Der Bürger spürt das mMn nicht oder nicht stark genug.

Auch wenn das Volk nicht direkt von der doch recht gut laufenden Wirtschaft in Deutschland wenig mitbekommt: Glaubst du, es wäre gut für Deutschland, liefe die Wirtschaft schlecht? Im Endeffekt hängt da das Volk nämlich auch dran.

na, das lgaubt doch keiner, aber: wenn das Geld, das in einem Zusammenhang in einem Staat verdient wird so ungerecht verteilt wird, und gleichzeitig mit seiner Wirtschaftlichkeit geprotzt wird und zum anlass genommen wird, anderen Ländern sagen zu wollen, wie es bei denen läuft, stellt sich doch scon die frage: die wirtschaft läuft super, na und? die grenze verläuft nicht zwischen ost und west, nicht zwischen süd und nord, sondern, wie immer noch, oben und unten. also ist mir die solidarität mit spanischen griechischen italienischen Arbeitern wichtiger als mit deutschen Großverdienern.
Das ist keine Pfeife.




Nania

Batlady

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887

Tuesday, May 8th 2012, 2:38pm

Den letzten Satz erachte ich als wirklich wichtig! Wir können doch nicht, nur weil Deutschland eine gut laufende Wirtschaft und weniger Arbeitslose hat, davon ausgehen, dass wir darüber bestimmen können, wie die Spanier, Italiener und vor allem Griechen ihr Geld einsetzen können. Diese Arroganz (gerade auch von der BILD) kann ich nicht ausstehen.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Big Time Cosmo

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888

Tuesday, May 8th 2012, 2:54pm

also ist mir die solidarität mit spanischen griechischen italienischen Arbeitern wichtiger als mit deutschen Großverdienern.

Wobei Arbeiter für mich hier das wichtigste wort ist. Mit den Staaten habe ich nämlich keine.


@Nanias Posting: Ich finde auch, Deutschland sollte nicht die Entscheidungen über die Sparpläne dominieren weil es eine gut laufende Wirtschaft und weniger Arbeitslose hat. Aber es soll sie dominieren weil wir der verdammte Hauptzahler sind. Laut Wiki sind 27 Länder in der EU, aber bei allem, bei dem für einander eingestanden werden mus,s zahlen wir kein 27stel sonder ein fünftel oder mehr.
Das muss mehr ausgeglichen werden. Wer immer 20 % von allem zahlt soll auch 20% der Stimmen im EU Parlament und sonstwo haben.

This post has been edited 1 times, last edit by "Big Time Cosmo" (May 8th 2012, 3:01pm)


889

Tuesday, May 8th 2012, 3:26pm

Den letzten Satz erachte ich als wirklich wichtig! Wir können doch nicht, nur weil Deutschland eine gut laufende Wirtschaft und weniger Arbeitslose hat, davon ausgehen, dass wir darüber bestimmen können, wie die Spanier, Italiener und vor allem Griechen ihr Geld einsetzen können. Diese Arroganz (gerade auch von der BILD) kann ich nicht ausstehen.


Bei der BIld ist es so gewollt, so wie es die Römer gemacht haben Teile und Herrsche.
Junge gegen alte, Arbeitnehmer gegen Hartzer geringverdiener und Aufstocker gegen Hartzer, Zeitarbeiter gegen Festbeschäftigte usw..
Übrigens die Arbeitslosenzahl hier in Deutschland ist geschminkt
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

890

Tuesday, May 8th 2012, 3:29pm

Auch wenn das Volk nicht direkt von der doch recht gut laufenden Wirtschaft in Deutschland wenig mitbekommt: Glaubst du, es wäre gut für Deutschland, liefe die Wirtschaft schlecht? Im Endeffekt hängt da das Volk nämlich auch dran.



Wenn die Firmen nicht so Exportstark wären, dank auch an Gerinverdiener usw. würden diese sich mehr auf den Deutschen Markt konzentrieren. Das heisst das die Kaufkraft steigen müsste um den Verbrauch zu steigern.
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

891

Tuesday, May 8th 2012, 3:36pm

also ist mir die solidarität mit spanischen griechischen italienischen Arbeitern wichtiger als mit deutschen Großverdienern.

Wobei Arbeiter für mich hier das wichtigste wort ist. Mit den Staaten habe ich nämlich keine.


@Nanias Posting: Ich finde auch, Deutschland sollte nicht die Entscheidungen über die Sparpläne dominieren weil es eine gut laufende Wirtschaft und weniger Arbeitslose hat. Aber es soll sie dominieren weil wir der verdammte Hauptzahler sind. Laut Wiki sind 27 Länder in der EU, aber bei allem, bei dem für einander eingestanden werden mus,s zahlen wir kein 27stel sonder ein fünftel oder mehr.
Das muss mehr ausgeglichen werden. Wer immer 20 % von allem zahlt soll auch 20% der Stimmen im EU Parlament und sonstwo haben.



Hauptzahler ja aber warum?
Deutsche Banken und Konzerne haben mit am meisten Güter und Gelder nach Griechenland transferiert.
Griechenland: jaou wir brauchen 2 Milliarden €
Deutschland: Ja ehmm kein Problem du kriegste 10 MIlliarden, musste aber im Gegenzug bei uns für 9 Miliiarden Rüstungsgüter und andere Ware kaufen.
Griechenland: :kratz: was jetzt na ja besser als nichts bleibt mir immer noch eine Milliarde zu freien Verfügung

Übrigens trotz des Booms mach Deutschland schulden, wie sollen denn die anderen Länder ohne Boom sparen. :kratz: :omg:
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

Nania

Batlady

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892

Tuesday, May 8th 2012, 3:45pm

@Cosmo
Ich sehe das Problem da auf einer stärker systemrelevanten Schiene (wenngleich ich deine Argumentation nachvollziehen kann), denn Griechenland und Co. sind souveräne Staaten. Das man ihnen aufhelfen will und dafür erwartet, dass sie das Geld nicht einsetzen um streunende Katzen zu kastrieren (was ich in Deutschland übrigens für wichtig halte ;) ) finde ich vollkommen nachvollziehbar.
Dass sich aber der deutsche Steuerzahler darüber ärgert, dass die Griechen mittags nicht arbeiten (Siesta war auch mal ne Schlagzeile der Bild, wenns mich nicht täuscht), und dann auch gegen die massiven Sparpläne demonstrieren, finde icha uf einer politisch-systematischen Ebene nicht richtig. Die Sparzwänge treffen nämlich nicht (nur) den Staat, sondern in vielen Bereichen auch die (ehrlichen) Griechen, die hart arbeiten. Wir dürfen nicht vergessen, dass es uns auch in Europa ziemlich gut geht. Und ich glaube, wären hier die Nöte (finanziell) ähnlich wie denen in Griechenland, dann würden wir auch protestieren.

Zusammengefasst: Die deutschen Proteste gegen die griechische Regierung kann ich verstehen, die Wut, die die BILD (und andere) auf griechische Bürger entwickelt hat (und sie setzt sich in der Bevölkerung fort) nicht. Diese finde ich sogar widerlich.

@spidey2099: ich freue mich über aktive neuen user hier im Thread. Aber bitte schreib nicht drei Posts hintereinander, sondern zitiere mehrere gleichzeitig. Ist angenehmer zu lesen und "nervt" nicht
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



893

Tuesday, May 8th 2012, 3:54pm



Zusammengefasst: Die deutschen Proteste gegen die griechische Regierung kann ich verstehen, die Wut, die die BILD (und andere) auf griechische Bürger entwickelt hat (und sie setzt sich in der Bevölkerung fort) nicht. Diese finde ich sogar widerlich.



Das eine wie das andere verschleiert doch den Umstand, das die Profiteure und Verlierer der Eurokrise sich nicht nach den Grenzen der Nationalstaaten verteilen. Es gibt in Deutschland Unternehmen, Banken und Aktionäre die an den Transfers nach Griechenland prächtig verdienen und es gibt Arbeitnehmer und Steuerzahler, die dafür die Lasten tragen.
Umgekehrt gibt es auch in Griechenland Gruppen, die selbst in der Krise prima leben und z.B. Rentner oder Jugendliche, die dort die Zeche bezahlen.

Die öffentlichen Statements unserer Bundesregierung und eher regierungsnaher Zeitungen dienen doch nur dazu, diesen Umstand zu verdecken.

894

Tuesday, May 8th 2012, 4:17pm

seh ich ähnlich wie pigeon.
cosmo: hm, ich halte das für nicht sehr demokratisch, bzw. dann nicht für eine gleichberechtigte partnerschaft und es gäbe auch keine EU. Wäre ja so, dass hier der der mehr Steuern zahlt, mehr zu bestimmen hat (was er tendentiell ja durch lobby arbeit sogar hat, aber spätestens in sachen "wahl" u. ä. gibt es ja keinen unterschied)
Das ist keine Pfeife.




895

Tuesday, May 8th 2012, 5:46pm

Als Land, seine Witschaft und Finanzmärkte. Der Bürger spürt das mMn nicht oder nicht stark genug.

Auch wenn das Volk nicht direkt von der doch recht gut laufenden Wirtschaft in Deutschland wenig mitbekommt: Glaubst du, es wäre gut für Deutschland, liefe die Wirtschaft schlecht? Im Endeffekt hängt da das Volk nämlich auch dran.

na, das lgaubt doch keiner, aber: wenn das Geld, das in einem Zusammenhang in einem Staat verdient wird so ungerecht verteilt wird, und gleichzeitig mit seiner Wirtschaftlichkeit geprotzt wird und zum anlass genommen wird, anderen Ländern sagen zu wollen, wie es bei denen läuft, stellt sich doch scon die frage: die wirtschaft läuft super, na und? die grenze verläuft nicht zwischen ost und west, nicht zwischen süd und nord, sondern, wie immer noch, oben und unten. also ist mir die solidarität mit spanischen griechischen italienischen Arbeitern wichtiger als mit deutschen Großverdienern.



Die obersten 7% der Deutschen verfügen über mehr als 60% allen Vermögens, die unteren 50% der Bevölkerung über tolle 1% des Vermögens.
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

Dinje

Planet Express Delivery Boy

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896

Tuesday, May 8th 2012, 10:33pm


@Nanias Posting: Ich finde auch, Deutschland sollte nicht die Entscheidungen über die Sparpläne dominieren weil es eine gut laufende Wirtschaft und weniger Arbeitslose hat. Aber es soll sie dominieren weil wir der verdammte Hauptzahler sind. Laut Wiki sind 27 Länder in der EU, aber bei allem, bei dem für einander eingestanden werden mus,s zahlen wir kein 27stel sonder ein fünftel oder mehr.
Das muss mehr ausgeglichen werden. Wer immer 20 % von allem zahlt soll auch 20% der Stimmen im EU Parlament und sonstwo haben.


Deutschland zahlt hauptsächlich am meisten, weil es das Land mit dne meisten einwohnern = den meisten Steuerzahlern hat, danach ist es hauptsächlich gekoppelt, nach Deutschland hat Frankreich die meisten Einwohner, zudem müssen die meisten Beschlüsse in der EU ja ohnehin einstimmig sein (wodurch immer seltsame Kompromisse gemacht werden), daher würden mehr Stimmen auch nichts ändern.
Bitte für Fragen die Fragen-an--die.Community-Threads nutzen, die es in allen Unterforen gibt.
Bitte nicht für jede Frage einen Thread eröffnen, es dient der Übersichtlickeit des Forums.
Nutzt vorher die Suchfunktion um zu überprüfen, ob es bereits ähnliche Threads gibt (da die Suchfunktion des Forums nicht optimal ist, alternativ über Google, Suchbegriffe + Paniniforum eingeben, dann findet man den gewünschten Thread)

The Hiddler

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897

Wednesday, May 9th 2012, 9:02am

Ja die EU hat halt einen wichtigen Fehler schon bei ihrer Gründung implementiert bekommen.
Die Einstimmigkeitspflicht und der Versuch alle Mitglieder als gleichberechtigte Partner zu behandeln war eine gut gemeinte, aber auch naive und letztendlich dumme Absicht.
Die EU wäre erfolgreicher gewesen, wenn sie sich bei ihrer Gründung klar zu den Führungsnationen Deutschland und Frankreich bekannt hätte.
Nun ist die EU eigentlich gescheitert. Zu viele Mitglieder, bevor man überhaupt wirklich das System geregelt gekriegt hat. Alle haben was zu melden. Aber niemand hat bedacht, dass Länder, die auf ganz unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen, auch ganz andere Ziele und Interessen haben.
Da hat man die Interessen der hochentwickelten Länder, wie Deutschland und Frankreich, denen es darum geht wirtschaftlich und politisch weiterhin ganz oben mitzumischen und man hat Länder, wie Polen (in denen man noch Wahlkampf gegen Homosexuelle machen kann) oder auch Griechenland, denen es eher darum geht ihren Bewohnern einen menschenwürdigen Lebensstandard zu sichern. Bzw. auch einen Teil vom Kuchen ab zu bekommen.
Die Gründerindustrieländer haben sich da ganz schön blauäugig über den Tisch ziehen lassen, in ihrem Glauben, alle Länder sind eine riesige freundliche Familie, die sich gegenseitig nur das beste will.
Aber die Ausbreitung der EU wurde ja auch mehr durch Lobbyinteressen voran getrieben, als durch politisches Geschick.

Eine vorgehensweise, die in einigen Kreisen einst wirklich diskutiert wurde, ist die des Kerneuropas, dass die umliegenden Länder nicht als gleich berechtigte Partner aufnimmt, sondern eher wie römische Provinzen an sich bindet. Während das Kerneuropa immer mehr verschmilzt und sich konsolidiert und langsam eine Art Nationalstaat werden sollte, wären die "Provinzen" langsam unterstützt und entwickelt worden, damit es irgendwann möglich gewesen wäre, sie vollends in das System zu integrieren.
Dieser langsame Weg wäre wohl der klügere gewesen. Auch wenn viele Gutmenschen, den Gedanken überheblich gefunden hätten.

Naja jetzt ist es zuspät. Die EU ist gegen die Wand gefahren. Und ich sehe für die EU schwarz, was ihre Zukunft betrifft. Historisches Ziel nicht erreicht. Die EU wird in der Zukunft zwischen China, USA und weiteren zukünftigen Mächten keine Rolle spielen. Höchstens als Absatzmarkt

dk one

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898

Wednesday, May 9th 2012, 3:50pm

Die Unwissenheit, was historische Zusammenhänge angeht, ist hier teilweise erschreckend. Die EU war und ist in erster Linie eine politische Union und führte dazu, dass Länder die jahrhundertelang Kriege führten in einer zuvor undenkbaren Epoche des Friedens und der solidarischen Zusammenarbeit leben. Somit ist es Unfug aller ersten Güte zu behaupten sie wäre gescheitert. Die wirtschaftliche Union war immer nur Mittel zum Zweck um diese politische Union zu erreichen, aber keineswegs deren Kern. Wer wirklich daran zweifelt, dass Deutschland durch die EU Vorteile hat, der sollte sich mal alle anderen Erdteile und deren Konflikte ansehen.

Die Tatsache, dass alle Mitglieder gleichberechtigt sind, war kein Zugeständnis der großen Länder an die kleinen, sondern pragmatische Notwendigkeit. Wer allen Ernstes glaubt, man hätte das Land zu Führungsnation machen sollen, das den Kontinent wenige Jahrzehnte zuvor in Schutt und Asche gelegt hat, der leidet an Realitätsverlust.

Zur aktuellen Wirtschaftskrise der EU bleibt nur zu sagen, dass die einzige nachhaltige Lösung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, bereits vor längerer Zeit gefunden wurde und nur der politische Wille zu Umsetzung (noch) fehlt.
Victoria pax, non pactone parienda.

899

Wednesday, May 9th 2012, 4:25pm

Ja die EU hat halt einen wichtigen Fehler schon bei ihrer Gründung implementiert bekommen.
Die Einstimmigkeitspflicht und der Versuch alle Mitglieder als gleichberechtigte Partner zu behandeln war eine gut gemeinte, aber auch naive und letztendlich dumme Absicht.
Die EU wäre erfolgreicher gewesen, wenn sie sich bei ihrer Gründung klar zu den Führungsnationen Deutschland und Frankreich bekannt hätte.
Nun ist die EU eigentlich gescheitert. Zu viele Mitglieder, bevor man überhaupt wirklich das System geregelt gekriegt hat. Alle haben was zu melden. Aber niemand hat bedacht, dass Länder, die auf ganz unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen, auch ganz andere Ziele und Interessen haben.
Da hat man die Interessen der hochentwickelten Länder, wie Deutschland und Frankreich, denen es darum geht wirtschaftlich und politisch weiterhin ganz oben mitzumischen und man hat Länder, wie Polen (in denen man noch Wahlkampf gegen Homosexuelle machen kann) oder auch Griechenland, denen es eher darum geht ihren Bewohnern einen menschenwürdigen Lebensstandard zu sichern. Bzw. auch einen Teil vom Kuchen ab zu bekommen.
Die Gründerindustrieländer haben sich da ganz schön blauäugig über den Tisch ziehen lassen, in ihrem Glauben, alle Länder sind eine riesige freundliche Familie, die sich gegenseitig nur das beste will.
Aber die Ausbreitung der EU wurde ja auch mehr durch Lobbyinteressen voran getrieben, als durch politisches Geschick.

Eine vorgehensweise, die in einigen Kreisen einst wirklich diskutiert wurde, ist die des Kerneuropas, dass die umliegenden Länder nicht als gleich berechtigte Partner aufnimmt, sondern eher wie römische Provinzen an sich bindet. Während das Kerneuropa immer mehr verschmilzt und sich konsolidiert und langsam eine Art Nationalstaat werden sollte, wären die "Provinzen" langsam unterstützt und entwickelt worden, damit es irgendwann möglich gewesen wäre, sie vollends in das System zu integrieren.
Dieser langsame Weg wäre wohl der klügere gewesen. Auch wenn viele Gutmenschen, den Gedanken überheblich gefunden hätten.

Naja jetzt ist es zuspät. Die EU ist gegen die Wand gefahren. Und ich sehe für die EU schwarz, was ihre Zukunft betrifft. Historisches Ziel nicht erreicht. Die EU wird in der Zukunft zwischen China, USA und weiteren zukünftigen Mächten keine Rolle spielen. Höchstens als Absatzmarkt



Ich glaube,einige haben nicht erkannt, wie das Ganze zusammenhängt. Dass die Staaten so hoch verschuldet sind, liegt ausschliesslich daran, dass Deutschland diktiert hat, dass in der Bankenkrise niemand zu schaden kommen darf. In der Eurozone haben deswegen die Staaten die Schulden der Banken übernommen. Die Schulden der Banken sind die Renditen der Anleger. Das war falsch. Man kann zum Euro stehen wie man will, aber man muss immer sehen, dass die Gemeinschaftswährung eines nicht ist: flexibel. D.h. Länder, die keine solche kriminellen Entscheidungen treffen wollen wie D. sie gefasst hat, mit der Agenda 2010 und den Gesetzen des Verbrechers Hartz, ( der nicht viel später wegen dem Skandal VW-Bordelle abgedankt hat boah was für ein Vorbild ) nicht in der Lage sind die Währung der wirklichen Lage eines landes einzustellen. Du kannst mir doch nicht sagen, dass die Loh- und Rentendumpingorgien Deutschlands auf ganze Europa umgesetzt werden soll? In anderen Ländern steht eben der Mensch im Mittelpunkt. Was das Spardiktat der Deutschen in Europa anrichtet kann man ja nun sehen.
Ohne Euro, da bin ich mir sicher, wären mindestens 50% der Banken von der Bildfläche verschwunden. Dass das nicht passiert ist, und dass nun die Staaten deswegen pleite gehen, das hat Europa Deutschland zu verdanken.
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

Käpt'n Kalamari

Komix Kutter

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Location: 123 Fake Street, Aix-la-Chapelle

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900

Wednesday, May 9th 2012, 5:03pm

Die Unwissenheit, was historische Zusammenhänge angeht, ist hier teilweise erschreckend. Die EU war und ist in erster Linie eine politische Union und führte dazu, dass Länder die jahrhundertelang Kriege führten in einer zuvor undenkbaren Epoche des Friedens und der solidarischen Zusammenarbeit leben. Somit ist es Unfug aller ersten Güte zu behaupten sie wäre gescheitert. Die wirtschaftliche Union war immer nur Mittel zum Zweck um diese politische Union zu erreichen, aber keineswegs deren Kern. Wer wirklich daran zweifelt, dass Deutschland durch die EU Vorteile hat, der sollte sich mal alle anderen Erdteile und deren Konflikte ansehen.

Die Tatsache, dass alle Mitglieder gleichberechtigt sind, war kein Zugeständnis der großen Länder an die kleinen, sondern pragmatische Notwendigkeit. Wer allen Ernstes glaubt, man hätte das Land zu Führungsnation machen sollen, das den Kontinent wenige Jahrzehnte zuvor in Schutt und Asche gelegt hat, der leidet an Realitätsverlust.

Zur aktuellen Wirtschaftskrise der EU bleibt nur zu sagen, dass die einzige nachhaltige Lösung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, bereits vor längerer Zeit gefunden wurde und nur der politische Wille zu Umsetzung (noch) fehlt.

da stimm ich dir auch zu, aber in einem punkt hat er recht. nämlich bei der unnötigen aufblähung! 27 staaten sind jetzt schon zu viel. die EU sollte erstmal 10 bis 15 jahre lang einen aufnahmestopp verhängen, bis sich die einzelnen mitglieder mal wenigstens ein bisschen konsolidiert haben...
Biete Digital-Codes von neuen Marvel NOW!-Serien! (Titel stehen in meinem Profil)
Bei interesse PN an mich!