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Jean Paul Valley

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921

Thursday, May 10th 2012, 6:48pm

Dass die Gründung von Anfang an auch eine politische Union anstrebte, ist sicher richtig.
Ist das nicht genau das, was ich geschrieben habe? ?(

Siehe auch:
Ich bin mir der Entstehungsgeschichte (EGKS, EWG und Euratom) der EU sehr wohl bewusst. Liest man jedoch die Biografien der damals beteiligten Politiker, war das Ziel von Beginn an die politische Integration (bzw. ganz am Anfang Friedenssicherung) und die wirtschaftliche Zusammenarbeit eben nur Mittel zum Zweck. Historisch betrachtet war dies sicher der richtige Weg, da eine unmittelbare politische Integration kurz nach dem Krieg dem Volk nur schwer zu vermitteln gewesen wäre.


Das ist vor allem noch mal eine Stellungnahme meinerseits dazu gewesen:
Die Unwissenheit, was historische Zusammenhänge angeht, ist hier teilweise erschreckend. Die EU war und ist in erster Linie eine politische Union und führte dazu, dass Länder die jahrhundertelang Kriege führten in einer zuvor undenkbaren Epoche des Friedens und der solidarischen Zusammenarbeit leben. Somit ist es Unfug aller ersten Güte zu behaupten sie wäre gescheitert. Die wirtschaftliche Union war immer nur Mittel zum Zweck um diese politische Union zu erreichen, aber keineswegs deren Kern. Wer wirklich daran zweifelt, dass Deutschland durch die EU Vorteile hat, der sollte sich mal alle anderen Erdteile und deren Konflikte ansehen.

Die Tatsache, dass alle Mitglieder gleichberechtigt sind, war kein Zugeständnis der großen Länder an die kleinen, sondern pragmatische Notwendigkeit. Wer allen Ernstes glaubt, man hätte das Land zu Führungsnation machen sollen, das den Kontinent wenige Jahrzehnte zuvor in Schutt und Asche gelegt hat, der leidet an Realitätsverlust.

Zur aktuellen Wirtschaftskrise der EU bleibt nur zu sagen, dass die einzige nachhaltige Lösung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, bereits vor längerer Zeit gefunden wurde und nur der politische Wille zu Umsetzung (noch) fehlt.


weil auch ich das so tatsächlich als nicht haltbar empfinde. Mein Post war in erster Linie eine Stellungnahme dazu, deswegen habe ich auch Thepigeon's Post darauf zitiert. Und noch einmal darauf hinzuweisen, dass es faktisch um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit ging, ist nicht das Gleiche, was du nach Thepigeons Post schriebst, denn dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit nur Mittel zum Zweck war, würde ich nicht unterschreiben. Und hab es deswegen auch nicht so geschrieben.


Zu dem angesprochenen Diskussionsstil: Ohne dass ich dk one in allen Punkten zustimmen würde (Durchführung und Akzeptanz von Hartz lV), halte ich seinen Diskussionsstil für sachlich und in aller Regel höflich.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

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922

Thursday, May 10th 2012, 6:53pm

Wenn jemand „nach 30 Jahren auf der Straße sitzt, weil die Firma pleitegegangen ist“ ist das traurig, aber nicht die Schuld der Politik. Wer nach 30 Jahren Beschäftigung arbeitslos wird, ist wahrscheinlich über 50 und erhält damit zwischen 15 und 24 Monate Arbeitslosengeld. In diesem Zeitraum besteht, bedenkt man die Arbeitserfahrung des Betroffenen, eine gute Chance eine ähnlich qualifizierte Stelle zu finden. Gelingt dies nicht, hat man Anrecht auf ALG 2, das einem bis zur erneuten Aufnahme einer geregelten Tätigkeit ökonomische Sicherheit gewährleistet. Dass die soziale Teilhabe (Essen gehen, Sportverein etc.) in dieser Zeit nur begrenzt möglich ist, ist m.M.n. zu vertreten, da es sich um eine Solidaritätsleistung der Allgemeinheit handelt.


Und woher nimmst du deine Erkenntnisse, dass es so leicht ist über 50 noch eine neue Stelle zu finden? Ich weiß nicht ob es in den Ballungsgebieten anders ist. Aber hier am Land ist es nicht ganz so einfach :S

„Junge Leute haben keinen Job, machen kostenlose Praktika“ ist realitätsferner Populismus. Ich habe direkt nach meinem Studium eine sehr gute Stelle gefunden und die allermeisten meiner Kommilitonen auch.
Aktuelle Umfragen zeigen durchaus eine Zustimmung in der Bevölkerung für die derzeitige Sozialgesetzgebung.


Realitätsfern? Dann sprich mal mit Hauptschülern oder Schulabgängern die "nur" die Mittlere Reife haben. Allein in meinem Bekanntenkreis hab ich mindestens 4 Leute die nach der Schule erstmal Praktika machen mussten um überhaupt die Chance auf eine Lehrstelle zu bekommen. Nur weil du keine Probleme hattest heißt es ja nicht, dass das auf alle Anderen zutrifft ;)

Und zu den Umfragen: Wenn ich die richtigen Menschen für meine Umfrage auswähle, bekomme ich für jedes Thema eine Zustimmung :D

Zitat

Rovin: "Wäre Batman Deutscher würde er BMW fahren...außerdem hat noch keiner bewiesen was für ein Motor im Tumbler steckt :D"


... das machen nur die fröhlichen Glücksbärchies aus Mad Titans Zauberland.

dk one

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923

Thursday, May 10th 2012, 7:01pm

weil auch ich das so tatsächlich als nicht haltbar empfinde. Mein Post war in erster Linie eine Stellungnahme dazu, deswegen habe ich auch Thepigeon's Post darauf zitiert. Und noch einmal darauf hinzuweisen, dass es faktisch um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit ging, ist nicht das Gleiche, was du nach Thepigeons Post schriebst, denn dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit nur Mittel zum Zweck war, würde ich nicht unterschreiben. Und hab es deswegen auch nicht so geschrieben.
Ich habe das damals natürlich nicht miterlebt, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich in meinen Wirtschaftspolitikvorlesungen gelernt habe, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb Europas immer als Zwischenschritt zur verstärkten politischen Zusammenarbeit gedacht war. Ich bin aber natürlich gerne bereit das noch einmal zu hinterfragen und genau zu recherchieren. Spontan habe ich dazu nur Folgendes gefunden:

Europäische Freihandelsassoziation
Anders als die EG, die die ökonomische Integration im Wesentlichen als einen Zwischenschritt zur angestrebten politischen Integration betrachtete,...

Europäische Politische Zusammenarbeit
Während der 1950er und 1960er Jahre bemühten sich die EG-Mitgliedstaaten mehrmals vergeblich darum, neben der wirtschaftlichen auch eine politische Integration zu erreichen.
Victoria pax, non pactone parienda.

dk one

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924

Thursday, May 10th 2012, 7:24pm

Und woher nimmst du deine Erkenntnisse, dass es so leicht ist über 50 noch eine neue Stelle zu finden? Ich weiß nicht ob es in den Ballungsgebieten anders ist. Aber hier am Land ist es nicht ganz so einfach :S
Dazu habe ich keine statistischen Daten und sprechen nur von meiner persönlichen Erfahrung im Familien- und Bekanntenkreis. Mein Onkel, der in der tiefsten saarländischen Provinz wohnt, z.B. hat mit über 50 nach fast 30-jähriger Selbstständigkeit sein Geschäft aufgegeben und nach kürzester Zeit eine hervorragend bezahlte Stelle in seinem Fachgebiet gefunden. Für ihn haben sich Mut und Engagement ausgezahlt. Mag sein, dass dies ein Einzelfall ist, ich glaube es nicht!

Realitätsfern? Dann sprich mal mit Hauptschülern oder Schulabgängern die "nur" die Mittlere Reife haben. Allein in meinem Bekanntenkreis hab ich mindestens 4 Leute die nach der Schule erstmal Praktika machen mussten um überhaupt die Chance auf eine Lehrstelle zu bekommen.
Vorneweg: Ich halte Praktika aus Sicht des Bewerbers für eine sehr gute Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber kennen zu lernen und sich zu präsentieren. Meine heutige Arbeitsstelle wurde mir nach einem Praktikum angeboten. Wenn man ein Praktikum nur als "kostenlos arbeiten" versteht, ist das natürlich schwierig.
Auch hier einige Beispiele aus persönlicher Erfahrung. Mein ältester Kindheitsfreund hatte "nur" einen schlechten Hauptschulabschluss und danach eine Lehre als Großhandelskaufmann begonnen. Nach einigen Jahren war er die eintönige Arbeit, die Unsicherheit und die schlechte Bezahlung leid. Am Abendgymnasium hat er seine mittlere Reife nachgeholt (Note 1,5) und macht gerade sein Abitur, danach wird er studieren.
Meine beiden Praktikanten hier in der Kammer: Einer stammt aus einer Arbeiterfamilie und seine Eltern wollten ihm ausreden, das Gymnasium zu besuchen. Heute ist er diplomierter Volkswirt. Die Eltern des anderen sind Landwirte, konnten ihm das Studium nicht finanzieren und wollten, dass er den Hof übernimmt. Heute studiert er mit einem Vollstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Auch hier gilt: Mag sein, dass dies Einzelfälle sind, ich glaube es nicht!

Nur weil du keine Probleme hattest heißt es ja nicht, dass das auf alle Anderen zutrifft ;)
Wie bereits geschrieben:
...die allermeisten meiner Kommilitonen auch.

Und zu den Umfragen: Wenn ich die richtigen Menschen für meine Umfrage auswähle, bekomme ich für jedes Thema eine Zustimmung :D
Auf die Phrase "alle Umfragen sind gefälscht" gehe ich schon lange nicht mehr ein, das wirst Du entschuldigen müssen.
Victoria pax, non pactone parienda.

This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (May 10th 2012, 7:30pm)


Dinje

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925

Thursday, May 10th 2012, 7:41pm


Das Finanzsystem das dass alles verursacht hat, ist einfach ein - teufels zeug - mit diesen diabolischen Zinsen Zins System,
:lol: EPIC

Was schlägst Du als Alternative vor? Einen "bankenfreien Sozialismus, wo jeder beim Staat sein Konto hat" wie es Jan Fleischhauer heute so schön in seiner Kolumne formuliert hat?


http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot
Dadurch sind (viele) islamische Staaten tatsächlich weitgehend unbeschadet durch die weltweite Wirtschaftskrise gegangen;)

Ich finde deine Einstellung teilweise zu optimistisch (die von anderen auch wieder zu pessismistisch), die Wahrheit ist wahrscheinlich so ein Mittelding. Die Sozialreform in dne 90ern war notwenig, die Umsetzung aber nicht in allen Bereichen vollkommen gelungen.
Bitte für Fragen die Fragen-an--die.Community-Threads nutzen, die es in allen Unterforen gibt.
Bitte nicht für jede Frage einen Thread eröffnen, es dient der Übersichtlickeit des Forums.
Nutzt vorher die Suchfunktion um zu überprüfen, ob es bereits ähnliche Threads gibt (da die Suchfunktion des Forums nicht optimal ist, alternativ über Google, Suchbegriffe + Paniniforum eingeben, dann findet man den gewünschten Thread)

dk one

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926

Thursday, May 10th 2012, 7:57pm

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot
Dadurch sind (viele) islamische Staaten tatsächlich weitgehend unbeschadet durch die weltweite Wirtschaftskrise gegangen;)

Du meinst solche Wirtschaftsgroßmächte wie den Iran? ;) Lies mal folgenden Absatz aus Deinem Wikiartikel:

Quoted

Hingegen sind alle Erträge akzeptabel, welche auf einem Handel oder einer Investition in ein bestimmtes Produkt beruhen. Zugelassen sind also Handelsfinanzierungen, Risikokapitalverleihungen, Vermietungen, Leasing und der Rohstoffhandel. Die gebräuchlichste Investitionsform ist allerdings der Kauf von Aktien privater und öffentlicher Unternehmungen; denn Dividenden gelten nicht als Zinsen, weil die Aktionäre kein bindendes Recht darauf besitzen, ergo das Kapital kein Recht besitzt, sich zu vermehren.

Im Islam gibt es eine Vielzahl von Rechtskniffen, um die Schari'a-Bestimmungen zu umgehen. Um islamischen Gläubigen trotzdem die verzinsliche Geldanlage zu ermöglichen, werden so genannte islamische Anleihen vergeben, die direkte Zinszahlungen auf Geld durch Mieteinnahmen, Firmenbeteiligungen oder ähnliche im Islam erlaubte Praktiken umgehen.

Für das Bankgeschäft ist das Zinsverbot ... eine besondere Belastung, was schon früh zu Umgehungsgeschäften geführt hat: So kann man z. B. eine Ware mit Zahlungsziel kaufen und sofort zu einem niedrigeren Preis an den Verkäufer, der sofort zahlt, zurückveräußern. Da die Ware letztlich den Besitz nicht gewechselt hat, jedoch Geld ausgezahlt wurde, ist das Resultat wie bei einem Kredit mit Zinsen, der Wortlaut des Gesetzes jedoch eingehalten. Rechtskniffe ... dieser Art finden sich in der Rechtspraxis häufig; sie sind eines der Mittel, die finanziellen Aktivitäten "scheinbar" Schari'a-konform zu gestalten.


Ich finde deine Einstellung teilweise zu optimistisch (die von anderen auch wieder zu pessismistisch), die Wahrheit ist wahrscheinlich so ein Mittelding. Die Sozialreform in dne 90ern war notwenig, die Umsetzung aber nicht in allen Bereichen vollkommen gelungen.
Vielleicht dient mein Optimismus dazu, den Pessimismus anderer ein wenig zu relativieren. ;)
Victoria pax, non pactone parienda.

Jean Paul Valley

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927

Thursday, May 10th 2012, 8:15pm

Ich habe das damals natürlich nicht miterlebt, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich in meinen Wirtschaftspolitikvorlesungen gelernt habe, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb Europas immer als Zwischenschritt zur verstärkten politischen Zusammenarbeit gedacht war. Ich bin aber natürlich gerne bereit das noch einmal zu hinterfragen und genau zu recherchieren.
Nur wenn du magst, dk, dann aber gerne. Ich habe das ebenfalls nicht miterlebt ;) , möglicherweise ist dem so, wie du sagst, es wäre mir dann halt nicht bekannt.

Ich finde deine Einstellung teilweise zu optimistisch (die von anderen auch wieder zu pessismistisch), die Wahrheit ist wahrscheinlich so ein Mittelding. Die Sozialreform in dne 90ern war notwenig, die Umsetzung aber nicht in allen Bereichen vollkommen gelungen.
Das geht mir ähnlich: Die Sozialreform war unumgänglich, um das Sozialsystem vor dem Kollabieren zu bewahren. Die Durchführung war an manchen Stellen -wie der Altkanzler sagen würde- suboptimal. Dennoch ist es zu kurz greifend und populistisch, "Hartz lV" in Grund und Boden zu verdammen.
Die "überwiegend positive" Akzeptanz bei der Bevölkerung würde ich vorsichtig anzweifeln, die SPD wird bis heute mit großen Wählerverlusten dafür bestraft, dass sie die notwendige Reform durchgeführt hat.


Vielleicht dient mein Optimismus dazu, den Pessimismus anderer ein wenig zu relativieren.



ja, vielleicht ;) auch wenn ich in dieser Diskussion inhaltlich bei dir bin, finde ich manche deiner Ansichten ebenfalls arg optimistisch, bspw. zum Thema Arbeitsmarkt. Für eins deiner positiven Beispiele aus deinem Umfeld könnten Andere möglicherweise zig Negativ-Beispiele nennen.
Es muss auch nicht alles perfekt sein, um eine Generalverdammung der Politik oder -populistischer- "der da oben" zu recht inhaltlos zu finden.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

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928

Thursday, May 10th 2012, 8:26pm

Erzähl du mir nichts über den 2ten Bildungsweg ich habe mein Abi selbst erst über die BOS gemacht (Ursprünglich hatte ich den QUALI). Ja sicher gibt es immer Ausnahmen (und mit Sicherheit sind das nicht nur Einzelfälle). Ich habe nur meine persönlichen Erfahrungen geschildert und hier in unserer Gegend ist es eben nicht so einfach gleich wieder nen Job zu finden. Ich habe nach meiner ersten Ausbildung auch erstmal noch einige Praktikas gemacht und dann noch mal eine zweite Ausbildung begonnen. Wohlgemerkt nach 2 Jahren ohne großartiges Einkommen, was nicht unbedingt ein gutes Gefühl war.

Ist ja schön das es auch Regionen gibt wo es einfacher ist als hier :D

Zitat

Rovin: "Wäre Batman Deutscher würde er BMW fahren...außerdem hat noch keiner bewiesen was für ein Motor im Tumbler steckt :D"


... das machen nur die fröhlichen Glücksbärchies aus Mad Titans Zauberland.

dk one

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929

Thursday, May 10th 2012, 8:28pm

... die SPD wird bis heute mit großen Wählerverlusten dafür bestraft, dass sie die notwendige Reform durchgeführt hat.
Das ist nich falsch, aber auch nicht der einzige Grund für die Wahldebakel der Sozialdemokraten. Die SPD litt die vergangenen Jahre unter der Enstehung der Linken, wie sie einige Zeit zuvor auch unter der Enstehung der Grünen gelitten hat. Rechts von der Mitte gibt es eine Partei, links davon 4 wenn man die Piraten mitrechnet. Dafür schlägt sich die alte Dame der deutschen Politik noch ganz gut.

ja, vielleicht ;) auch wenn ich in dieser Diskussion inhaltlich bei dir bin, finde ich manche deiner Ansichten ebenfalls arg optimistisch, bspw. zum Thema Arbeitsmarkt. Für eins deiner positiven Beispiele aus deinem Umfeld könnten Andere möglicherweise zig Negativ-Beispiele nennen.
Sicher könnten sie das. Ich mag aber nicht so recht daran Glauben, dass meine Erfahrungen im Kreis der Familie, Freunde, Kollegen und Kommilitonen so fern jeder deutschen Realität sind. Das wäre wider jeder Wahrscheinlichkeit. ;)

Erzähl du mir nichts über den 2ten Bildungsweg ich habe mein Abi selbst erst über die BOS gemacht (Ursprünglich hatte ich den QUALI). Ja sicher gibt es immer Ausnahmen (und mit Sicherheit sind das nicht nur Einzelfälle). Ich habe nur meine persönlichen Erfahrungen geschildert und hier in unserer Gegend ist es eben nicht so einfach gleich wieder nen Job zu finden. Ich habe nach meiner ersten Ausbildung auch erstmal noch einige Praktikas gemacht und dann noch mal eine zweite Ausbildung begonnen. Wohlgemerkt nach 2 Jahren ohne großartiges Einkommen, was nicht unbedingt ein gutes Gefühl war.

Ist ja schön das es auch Regionen gibt wo es einfacher ist als hier :D

Na dann erst mal Glückwunsch zum Abi! :thumbup: Ich schildere ja auch nur meine persönlichen Erfahrungen.
Woher kommst Du denn, wenn ich fragen darf? Ich zum Beispiel habe zeitweise im Saarland gelebt, einer der wirtschaftsschwächsten Gebiete Deutschlands, und auch dort bestätigt sich im Großen und Ganzen meine Beobachtung. Auch wenn man dort teilweise für die richtig großen Gehälter lange Fahrtzeiten zur Arbeit (Frankfurter Raum, Luxemburg) in Kauf nehmen muss.
Zum Thema Praktika habe ich ja oben bereits etwas geschrieben.
Victoria pax, non pactone parienda.

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930

Thursday, May 10th 2012, 8:44pm

Die Globalisierung ist selbstverständlich alternativlos, da es sich nicht um einen von der Politik gewünschten und forcierten Vorgang handelt, sondern um einen natürlichen weltweiten Prozess der nicht aufzuhalten ist.

vielleicht sollten wir uns erst mal drüber unterhalten WAS Globalisierung meint, da gibt es ja auch 100 differente Vorstellungen.
Allgemein ist mir die Diskussion zu konfus, da hier die meisten, alles mögliche miteinander vermischen, das bringt es halt mMn nicht.

dk: wenn ich dich richtig verstehe, siehst du das gute alte politik folgt wirtschaft. bzw. erst mal wirtschaft gut, dann mal sehen was für soziales (und meist auch bei anderen, bei dir auch?, kultur, bildung)) übrigbleibt. das ist a) sehr eingeschränkt und b) fantasielos und c) gibt es in der geschichte gegenbeispiele. (ausserdem, das ist zwar nicht neo- aber doch liberal)
back to globalization: heißt es "internationale großkonzerne bestimmen die märkte" bie euch? ich hab den eindruck, dk und pigeon meinen unterschiedliches.
und die "in meinen freundeskreis passiert bliblablubb" finde ich sehr ermüdend, sagt halt nix aus
Das ist keine Pfeife.




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931

Thursday, May 10th 2012, 8:50pm

und die "in meinen freundeskreis passiert bliblablubb" finde ich sehr ermüdend, sagt halt nix aus


Richtig

Zitat

Rovin: "Wäre Batman Deutscher würde er BMW fahren...außerdem hat noch keiner bewiesen was für ein Motor im Tumbler steckt :D"


... das machen nur die fröhlichen Glücksbärchies aus Mad Titans Zauberland.

CatClaw

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932

Thursday, May 10th 2012, 8:59pm

Erzähl du mir nichts über den 2ten Bildungsweg ich habe mein Abi selbst erst über die BOS gemacht (Ursprünglich hatte ich den QUALI). Ja sicher gibt es immer Ausnahmen (und mit Sicherheit sind das nicht nur Einzelfälle). Ich habe nur meine persönlichen Erfahrungen geschildert und hier in unserer Gegend ist es eben nicht so einfach gleich wieder nen Job zu finden. Ich habe nach meiner ersten Ausbildung auch erstmal noch einige Praktikas gemacht und dann noch mal eine zweite Ausbildung begonnen. Wohlgemerkt nach 2 Jahren ohne großartiges Einkommen, was nicht unbedingt ein gutes Gefühl war.

Ist ja schön das es auch Regionen gibt wo es einfacher ist als hier :D


ich dachte in BaWü und Bayern ist es noch mit am besten Arbeit zu finden. Komm mal ins Ruhrgebiet, da siehts aber echt anders aus!
Ich glaube: Alle die kein English lesen wollen/können aber intelligent genug für Comics sind, sind auch Panini Kunde.

Biberista

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933

Thursday, May 10th 2012, 9:04pm

@ DK

Du findest wirklich dass alles gut ist so wie es ist? Du findest nicht dass die Banken nach der von ihnen verursachten Finanzkrise zu wenig Auflagen und Regeln erhalten haben?
Du findest es sozusagen Ok dass eben diese Banken bereits ein Jahr nach der Krise erneut noch nie dagewesene Rekordgewinne erzielten obwohl sie eigentlich tot sein müssten? Dass sie wieder die fetten Gewinne machen während dem ihre Retter(Steuerzahler) blöd gesagt überhaupt nichts davon haben? Ok, gemäss deiner Theorie haben wir dank unserer tapferen und selbstlosen Hilfe noch ein „funktionierendes“ System und sollten möglichst alle dankbar dafür sein(jedenfalls solange bis die Bankster den Karren erneut an die Wand fahren) aber trotzdem kann ich dir nicht wirklich glauben was du da schreibst!

Du siehst echt keine Probleme im grenzenlosen Wettbewerb der weder Respekt vor dem Menschen(ausser sie sind Aktionäre) noch vor der Umwelt oder den Tieren hat? Du siehst keine Probleme darin dass wir zwar Nahrungsmittel für 12 Milliarden Menschen haben aber knapp eine Milliarde von den aktuell 6 die unsere Welt bevölkern, davon permanent vor dem Tod durch Hunger bedroht ist weil wir a) die Hälfte wegwerfen b) das Essen lieber verbrennen um Energie zu gewinnen oder c) schlicht und einfach damit spekuliert wird?

Ich lebe in der Schweiz und unsere Wirtschaft hat während den ganzen Krisenjahren seit 2008 immer wieder besser abgeschnitten als prognostiziert. Rekordgewinne, Überschüsse etc.
Trotzdem höre ich seit 4 Jahren immer wieder „tut uns leid, die Aussichten sind schlecht deswegen können wir für das nächste Jahr keine Lohnerhöhung anbieten“. Ach ja? Ich rette die Banken, ich bezahle jedes Jahr mehr für die Versicherung, die Mieten steigen und auch sonst steigen so gut wie alle Kosten?! Die Wirtschaft läuft ja auch jedes Jahr besser als erwartet aber ich Trottel arbeite trotzdem immer noch zum +/- selben Gehalt wie vor 4 Jahren?!
In der Zeit wurde ich auch beteiligter Zeuge einer Fabrikschliessung bei uns im Ort die meine Sichtweise endgültig richtungsweisend beeinflusst hat. Ich könnte nun auch feucht fröhlich in die Welt schauen und behaupten „ich habe schnell wieder einen Job gefunden und ich denke jeder kann das“ aber ich möchte mich nicht selbst anlügen. Viele der 300 Beschäftigten haben leider noch immer keinen neuen Job und dies nicht weil sie sich nicht bemühen sonder weil es schlicht und einfach kaum noch genügend Jobs gibt im Industriesektor. Was sollen die Leute denn machen die 25 Jahre an einer Maschine gearbeitet haben?

Momentan ist dies alles natürlich noch ein Jammern auf hohem Niveau denn uns hier in Europa geht es immer noch ziemlich gut. Fakt ist aber trotzdem dass die Zahl der Armen zunimmt, der Mittelstand immer wie mehr wegbröckelt und eigentlich nur die Reichen und besonders die unglaublich Reichen von dem ganzen System profitieren. Der Unmut der Menschen in Europa wird grösser und grösser, die Wut nimmt zu und richtet sich bisher vor allem gegen Sozialhilfebezüger, Ausländer(ich persönlich finde Rassismus war lange nicht mehr so attraktiv wie zurzeit) oder die bösen Schuldenstaaten wie jetzt gerade Griechenland(und auch bereits Spanien, Portugal, Italien). Man spürt diese Unzufriedenheit jeden Tag und ehrlich gesagt finde ich diese Entwicklung sehr gefährlich und furchteinflössend.

Der Beitrag ist bewusst polemisch formuliert. Mittlerweile sollte doch jedem klar sein dass dieses ach so tolle System sehr grosse Probleme mit sich bringt. Mir geht es nicht darum den Sozialismus einzuführen aber ein bisschen weniger Turbokapitalismus wäre doch nicht verkehrt? Es ist doch nicht unmöglich allen Menschen die nicht selbst schuld an ihrem Schicksal sind ein würdiges Leben zu ermöglichen?

Solange sich unser Handeln nur darum dreht immer wie mehr Rendite zu erzielen und die Produktivität immer weiter zu steigern egal was es kostet wird die Welt immer wie schlechter. Wie immer in der Geschichte der Menschheit wird uns dies aber erst dann bewusst wenn es bereits zu spät ist. MMn wäre nach der Finanzkrise der optimale Zeitpunkt gewesen gewisse Dinge genauer zu prüfen und zu reglementieren, dies hat man leider grösstenteils verpasst. Nun haben wir bereits eine Eurokrise die nur dank unglaublichen Aufwendungen noch nicht weiter fortgeschritten ist und trotz allen Anstrengungen sieht die Prognose düster aus.
Tod den Spoilern! :kette:


Jean Paul Valley

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934

Thursday, May 10th 2012, 9:04pm

Das ist nich falsch, aber auch nicht der einzige Grund für die Wahldebakel der Sozialdemokraten. Die SPD litt die vergangenen Jahre unter der Enstehung der Linken,


Ja, und ein wesentlicher Grund für den Erfolg (und das Zustandekommen) der Partei "Die Linke" war - die Sozialreform.


und die "in meinen freundeskreis passiert bliblablubb" finde ich sehr ermüdend, sagt halt nix aus



Das habe ich versucht, dir im letzten Post etwas freundlicher zu sagen, denn mit der gleichen Berechtigung wie du könnten eben die Anderen sagen, dass ihre Erfahrungen nicht so fern der Realität sein können. Das führt zu nix, dk....



Edit: Das Zitat stammt natürlich im Original von chaz und nicht von Thor.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

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935

Thursday, May 10th 2012, 9:10pm

Quoted

vielleicht sollten wir uns erst mal drüber unterhalten WAS Globalisierung meint, da gibt es ja auch 100 differente Vorstellungen.
Allgemein ist mir die Diskussion zu konfus, da hier die meisten, alles mögliche miteinander vermischen, das bringt es halt mMn nicht.
Ich spar mir die Arbeit selbst eine Definition auszuformulieren und klaue bei Wikipedia: "Die Globalisierung ist der Vorgang der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Diese Verdichtung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Als wesentliche Ursachen der Globalisierung gelten der technische Fortschritt (siehe auch: Digitale Revolution), insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechnologien, sowie die politischen Entscheidungen zur Liberalisierung des Welthandels."
In unserer Diskussion ging es in erster Linie um die wachsende Bedeutung internationaler Märkte für Nationalstaaten.

Quoted

dk: wenn ich dich richtig verstehe, siehst du das gute alte politik folgt wirtschaft. bzw. erst mal wirtschaft gut, dann mal sehen was für soziales (und meist auch bei anderen, bei dir auch?, kultur, bildung)) übrigbleibt. das ist a) sehr eingeschränkt und b) fantasielos und c) gibt es in der geschichte gegenbeispiele. (ausserdem, das ist zwar nicht neo- aber doch liberal)
back to globalization: heißt es "internationale großkonzerne bestimmen die märkte" bie euch? ich hab den eindruck, dk und pigeon meinen unterschiedliches.
und die "in meinen freundeskreis passiert bliblablubb" finde ich sehr ermüdend, sagt halt nix aus
Ich verstehe leider wirklich nicht genau, was Du sagen willst, versuche aber dennoch auf Verdacht zu antworten.
Ohne eine gesunde Wirtschaft kann es der Bevölkerung eines Landes nicht gut gehen. Investitionen in Soziales, Kultur und Bildung sind wichtig und ohne eine gesunde Wirtschaft undenkbar.
Worauf sich dein "a) sehr eingeschränkt und b) fantasielos und c) gibt es in der Geschichte Gegenbeispiele." bezieht, erschließt sich mir leider nicht. Wenn Du unsere Wirtschaftsordnung meinst, hast Du natürlich unrecht.
Liberal ist für mich trotz meiner anderweitigen parteipolitischen Orientierung ein Kompliment, insofern danke!
"internationale Großkonzerne bestimmen die Märkte" ist natürlich erst mal Quatsch. Die Märkte sind in erster Linie Milliarden von Arbeitnehmer, Konsumenten und Kleinanleger.
Und zu den Beispielen aus meiner Umgebung habe ich bereits Folgendes geschrieben:
Ich mag aber nicht so recht daran Glauben, dass meine Erfahrungen im Kreis der Familie, Freunde, Kollegen und Kommilitonen so fern jeder deutschen Realität sind. Das wäre wider jeder Wahrscheinlichkeit.
Es ist sicher hilfreich, wenn man seine Überzeugungen mit unzähligen Beispielen aus der persöhnlichen Erfahrung belegen kann!

Richtig
"Why not just try it and get yourself an opinion?" Hab ich heute irgendwo gelesen, finde ich irgendwie passen hier! :D


@ Biberista: Ich habe kurz überlegt detailiert auf Deinen Beitrag einzugehen, werde es aber nicht tun. Es ist mir unerklärlich woraus Du die vielen Schlüsse ziehst, was ich gut und richtig finden würde. Bezieh Dich doch bitte nur auf Dinge, die ich wirklich geschrieben habe.
Victoria pax, non pactone parienda.

Biberista

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Thursday, May 10th 2012, 9:21pm

@ DK
In erster Linie wäre mir eine Antwort zu den Banken wichtig, die hast du mMn ziemlich undifferenziert von jeder Verantwortung entbunden. Den Rest kannst du stehen lassen.

Edit: War auch nicht böse gemeint, ich will dir nichts unterstellen!
Tod den Spoilern! :kette:


Nania

Batlady

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937

Thursday, May 10th 2012, 9:21pm

Ja mmh dann erkläre mir mal warum sich die Staaten ( die Bürger ) NUR über den Umweg der Banken sich Geld leihen darf von der EZB und nicht direkt ein Darlehn bekommt zu den Wahnsinn niedrigen Zins von ca 1% der EZB. Die da oben wissen was die Stunde geschlagen hat, jetzt werden die Zahlen auf den Papieren die ja praktisch noch nichts Wert sind zu real Kapital umgemünzt.


Weil die EZB dafür nicht da ist.

„Junge Leute haben keinen Job, machen kostenlose Praktika“ ist realitätsferner Populismus. Ich habe direkt nach meinem Studium eine sehr gute Stelle gefunden und die allermeisten meiner Kommilitonen auch.


Ich weiß nicht, was du studiert hast (und wann), aber uns wird im Studium gepredigt (!), dass wir Praktika machen sollen. Ja, es wird sogar fast erwartet, dass wir ein Urlaubssemester (also ein halbes Jahr länger im Zweifelsfalle den Eltern auf der Tasche liegen) einlegen um Praktika machen zu können.
Und dann geht es nicht um diese zwei-vier Wochen Praktika, die dazu dienen sollen, dass sich ein Praktikant Gedanken darüber machen kann, ob dieser Job was für ihn ist, oder nicht, sondern um ein dreimonatiges Praktikum oder gar sechs Monate.
Und da frage ich mich: Wofür ist das Praktikum da? Soll es dem Praktikanten zeigen, was so gemacht wird, oder will man den Praktikanten für lau (oder ganz wenig Geld) in die Firma einbringen?

Heute hatte ich eine wunderschöne Veranstaltung mit dem Titel "Berufsperspektiven für Geisteswissenschaftler" und ich sage euch, diese Veranstaltungsreihe ist das Ätzenste, was ich bisher gemacht habe. Denn anstelle diese Praktikantenpraxis, dass man Praktikanten sechs Monate einsetzt, damit der Planer in einer Werbeagentur einen Praktikanten für eine bestimmte Aufgabe hat (Zitat: "Dafür habe ich jetzt meinen eigenen Praktikanten..."), mal zu kritisieren, wird schön weiter mitgemacht in dieser Mühle.
Wenn ich meinen Master habe bin ich 25 (!) und in absoluter Regelstudienzeit (vorausgesetzt, es passiert nicht noch was Unerwartetes). Bevor ich da dann noch mal (wie uns die Frau von der Werbeagentur heute erzählen durfte) ein Praktikum für sechs Monate mache, dass mit 400 Euro vergütet wird und mich weiter zwingt, von der Barschaft meiner Eltern zu leben, schaue ich doch lieber nach einer Promotionsstelle und verbleibe weitere fünf Jahre an der Uni.

Ich möchte nämlich nicht Teil der "Generation: Praktikum" werden, die ein Praktikum nicht für sich, sondern für den Arbeitgeber (auch den zukünftigen) macht. Frag doch mal herum (gerade bei den Geisteswissenschaftlern in höheren Semestern), was sie eigentlich machen wollen (!) wenn sie ein Praktikum machen. Ich für meinen Teil würde sagen: ich möchte schauen, ob der Bereich was für mich ist. Ich möchte Erfahrungen sammeln, die ich später mal brauchen kann. Was ich nicht möchte, ist, diese Praktika nur deshalb zu machen, damit das nachher in meinem Lebenslauf steht.

Und für Praktika im Übrigen Arbeitsproben, Arbeitszeugnisse und das Abiturzeugnis einzusenden, alte ich für ausgemachten Blödsinn.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



dk one

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938

Thursday, May 10th 2012, 9:22pm

Ja, und ein wesentlicher Grund für den Erfolg (und das Zustandekommen) der Partei "Die Linke" war - die Sozialreform.
Du argumentierst zwar ein wenig um die Ecke, hast aber wohl nicht ganz Unrecht. Dennoch ist der wesentliche Grund für den Erfolg (und das Zustandekommen) der Linken m.M.n. die tiefe Verwurzelung der PDS (SED) im Osten und ein Karrierist namens Oskar Lafontaine, der unerklärlicherweise im Saarland immer noch hohes Ansehen geniest. Dazu noch eine paar Sympathieträger wie Gysi und Wagenknecht und voilà.

Das habe ich versucht, dir im letzten Post etwas freundlicher zu sagen, denn mit der gleichen Berechtigung wie du könnten eben die Anderen sagen, dass ihre Erfahrungen nicht so fern der Realität sein können. Das führt zu nix, dk....
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Ich mag aber nicht so recht daran Glauben, dass meine Erfahrungen im Kreis der Familie, Freunde, Kollegen und Kommilitonen so fern jeder deutschen Realität sind. Das wäre wider jeder Wahrscheinlichkeit.

Es ist sicher hilfreich, wenn man seine Überzeugungen mit unzähligen Beispielen aus der persöhnlichen Erfahrung belegen kann!
Ihr schreibt alle von angeblichen "Zuständen die in Deutschland so sind". Da stehe ich doch mit meiner reelen Erfahrung auf der sicheren Seite. Ich hoffe damit ist das Thema "Beispiele aus persöhnlicher Erfahrung" abgeschlossen! ;)
Victoria pax, non pactone parienda.

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Jean Paul Valley

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939

Thursday, May 10th 2012, 9:34pm

Ja, und ein wesentlicher Grund für den Erfolg (und das Zustandekommen) der Partei "Die Linke" war - die Sozialreform.
Du argumentierst zwar ein wenig um die Ecke, hast aber wohl nicht ganz Unrecht. Dennoch ist der wesentliche Grund für den Erfolg (und das Zustandekommen) der Linken m.M.n. die tiefe Verwurzelung der PDS (SED) im Osten und ein Karrierist namens Oskar Lafontaine, der unerklärlicherweise im Saarland immer noch hohes Ansehen geniest. Dazu noch eine paar Sympathieträger wie Gysi und Wagenknecht und voilà.

Das habe ich versucht, dir im letzten Post etwas freundlicher zu sagen, denn mit der gleichen Berechtigung wie du könnten eben die Anderen sagen, dass ihre Erfahrungen nicht so fern der Realität sein können. Das führt zu nix, dk....
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Ich mag aber nicht so recht daran Glauben, dass meine Erfahrungen im Kreis der Familie, Freunde, Kollegen und Kommilitonen so fern jeder deutschen Realität sind. Das wäre wider jeder Wahrscheinlichkeit.

Es ist sicher hilfreich, wenn man seine Überzeugungen mit unzähligen Beispielen aus der persöhnlichen Erfahrung belegen kann!
Ich hoffe damit ist das Thema "Beispiele aus persöhnlicher Erfahrung" abgeschlossen! ;)


Und der Karrierist Lafontaine hat mit dem Zusammenschluss der PDS mit einer Partei, die im Westen entstand aus Protest gegen die Sozialreform, die Grundlage dafür geschaffen, dass die PDS auch im Westen wurzeln und Wahlerfolge erzielen konnte. Diese Kausalität mit der Sozialreform ist ziemlich linear.


Das Thema persönliche Erfahrung könnte längst abgeschlossen sein, wenn Konsens darüber herrschen könnte, dass Andere mit ihrer persönlichen Erfahrung das Gegenteil belegen könnten - aber darauf verzichten, weil es eben kein Argument ist, dk. Die Wahrscheinlichkeit für die Schlüsse auf's Gesellschaftsbild ist für alle gleich, das nivelliert das Argument.

Lieber weiter mit der Diskussion.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

940

Thursday, May 10th 2012, 9:37pm

interessant, dass du deine persönlichen erfahrungen als maßgeblicher hällst als logisch aufeinanderfolgende dokumentation.
ansonsten: siehe thor.
die wiki-definition ist viel zu weit und zu chwammig, anhand derer kann man nix diskutieren, sry.
wenn es war wäre, dass die spd (die arme) an der linken zu leiden hat, liegt es doch daran, dass sie ihre ureigensten traditionellen wähler und ihre bedürfnisse aus den blick verloren haben, und die müssen halt was anderes wählen. eben die, die sich genau dieser anzunehmen scheinen.
ansonsten ist deine analyse von der beliebtheit der linken (also der partei) klar zu kurz, nebenbei: lafontaine war ja mal einer der klügsten in der spd. mit den schärfsten analysen. den jagte man vom hof aufgrund von macht dünkeln? (gut getarnt als inhaltliche auseinandersetzungen)
mMn war das problem der spd hauptsächlich, dass sie zu viele kompromisse eingegangen sind, die anfangs gute ideen (wie eine sozialreform) durch ihre halbherzigkeit geradezu pervertiert haben.
Das ist keine Pfeife.