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Nania

Batlady

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1,021

Saturday, May 12th 2012, 1:33am

Ach ja (mein Beitrag wäre als einer zu lange gewesen):

Nein, ich glaube nicht, dass das Abitur "härter" ist, als früher. Es ist anders. Und diese Andersartigkeit sollte bedacht werden, sowohl von den Universitäten als Institution, als auch von den Dozenten.
Es ist in der heutigen, informierten Gesellschaft, die nahezu jederzeit auf ein unendliches Wissen zugreifen kann, nicht mehr nötig, stur Daten auswendig zu lernen und jede Formel aus der höheren Mathematik parat zu haben. Es ist irrelevant, ob jemand dir sofort sagen kann, wie die Musen heißen, oder ob du erst nachschlägst.
Es ist schön, wenn man jemanden dabei hat, der wirklich viel weiß, sei es der Professor oder ein Mitstudent und natürlich macht es auch viel mehr Spaß, Dinge selbst zu wissen.

Festzuhalten bleibt, dass es in den heutigen Abiturprüfungen vielfach um andere Sachen geht, als in den Abiturprüfungen vor 30 Jahren. Es werden andere Sachen relevant und vielleicht ist es sogar eine gute Idee, die Abiturprüfungen in Mathe auch gut schaffbar für diejenigen zu machen, die vielleicht nicht so dolle in Mathe sind. Weil sie nämlich ganz passable Soziologen abgeben könnten oder mal ein exzellenter Lehrer für Deutsch und Geschichte werden.
Die Frage "Was will uns der Autor damit sagen", die mein Vater immer noch gebetsmühlenartig von sich gibt, wenn ich ihm was von Interpretation erzähle, ist wissenschaftlich einfach überholt und erfordert einen etwas anders gelagerten Gedankengang. Auch beim Interpretieren.
Wenn ich meiner Mutter sage, worin ich meine Bachelorarbeit schreibe, dann fragt sie mich, was ich meine, wenn ich von Erzähler spreche (und das ist heute schon Stoff in der sechsten - siebten Klasse).

Ich würde es so zusammenfassen: Jeder Abiturient hatte sein Säcklein zu tragen. Und ich denke mittlerweile (nach einigem Nachdenken ;) ), dass es fast unmöglich ist, zu sagen, was schwerer gewesen ist. Wir könnten uns vielleicht auf ein positiv besetztes "anders" einigen, nur dass sich zumindest in meinem Fachbereich, noch nicht alle Dozenten damit abgefunden haben, dass Faust I. nicht mehr zum verpflichtenden Schulstoff gehört, wir ihm dafür aber prima was über Christa Wolff erzählen können.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



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1,022

Saturday, May 12th 2012, 5:52am

oder das die Männer in neunter Generation den Bauernhof ihres Vater übernehmen müssen.


Also ich kenne einige Leute die einen Bauernhof übernommen haben und alle hatten Abitur und haben ein Studium absolviert.

Zitat

Rovin: "Wäre Batman Deutscher würde er BMW fahren...außerdem hat noch keiner bewiesen was für ein Motor im Tumbler steckt :D"


... das machen nur die fröhlichen Glücksbärchies aus Mad Titans Zauberland.

The Hiddler

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1,023

Saturday, May 12th 2012, 5:58am

@Nania: zu vielen deiner Punkte kann ich natürlich nichts sagen, da es sich (wie bei mir ja teilweise auch) lediglich um persönliche Erfahrungen bzw. Einschätzungen handelt.

aber...

Aus meiner Perspektive wage ich zu behaupten: Mehr Stoff - mehr Wissen und sicherlich keine freundlichere Benotung.

Zumindest im letzten Punkt bin ich einfach grundlegend anderer Meinung.

Es ist in der heutigen, informierten Gesellschaft, die nahezu jederzeit auf ein unendliches Wissen zugreifen kann, nicht mehr nötig, stur Daten auswendig zu lernen und jede Formel aus der höheren Mathematik parat zu haben. Es ist irrelevant, ob jemand dir sofort sagen kann, wie die Musen heißen, oder ob du erst nachschlägst.

Mir ging es ursprünglich gar nicht um reine Fakten Runterbeterei. Sondern um Dinge wie Lesekompetenz oder die Fähigkeit der klaren deutlichen Artikulation seiner Gedanken.


In einer Sache gebe ich dir allerdings Recht. Die sogenannte Bildungsexpansion hat natürlich mehrere Gründe. Einer, der in der Sozialforschung ernsthaft diskutiert wird ist das gesunkene Niveau der Bildung... aber ein wesentlicher Punkt ist (wie du auch sagst), dass viele Eltern besonders aus dem Mittelstand und den oberen Unterschichten verstärkt wert auf die Bildung ihrer Kinder legen.
Ich komme aus einer Hamburger Arbeiterfamilie und war nach meinem etwas älteren Cousin der zweite in meiner Familie, der Abitur gemacht hat. Das Abitur bzw. das Gymnasium wurde zum einen von der Generation meiner Großeltern (in ihrer Funktion als Eltern meiner Eltern) nicht als wichtig erachtet und auf diesen Schulabschluss wurde kein Wert gelegt. Zum anderen war es aber auch schlicht weg nicht möglich für meine Eltern und deren Geschwister auf ein Gymnasium zu kommen. Die Lehrer zogen sie für so etwas nie in Betracht. Die Volksschule war ihr Schicksal. ^^
In diesem Falle ist die Öffnung und Durchlässigkeit des Schulsystems nach oben hin, natürlich zu begrüßen, aber mit dieser geht natürlich eine Niveausenkung einher.

Die Abiturienten der bsw. 60er Jahre entstammten größten Teils "bildungsnäheren" Schichten. Für den Sohn des Richters oder des Arztes war es (in der Regel) undenkbar auf die Volksschule zu gehen.
In seiner Familie herrschte aber ohnehin eine andere Bildungskultur, weswegen das Gymnasium dort ganz anders ansetzen konnte als heutzutage. Wobei man natürlich auch feststellen muss, dass Arztkinder und Juristenkinder heutzutage auch nicht mehr auffällig glänzen. Natürlich findet man sie auch heute noch überwiegend auf Gymnasien, statt auf Hauptschulen wieder.

Kinder aus den meisten unteren Schichten können viele Dinge nicht wissen. Besonders in den geisteswissenschaftlichen und oft auch in den sprachlichen Fächern zeigen Studien durchaus enorme Unterschiede in den Herkünften der Kinder auf. Das heißt, dass man theoretisch sogar ablesen kann, welches der Kinder aus einem bildungsnäheren und welches aus einem bildungsferneren Haushalt kommt, wenn man die Noten in den Geisteswissenschaften vergleicht. In meinem Falle trifft das allerdings nicht zu, da ich zwar aus einer Arbeiterfamilie komme aber bei uns viel über Politik, Kultur und Geschichte geredet wurde. Ich war in der Schule immer einer der beste in diesen Fächern. Doch im Allgemeinen lässt sich dort wohl einiges an Unterschieden feststellen.

Heutzutage hat man allerdings mehr Schüler aus den Arbeiterschichten und vor allem aus den niedrigeren Dienstleistungsschichten auf den Gymnasien oder Gesamtschulen. Diese haben einfach einen anderen Hintergrund man muss ihnen vieles erklären, was früheren Abiturienten selbstverständlich war. Das drückt einfach das Niveau.
Ich habe das Niveau schon in meiner Schulzeit als sehr niedrig empfunden. Liegt natürlich auch immer an der Schule aber das ist ja egal. Abi ist ja Abi. Dich fragt ja später Niemand ob du dein Abi an einer harten oder einfachen Schule gemacht hast. Und durch diese Abiturientenschwemme laufen natürlich auch die Unis massiv über. So dass Fächer wie Germanistik oder Bio häufig (hab ich jedenfalls gehört... hier also keine Gewähr) höhere NCs haben als Jura oder Medizin. Die wenigsten wollen mit dem Abitur eine Metzgerlehre machen. Viele brechen ein Studium später halt doch ab... aber die Unis bleiben halt massiv überfüllt und verlieren natürlich auch ein Stück weit ihre Stellung als Elitenschmiede.

Es gibt ja mittlerweile schon den Trend (nicht nur in den ganz abgehobenen Oberschichten), dass Eltern ihre Kinder ins Ausland auf Internate schicken. Witzigerweise ein ähnliches Phänomen wie in Indien, wo die höherkastigen Inder oft im Ausland studieren, weil die niederen Kasten dort mittlerweile an die Unis strömen. Ich habe mich mal mit so einem unterhalten und der war regelrecht angewidert, dass diese dreckigen Menschen dort die Luft verpesten... war mega interessant ^^
Der Hinduismus ist eine mega üble Religion... und hier im Westen verachten alle den Islam so krass.

1,024

Saturday, May 12th 2012, 1:22pm

abgesehen von konjungturbedingten Schwankungen sinken die Arbeitslosenzahlen seit Jahren konstant.

aber nur weil viele aus den statistiken rausgerechnet werden (zum beispiel leute, denen eine oft unnötige weiterbildung aufgezwungen wurde, arbeitslose hausfrauen, usw.) und weil die zahl der berfristeten und leiharbeiten stark stieg.
die Gehälter steigen, v.a. für Führungskräfte, Sachbearbeiter und Facharbeiter und Akademiker im Allgemeinen.
inflationsbereinigt sinken die reallöhne der meisten srbeiter. ebenso wie die renten.
die Gehälter der Hilfsarbeiter nicht steigen, aber es gibt Berufsfreiheit!
seit dem mann jeden zumutbaren beruf annehmen muß, ist die berufsfreiheit ausgehöhlt und quasi nicht mehr existent.
Das ist keine Pfeife.




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Dauergast

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1,025

Saturday, May 12th 2012, 3:52pm

Komme hier mit dem Lesen bald nicht mehr nach ! :D

Es ist eine feine Sache Eure Diskusionen hier zu verfolgen.
Geschrieben habe ich fast nie etwas, weil das, was ich zu schreiben hätte meist schon von anderen veröffentlicht wurde und Wiederholungen langweilen doch nur ! ;)
Nun habe ich aber folgendes vor ein paar Seiten gefunden :

...ein Hartzer der 30 Jahre lang seine Beiträge in der Arbeitslosenversicherung bezahlt hat ist er jetzt ein Sozialschmarotzer ja oder Nein, weil es ja schließlich genug Arbeit gibt auch für über 50jährige....


Ich habe mindestens so lange gearbeitet.
Ich habe meine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung bezahlt.
Ich (noch nicht ganz 50) habe mich um Jobs beworben, die ich mit meiner kaputten Bandscheibe noch machen kann und nur absagen aufgrund meines Alters bekommen. (Entweder direkt, oder indirekt)
Wenn mich jetzt einer einen Sozialschmarotzer nennt, stufe ich diesen als mir feindlich gesinnt ein !
Dann werde ich aber furchtbar böse ! :wut:
....und jeder weiß, daß es eine ganze Menge benötigt mich überhaupt böse zu erleben !

Sorry......aber das konnte ich einfach nicht für mich behalten ! :S

Boss

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1,026

Saturday, May 12th 2012, 4:15pm

Komme hier mit dem Lesen bald nicht mehr nach ! :D

Es ist eine feine Sache Eure Diskusionen hier zu verfolgen.
Geschrieben habe ich fast nie etwas, weil das, was ich zu schreiben hätte meist schon von anderen veröffentlicht wurde und Wiederholungen langweilen doch nur ! ;)
Nun habe ich aber folgendes vor ein paar Seiten gefunden :

...ein Hartzer der 30 Jahre lang seine Beiträge in der Arbeitslosenversicherung bezahlt hat ist er jetzt ein Sozialschmarotzer ja oder Nein, weil es ja schließlich genug Arbeit gibt auch für über 50jährige....


Ich habe mindestens so lange gearbeitet.
Ich habe meine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung bezahlt.
Ich (noch nicht ganz 50) habe mich um Jobs beworben, die ich mit meiner kaputten Bandscheibe noch machen kann und nur absagen aufgrund meines Alters bekommen. (Entweder direkt, oder indirekt)
Wenn mich jetzt einer einen Sozialschmarotzer nennt, stufe ich diesen als mir feindlich gesinnt ein !
Dann werde ich aber furchtbar böse ! :wut:
....und jeder weiß, daß es eine ganze Menge benötigt mich überhaupt böse zu erleben !

Sorry......aber das konnte ich einfach nicht für mich behalten ! :S


Du hast ja völlig recht. Und viel mehr Leute in dieser Situation sollten mal ihren Frust von der Seele schreien. Die Art und Weise wie in diesem Land gegen Arbeitslose in den letzten Jahren gehetzt wurde ist einfach unerträglich. Dabei gibt es bis heute praktisch keine Studie, die jemals nachweisen konnte dass es überhaupt irgendeinen Sozialmissbrauch in Deutschland gibt, der sich signifikant bemerkbat machen würde. Die einzig mir bekannte Studie kam zu dem Ergebnis, dass für die steuerzahlende Bevölkerung maximal 10 cent pro Jahr anfallen würde. Ganz davon abgesehen ist der Sektor Arbeitslosigkeit ohnehin einer der kleinsten Kostenstellen bei den Sozialausgaben.

Ganz davon abgesehen erlebt man aktuell doch wieder dass die Theorie, wonach Arbeitslose selbst an ihrem Schicksal schuld wären, ohne jede Grundlage ist. Kaum zieht die Wirtschaft ein wenig an, schon sinkt die Arbeitslosigkeit. Warum das denn? Werden faule den plötzlich fleißig? Umgekehrt steigt in allen Ländern, wo es momentan schlecht läuft die Arbeitslosigkeit. Werden die von dem einen auf den anderen Moment einfach nur fauler? Und das zufällig gerade dann wenn die Wirtschaftsleistung sinkt? Komisch, komisch.

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Dauergast

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1,027

Saturday, May 12th 2012, 4:25pm

Du hast ja völlig recht. Und viel mehr Leute in dieser Situation sollten mal ihren Frust von der Seele schreien. Die Art und Weise wie in diesem Land gegen Arbeitslose in den letzten Jahren gehetzt wurde ist einfach unerträglich.


:thx:

Habe ich dann auch nebenbei mal gemacht ! ;)


Kaum zieht die Wirtschaft ein wenig an, schon sinkt die Arbeitslosigkeit. Warum das denn? Werden faule den plötzlich fleißig? Umgekehrt steigt in allen Ländern, wo es momentan schlecht läuft die Arbeitslosigkeit. Werden die von dem einen auf den anderen Moment einfach nur fauler? Und das zufällig gerade dann wenn die Wirtschaftsleistung sinkt? Komisch, komisch.


Sehr gute Fragen, auf die ich gerne mal Antworten hätte ! :thumbup:

Jean Paul Valley

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1,028

Saturday, May 12th 2012, 6:54pm

Quoted

abgesehen von konjungturbedingten Schwankungen sinken die Arbeitslosenzahlen seit Jahren konstant.

aber nur weil viele aus den statistiken rausgerechnet werden (zum beispiel leute, denen eine oft unnötige weiterbildung aufgezwungen wurde, arbeitslose hausfrauen, usw.) und weil die zahl der berfristeten und leiharbeiten stark stieg.
die Gehälter steigen, v.a. für Führungskräfte, Sachbearbeiter und Facharbeiter und Akademiker im Allgemeinen.
inflationsbereinigt sinken die reallöhne der meisten srbeiter. ebenso wie die renten.
die Gehälter der Hilfsarbeiter nicht steigen, aber es gibt Berufsfreiheit!
seit dem mann jeden zumutbaren beruf annehmen muß, ist die berufsfreiheit ausgehöhlt und quasi nicht mehr existent.


chaz hat das Thema Löhne und Gehälter ja schon kommentiert. Ergänzend zum "Anstieg der Gehälter" bleibt zu berücksichtigen, dass die Löhne und Gehälter in der 10-Jahres-Bilanz zw. 2000 und 2010 real um 4 Prozent gesunken sind und gleichzeitig durch Leiharbeit ect. der Niedriglohnsektor enorm gewachsen ist.
Die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung nahm in dem Zeitraum weiter zu, die Unternehmenseinkommen legten dreimal so hoch zu wie die Arbeitnehmergehälter.


Zu dem Thema Hilfsarbeiter, abbgesehen von chaz' berechtigtem Einwurf: ich reagiere auf Formulierungen wie oben etwas allergisch: die Mehrheit der Schulabgänger der Schulform, an der meine Frau unterrichtet, werden später einmal Hilfsarbeiter, weil sie zu keiner anderen Arbeit mit ihrer Ausbildung qualifiziert sind, die Gründe dafür mal außen vor gelassen. Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass dazu manchmal auch "normal begabte" Kinder gehören, deren Sozialisation dafür sorgt, dass ihr Potential nicht ausgeschöpft wurde. Aber ob das nun der Fall ist, oder ob ihre Fähigkeiten (in Bezug auf den Arbeitsmarkt!) limitiert sind - diese Menschen machen ihre Arbeit, Arbeiten, für die Viele sich zu schade sind und von denen wir alle profitieren, und auch Hilfsarbeiter haben ein Anrecht auf eine Bezahlung, die eine Teilhabe an der Gesellschaft, für die sie arbeiten, ermöglicht. Und dementsprechend auch auf Lohnanstieg wie alle anderen Arbeitnehmer.
Der Satz oben -auch wenn er hoffentlich nicht so gemeint sein sollte- liest sich furchtbar elitär. "Selbst schuld, hätten ja was anderes machen können".

Das musste mal raus, ähnlich wie bei Visitor, der dankenswerterweise aus der Sicht eines Betroffenen zu einem anderen Thema Stellung nahm. Die Kampagnen, die in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit gegen Arbeitslose von Teilen der Politik mit Hilfe einiger Medien gemacht werden, sind unanständig und hetzerisch.


OffTopic: Greez dk und Danke für die Genesungswünsche!
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

1,029

Saturday, May 12th 2012, 8:56pm



Das musste mal raus, ähnlich wie bei Visitor, der dankenswerterweise aus der Sicht eines Betroffenen zu einem anderen Thema Stellung nahm. Die Kampagnen, die in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit gegen Arbeitslose von Teilen der Politik mit Hilfe einiger Medien gemacht werden, sind unanständig und hetzerisch.



Ist aber so gewollt und geplant, wussten schon die Römer teile dein Feind und Herrsche darüber. Leider fallen die meisten darauf rein. Es wird immer Menschen geben die nicht Arbeiten wollen ist aber nur ein kleiner Teil, dann gibt es wieder andere die sollten nicht Arbeiten da diese begabt sind sich und andere dabei in Gefahr zu bringen, aber im großen und ganzen können diese Personen Volkswirtschaftlich kein großen Schaden anrichten, wird nur gewollt aufgebauscht.
Das es immer mehr Abiturienten gibt stimmt schon aber hat diese Tendenz nur Vorteile, ich sage Nein weil dann der Rest der Schulabgänger keine Chance auf einen normalen Ausbildungsberuf hat. Es gibt soviel Abiturienten das man heutzutage ohne Abitur nicht mal mehr normale Bürojobs bekommt das gleiche gilt auch für ein Ausbildungsplatz.

Ich persönlich würde wenn ich mal das Pech hatte nie und nimmer für ein paar Euro in der Stunde arbeiten geschweige ein 1€ job annehmen. Es solte alle so denken dann würden die Löhne auch steigen weil ja die Arbeit gemacht werden muss, man braucht diese Arbeitnehmer. Ich nannte in diesen Thread das Beispiel von einen Zeitsklave der trotz Schichtbetrieb und Vollzeit kaum 1.000 € verdient, zieht er die Fahrtkosten ab hat er kaum 800€ pro Monat für Miete und zum Leben. Wenn dk one behauptet es gibt immer mehr Sozialpflichtige Arbeitsplätze hat das überhapt keine Aussagekraft weil der von mir genannte Job kann man so wie die Bezahlung ist in die Tonne treten der Mann hat kaum Freizeit und noch weniger Geld.
Aber es hilft nichts wenn man am Wahltag immer die gleiche Parteien wählt die die letzten 10-15Jahren an die Macht waren. Hat die SPD/Grüne das ganze Menschenverachtende System am laufen gebracht hat danach CDU/FDP es weiter ausgebaut und gar nichts dagegen getan.
Von den Fetten Jahren hat der normale Bürger gar nicht aber rein garnichts. Waren in den 70er die Gehälter eines Manager 20x höher im Vergleich zum Facharbeiter im gleichen Unternehmen waren sind sie heute 200 oder 2000x höher. Was ist wenn in der Zukunft die mageren Jahren die fetten Jahre ablösen werden?
Ich kann die Griechen verstehen, der normal Bürger hat kaum oder gar nicht profitiert von den Fetten Jahren, muss aber jetzt die Zeche Zahlen da würde ich auch radikal Wählen was soll z.B. ein Lehrer mit ca 500 € im Monat anfangen??

Was man wissen solte ist das bei der Berechnung vom HatzIV den Menschen der dahinter steckt weniger Nahrungsmittel genemigt ( über den HartzIV Satz und die daher resultierende Kaufkraft ) als eine verurteilten Strafgefangen, in der Praxis hat man im Gefängniss mehr zum Essen und an WE sogar Kuchen. Geil was... :rolleyes:
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

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1,030

Saturday, May 12th 2012, 9:09pm

Was man wissen solte ist das bei der Berechnung vom HatzIV den Menschen der dahinter steckt weniger Nahrungsmittel genemigt ( über den HartzIV Satz und die daher resultierende Kaufkraft ) als eine verurteilten Strafgefangen, in der Praxis hat man im Gefängniss mehr zum Essen und an WE sogar Kuchen. Geil was... :rolleyes:


Stimmt auffallend ! :thumbup:

Boss

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1,031

Saturday, May 12th 2012, 9:29pm

Vor allen ist es faszinierend wie das Thema Arbeitslosigkeit die Medien beherrscht und wie jede Diskussion über das Thema Sozialhilfe oder Sozialstaat allgemein, direkt beim Thema Arbeitslosigkeit landet. Dabei ist der Sektor Arbeitslosigkeit als Kostensektor gar nicht erwähnenswert. Der gesamte Sektor Arbeitslosigkeit macht gerade einmal 5% der Sozialausgaben aus. Ist eigentlich völlig belanglos.Wer ernsthaft behauptet Deutschland hätte zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten Jahrzehnten Probleme gehabt weil die Sozialausgaben aus dem Ruder gelaufen sind (obowhl ihr Anteil am BIP seit über 35 Jahren konstant ist) und die Arbeitslosenunterstützung einer der Hauptgründe waren (5% der Sozialausgaben), hat entweder überhaupt keine Ahnung worüber er redet oder versucht bewußt Menschen zu täuschen.

1,032

Saturday, May 12th 2012, 9:30pm

Was man wissen solte ist das bei der Berechnung vom HatzIV den Menschen der dahinter steckt weniger Nahrungsmittel genemigt ( über den HartzIV Satz und die daher resultierende Kaufkraft ) als eine verurteilten Strafgefangen, in der Praxis hat man im Gefängniss mehr zum Essen und an WE sogar Kuchen. Geil was... :rolleyes:


Stimmt auffallend ! :thumbup:



Trautig aber wahr, in unserem Land ( nicht irgendwo in Asien oder Afrika )das sich Exportweltmeister schimpft, haben kriminelle mehr zum Essen als in Not geratene Arbeitnehmer. Für was steht nochmals das C in den 2 bekannten Parteien?? :kratz:
Da hilft nur wenn überhaupt radikal wählen, alles andere kann man getrost vergessen.
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Nania

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1,033

Saturday, May 12th 2012, 10:30pm

Das es immer mehr Abiturienten gibt stimmt schon aber hat diese Tendenz nur Vorteile, ich sage Nein weil dann der Rest der Schulabgänger keine Chance auf einen normalen Ausbildungsberuf hat. Es gibt soviel Abiturienten das man heutzutage ohne Abitur nicht mal mehr normale Bürojobs bekommt das gleiche gilt auch für ein Ausbildungsplatz.


Ich würde nicht sagen, dass das ein Problem der Abiturienten ist, sondern eher mit den Ausbildungsbetrieben zusammenhängt.
Man braucht für eine Sekretärin keine Abiturientin mit einem Schnitt von 2,0 und für die Ausbildung zur Restaurantfachmann/Hotelfachmann keinen Abiturienten mit Bestnoten. Nein, man braucht noch nicht einmal einen Abiturienten. Warum nimmt ein Betrieb sie dennoch lieber? Liegt es vielleicht daran, dass sie über einen höheren Bildungsgrad verfügen? Vielleicht daran, dass sie eine andere Einstellung zum Lernen haben? Älter sind, als der 16-jährige, der nach der 10. Klasse Realschule eine Ausbildung machen möchte?
Ich glaube, was viele Betriebe da verkennen, ist, (eine SZ-Redakteurin schrieb da mal einen guten Artikel, den ich grad nicht finde), dass ein besserer Schulabschluss noch keinen besseren Schreiner (oder wahlweise anderen Ausbildungsberuf) macht.

Vielleicht sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass bei mehreren Bewerbungen verschiedener Leute mit verschiedenen Schulabschlüssen nicht nur der Abiturient, sondern auch der Realschüler eingeladen wird. Und damit nehme ich die Betriebe in die Pflicht.

Dazu kommt ja, dass auch die Universitäten immer und immer voller werden. Das hat Nachteile, ja. Aber eigentlich sind die in weiten Teilen finanzieller Natur.
Mit 45 Studenten in einem Seminar zu sitzen, ist in etwa so sinnvoll, wie mit 50 in einer Schulklasse. Und wir beschweren uns, aber die Uni hat kein Geld, eine weitere Stelle zu finanzieren. Und so sitzen wir auf unseren Stühlen und überlegen, was es uns bringt, mit 50 Leuten im Seminar zu sitzen.
Die Unis bekommen natürlich Drittmittelförderung. Aber in der Regel sind das die MINT-Fächer - und die haben das 45-Mann-Problem zwar in den Vorlesungen, aber nicht in den Seminaren.
Aber ist das ein Problem der Abiturienten? Nein. Es ist ein Problem für das Land, das zwar eine gute Schulbildung von allen möchte, aber auf der anderen Seite möglichst wenig dafür zu zahlen bereit ist.
Und die finanzielle Verantwortung mittels Studiengebühren auf die Studenten zu schieben (was für manche Klassenkameraden zumindest ein Grund war, darüber nachzudenken, ob man überhaupt studieren möchte, ob jemand deshalb nicht studiert hat, kann ich nicht beurteilen) ist auch nicht wünschenswert. Vor allem, da es bei den gigantischen Ausgaben der Uni nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Aber zurück zum Ausgangspunkt:

Es ist doch nur wünschenswert, dass heute auch von Elternseite aus mehr darauf geachtet wird, dass die eigenen Kinder eine gute Bildung erhalten. Eine gute Bildung bringt die Kinder voran und eröffnet große Chancen. Ob das Kind sich dann nach der 10. entscheidet, kein Abitur zu machen, sondern eine Lehre als Goldschmied zu beginnen, ist seine eigene Sache. Aber die Chance ist da und wird vielfach wahr genommen. Und das halte ich für eine positive Entwicklung, deren Nachteile anders kompensiert werden müssen.

Was natürlich stimmt: Diejenigen, die einen Real- oder Hauptschulabschluss haben, haben das Nachsehen, wenn ihnen wieder ein Abiturient die Stelle wegschnappt. Und ja, das finde ich auch dramatisch und das finde ich nicht wünschenswert. Aber ob die Umkehrung davon richtig ist, wage ich doch stark zu bezweifeln.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



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1,034

Sunday, May 13th 2012, 11:17am

Für was steht nochmals das C in den 2 bekannten Parteien?? :kratz:


Das wissen die vermutlich selber nicht mal und das ist kein Witz !

Irgendein Fernsehsender hat vor etwa 20 Jahren (mein Sohn war damals noch ein laufender Meter) jede Menge Christdemokraten und auch Christsoziale gefragt, ob sie denn wüßten, was das "C" in ihrem Parteikürzel bedeutet.
Leute.....mir haben damals die Ohren geschlackert, nach dem, was ich da mitbekam ! :oO:
Einer von 10 Politikern konnte sofort antworten, 2 weitere mußten erst über legen und die restlichen 7 von 10 wußten es nicht !
Man ziehe sich das mal rein ! Sie wußten es nicht ! :oh:
Ich würde überaus gerne wissen, ob so eine Befragung unter den politisch Schwarzen, nicht wieder ein ähnliches Ergebnis ergeben würde !
Christlich benehmen sich diese Menschen nämlich überhaupt nicht ! :thumbdown:

1,035

Sunday, May 13th 2012, 11:30am

Wie hoch sollte denn dann eurer Meinung nach das Arbeitslosengeld sein, damit man 'nen angenehmen Lebensstandard halten kann? Und wer soll das bezahlen? "Die da oben"?
"Too many Urkels on your team, that's why your wins low"

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Dauergast

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1,036

Sunday, May 13th 2012, 12:17pm

Wie hoch sollte denn dann eurer Meinung nach das Arbeitslosengeld sein, damit man 'nen angenehmen Lebensstandard halten kann? Und wer soll das bezahlen? "Die da oben"?



Zunächst mal soviel mehr, daß Harz4-Empfänger nicht mehr in Suppenküchen und Essensausgaben der "Tafeln" schlange stehen müssen und darum betteln müssen, am Monatsende nicht verhungern zu müssen !
Dann sollten sie in der Lage sein bei plötzlich defekten Gerät (Herd, Waschmaschine...) ein neues wenigstens anzahlen zu können, denn sowas bezahlt das Amt nicht !
Arbeitnehmer mit geringem Einkommen sollten dann nicht sauer und neidisch auf die Arbeitssuchenden sein, sondern eher auf ihre Arbeitgeber losgehen, die zunächst mal, um Gelder zu sparen, Personal entlassen und wenn sie dann neues Personal einstellen, diese auch gerecht zu bezahlen und nicht noch weniger, als das was vorher entlassenen verdient haben !
Da fällt mir noch mehr ein, aber dann hätten wir eine noch größere Diskussion über deren Rechtmäßeigkeiten oder Unrechtmäßeigkeiten !
Das was ich bisher ansprach ist auf jeden Fall das wichtigste um überhaupt vernünftig leben zu können !

Fakt ist : Ich bekomme zur Zeit nicht mal einen geringsten Anteil, von dem, was ich in all den Jahren vorher in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt habe !

1,037

Sunday, May 13th 2012, 1:49pm

Trautig aber wahr, in unserem Land ( nicht irgendwo in Asien oder Afrika )das sich Exportweltmeister schimpft, haben kriminelle mehr zum Essen als in Not geratene Arbeitnehmer.

ich finde ja solche Vergleiche immer ein wenig unglücklich, da es dann häufig zum backslash kommt, WENIGER für Strafgefangene zu fordern und nciht MEHR für die, die es brauchen.

ansonsten ist der Lösungsansatz ja relativ einfach, BGE.
Das ist keine Pfeife.




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1,038

Sunday, May 13th 2012, 3:35pm

Trautig aber wahr, in unserem Land ( nicht irgendwo in Asien oder Afrika )das sich Exportweltmeister schimpft, haben kriminelle mehr zum Essen als in Not geratene Arbeitnehmer.

ich finde ja solche Vergleiche immer ein wenig unglücklich, da es dann häufig zum backslash kommt, WENIGER für Strafgefangene zu fordern und nciht MEHR für die, die es brauchen.

ansonsten ist der Lösungsansatz ja relativ einfach, BGE.


Unglücklich ? In wie fern ? :kratz:

Es gibt in diesem, unserem Land tatsächlich Mütter, die manchesmal nicht wissen, was sie ihren Kindern zu essen geben können und müssen diese dann zu sogenannten Suppenküchen schicken !
Der Gefangene hat auf jeden Fall (und das ist auch sein Recht, um nicht falsch verstanden zu werden) 3 Mahlzeiten täglich !

Edit : Beispiel gefällig ? >>>>> http://www.zeit.de/online/2006/49/eu-armut-studie

1,039

Sunday, May 13th 2012, 3:48pm

Es gibt in diesem, unserem Land tatsächlich Mütter, die manchesmal nicht wissen, was sie ihren Kindern zu essen geben können und müssen diese dann zu sogenannten Suppenküchen schicken !

Aber da liegt doch dann das Problem eher bei besagten Müttern, die Kinder in die Welt setzen und diese ohne staatl. Zuschüße nicht einmal ernähren können. In Zeiten von Verhütungsmitteln, bei denen eine Schwangerschaft zu nahezu 100% ausgeschloßen ist, habe ich dafür keinerlei Verständnis.
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Scarlet Cosmo

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1,040

Sunday, May 13th 2012, 3:54pm

Bei solchen Postings weiß ich nie, ob die von dir ernst gemeint sind.
Du kannst auch Kinder bekommen und dann erst arbeitslos werden. Zudem Armen Kinder abzusprechen geradezu Menschenverachtend ist.