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dk one

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1,081

Thursday, May 17th 2012, 12:03am

@tdk
Das hoffe ich nicht. Ich persönlich halte Frau Kraft zwar weder für unsympathisch noch für politisch unfähig, aber ich glaube, dass sie als Ministerpräsidentin einen guten Platz hat, an dem sie politisch aktiv werden kann.

tdk ist jemand anders. ;)

Kraft macht als MP keinen schlechten Job, hat aber nicht mal annähernd das Zeug zur Kanzlerin.
Victoria pax, non pactone parienda.

Nania

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Thursday, May 17th 2012, 12:18am

Da stimme ich zu.

Sorry, war in Gedanken ;) natürlich ists dk one
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



dk one

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Thursday, May 17th 2012, 12:32am

Da stimme ich zu.
:prost:

Sorry, war in Gedanken ;) natürlich ists dk one
NP! :)
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Dinje

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1,084

Thursday, May 17th 2012, 1:45am

Ich fand die starken Unterschiede allein in der Werbung von CDU und SPD schon enorm. "Currywurst ist SPD". Einfach genial!


Dafür war NRW im Herzen ganz grausam.
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The Hiddler

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Thursday, May 17th 2012, 10:58am

@Nania:
Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Röttgen nicht nach NRW wollte, wenn er schon Bundesminister ist. Röttgen gilt als extrem ambitioniert. Er sah sich schon als baldigen Kanzlerkandidat nach Merkel.
Aber er hat die Situation falsch eingeschätzt. Er hatte keine Wahl.
Die Flucht nach vorne hätte ihm mehr bringen können. Es war nicht mehr so als läge es in seiner Hand. Es war sehr sehr sehr wahrscheinlich, dass die CDU nicht gewinnen würde. Also war für ihn das MP-Amt nicht drin. Er hätte es als Aufopferung darstellen können, in eine zu verlorene Schlacht zu ziehen. Er wäre in Düsseldorf Fraktions und Oppositionsführer gewesen und hätte später mal wieder für den Bundestag kandidiert. So offensichtlich zu versuchen die Rückfahrkarte zu behalten, war dumm...und es war klar, dass er damit massiv Kritik ernten würde.

Er ist nicht nur wegen dem schlechten Wahlergebnis geflogen. Merkel hat ihn demonstrativ als Bauernopfer öffentlich demontiert.
Das Volk hat sich so an dem Sturz und an den Fehlern Röttgens ergötzt, dass es sich hämisch freut, dass ein unmotiviert und falsch wirkender Politiker endlich mal nicht ungeschoren davon kommt.
Natürlich weiß ich nicht was persönlich hinter den Kulissen gelaufen ist... aber bei einem Großteil des Volkes wird diese Entscheidung mit Wohlwollen aufgenommen werden.

1,086

Thursday, May 17th 2012, 12:17pm

Er war das letzte große Talent der CDU und kein schlechter Umweltminister.

für mich zeigte die ganze geschichte, dass er ein typischer cdu machtpolitiker ist, file under: koch etc. dummerweise ohne gespür. und er hat sich übernommen in seiner arroganz. und wo er ein guter umweltminister war erklärt sich mir nicht. er hatte ja auch vorher keine ahnung vom metier.
hat aber nicht mal annähe$rnd das Zeug zur Kanzlerin.

warum nicht?
Das ist keine Pfeife.




The Hiddler

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Thursday, May 17th 2012, 12:35pm

Zitat von »dk one«
hat aber nicht mal annähe$rnd das Zeug zur Kanzlerin.

warum nicht?


Das wüsste ich auch nicht. Ich halte Hannelore Kraft politisch auch nicht grad für ein Schwergewicht in Sachen Kompetenz.
Aber ob jemand das Zeug zum Kanzler hat oder nicht...sieht man halt immer erst WENN er Kanzler ist. Man gewöhnt sich ja letztendlich an jeden Kanzler.
Merkel ist in meinen Augen auch keine Topbesetzung für dieses Amt...aber man hat sich halt an sie gewöhnt.

Dinje

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Thursday, May 17th 2012, 3:29pm

Gestern bei Anne Will gab es die beste Beschreibung unserer Kanzlerin, die ich je gehört habe. http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3431.html

Ab 8:15
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1,089

Thursday, May 17th 2012, 3:40pm

Merkel ist in meinen Augen auch keine Topbesetzung für dieses Amt

ich halte sie sogar für eine mittlere katastrophe
Das ist keine Pfeife.




dk one

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Thursday, May 17th 2012, 3:47pm

Das wüsste ich auch nicht. Ich halte Hannelore Kraft politisch auch nicht grad für ein Schwergewicht in Sachen Kompetenz.
Aber ob jemand das Zeug zum Kanzler hat oder nicht...sieht man halt immer erst WENN er Kanzler ist. Man gewöhnt sich ja letztendlich an jeden Kanzler.
Merkel ist in meinen Augen auch keine Topbesetzung für dieses Amt...aber man hat sich halt an sie gewöhnt.
Wenn du mehr als nur diesen einen Beitrag gelesen hättest, wüsstest Du, dass meine Argumentation darauf aufbaut, dass die SPD deutlich geeignetere Personen für diesen Posten hat, alleine in der Troika finden sich 2.
Über ihre Kompetenz schreibst du bereits selbst, diese Einschätzung teile ich. Dazu kommt, dass ihr die Weltgewandtheit und das Auftreten fehlen, um Deutschland optimal im Ausland zu repräsentieren. Ob die Kanzlerin diese besitzt, lässt sich sicher trefflich diskutieren, die wiederum gleicht vieles mit ihrer (augenscheinlichen) Kompetenz wieder aus.
"Man gewöhnt sich ja letztendlich an jeden Kanzler" ist nicht ganz unwahr, aber sicher kein Grund das Amt nicht bestmöglich zu besetzen. Ich finde mich nur ungern in der Rolle wieder Kanzlerin Merkel verteidigen zu müssen, aber sie hat den objektiven Beobachter positiv überrascht. Ihr Verhalten in der Krise war nahe am Optimum und bringt ihr zu recht hohe Beliebtheitswerte ein.
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The Hiddler

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Thursday, May 17th 2012, 4:01pm

Als Merkel (aus der Not heraus) antrat um Kanzlerin zu werden, hätte ihr auch niemand wirklich weltmännisches Auftreten nachgesagt.
Sie war ein recht blasser und langweiliger Kandidat, der auch nicht allzu viel Kompetenz zu zu trauen war. Ich halte sie noch immer nicht für besonders kompetent. Aber man weiß nie, welcher Kandidat wie gehandelt hätte. Ich habe sie in der Krise durch aussitzen wahrgenommen. Wie sie alles auszusitzen scheint. Was die Arbeitslosenzahlen betrifft erntet sie heute die Lorbeeren des Ministers Scholz. Naja.

Worauf ich hinaus will ist. Man kann erst sagen, dass jemand ein guter Kanzler wäre.
Wenn er Kanzler ist. Leute wachsen in das Amt.
Und an Hannelore Kraft würde man sich genauso gewöhnen wie an Merkel.
Was nicht heißt dass ich sie als Kanzlerin sehen wollen würde.


Wem in der SPD Troika traust du denn Kanzler zu, dk one?

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Thursday, May 17th 2012, 4:19pm

Ich halte sie noch immer nicht für besonders kompetent.
Wie geschrieben, fällt es mir schwer Unionspolitiker zu verteidigen, aber hier bin ich klar anderer Meinung.

Ich habe sie in der Krise durch aussitzen wahrgenommen.
Das sehen die meisten Wirschaftsexperten anders.

Was die Arbeitslosenzahlen betrifft erntet sie heute die Lorbeeren des Ministers Scholz.
Auch, aber mehr noch die des Kanzlers Schröder.

Worauf ich hinaus will ist. Man kann erst sagen, dass jemand ein guter Kanzler wäre.
Wenn er Kanzler ist. Leute wachsen in das Amt.
Eine gewisse Grundkompetenz und Persönlichkeit sollte man schon mitbringen. Sicher wachsen Leute in dem Amt, aber eine Graupe (nicht dass HK eine wäre) wird auch im Amt nicht zum Superpolitiker.

Und an Hannelore Kraft würde man sich genauso gewöhnen wie an Merkel.
Wie bereits geschrieben. Man kann sich an alles gewöhnen, nur ob man sich mit allem zufriedengeben möchte, ist die Frage.

Was nicht heißt dass ich sie als Kanzlerin sehen wollen würde.
Diskutieren wir, obwohl du mir zustimmst? ;)

Wem in der SPD Troika traust du denn Kanzler zu, dk one?
Mein klarer Favorit ist Steinbrück. Er ist eine der kompetentesten Personen im gesamten Deutschen Bundestag und hat auch die persönlichen Voraussetzungen für das Amt. Wird er ein wenig diplomatischer, ist er der perfekte Mann. Steinmeier traue ich es auch zu, er ist menschlich ein Supertyp, wobei ich befürchte, dass er nicht denselben politischen Fortschritt bringen würde wie SB.
Victoria pax, non pactone parienda.

This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (May 17th 2012, 4:47pm)


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Thursday, May 17th 2012, 6:09pm

Diskutieren wir, obwohl du mir zustimmst?

klar ^^

Mein klarer Favorit ist Steinbrück. Er ist eine der kompetentesten Personen im gesamten Deutschen Bundestag und hat auch die persönlichen Voraussetzungen für das Amt. Wird er ein wenig diplomatischer, ist er der perfekte Mann. Steinmeier traue ich es auch zu, er ist menschlich ein Supertyp, wobei ich befürchte, dass er nicht denselben politischen Fortschritt bringen würde wie SB.

Das sehe ich genauso. Steinbrück nehme ich noch einen relativen Durchblick ab, was u.a. Finanzmärkte und größere wirtschaftliche Zusammenhänge angeht. Seine schroffe hanseatische Art, kann ich als Hamburger gut ab. Meiner Meinung nach bräuchte die Regierung auch nen Tacheless-Reder. Helmut Schmidt wird dafür ja noch immer gefeiert.

Ansonsten gibt es niemanden, den ich von der SPD-Spitze besonders gern als Kanzler sehen würde. Steinmeier symbolisiert für mich die alte verkrustete SPD-Riege, die es versäumt hat wirklich talentierten und charismatischen Nachwuchs heran zu ziehen. Müntefering und Schröder haben die SPD halt in einem festen Würgegriff gehabt (obwohl ich sie ursprünglich mochte), der dazu führte, dass Leute aus anderen Richtungen der SPD es schwer hatten aufzusteigen. Das derzeitige SPD-Präsidium gefällt mir gar nicht.
Nahles ist ein widerlicher Witz. Hubertus Heil ist einer der nichtssagendsten Politiker seit langem. Schwesig ist attraktiv...mehr auch nicht. Gabriel mochte ich als NDS-MP aber er hat in den letzten Monaten/ Jahren stark an Charisma und Überzeugungskraft verloren.

Das ist auch das wo gegen ich bei einer Steinbrückkanzlerschaft ansehe. Das mögliche Kabinett. Ich will die oben genannten, nicht als Minister sehen. Der einzige aus der SPD, von dem ich neben Steinbrück extrem viel halte, ist Karl Lauterbach. Er als Gesundheitsminister, wäre der richtige Schritt zu den nötigen Reformen.
Aber junge und vielversprechende Leute wie Christian Lindner, findet man bei der SPD vergeblich. Sehr schade.

Boss

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Thursday, May 17th 2012, 7:25pm

Thomas Fricke fasst Merkels bisherige "Erfolge" schön zusammen.

http://wirtschaftswunder.ftd.de/2012/04/…chlossgespenst/

Man kann wirklich nur hoffen, dass Hollande ein starkes Gegengewicht zu Merkel bildet. Des Weiteren ist das auch die überwiegende Meinung von ausländischen Experten. Joseph Stiglitz, Paul Krugman, George Ackerlof, Nouriel Roubini, Bradford DeLong, Dani Rodrick usw. . Alles Ökonomen mit Weltformat und alle kritisieren Deutschland und seine Politik. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ja nicht das Ergebnis einer guten Politik, sondern liegt in der Finanzkrise. All das Geld, was vorher in Ländern wie Griechenland, Spanien, Italien & Co floss, fließt seit der Angst vor der Zahlungsunfähigkeit dieser Länder nach Deutschland. Daher hat Deutschland mittlerweile die niedrigsten Zinsen aller Zeiten. Niedrige Zinsen wiederum beflügeln Investitionen und Beschäftigung. Und dieser Effekt verstärkt sich ständig selbst (das schlimme ist, mit einer expansiveren Fiskal- und Lohnpolitik hätte man das auch vor der Krise haben können, ohne irgendwelche sinnlosen "Strukturreformen" und negativen Konsequenzen für die Nachbarn). Auf der anderen Seite haben wir das Gegenteil. Mit jeder wirtschaftlichen Schwächung der Südländer fließt dort Geld ab und vermindert wiederum die wirtschaftliche Aktivität. Und je mehr dort Ausgaben gekürzt werden, desto stärker sinken die Einkommen und die wirtschaftliche Aktivität geht zurück, weshalb immer mehr ihr Geld abziehen. Der Harvard Professor Larry Summers sagte vor kurzem Deutschland bereichere sich an seinen Nachbarn und sägt sich damit den Ast ab auf dem es sitzt. Und das stimmt, denn wenn die Sparpolitik weitergeht wird der Moment kommen an dem die Südländer nicht mehr zahlen können. Und dann schmiert Deutschland ebenfalls ab, weil 60% der Käufer seiner Waren nicht mehr zahlen können. Eine positive Entwicklung ist das im Moment nicht. Das ist bestenfalls die Ruhe vor dem Sturm, es sei denn Merkel ändert ihre Politik um 180 Grad.

Und was die Wirtschaftsexperten angeht, die Merkel loben, welche sind das? Der inkompetente Haufen, der regelmäßig in deutschen Talkshows auftritt? Nenn mir einen deutschen Ökonomen, der international ein gewisses Ansehen hat. Nenn mir irgendeinen deutschen Wirtschaftsexperten, der schon erfolgreich eine internationale Krise gemanagt hat (wie viele der oben genannten). Es gibt keinen. Stattdessen haben wir 243 Professoren, die sich tatsächlich bereit erklärten den Hamburger Appell zu unterschreiben. Ein Appell in dem fast jede einzelne Aussage ökonomisch unhaltbar war. Eine Bankrotterklärung der Wirtschaftswissenschaftler.

http://www.wiso.uni-hamburg.de/professur…/unterzeichner/

Das ist die Liste. Sollte irgendein Student seinen Professor wiederfinden, dann hat er mein Beileid. In Deutschland leben halt noch Ökonomen für die Arbeitslosigkeit was mit zu hohen Löhnen und mangelnder Flexibilität zu tun hat. In der die Inflation auf steigende Geldmenge zurückzuführen ist und prinzipiell natürlich immer was Schlechtes ist. In Deutschland glaubt man noch an spontane Marktordnungen. Wahrscheinliche glauben Deutsche Ökonomen tatsächlich daran dass es möglich sein kann, dass es in einer Volkswirtschaft insgesamt mehr Einnahmen als Ausgaben geben kann, wenn alle nur vernünftig wirtschaften würden. Beim Großteil der deutschen Ökonomen dürfte Hopfen und Mals verloren sein.

dk one

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Thursday, May 17th 2012, 10:21pm

Thomas Fricke fasst Merkels bisherige "Erfolge" schön zusammen.

http://wirtschaftswunder.ftd.de/2012/04/…chlossgespenst/
Da hast Du dich hinters Licht führen lassen. Frickes fordert die Quadratur des Kreises. Siehe dazu auch einige der Kommentare unter seiner Kolumne. Das Konsolidierung mit konjunkturfördernden Maßnahmen einhergehen muss steht doch außer Frage und wurde auch von den europäischen Politikern seit Langem erkannt.

Man kann wirklich nur hoffen, dass Hollande ein starkes Gegengewicht zu Merkel bildet. Des Weiteren ist das auch die überwiegende Meinung von ausländischen Experten. Joseph Stiglitz, Paul Krugman, George Ackerlof, Nouriel Roubini, Bradford DeLong, Dani Rodrick usw. . Alles Ökonomen mit Weltformat und alle kritisieren Deutschland und seine Politik. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ja nicht das Ergebnis einer guten Politik, sondern liegt in der Finanzkrise. All das Geld, was vorher in Ländern wie Griechenland, Spanien, Italien & Co floss, fließt seit der Angst vor der Zahlungsunfähigkeit dieser Länder nach Deutschland. Daher hat Deutschland mittlerweile die niedrigsten Zinsen aller Zeiten. Niedrige Zinsen wiederum beflügeln Investitionen und Beschäftigung. Und dieser Effekt verstärkt sich ständig selbst (das schlimme ist, mit einer expansiveren Fiskal- und Lohnpolitik hätte man das auch vor der Krise haben können, ohne irgendwelche sinnlosen "Strukturreformen" und negativen Konsequenzen für die Nachbarn). Auf der anderen Seite haben wir das Gegenteil. Mit jeder wirtschaftlichen Schwächung der Südländer fließt dort Geld ab und vermindert wiederum die wirtschaftliche Aktivität. Und je mehr dort Ausgaben gekürzt werden, desto stärker sinken die Einkommen und die wirtschaftliche Aktivität geht zurück, weshalb immer mehr ihr Geld abziehen. Der Harvard Professor Larry Summers sagte vor kurzem Deutschland bereichere sich an seinen Nachbarn und sägt sich damit den Ast ab auf dem es sitzt. Und das stimmt, denn wenn die Sparpolitik weitergeht wird der Moment kommen an dem die Südländer nicht mehr zahlen können. Und dann schmiert Deutschland ebenfalls ab, weil 60% der Käufer seiner Waren nicht mehr zahlen können. Eine positive Entwicklung ist das im Moment nicht. Das ist bestenfalls die Ruhe vor dem Sturm, es sei denn Merkel ändert ihre Politik um 180 Grad.
Erstens ist es ein fragwürdiger Trend, angelsächsische Ökonomen in den Himmel zu loben und europäische / deutsche Ökonomen per se als quasi Blinde zu belächeln. Besagte Ökonomen konnten weder die amerikanische Immobilienblase noch die Bankenkrise noch die Staatsfinanzkrise vorhersagen, geschweige denn zeitnah effektive Lösungsvorschläge entwickeln.

Zweitens bewerten die oben genannten ausländischen Experten die Krise und Deutschlands Rolle darin vollkommen unterschiedlich, teilweise mit diametralen entgegengesetzten Folgerungen. Es ist also keinesfalls so, dass so etwas wie eine Einigkeit über die Fehler deutscher Politik herrschen würde.

Drittens ist es ausgemachter Unsinn, Deutschland bereichere sich wissentlich und willentlich an seinen Nachbarn. Das entstandene Ungleichgewicht ist Folge verschiedener Konstruktionsfehler der Währungsunion, die so nicht vorausgesehen wurde.


Stattdessen haben wir 243 Professoren, die sich tatsächlich bereit erklärten den Hamburger Appell zu unterschreiben. Ein Appell in dem fast jede einzelne Aussage ökonomisch unhaltbar war. Eine Bankrotterklärung der Wirtschaftswissenschaftler.

http://www.wiso.uni-hamburg.de/professur…/unterzeichner/

Das ist die Liste. Sollte irgendein Student seinen Professor wiederfinden, dann hat er mein Beileid. In Deutschland leben halt noch Ökonomen für die Arbeitslosigkeit was mit zu hohen Löhnen und mangelnder Flexibilität zu tun hat. In der die Inflation auf steigende Geldmenge zurückzuführen ist und prinzipiell natürlich immer was Schlechtes ist. In Deutschland glaubt man noch an spontane Marktordnungen. Wahrscheinliche glauben Deutsche Ökonomen tatsächlich daran dass es möglich sein kann, dass es in einer Volkswirtschaft insgesamt mehr Einnahmen als Ausgaben geben kann, wenn alle nur vernünftig wirtschaften würden. Beim Großteil der deutschen Ökonomen dürfte Hopfen und Mals verloren sein.
Heute den 2005 verfassten Hamburger Appell zu kritisieren ist lächerlich, da sich durch die Krise die Vorzeichen wesentlich verändert haben. Den darin formulierten Forderungen hätten damals auch viele angelsächsische Experten zugestimmt. Es gab vor der Krise den Konflikt Keynes vs. Hayek/Friedman (deficit spending ja oder nein), es gibt ihn heute und es wird ihn immer geben.
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1,096

Friday, May 18th 2012, 3:48am

Steinbrück kompetent ? Das sieht dieser ehemalige SPD-Politker (Volkswirt btw.) anders:

Quoted

Als Steinbrück für die Förderung des Finanzplatzes Deutschland, für eine lasche Kontrolle und für „Produktinnovationen“ warb, war schon bekannt, dass deutsche Banken in Schwierigkeiten sind. Im Februar 2003 trafen sich Bundeskanzler, Bundesfinanzminister und Bundeswirtschaftsminister mit den Spitzen der Banken und Versicherungen zu einem Krisengespräch mit dem Ziel der Gründung einer Bad Bank. Das kam nicht zu Stande, weil das Treffen vom Handelsblatt bekannt gemacht wurde. Aber die Auslagerung fauler Forderungen in Zweckgesellschaften und ähnliche Bad Banks fand statt. So bei der Industriekreditbank IKB, so bei der Ende September 2003 gegründeten HRE. (In der Anlage zu diesem Beitrag ist der Artikel im Handelsblatt vom 24.2.2003 wiedergegeben. Immer noch lesenswert – vor allem für Menschen, die immer noch glauben, die Finanzkrise habe mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers begonnen)

Das alles wusste Peer Steinbrück. Und dennoch hat er behauptet, die Finanzkrise sei aus den USA über uns gekommen und sie habe ihn wie ein Springinsfeldteufel angesprungen. (Siehe hier und ausführlich in unseren Jahrbüchern)

Peer Steinbrück ist neben Angela Merkel verantwortlich dafür, dass wir mit Hinweis auf die angebliche Systemrelevanz aller Banken sowohl die Industriekreditbank (IKB) als auch die HRE gerettet haben. Der hohe Einsatz von mindestens 8 Milliarden bei der IKB und 142 Milliarden Garantien und darunter Zig-milliarden fällig werdender Zahlungen für die HRE ist aus meiner Sicht nicht nötig gewesen. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers hat keine Katastrophe ausgelöst. Ähnlich wäre es mit den beiden anderen Instituten gewesen. Bei uns aber wurde die Möglichkeit einer geplanten Insolvenz dieser Institute gar nicht geprüft. Dafür ist Peer Steinbrück hauptverantwortlich. Er und seine Arbeit kosten uns und unsere Kinder Milliarden.


http://www.nachdenkseiten.de/?p=6777

Und:

Quoted

Laut dem Manager Magazin zweifelten auch verschiedene Wirtschaftswissenschaftler unterschiedlicher Schulen den ökonomischen Sachverstand von Steinbrück an. So bezeichnete der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung die Ablehnung der Konjunkturprogramme, welche Steinbrück mit Sorge vor Inflation begründete, als „absurd“.[40]


http://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Steinbrück

Im Übrigen hätte der für den [Vize-]Kanzer-Job gar keine Zeit. Er hat ja jetzt schon keine Zeit für sein Bundestagsmandat. Der Einkommensmillionär Steinbrück ist nämlich viel zu beschäftigt Vorträge für die Finanzindustrie zu halten. Wie passend, dass gerade diese vorher von Steinbrücks Einsatz beim Bankenbailout so hervorragend profitiert haben ... Mal ganz ehrlich: Kann so jemand unabhängig sein ?

@Hiddler: Steinbrück ist doch auch Teil der "alte[n] verkrustete SPD-Riege", also dem Schröder-Club zugehörig. Steinbrück würde wahrscheinlich ein leicht besseres Wahlergebnis als Steinmeier für die SPD einfahren. Die Wahl verlieren, würden sie aber auch mit ihm. Was simpel daran liegt, dass allem Mediengejubele zum Trotz, den meisten Wählern klar ist, dass die SPD immer noch keine inhaltliche Alternative zur Merkel-CDU bietet. Vor ein paar Jahren galt es noch als relativ normal, dass eine Partei, eine Wahl auch wirklich gewinnen will. Diesen Willen erkenne ich bei der derzeitigen SPD nicht. Im Gegenteil, sie bereitet die nächste Große Koalition als Juniorpartnerin der Union bereits vor. Steinmeier wird sich dann sicher, nach verlorener Wahl, einen Tag später, wieder wie selbstverständlich zum Fraktionsvorsitzenden wählen lassen. Warum die 2009 so deutlich abgestraft wurden, wissen die übrigens ganz genau. Sie sind nur nicht gewollt, daraus Konsequenzen zu ziehen. Ein trauriger Haufen, diese SPD.

Was Merkel und ihr Kabinett anbelangt: (Bis auf die Bundesjustizministerin) ein Totalausfall.

Es gibt schon ein paar fähige deutsche Ökonomen, die Merkels Krisenstrategie kritisieren. Allen voran Flassbeck und Hickel, der Großteil der Kollegen betet allerdings immer noch den Götzen "Markt" an und zieht entsprechend (absichtlich?) falsche Schlußfolgerungen, wie die Bankenkrise zu bewältigen wäre. Eben diese Leute (vermutlich vor allem aus der Ecke der Deutschen Bank) sind denn für die jetzigen Zustände verantwortlich, die zwar bislang keinerlei vorzeigbaren positiven Erfolge hervorgebracht haben, aber natürlich deswegen noch lange kein Grund sind, die bisherige Krisenstrategie in Frage zu stellen. Wir wissen ja: Der Markt regelt das. Man muss nur fest dran glauben. :tick:

Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass ein Großteil der Medien, Merkel das alles sogar durchgehen lässt und keinerlei Zusammenhänge zwischen Merkels Austeritätsvorgaben und schrumpfenden Wirtschaften sehen will. Den meisten Deutschen ist wahrscheinlich gar nicht klar, wie sehr uns die angeblich "wirtschaftskompetente" Regierung gerade dabei ist, ins Unglück zu stürzen. Ich warte ja nur noch darauf, dass so Checker aus den Wirtschaftsredaktionen sich wieder mal völlig erstaunt ergeben, dass die Wirtschaftsleistung in einem der Krisenländer schon wieder noch stärker geschrumpft ist, als unsere "Experten" angenommen habe. Weil, hätte ja auch niemand ahnen können. Außer denen natürlich, die schon seit 2 Jahren ständig warnen.
Die dt. Punisher Fanpage, nun endlich wieder online:




oder


This post has been edited 6 times, last edit by "Rainer" (May 18th 2012, 7:40am)


1,097

Friday, May 18th 2012, 9:51am

Was ich mich manchmal Frage ist, wieso diese Parteien CDU und SPD überhaupt noch über 10% kommen. Nach dem ganzen Lügen um die MwSt es hieß 1% oder 2% höher nach der Wahl waren es plötzlich 3%.
Nach den HatzIV und Genehmigung der Zeitarbeitssklaverei Gesetzen, nach der Bankenkrise, nachdem man pro Atom war ( vorausgegeangen eine PR-Kampagne in den Medien in MIllionenhohe ) nach der Katastrophe in Japan hat man natürlich zurückgerudert. Komisch vor dem Gau waren sich doch alle einig das Atomkraft 100% sicher ist. :kratz:
Und ich könnte noch viel mehr aufzählen und trotz allem bekommen diese Lügenbarone locker über 20% an Stimmen obwohl jeder blinde sehen kann das diese Parteien keine Volk vetreten sondern die Finanz-und Großkonzerne vertreten.
Die Linke bekommt jetzt weniger Stimmen weil sich viele Protestwähler für die Piraten entscheiden, man könnte meinen gerade rechtzeitig sind die Piraten aufgetaucht so das sich die Protestwähler in 2 Lager aufteilen und so die großen nicht weh tun.
Die Grünen? Ja machen die etwas für den Steuerzahler?
Die FDP ist wieder erstarkt, warum auch immer vielleicht habe ich etwas verpasst hat man vielleicht den Hotelies die Steuer wieder erhöht? hat man ab jetzt wirklich mehr Netto vom Brutto? Haben diese sich denn für der normal Bürger stark gemacht oder tatsächlich etwas erreicht?
Über 30%-40% gehen gar nicht mehr zur Wahl.
ich hab mal ein guten Spruch gelesen, der Vorteil der Demokratie gegenüber einer Diktatur ist das man selber wählen darf wer in Zukunft uns ver++scht.
Viel mehr hat man wirklich nicht in der Hand, man kann sich in blogs, Foren usw kritisch äußern aber an den Machtverhältnisse kann man nicht rütteln, die Zwangsabgaben ( Steuern ) sind so so oder so fällig, der Lohn Gehalt wird besteuert und mit diesen Versteuerten Geld darf ich noch Steuern auf Waren abgeben. Schön oder? Aber dafür wird unsere DEUTSCHLAND Grenze mit Afghanistan hart Verteidigt. :kratz:
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

1,098

Friday, May 18th 2012, 2:27pm

Ich finde mich nur ungern in der Rolle wieder Kanzlerin Merkel verteidigen zu müssen, aber sie hat den objektiven Beobachter positiv überrascht. Ihr Verhalten in der Krise war nahe am Optimum und bringt ihr zu recht hohe Beliebtheitswerte ein.

sie konnte nur überraschen, weil keine erwartungen da waren. ähnlich wie bei ihrem mentor kohl. und das ihre krisenbewältigung optimal war, kann nur eine deutsch-euro zentristische aansicht sein.

die beiden steinis sind beides typische mischungen aus machtpolitikern und politbeamten, bei dem einen mehr das eine, bei dem anderen mehr das andere. Grundkompetenz haben beide nicht, siehe oben.
Das ist keine Pfeife.




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1,099

Friday, May 18th 2012, 4:07pm

@ Rainer: Eine Seite voller Verschwörungstheorien und Wikipedia. Das hast Du Dir wirklich Mühe mit den Quellen gegeben. :thumbup:

@ spidey: :depp:

@ chaz:

Quoted

sie konnte nur überraschen, weil keine erwartungen da waren.
Ihre Umfragewerte waren bereits vor der Krise hoch!

Quoted

und das ihre krisenbewältigung optimal war, kann nur eine deutsch-euro zentristische aansicht sein.
In Anbetracht der simplen Tatsache, dass selbst die Wirtschaftsexperten lange keine Konzepte hatten, was zu tun sei, war ihre Krisenbewältigung natürlich relativ nahe am Optimum. Sie hätte deutlich größere Fehler machen können.
Aber für jemanden, dessen einzige Verantwortung die Pflege der eigenen Comicsammlung ist, ist es natürlich leicht pauschal die Menschen zu kritisieren, die die Verantwortung für das Wohlergehen unseres Landes tragen. ;)

Quoted

die beiden steinis sind beides typische mischungen aus machtpolitikern und politbeamten, bei dem einen mehr das eine, bei dem anderen mehr das andere. Grundkompetenz haben beide nicht, siehe oben.
Sorry chaz, aber ich habe große Zweifel, ob Du in der Lage bist die wirtschaftspolitische Kompetenz eines Steinbrücks zu beurteilen.. ;) Dein "siehe oben" bezieht sich wohl auf den lieblos zusammenkopierten Unsinn von Rainer nehme ich an?
Victoria pax, non pactone parienda.

1,100

Friday, May 18th 2012, 4:49pm


und das ihre krisenbewältigung optimal war, kann nur eine deutsch-euro zentristische aansicht sein.In Anbetracht der simplen Tatsache, dass selbst die Wirtschaftsexperten lange keine Konzepte hatten, was zu tun sei, war ihre Krisenbewältigung natürlich relativ nahe am Optimum. Sie hätte deutlich größere Fehler machen können.
Aber für jemanden, dessen einzige Verantwortung die Pflege der eigenen Comicsammlung ist, ist es natürlich leicht pauschal die Menschen zu kritisieren, die die Verantwortung für das Wohlergehen unseres Landes tragen. ;)



:alleskaese:

Die echten Experten warnten vor dem ganzen Euro Gedöns. ;) ich wiederhole es Dir gern nochmal die Echten!! ;)

Und hör doch bitte mit deinen Scherze auf, ich lach mich sonst noch kaputt, oder war das ernst gemeint mit dem Wohlergehen unseres Landes, den Politikern geht es in erster Linie um sich selber und dann um die Finanzwelt Konzerne, der Wähler geht denen am Ursch vorbei.
Wenn deine Aussage kein Scherz ist, dann sorry :P hast Du keine Ahnung
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099