So endlich auch gelesen:
Komisch das dir gerade "Rebirth" gefallen hat, ich fand den Band nämlich ziemlich mittelmässig, El Duderino.
Zuletzt hatte Geoff Johns, nach Barrys Rückkehr während der "Final Crisis", aber wieder absolutes Top-Niveau abgeliefert. Vor allem die beiden "Brightes Day"-Bände waren ganz ganz großes Kino.
Daher fand ich es zunächst auch ziemlich schade das Johns hier nicht mehr an der Serie arbeitet, aber mit der Justice Leaugue, Green Lantern & Aquaman hat er momentan wohl auch genug zu tun.
Wenigstens Manapul ist erhalten geblieben und hat mittlerweile neben den Zeichnungen noch den Platz als Autor übernommen. Eine Kombination die nicht unbedingt immer funktionieren muss (siehe z.B. aktuelle Meinungen zu "The Dark Knight"), hier aber absolut überzeugt.
Zur Story:
Der erste Schock folgte schon auf der ersten Seite: Barry ist nicht mehr mit Iris verheiratet bzw. war nie mit ihr verheiratet.
Ich war mir eigentlich sicher das DC diesen Sachverhalt trotz Relaunch beibehalten würde und hoffe mal das uns Manapul in Zukunft nicht zuviel Love-Soap/Zickenkrieg zwischen Patty und Iris präsentiert. Dieses Thema zieht sich mittlerweile einfach durch zu viele Superheldencomics und ist ziemlich ausgelutscht.
Komisch fand ich unter diesen Umständen aber, das Barry nachdem ihm die "Klonkrieger" offenbaren das sie seine Freundin in ihrer Gewalt haben, direkt an Iris und nicht an Patty denkt. Mal sehen wie sich die Sache noch entwickelt...
(Hat die Geschichte mit seiner Mutter eigentlich noch Bestand oder hat man diese Story auch weggestrichen?)
Den Anfang der Geschichte fand ich jedenfalls ziemlich spannend, auch wenn man aus dem "Flash ein Mörder?"-Plot (gabs da nicht mal was

) mehr hätte machen können und die Wahrheit viel zu schnell ans Tageslicht kam. In meinen Augen verschenktes Potential.
Das es sich bei besagtem Toten jedoch um einen alten Freund von Barry handelt, dessen Geschichte immer wieder in Rückblenden erzählt wurde, fand ich ganz nett.
Vor allem als der eigentlich tote Manuel plötzlich wieder quicklebendig vor Barry steht und um Hilfe bittet.
Die ganze Geschichte mit den Klonen hat mir auch gut gefallen und Manuels besondere "Fähigkeit" ist auch recht originell. (Bei dem Berg aus Händen musste ich irgendwie direkt an Colonel Kurtz geniale Rede aus "Apocalypse Now" denken).
Wie Manuel zu seinen "Kräften" kommt ist dagegen recht schamlos zusammengeklaut: Im Comic wird er ja als eine Mischung aus Batman und James Bond bezeichnet - Wolverine und Captain America wären hier aber sicherlich die treffenderen Vergleiche gewesen. Naja.
Daneben freut man sich als alter Fan natürlich über die Rückkehr der "Tretmühle" und auch die Speedforce wurde recht gut eingeführt (Zuletzt wurde es bei diesem Thema ja etwas verwirrend).
Besonders schön fand ich in diesem Zusammenhang die Szene wo sich Flash mit Iris unterhält und nebenbei gleich mal ein Verbrechen verhindert und einem Jungen das Leben rettet. Auch zeichnerisch wurde das großartig dargestellt, was sicherlich keine leichte Aufgabe war
Und wo wir gerade bei den Zeichnungen sind: Was Manapul hier abliefert ist über jeden Zweifel erhaben und sieht einfach absolut fantastisch aus. Ich könnte mir keinen besseren Zeichner für die aktuelle Flash-Serie vorstellen.
FAZIT:
Der Autor verschwendet hier keine Zeit und startet direkt durch. Alles Andere wäre beim schnellsten Mann der Welt aber auch unpassend gewesen.
Für die Story gewinnt er sicherlich keinen Oscar, aber dennoch bleibt sie spannend und liefert durchgängig tolle Flash-Unterhaltung. Und die Tatsache das im nächsten Band Captain Cold noch mitmischt macht definitiv Lust auf mehr.
Nur die "Infokästchen" hätte man sich komplett sparen können, denn wenn man durch sie erklärt bekommt was gerade vor 2 Seiten passiert ist, kommt man sich schon irgendwie für dumm verkauft vor. Keine Ahnung was man sich dabei gedacht hat.
Mich hat der Start aber trotzdem vollkommen überzeugt und ich finde es absolut großartig das Flash in Deutschland endlich wieder eine fortlaufende Serie bekommen hat.
Danke Panini