Thunderbolts: The Great Escape
Eins vorweg: Da durch Fear Itself mein Thunderbolt-Dreamteam (Moonstone, Ghost, Juggernaut) zerschlagen wurde und mir das Reserveteam nicht Tragfähig erschien, hatte ich Angst, das die Serie mich nicht mehr packen könne.
Diese Angst war aber vollkommen unbegründet, denn die Serie ist weiterhin top; wenn nicht sogar noch besser!
Achtung, Spoiler vorhanden!
Nach dem Chaos von FI haben sich Alt-Thunderbolt Moonstone und Wärter Fixer dem Reserveteam angeschlossen und sind getürmt; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wie haben sie das angestellt? Fixer und Centurio haben das Dimensionsportal, welches an Man-Thing gekoppelt war, gekarpert. Dazu hat Satana noch etwas Magie eingeworfen und schwupp haben sich Moonstone, Satana, Fixer, Centurio, Boomerang, Hyde und Troll samt Thunderbolts-Tower wegteleportiert.
Als der Turm dann aber wieder in den Alpen auftraucht bemerken die Bolts, dass etwas nicht stimmt: sie haben sich nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit bewegt. Gelandet sind sie im zweiten Weltkrieg. Nach einiger Diskussion, was jetzt zu tun sei kommen sie zu einem Schluss: da man nicht weiß, ob man in seiner eigenen Vergangenheit gelandet ist, oder in einer Paralellwelt beschließt man einfach mal gar nix zu tun, bis der Tower sich wieder teleportieren kann, um kein Paradoxon zu erzeugen.
Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn schon greifen die Nazis an, die natürlich an dem Turm interessiert sind. Zu allem Überfluss tauchen auch noch Namor und Captain America auf dem Schlachtfeld auf. Doch Moonstone schaltet schnell und gibt sich und ihr Team als "Thunderbolts Squadrone" aus, einem streng geheimen Team der Alliierten. Mit etwas von Satanas Magie sind dann die Kostüme der Bolts schnell auf die 40er angepasst (

). Cap und Namor (die zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich noch nichts über die Verbrecher-Bolts wissen können) schlucken die Lüge und schließen sich erstmal mit dem Squadrone zusammen. Sie erzählen ihnen, das Zemo hier in der Nähe ein Burg hat, auf der er die Fackel gefangen hält und die beiden ihn befreien wollen. Die Bolts entscheiden vorerst nicht weiter einzugreifen und Cap und Namor alleine machen zu lassen.
Doch nachdem die beiden weg sind kommen den Bolts bedenken: Wie wird sich die Zukunft ändern, wenn Cap stirbt? Oder noch schlimmer, Zemo? Dann werden keine Bolts gegründet.... Also schnell hinterher und aufpassen, dass niemand wichtiges stirbt. Außerdem gibts auf der Burg eine Energiequelle für den Teleporter-Tower.
Mit dieser Unterstützung kann die Fackel gerettet werden. Moonstone knöpft sich dann Zemo vor und lässt ihn nur unter der Bedingung am Leben, dass er einen Sohn in die Welt setzen soll.
Nach dem Kampf trennen sich die Wege der Bolts und Invaders wieder. Erstere versammeln sich im Tower und versuchen ihn zu starten. Doch der Red Skull hat die Geschichte in Zemos Burg mitbekommen und will den Tower einfach nur von der Landkarte wischen, also lässt er Bomben regnen. Im letzten Moment jedoch funktioniert der Teleporter und die Bolts entkommen. Für Cap, Namor und die Fakel sieht es aus der Ferne jedoch so aus, als wäre der Tower im Bombenhagel komplett vernichtet worden. Die drei schwören ihre Freunde vom Thunderbotls-Squadrone in ehren zu halten.
Nach dem Zeitsprung sind die Bolts im London zur Zeit von Jack the Ripper gelanden. Und zwar genau zu der Zeit. Durch einen dummen Zufall stellt sich heraus, dass die Thunderbolts als Team für die Morde, die man dem Ripper in die Schuhe schiebt, verantwortlich sind. Jetzt heißt die Divisie wieder: bloß kein Paradoxon riskieren. Also werden mit Hilfe von Fixers wissen über den Ripper die Morde einfach von Hyde und Boomerang durchgeführt.
Aber was machen eigentlich die Bolts-Wärter um Cage?
Nachdem der Tower plötzlich weg war flippt Luke natürlich komplett aus. Erstmal ist er von Fixer sehr enttäuscht. Cage, die beiden übrigen Boltswächter Songbird und Mach V und der letzte übrige Thunderbolt Ghost bilden jetzt den Suchtrupp und versuchen die Flüchtigen irgendwie ausfindig zu machen. Dabei kann die Valküre helfen, da Troll ja auch aus Asgard kommt. Zusammen schafft man es ein kleines Tor zu öffnen, das auf die Flüchtenden Bolts deutet. Jedoch schaffen es weder Cage noch Songbird dort hindurch zu kommen. Nur Ghost schafft es und ist im Zeitstrom verschwunden. Das lief also nicht wie geplant...
Wieder auf Rykers angekommen werden Cage erstmal vom Aufsichtsrat des Gefängnisses die Ohren langgezogen: er hat schließlich nicht nur das komplette Erstatzteam der Bolts und Moonstone entkommen lassen, nein er hat auch noch den letzten verbleibenden Gefangen Ghost ohne Aufsicht hinterhergeschickt....
Fazit: Ganz großes Kino!
Die Karten werden komplett neu gemischt: Das Team geht im Zeitstrom verloren, während Cage auf Rykers zurück bleibt und sein Posten in Gefahr ist. Fixer hat die Truppe verraten, während sich Ghost als der einzig loyale herausstellt.
Die Sache der Paradoxa um Zeitreisen herum wird mit viel Humor thematisiert. Ernst wirds aber auch, zum Beispiel wenn Cage vorgeworfen wird Rykers wegen den Avengers zu vernachlässigen. Sowieso kriegt Power Man hier ordentlich sein Fett weg.
Punktabzug gibts aber nur bei den deutschen Wörten, die bei dem Naziaufgebot natürlich nicht fehlen dürfen. Aber hier hat der Übersetzer echt sowas von geschlampt. Bsp "Gott
en Himmel" oder ein Sicherungskasten, auf dem nur in Groß "Verboten!" draufstand. Das hätte man dann doch lieber lassen sollen.
Fazit:
9/10 Punkte
Und wie immer bei einer Thunderbolts-Rezi: schämt euch, Paninis, dass ihr das nicht auf deutsch bringt!
lg Task