So, am Wochenende hatte ich endlich mal ein wenig Zeit, mich durch den riesigen Berg an US-Comics zu graben, den ich hier noch liegen habe. Wie immer gilt: Lesen auf eigene Spoiler-Gefahr. Da ich die Comics derzeit nicht zur Hand habe, sind die Reviews leider nicht allzu detailliert und ohne genauere Beispiele. Ich hab leider immer die Schwierigkeit, dass ich bei mehreren Ausgaben schwer behalten kann, was genau geschehen ist bzw. welche Charakter wie gehandelt haben.
Sword of Sorcery #0 - #3
Am Anfang war ich wirklich sehr skeptisch, was diese Reihe angeht. Alles wirkte so...so...lila. Ich fühlte mich jedenfalls bei der Farbgebung an "My Little Pony" oder "Barbie" erinnert. Im Endeffekt stellte sich allerdings heraus, dass ich wirklich ordentlich unterhalten wurde. Von wegen naives Mädchen schwingt ein Schwert und versucht mit hübsch ausschauenden Kristallen das Gute in die Welt zu bringen. Stattdessen sprießen Amethysten aus dem Boden und spießen die Gegner in einem blutigen Gemetzel buchstäblich auf. Zudem fliegen ab und an auch ein paar Gliedmaßen durch die Gegend und schwupps, waren meine Vorurteile verschwunden.
Und auch die Story kann überzeugen, auch wenn mich Gemworld sehr an Westeros von Game of Thrones erinnert bzw. die Begegnung von modern und mittelalterlich an Narnia (ich bin DC-Neuleser, daher weiß ich nicht, wie lange die Gemworld bereits besteht). Besonders die teilweise sarkastische Art von Amy weiß zu gefallen und hat mich köstlich amüsiert. Auch scheint sich etwas Großes anzubahnen, was Einfluss auf das DC-Universum haben könnte. Am Ende bleibt die Frage zurück, was es mit dem Schwarzen Diamanten auf sich hat und was Constantine mit allem zu schaffen hat (wer Phantom Stranger gelesen hat, der kann sich das eventuell denken).
Voodoo #0 - #12
Okay, Vodoo beginnt schon einmal deutlich männerorientiert. Da findet man sich in einem erotischen Etablissement wieder, in dem die liebe Vodoo tanzend das sabbernde und mit Scheinchen schwingende Publikum umgarnt. Als sich dann herausstellt, dass das hübsche Mädchen in Wirklichkeit ein gestaltwandelndes Alien ist (das wiederum nicht so hübsch ist) mag man vor Scham im Boden versinken oder sich schnellsten zur Toilette begeben. Na, wenigstens hatten wir keinen Sex mit dem Ausserirdischen.
Die Story begann wirklich öde und spielte sich meistens im besagten Strip-Club ab. Viel nackte Haut, aber nichts dahinter, außer einem grünschuppigen Alien mit riesigen Beißerchen und Krallen. Allerdings nimmt der Plot von Ausgabe zu Ausgabe mehr Fahrt auf, ohne dass sich mir allerdings richtig erschließen möchte, wohin die Reise geht. Hintergrund ist jedenfalls, dass Vodoo im Auftrag der Daemonites die Superhelden und ihre Fähigkeiten ausspionieren soll. Stattdessen handelt die komplette Story allerdings von der Flucht Voodoos vor den Black Razors (deren Leiter Lincoln zu sein scheint, bekannt von den Blackhawks). Bis zur Einstellung der Serie tut sich in dieser Hinsicht nicht viel, doch scheint Voodoo selber noch in der auch bereits gecancelten Serie Grifter aufzutauchen und auch die Daemonites haben noch diverse Auftritte in anderen DC-Ausgaben.