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Ex Machina 7
In der Serie EX MACHINA verwebt YTLM - Author Vaughan das schmutzige Geschäft der Politik mit realitätsnahen Superheldendarstellungen.
Durch ein vermutlich außerirdisches Relikt wird Mitchell Hundred zu THE GREAT MASCHINE, der mit jeder Maschine kommunizieren und ihr seinen Willen aufzwingen kann (was sehr lustig rüber kommt) - und outet bald seine Identität.
Diese Popularität führt dazu, daß er Bürgermeister von New York wird. Fortan stehen neben der Verbrechensbekämpfung auch die Wählerzahlen im Vordergrund.
Zum Comic-Salon Erlangen 2012 brachte Panini die US-Ausgaben Ex Cathedra und Schmutzige Tricks gesammelt in einem Band (aber optisch zu den anderen Bänden passend) heraus.
Ex Cathedra
Im 7. Band "Ex Cathedra" wird Mitch eine seltene Ehre zuteil: Er bekommt eine persönliche Audienz beim Papst. Dieser läd New Yorks Bürgermeister ein, um ein Gespräch unter 4 Augen mit ihm zu führen. Doch ein russischer Agent hat eine Software entwickelt, mit der er The Great Machine kontrollieren kann. Mitch bekommt eine Botschaft: Töte den Papst!
Außerdem gibt es Einblicke in das Leben von Commissioner Angotti. Was brachte die smarte Schöne auf den Weg, um New Yorks hochrangigste Polizistin zu werden?
Schmutzige Tricks
Im 8. Band "Dirty Tricks" wird's im ersten Oneshot 'The Race' zunächst übersinnlich. Mitch bekommt Besuch von dem Geist eines ehemaligen Sklaven. Was will das afrikanische Gespenst?
"Dirty Tricks" bringt New York ein weiteres maskiertes Wesen. Trouble protestiert gegen den Besuch von George W. Bush in New York, den sie medienwirksam mit Osama Bin Landen vergleicht. Was steckt dahinter?
Der letzte Oneshot 'Masquerade' bringt weitere Einblicke in die Vergangenheit Hundreds, bevor er The great Machine wurde. Ist das ein Licht im geheimnisvollen Dunkel, oder nur eine Nebelgranate?
Fazit:
YTLM gefällt mir immer noch besser, aber auch Vaughans 2. Serie ist deutlich besser als der Großteil dessen, was uns von Marvel und DC präsentiert wird.
Interessant ist z.B. der Ansatz, daß der Ku Klux Klan in New York demonstrieren will -' natürlich verhüllt. Geschickt setzen sie dabei auf Hundred, der ja ebenso verhüllt auftrat. Was wird Mitch tun?
Bei Trouble bin ich unschlüssig, ob Vaughan nicht die Figur benutzt, um seine Meinung zu Bush darzustellen ' und daß durchaus deftig. Wenn ja, ist es geschickt gemacht.
Gut waren auch die kleinen Hinweise auf die Vergangenheit, z.B. von Kremlin oder Vize-Bürgermeister Wylie.
Wer sich auf die Mischung von Politik und Superheldenaction einlassen kann, wird nicht enttäuscht werden!