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Mizuno

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Friday, March 21st 2008, 12:42pm

Darstellung der Bösewichte/Superhelden im Comicuniversum früher und heute?

Hallo,



mir ist aufgefallen das man die Bösewichter und Superhelden aus früheren Comictagen nichtmehr mit denen der "Modernen" Comicwelt vergleichen kann. Irgendwie gibt es kaum noch diese wirklich "schwarzen" Bösewichter im gegensatz zu den "weißen" Superhelden, im Gegenteil es ist eher ein misch masch aus "Grautönen" geworden.

Liegt das daran das die Cimicleserschaft erwachsener geworden ist und nun mehr "reale" Geschichten möchte?

Oder daran das sich das Comics nun eine breitere Zielgruppe ansprechen?

Welcher Bösewicht ist eher "gut"? Und welcher Held ist eher "böse"?

Ich bin gespannt was ihr dazu beizutragen habt. ^^
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SCARFACE

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2

Friday, March 21st 2008, 1:47pm

RE: Darstellung der Bösewichte/Superhelden im Comicuniversum früher und heute?

Welcher Bösewicht ist eher "gut"? Und welcher Held ist eher "böse"?


Ich geh mal davon aus, dass du damit Antihelden meinst. Da gibts einige, wie z.B. The Punisher, Ghost Rider oder Moon Knight. Und "gute" Bösewichte fallen mir momentan nicht ein.

KL-L

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3

Friday, March 21st 2008, 1:52pm

RE: RE: Darstellung der Bösewichte/Superhelden im Comicuniversum früher und heute?

[Und "gute" Bösewichte fallen mir momentan nicht ein.


Also mir fällt da spontan Catwoman ein.

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4

Friday, March 21st 2008, 2:03pm

Und "gute" Bösewichte fallen mir momentan nicht ein.


Ich würde da spontan an den Trickster und Piper denken.

Zitat

Rovin: "Wäre Batman Deutscher würde er BMW fahren...außerdem hat noch keiner bewiesen was für ein Motor im Tumbler steckt :D"


... das machen nur die fröhlichen Glücksbärchies aus Mad Titans Zauberland.

Neb Sirob

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5

Friday, March 21st 2008, 2:03pm

Riddler würde ich momentan auch dazu zählen.

Bleibt allerdings die Frage offen, ob man jetzt z.B. Hitman als guten "Bösen" (wg. seinem Codex),
oder bösen "Guten" (aufgrund des Tötens) darstellt.

Insgesamt denke ich, das die Tendenz zu den Grauzonen dadurch resultiert, das DER
strahlende Superheld schlechthin einfach zu langweilig wurde und man sich eher
für jemanden interessieren würde der auch Ecken und Kanten hat, wie man selbst...

Mizuno

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6

Friday, March 21st 2008, 5:32pm

Ich finde es kommt auch stark auf die Perpektive an von wo aus man selbst auf die Helden und Bösewichter guckt.

Ich persönlich finde z,B der Joker ist eher ein Opfer als ein Täter (Irre und Psychopatisch ohne frage). Ein Produkt dessen was jemandem passiert der es nicht schafft die Gesellschaft zu akzeptieren und es auch nicht schafft aus ihr auszubrechen, gekoppelt mit unfähigen Psychologen die es wohl schon lange aufgegeben haben etwas machen zu wollen. (Immer noch "Bösewicht", keine frage)

Tony Stark z.b erinnert mich immer mehr an die "Antiversion" von Magneto in seinen Anfangstagen (im Bezug auf die "Registrierung" ) was ich sogar fast als Krankhafte bessenenheit betrachten würde... (Ich betrachte IM entwicklung mit Sorge)

Ein weiteres Beispiel, wo wir gerade dabei sind, wären dann doch Magneto bzw. Dr. Doom. Von ihren eigenen Leuten (Latveria bzw. Genosha) geliebt, vom rest der Welt verteufelt. Beide haben auch z.b geholfen die Welt zu Retten, ebenso wie sie zu erobern, da sie glauben sie wüssten was das beste für alle ist. Sind wie wirklich so böse? *lässt das mal so im raum stehen*
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Doctor Doom

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7

Saturday, March 22nd 2008, 11:01am

Naja, die Thunderbolts sind böse "gute" obwohl sie eigentlich gezwungen werde. Wolverine ist ein guter "böser", in etwa so wie der Punisher hat Wolvi auch keine Angst vom töten. Andere wie Tony Stark sind nicht wirklich böse, denn er will nur das beste für die Menschheit, aber geht trotzdem den falschen weg.

8

Saturday, March 22nd 2008, 4:47pm

Da muß ich vollkommen zustimmen diese zwiespältigen Figuren sind doch viel interessanter...also nix gegen klassische Schurken aber man muß ja auch mit der Zeit gehen und heute sind halt diese "gut-böse" Typen gefragt. Die letzte Versuchung des Eddie Brock ist doch auch n gutes Beispiel. Eddie ist am Ende und der Symbiont treibt ihn dazu noch einmal töten zu wollen. Den Zweiteiler fand ich ziemlich abgefahren und Venom gehört für mich auf jeden Fall zu diesen gut?..böse?..ich weiß auch nicht Typen.

Preacher27

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9

Saturday, March 22nd 2008, 7:46pm

Ich denke, die Veränderung von Superhelden und Bösewichten hat hauptsächlich mit zwei Faktoren zu tun. Der erste Faktor sind sicherlich die Verkaufszahlen. Manche Figuren (egal ob "Gut" oder "Böse") müssen sich einfach verändern, um neue Leser anzusprechen oder um alte Leser weiterhin zu begeistern. Als Beispiel fällt mir hier Spider-Man ein... Spidey Back in Black... was für ein Schlagzeile, Spider-Man (der Gute) wieder in dem schwarzen Kostüm, welches man mit etwas bösem verbindet! Das sind Verkaufszahlen förderne Aktionen, die neue und alte Leser ansprechen sollen! Aber zurück zum eigentlichen: Sicherlich kann man sagen, diese oder jene Figur gehört zu "den Guten", aber um den Leser bei der Stange zu halten, machen auch "die Guten" manchmal schlimme Dinge (oder umgekehrt). In gewisser Weise erlangt dadurch die Figur sogar etwas mehr "Menschlichkeit". Einer von "den Guten", der auch Mal etwas Böses tut (einen Fehler begeht), wirkt auf den Leser sicherlich "echter" und "menschlicher", als wenn dieser ausschließlich Gut wäre. Sicherlich, einer von "den Guten" muss auch weiterhin als solcher identifiziert werden können, selbst wenn dieser etwas Böses tut. Immerhin geht es auch um eine Art Vorbildfunktion, wo das Gute über das Böse gewinnen muss und böses bestraft werden muss (selbst wenn es einer von den Guten macht). Aber wie schon gesagt, Veränderung weckt das Interesse an diversen Figuren und ist somit sicherlich auch förderlich für die Verkaufszahlen.
Der zweite Faktor. Wir verändern uns. Unsere Welt verändert sich, unsere Ansichten, unsere Meinungen, unsere Technik usw.! Wir stopfen Fastfood in uns hinein; Musiker, die "schmutzige Lieder" singen werden unsere Idole; Politiker, die für oder gegen Krieg sind werden unsere Vorbilder usw., usw.! Es gibt und geschehen um uns herum 1000 Dinge, die durchaus schlecht sind und trotzdem sehen wir es als etwas Gutes. All dieses spiegelt sich somit auch in Comics, Filmen, Musik etc. wieder. Unsere eigene Toleranz und Hemmschwelle verändert sich immer mehr, unsere suche nach dem Kick steigt, dass Verlangen seine Grenzen auszuloten steigt usw., usw., usw. all das spiegelt sich auch darin wieder, dass "das Gute" auch Mal etwas böses tut, Grauzonen entstehen und wir Comicfigur, für ihre gute oder schlechte Handlung, immer noch mögen – oder gerade deswegen. Wir verändern uns und somit auch die Toleranz für eine Comicfigur, die sich verändert!

So, falls ich völlig am Thema Vorbeigeschrieben habe und es Dir nur um Figuren ging, so wäre ich für "Batman". Diese Figur hat sich meiner Meinung nach am stärksten verändert. Für mich lange Zeit eine Figur, die sehr deutlich in der Grauzone von "Gut" und "Böse" schwamm, so ist von dem "Bösen" eigentlich nichts mehr übrig und die Figur irgendwie nur noch "Gut".
Obwohl… so ganz kann ich mich da gar nicht festlegen, auch "Green Lantern" (die Alte) und "Der unglaubliche Hulk" haben durchaus extreme Veränderungen zwischen Gut und Böse durchgemacht – Mal abgesehen davon, was in Sachen Hulk noch aus den USA auf uns zukommt!

Gruß,
Preacher27

Drax

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10

Wednesday, March 26th 2008, 12:53pm

Gut und Böse lässt sich mittlerweile wirklich nicht mehr richtig definieren. Auch ist oft zu beobachten gewesen, daß Schurken eine sogenannte Wandlung durchmachten und "gut" wurden. Ähnlich beim Wrestling. Man nehme Juggernauth oder Venom. Die Gewaltdarstellung dagegen hat sich drastisch verändert. Bei einigen Helden kann man die Leichen schon gar nicht mehr zählen, siehe Wolverine oder Punisher. Ich halte dies auch wirklich für bedenklich da sich ein Guter nicht an der Anzahl der Toten definiert, ganz im Gegenteil. Mir wäre es auch lieber wenn diese Gangart ein wenig zurückgenommen würde, denn was soll denn als nächstes kommen. Wird dann eine Darstellung wie in Fury zum Standard wo der "Held" den Schurken mit dessen Därme erwürgt? Bitte nicht. Ich muss mittlerweile immer mehr Comics für meine Kinder unzugänglich machen.

Dagegen finde ich gut, daß der ganz alte Trott abgeschafft wurde.( Schurke gewinnt, nimmt den Helden gefangen anstatt den Sieg komplett zu machen, quatscht ihn zu bis der Held sich befreit und bei der Revanche gewinnt.)

Auch die politischen Einstellungen der Helden haben sich für mich zum positiven gewendet. Bestes Beispiel Cap America der früher der hirnlose überpatriotische Soldat war und dann zum denkenden, kritischen Rebellen wurde.

Aktuelles Beispiel ist der letzte Teil von Spider Man: Back in Black. Hier listet Peter selbst seine gerade begangenen Straftaten auf und difamiert sich damit selbst zum Verbrecher.

11

Wednesday, March 26th 2008, 2:31pm

Ist doch affengeil. Speziell in Peters Fall finde ich die Wandlung zum Gesetzlosen hochinteressant. Selbst Cap war ja im Laufe des Civilwar eine Art Gesetzloser oder halt Rebell das klingt netter!! :hutab:

Drax

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Thursday, March 27th 2008, 12:52pm

Stimmt. Ausserdem bleibt ja auch "gegen das Unrecht kämpfen" erhalten.

Bouncie d.

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13

Thursday, March 27th 2008, 2:04pm

Naja,solange sich die "Helden" nicht wieder in die Richtung bewegen in der sie Angang der 90er rumballerten....da galt ja als Erfolgsformel für ein "tolles Heft": viele Muskeln + dicke Wummen + reuloses Verhalten!

Ich hbae ja nichts gegen sog. "Anti-Helden" wie den Punisher der ja def. auch über die Stränge schlägt aber gewissermaßen noch als ein "Guter" gelten darf...

.....Back 2 Topic: TOLLE "Helden-Schurken" waren def. die ersten Thunderbolts - alleine die Idee der Hefte war klasse und dann noch die wahren Intentionen hinter der strahlenden Fassade!
Schau, deine Mum hat so viele Lover
Auf ihr waren schon x Männer wie auf nem Marvel Comic Cover


Comic Hive :]

Bouncie's deviantART-Page :]

Sammelthread für Comic-Podcast der PaFo-User :]

14

Thursday, March 27th 2008, 2:43pm

Thunderbolttechnisch bin ich noch nicht so up to date aber ich stimm dir mal zu!! Magneto ist doch eigentlich auch so ne Art gut -böse Figur wobei das Böse wohl überwiegt!! ?(

Doctor Doom

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15

Thursday, March 27th 2008, 5:07pm

Ich finde es gut das auch die Helden nun stärker durchgreifen, das ist realistischer als wenn sie egal was passiert immer so bleiben wie sie sind, also ich begrüße sowas. Punishe? Das ist doch nichts neues, der war doch schon immer so, ich gkaube Wolverine war auch immer so.

16

Friday, March 28th 2008, 6:43am

Punishe? Das ist doch nichts neues, der war doch schon immer so, ich gkaube Wolverine war auch immer so.
Neeeeeeeeeeee, Wolverine wollte so cool sein wie Frank. Vorher war er im Kindergarten, die Aushilfskraft. 1A Hilfe beim Windelwechseln, und immer drei Geschmacksarten an Schnullern, steckten an den Krallen. ;) :D

Sayler

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17

Friday, March 28th 2008, 1:20pm


Insgesamt denke ich, das die Tendenz zu den Grauzonen dadurch resultiert, das DER
strahlende Superheld schlechthin einfach zu langweilig wurde und man sich eher
für jemanden interessieren würde der auch Ecken und Kanten hat, wie man selbst...

Da kann ich nur zustimmen. Ist doch auch bei weitem interessanter, als ein TOP Held ohne Fehler, ohne Makel. Diese Mischung gefällt mir sehr gut.

Doctor Doom

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18

Monday, March 31st 2008, 6:18pm

Punishe? Das ist doch nichts neues, der war doch schon immer so, ich gkaube Wolverine war auch immer so.
Neeeeeeeeeeee, Wolverine wollte so cool sein wie Frank. Vorher war er im Kindergarten, die Aushilfskraft. 1A Hilfe beim Windelwechseln, und immer drei Geschmacksarten an Schnullern, steckten an den Krallen. ;) :D


Hat Wolvie bestimmt Spaß gemacht, da waren seine Krallen auch für was gut.