Ok, ich nehm den Keks, aber du solltest halt wissen: Wenn ich traurig bin, dann werde ich wütend und wenn ich wütend bin, dann lass ich alle Emotionen in eine Story, die ich schreibe fliessen...
Humor aoll hier weiterhin bleiben ist ja ne Witzebude.
Hier ist die Mini-Novelle:
Es war stockdunkel als es an der Tür von Jean Gaiger, einem wohlhabenden Herren der Stadt klopfte. Er trat zur Tür und öffnete sie einen Spalt, zu schauen wer vor der Tür so spät störte, und das war zur Zeit nicht üblich, da sich der niederste Abschaum der ganzen Stadt zur Nacht versammelte um sich den letzten Pfennig zu erbeuten auch um die niederste Tat noch stritten, das Betteln vor der Haustür war noch eher wenig schlimm, doch wurden regelmäßig Leichen in den eigenen Türen aufgefunden, natürlich bis auf das letzte beraubt.
Doch Jean öffnete und sah noch während er den Knauf in der Hand, welche durchnässte Gestalt da vor ihm stand, sein Freund Marcus aus der Schule, damals schon immer seltsam hatte sich sein Zustand verschlechtert, eine Krankheit wie sie nicht zu diagnostizieren ist sagten die Mediziner und sie hatten Recht, denn durch diese Krankheit waren alle sozialen Kontakte abgebrochen und Marcus ganz auf sich allein gestellt worden. Nur Jean und beider Kumpan Pierre de Chaque waren ihm stets zur Seite und waren für ihn da, wobei letzterer ein hohes Amt belegte, um das ihn jeder zu trachten wusste. Marcus ging langsamen Schrittes auf Jean zu und sagte: „Etwas schreckliches wird passieren!“, doch dieser antwortete: „Mitnich- ten Marcus, um Gottes Willen, komm doch herein, oder soll der ganze Müll der Stadt unser Gespräch lauschen?“. Doch Marcus antwortete: „Zu spät ist es schon, hörst du? Zu spät ist es! Heute Nacht wird es passieren, heute!“, Marcus sank mit weit geöffneten Augen auf die Knie „Ach, so hilf mir doch, mein Antlitz vor Gott zu bewahren, mein Testament ist besiegelt und der Satan wird meine Seele holen, du weißt es“. Jean wusste nicht um Rat, doch „Nein!“, erwidernd ging er zu Marcus „Nein, Satan wird deine Seele verschonen, komm, bleibe bei mir heute Nacht, dann kann nichts geschehen!“. „Dafür ist es zu spät! Vor genau 16 Jahren kam es und ich wusste damals schon, es würde heute werden, heute, dies zu verhindern bin weder ich, noch du fähig, nun erbitte ich nur noch um mein Seelenheil, ja, Gott möge es mir schenken!“.
Der völlig aufgebrachte Marcus spürte nicht mehr viel, denn er viel zu Boden durch einen Messerstich von der Hand des Gaigers, der den aufgebrachten Marcus besänftigen wollte, die Kontrolle aber verlor. Jean war klar, dass er für viele Jahre lang eingekerkert würde und seine Freiheit wohlmöglich nie mehr zurückgewinnen würde, wenn dies an die Öffentlichkeit kommt, also zog er die Leiche hinter sich her und verstaute sie in einer Kiste, fein säuberlich verwischte er alle Spuren, doch die seelischen blieben.
Viele Jahre später, als der Mond einmal genauso wie in jener Nacht auf das Haus des Jean Gaiger schien, wachte dieser auf. Ein kaum vernehmbares Geräusch war zu hören, leise, wie ein Trappeln vor der Tür seines Gemaches. War da nicht etwas. Langsam schaute sich Jean um. Es war still. Beunruhigend still. Jeans Blick fiel auf den Spiegel in dem Zimmer, aber anstatt sein Antlitz zu erblicken, sah er das Gesicht von Marcus, der hier vor genau 16 Jahren verstorben, entstellt und mit Narben übersäht. Schreiend ging Jean einen Schritt zurück und sah vor der Tür einen Schatten, der auch wich, doch war seine Tür verschlossen, wie war jemand hereingekommen? „Hallo?“, fragte Jean in den Raum, doch als Antwort erloschen die Lichter. Schreiend rannte Jean aus dem Zimmer in den Flur, in dem eben noch der Schatten zu sehen war, doch er vermochte es nicht zu erkennen, wer dort stand. Schnellen Schrittes schritt er die Treppe herunter zur Tür um dem Grauen zu entkommen, doch die Tür war verschlossen, wie sollte es funktionieren? Panisch trat Jean die Tür ein und erblickte das Gesicht von Marcus, der schrie: „Um meiner Seele Willen, heute wird dein Leib begraben!“. Schnell rannte Jean an diesem Vorbei und in die Nacht hinein zu Pierre, welcher die Tür geschwind öffnete und meinte: „Was klopfst du so zu später Stunde?“. „Heute Nacht, heute noch, wird es passieren, oh hilf mir doch!“. Jean drehte sich um und schaute direkt in das zornige Gesicht von Marcus, der ein Messer in der Hand hatte und Jean zum Schreien brachte: „Nein, bitte nicht, heute Nacht wird es geschehen!“ Doch eine Klinge sank auf Jean nieder, dieser fiel totenbleich um und Pierre stand mit weit geöffneten Augen vor der Leiche. Was nun?
This post has been edited 1 times, last edit by "Scorpion" (Oct 3rd 2008, 8:34pm)