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The Green Goblin

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Thursday, July 19th 2012, 2:55pm

Wir reden hier ja nicht um unsere Welt, sondern um eine Comic-Adaption, die auf "Amazing Fantasy 15" und "Amazing Spider-Man" basiert. Und in dieser Welt ist es Peter Parker, der sein Ego vor allen anderen stellt. Es ist nicht Onkel Ben.


Comics, besondern Spider-Man, sind als Metaphern auf unsere reale Welt zu verstehen.
Onkel Ben zeigt im Film Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein, nicht sein Ego.
Onkel Bens Grundsatz ist "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung". Onkel Ben hat in diesem Moment die Fähigkeit, die Kraft, ja einfach die Gelegenheit, die Pistole des Diebes zu schnappen. Er nutzt diese Gelegenheit, weil er es kann. Das ist es, was er Peter vermitteln will. Nicht, dass man sich in Gefahr stürzen muss, um Verantwortung zu zeigen, sondern dass man in gewissen Situationen auch ungewollt Verantwortung aufgebürdet bekommt und man sich dreimal überlegen sollte, ob man sich von ihr davon stiehlt oder ob man sich ihr stellt.

Die Verantwortung, den Dieb aufzuhalten, wurde in der Szene sowohl Peter als auch Ben ungewollt aufgebürdet. Peter hatte die Fähigkeit, den Dieb zu stoppen, Ben hatte zumindest die Gelegenheit. Peter hat sich trotz seiner Fähigkeiten davon gestohlen. Onkel Ben hingegen blieb seiner Linie treu, nutzte die Gelegenheit und nahm sich der Verantwortung an. Das war Peters bittere Lektion.

Quoted

Und eine Bürde war das ganze für ihn nicht, weil er gegenüber seinem Onkel überhaupt keine Reue gezeigt hat. Das ganze war einfach nur der Versuch Gwen zu beeindrucken.


Na klar. "Hey guck mal, ich risikiere als Spider-Man ständig mein Leben gegen böse Buben, genau wie dein Papi als Cop. Darauf stehst du doch bestimmt Gwen, wenn dein Papi und deine Schulliebe sich ständig in Lebensgefahr begeben."
Ähm ja, mal zur Info: Peter ist nicht blöde.


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Thursday, July 19th 2012, 3:32pm

"With Great Power Comes Great Responsibility" bedeutet, die ihm gegebenen Fähigkeiten so einzusetzen, um der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Ben Parker's Fähigkeit ist es die eigene Familie zu ernähren sowie als Vater, Lehrer und Freund von Peter darzusein. Das ist seine Verantwortung. Man sieht in "Amazing Spider-Man #1" sehr deutlich, was passiert, nachdem er nicht mehr am Leben ist.

Ben Parker's Fähigkeit ist es nicht Nachts durch die Gegend zu laufen und Verbrechen aufzuklären oder zu verhindern. Auch nicht um Leute zu retten. Sein Heldenmut führt zwangsläufig dazu, dass Peter Parker in keinster Weise dafür verantwortlich ist, dass Ben Parker stirbt. Ben Parker starb, weil er ein Held sein wollte. Shit happens, wenn man meint, mit 60 einen deutlich größeren, stärkeren und jüngeren Kerl um eine Waffe auswrestlen zu wollen. Wie heißt es so schön: Dumm ist, wer dummes tut. Es war nobel von ihm, aber Peter Parker kann nunmal nicht verhindern, dass Leute dumme Sachen anstellen.

Es ist auch keine Lektion, die Peter lernt. Okay, er weiß nicht, wie das ganze abgelaufen ist. Aber als Zuschauer ist man schlauer. Und seine Nichtreaktion sowie sein komplettes Desinteresse für die Wünsche und Sorgen seiner Umwelt ist doch auch gerechtfertigt. Immerhin hat er die Lektion nie gelernt. Er hat keine Ahnung, was "Verantwortung" bedeutet. Und ja, ich ignoriere hier einfach den Fall, dass er sich für die Echse verantwortlich fühlt, weil er diese "selbst" erschaffen hat.

Und über die Sache mit Gwen muss man doch nicht diskutieren. Peter's Outing ist ein riesiger emotionaler Schritt in seinem Leben. Der Comic-Peter würde sich nie outen, um eine Person ins Bett zu bekommen. Aber "The Amazing Spider-Man" hat mit den Comics ja auch nicht wirklich viel gemein.

The Green Goblin

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Thursday, July 19th 2012, 3:54pm

Ben Parker's Fähigkeit ist es die eigene Familie zu ernähren sowie als Vater, Lehrer und Freund von Peter darzusein. Das ist seine Verantwortung.


Verantwortung ist nichts festgeschriebenes oder nichts, was einem in die Wiege gelegt wird. Ein junge Päärchen hat Verantwortung für ihren Hamster. Kriegt die Frau ein Kind, haben beide für das Kind Verantwortung zu tragen. Werden die beiden in ihrem Job zum Abteilungsleiter/in befördert, tragen sie in dieser Position wieder neue Verantwortung. Bricht im Haus oder Wohnung Feuer aus, haben sie die Verantwortung, die anderen Bewohner zu warnen.
Verantwortung entwickelt sich immer wieder neu. Man kann sie sich selbst aufbürden, z.B. indem man sich gegen eigene geführte gefährliche Experimente wendet (wie Richard Parker), oder sie wird einem aufgebürdet, wie wenn ein Dieb vor einem eine Waffe verliert, während rund herum überall Passanten stehen.

Desweiteren ist die Verantwortungsgeschichte in Spider-Man (Comic und Film) sowieso eine Metapher. Onkel Ben erwartet von Peter, dass dieser generell Verantwortung übernimmt. Ihm schwebt da Verantwortung für Schule, Familie und das Leben allgemein vor. Sicher hatte er damit nicht im Sinn, dass Peter das Verbrechen bekämpft. ;) Es ist halt allgemein eine Metapher auf Verantwortung, egal ob man nun für jemanden sorgt, der einen braucht, ob man nun ein Land regiert oder Menschen rettet oder Schurken bekämpft.

Quoted


Ben Parker starb, weil er ein Held sein wollte. Shit happens, wenn man meint, mit 60 einen deutlich größeren, stärkeren und jüngeren Kerl um eine Waffe auswrestlen zu wollen. Wie heißt es so schön: Dumm ist, wer dummes tut. Es war nobel von ihm, aber Peter Parker kann nunmal nicht verhindern, dass Leute dumme Sachen anstellen.


Peter wäre ja dann auch dumm, wenn er sich gegen Carnage allein stellt, der ja nunmal stärker als Spidey und Venom zusammen ist. Peter tut es trotzdem, obwohl Carnage Peters Fähigkeiten übersteig. NIcht weil Peter dumm ist, sondern weil er VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN hat.

Ganz davon abgesehen, lag die Waffe vor Ben auf dem Fußweg, und die wollte Ben sich schnappen, wobei der Dieb in dem Augenblick aber ebenfalls wieder auf die Beine kam.

Quoted

EUnd seine Nichtreaktion sowie sein komplettes Desinteresse für die Wünsche und Sorgen seiner Umwelt ist doch auch gerechtfertigt. Immerhin hat er die Lektion nie gelernt. Er hat keine Ahnung, was "Verantwortung" bedeutet.


Das haben Lektionen so an sich, dass man erst immer nach ihnen schlauer ist.

Quoted

Und über die Sache mit Gwen muss man doch nicht diskutieren. Peter's Outing ist ein riesiger emotionaler Schritt in seinem Leben. Der Comic-Peter würde sich nie outen, um eine Person ins Bett zu bekommen. Aber "The Amazing Spider-Man" hat mit den Comics ja auch nicht wirklich viel gemein.


Du meinst Peter würde annehmen, dass Gwen total scharf auf ihn wird, wenn sie weiß, dass er ein Gansterjäger ist, wie ihr Dad? Ihr Dad, bei dem sie jeden Abend angst hat, er könnte den Tag nicht überleben? Nochmal, Peter ist nicht blöd. Was spricht dagegen, mit Gwen sofort reinen Tisch zu machen. Peter fragt später ja auch unsicher bei Gwen nach, ob sie das glaubt, was die Polizei über Spider-Man sagt. Er erhofft sich also Zustimmung und Unterstützung von ihr. Wenn du aber bei den Szenen zwischen den beiden nur an Sex denkst oder den Dialogen nicht richtig lauschst, die mitunter viel über die Motivation der Charaktere verraten, dann ist das dein Problem.


This post has been edited 3 times, last edit by "The Green Goblin" (Jul 19th 2012, 4:03pm)


Lizard_King

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Thursday, July 19th 2012, 3:56pm

Deswegen habe ich oben die beiden Begriffe "Polizist" und "Feuerwehrmann" erwähnt. Ben Parker stirbt nicht bei Ausübung seiner Tätigkeit. Ben Parker stirbt, weil sein Tod für ihn nicht aufhaltbar war. Das ist die Grundessenz von Spider-Man, die Tragödie, die das Leben von Peter Parker bestimmt.

Dieser Ben Parker sieht sich als Held, als jemand, der einen Beruf ausübt, wo er umkommen kann. Es ist belanglos, ob Peter den Typen aufgehalten hätte oder nicht. Der Drang von Ben Parker den Helden zu spielen, hätte eben an anderer Stelle dazugeführt, dass er umgekommen wäre. Der Comic-Ben ist Opfer und nicht tragischer Held. Dieser Ben hatte eine Wahl: Familie oder Ego.

Und welche Folgen hätte es denn gehabt, wenn Ben Parker nicht den Held gespielt hätte? Du siehst, Ben Parker ist nicht Peter Parker. Die Stoy von Peter auf Ben zu übertragen, hat nunmal nichts mit AF15 zu tun.

Comic-Peter erlernt du diese Lektion erst Verantwortungsbewusstsein. Es wird ihm wie mit einem Vorschlaghammer direkt in den Schädel gehauen. Es ist der Grund, wieso er über Jahre in den Comics nie zur Ruhe kommt. Wieso er nie weiß, wie wer mit anderen Menschen umgehen soll. Wie er Gefühle zeigen soll.

Der Garfield-Peter dagegen benutzt seine Geheimidentität, um Gwen Stacy ins Bett zu bekommen. The Amazing Spider-Man kann weiter von der Comic-Vorlage nicht entfernt sein. Im Grunde ist das hier nicht mal mehr eine eher freie Adaption sondern eher eine Parodie.

"With Great Power Comes Great Responsibility" bedeutet, die ihm gegebenen Fähigkeiten so einzusetzen, um der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Ben Parker's Fähigkeit ist es die eigene Familie zu ernähren sowie als Vater, Lehrer und Freund von Peter darzusein. Das ist seine Verantwortung. Man sieht in "Amazing Spider-Man #1" sehr deutlich, was passiert, nachdem er nicht mehr am Leben ist.

Ben Parker's Fähigkeit ist es nicht Nachts durch die Gegend zu laufen und Verbrechen aufzuklären oder zu verhindern. Auch nicht um Leute zu retten. Sein Heldenmut führt zwangsläufig dazu, dass Peter Parker in keinster Weise dafür verantwortlich ist, dass Ben Parker stirbt. Ben Parker starb, weil er ein Held sein wollte. Shit happens, wenn man meint, mit 60 einen deutlich größeren, stärkeren und jüngeren Kerl um eine Waffe auswrestlen zu wollen. Wie heißt es so schön: Dumm ist, wer dummes tut. Es war nobel von ihm, aber Peter Parker kann nunmal nicht verhindern, dass Leute dumme Sachen anstellen.

Es ist auch keine Lektion, die Peter lernt. Okay, er weiß nicht, wie das ganze abgelaufen ist. Aber als Zuschauer ist man schlauer. Und seine Nichtreaktion sowie sein komplettes Desinteresse für die Wünsche und Sorgen seiner Umwelt ist doch auch gerechtfertigt. Immerhin hat er die Lektion nie gelernt. Er hat keine Ahnung, was "Verantwortung" bedeutet. Und ja, ich ignoriere hier einfach den Fall, dass er sich für die Echse verantwortlich fühlt, weil er diese "selbst" erschaffen hat.

Und über die Sache mit Gwen muss man doch nicht diskutieren. Peter's Outing ist ein riesiger emotionaler Schritt in seinem Leben. Der Comic-Peter würde sich nie outen, um eine Person ins Bett zu bekommen. Aber "The Amazing Spider-Man" hat mit den Comics ja auch nicht wirklich viel gemein.


Dem Beitrag ist nichts hinzuzufügen. Ich steh hier voll auf Deiner Seite
Aber eine Interessante Diskussion, die ihr beiden hier führt! :thx:

MJTiger

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Thursday, July 19th 2012, 4:28pm

Du meinst "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung"? Der Satz fehlte mir in der Tat im Film. Aber die Botschaft wurde in TAS dennoch vermittelt.
Und diese Botschaft setzt sich im Film auch nach und nach in Peter fest. Nachdem er die hilflosen Menschen auf der Brücke rettete, wird ihm Onkel Bens Message immer klarer und er versteht.
Klar, und deswegen sagt er auch am Ende: "Versprechen sind da, um gebrochen zu werden." Tolle Verantwortung, die er da gegenüber Gwen zeigt. Anscheinend sind ihm die Nächte mit ihr doch lieber als ihr Leben. Ist für mich sehr egoistisch und da hat Peter noch gar nichts dazu gelernt (und wäre für den Comic-Peter undenkbar)...

Wenn Peter nach dem Autodieb weiterhin (mehr oder weniger) systematisch nach dem Mörder gesucht hätte, hätte er ihn auch sicher früher oder später entdeckt. Aber ich denke, spätestens nach der Brückszene erkennt Peter, dass es inneren Frieden nicht erlangen wird, wenn er den Mörder zur Strecke bringt. Er wird stattdessen von der Erkenntnis erfüllt, dass er sich seiner Verantwortung stellen muss.
Auch hier zeigt er alles andere als Verantwortungsbewusstsein, wer einmal tötet kann auch ein zweites Mal töten.

The Green Goblin

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Thursday, July 19th 2012, 4:41pm

Klar, und deswegen sagt er auch am Ende: "Versprechen sind da, um gebrochen zu werden." Tolle Verantwortung, die er da gegenüber Gwen zeigt. Anscheinend sind ihm die Nächte mit ihr doch lieber als ihr Leben. Ist für mich sehr egoistisch und da hat Peter noch gar nichts dazu gelernt (und wäre für den Comic-Peter undenkbar)...


Er hate es aber Captain Stacy nicht versprochen. Er hat es mit seinem Schweigen offen gelassen ob er dieses Versprechen einhalten kann oder nicht. Und das ist in meinen Augen ehrlicher, als hätte er dem Captain das Versprechen in Wort direkt gegeben.
Dennoch zeigt sich ja danach, dass sich Peter mit CapStacys Bitte durchaus auseinander setzt und tatsächlich mit dem Gedanken spielt, Gwen aus allem rauszuhalten.
Und warum sollte Peter über Gwens Kopf hinweg entscheiden, was für Gwen das Beste ist? Gwen kann dies selbst entscheiden und genauso die Konsquenzen abwägen wie Peter. Zumindest können die beiden das mehr oder weniger, denn wenn man verliebt ist, handelt man nunmal nicht rational. Auch nicht ein Superheld, der gerade eine Lektion gelernt hat.
Ob Peters und Gwens Entscheidung Folgen hat, werden wir ja in den folgenden Filmen sehen. Vielleicht wird das dann die nächste Lektion für Peter.

Und das der Comic-Peter hier für einige die heilige Mutter Theresa persönlich ist, hab ich jetzt verstanden. :P Der Comic-Peter war übrigens mit MJ lange verheiratet. ;) Auch wenn es da kein Versprechen gab, so müsste man ihn nach deiner Argumentation ja dann auch als egoistsch bezeichnen. ;)

Quoted

Auch hier zeigt er alles andere als Verantwortungsbewusstsein, wer einmal tötet kann auch ein zweites Mal töten.


Ben starb im Gerangel mit dem Dieb, er wurde nicht gezielt hingerichtet. Wobei du natürlich recht hast. Peter wird das Ziel sicher nicht aus den Augen verlieren. ABer zumindest hat er die Verfolgung im Sinne der Rache aufgegeben.



R.I.C.O.

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Thursday, July 19th 2012, 9:11pm

Ach Leute, da scheibt man mal ein paar Stunden nicht mehr und schon hinkt man hinterher ;-)
Also, beginnen wir mit der Sache der Verantwortung: Diese passt defintiv nicht bzw. ist ein viel nagsamerer Prozess als in den Comics. WENN Peter nicht stillschweigend Captain Stacey das Versprechen gibt, DANN macht es auch keinen Sinn, dass er sich von Gwen trennt. Also, entweder oder.
Dennoch zeigt der Charakter an vielen Stellen, dass er einfach noch nicht bereit ist, verantwortungsbewusst zu agieren (so hätte Peter wie bereits erwähnt NIE behauptet, dass die Formel auf seinen eigenen Mist gewachsen wäre... Das er dir Formel weiter gibt und DANACH sich verantwortlich fühlt hätte an sich allerdings ganz gut zu dem leider etwas gutgläubigen Parker gepasst). Wer weiß, vielleicht wollen sie diese Entwicklung aber auch nur über einen größeren Zetraum (die ganze Trilogie) hinstrecken, was zumindest kein unrealistischer Ansatz wäre.

Komplizierter ist der Charakter des Ben Parkers. Da bin ich nämlich auf Goblins Seite, dass Zivilcourage sehr gut in dessen Bild passt, muss aber einräumen, dass es keine so beschriebene Situation in der Comic-Origin gibt. Hier ist es Ben, der sich zwar dem Einbrecher stellt, der allerding ins dessen Haus eindringen möchte - folglich stimmt die Argumentation, dass er sein Haus und seine Familie schützen will. Nebenbei wurde dies jedoch auch in den Raimi-Teilen nicht originalgetreu übernommen, da dort Ben ja beim Autodiebstahl umkommt.
Was für Goblins (und in diesem Fall auch meine) Denkweise sprechen könnte, sind die pädagogischen Ansätze, die Ben an Peter weitergibt (z.B. habe ich gerade einen Comic gelesen, indem er stolz auf Peter ist, da dieser sich für einen anderen Schüler einsetzte und dadurch fast von der Schule geflogen wäre - also ist Zivilcourage über eigenes Wohlbefinden schon ein wichtiges Element).

Zu der Frage, was ich damit meinte, dass Ben Parker "falsch" in ASM dargestellt wird (ich habe es bereits ein paar Seiten vorher anklingen lassen, erläutere mich aber gerne nochmalig). Es gibt eine klare Aufteilung der Rollen im Hause Parker - May ist die Strenge, Ben der Gutherzige. Es hätte May sein müssen, die Peter eine Standpauke im Film hält und Ben, der ihn in Schutz nimmt, und nicht andersrum. Den bisher in JEDER Comic-Inkarnation (selbst in der Ultimativen) ist Ben Parker ein guter, aufrichtiger, moralisch vorbildlicher Mensch, aber eine defintiv nicht authoritäre Persönlichkeit, die mit dem streng sein so seine lieben Probleme hat. Er erzieht Peter mit viel Liebe und noch mehr Nachsicht, teils gar etwas verklärt und nimmt seinen geliebten Neffen stets in Schutz - auch vor seiner eigenen, um längen strengeren Frau. (Eine herrliche Geschichte, die dieses Verhältnis zeigt, ist Paul Jenkins Spectacular Spider-Man, vol. 2, #27 gezeichnet von dem damals reichlich unbekannten Buckingham). Und gerade dies macht es auch so tragisch, dass es Ben ist, der stirbt, der für Peter mehr liebevolle Vater und moralisches Vorbild war als jeder andere (und das, obwohl die beiden doch sehr verschieden waren, zumindest vom wissenschaftlichen Verständnis). Das tut dem Film keinen gigantischen Abbruch und ist defintiv nur Fanboy-Feinheit, aber eine einschneidende (schlimmer als blaue Balletschuhe)
Irgendwann finde ich euer Dorf, und wenn es das letzte ist was ich tue

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marvelfansb

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Thursday, July 19th 2012, 9:46pm

mal was zur fortsetzung...marc webb ist evtl nicht mehr dabei:

http://www.movie-infos.net/news_detail.php?newsid=31654

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Thursday, July 19th 2012, 10:14pm

Jetzt werf ich mal was anderes in den Raum:
Wollte man "Amazing Spider-Man #1" verfilmen oder Spider-Man/Peter Parker?
Ich denke man wollte Spider-Man verfilmen, also seinen Charakter!
Außerdem muss ich hier auch anmerken, dass ich es für einen guten Ansatz halte, dass Peter noch nicht im ersten Teil seine Verantwortung erkennt, sondern sie nach und nach lernt. Onkel Ben hat in dieser Interpretation ihn überhaupt dazu bewegt durch seinen Tod zu Spider-Man zu werden. Das er mit der Verantwortung seiner Kräfte es noch nicht schafft 100 % umzugehen im ersten Teil der Trilogie finde ich vollkommen in Ordnung und ich bin gespannt wie sich dieser Handlungsbogen weiter spannt.

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Friday, July 20th 2012, 12:03am

Ich bin auf eines gespannt, obs hier auf Blu Ray vielleicht nen Extend.Cut gibt.
'I was blind, but now I see.'

Zitat

Hiddler: Superman gilt als Homo, weil er irgendwie immer als mega soft und weicheimäßig rüber gebracht wurde in letzter Zeit.

Zitat

Pisto: Mainstreamfichte wäre viel treffender gewesen




aradiniz numaraya su an ulasamiyorsunuz, lütfen bir daha deneyiniz GO PANTHERS

The Green Goblin

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Friday, July 20th 2012, 11:44am

Ach Leute, da scheibt man mal ein paar Stunden nicht mehr und schon hinkt man hinterher ;-)
Also, beginnen wir mit der Sache der Verantwortung: Diese passt defintiv nicht bzw. ist ein viel nagsamerer Prozess als in den Comics. WENN Peter nicht stillschweigend Captain Stacey das Versprechen gibt, DANN macht es auch keinen Sinn, dass er sich von Gwen trennt. Also, entweder oder.


In meinen Augen setzt er sich, obwohl er schweigt, danach mit CapStacys Bitte auseinander und überlegt zuerst sehr wohl, ob er Gwen aus allem raushalten soll.
Aber selbst wenn sein Schweigen doch ein Versprechen bedeuten sollte...... Ein Versprechen zu halten kann mit Verantwortungsbewusstsein zu tun haben, muss es aber nicht immer. Wenn man ein Versprechen gibt, hinter dem man wirklich steht und das man auch einhält, mag dies Verantwortungsbewusst sein. Merkt man dann aber, dass man sich mit dem Versprechen nicht wirklich identifizieren kann, aber es dennoch auf Teufel komm raus halten will, ist es rückwirkend nicht mehr als eine wertlose Aufrechterhaltung eines ausgehöhlten Schwurs.
Und ganz ehrlich, die Bitte von CapStacy war auch ziemlich manipulierend. Was hätte Peter dem sterbenen Mann schon antworten sollen? "Nein." ? Es spielt auch immer eine Rolle, unter welchen Umständen ein Versprechen zustande gekommen ist. Wenn man einem Sterbenen was verspricht, hat man doch sowieso nicht wirklich die Wahl.


Quoted

Es gibt eine klare Aufteilung der Rollen im Hause Parker - May ist die Strenge, Ben der Gutherzige. Es hätte May sein müssen, die Peter eine Standpauke im Film hält und Ben, der ihn in Schutz nimmt, und nicht andersrum.


Auch im Raimi-Film war es Ben, der Peter die Leviten gelesen hat. Ich meine mich auch zu erinnern, dass in den ultimativen Comics Ben und Peter auch einen wesentlichen Streit hatten. Ich ich finde, dass Ben weder im Raimi-Film, noch in den ult.Comics noch im TAS-Film streng rüberkommt. Er will Peter nach bestem Gewissen erziehen und ihm seine Werte vermitteln als er glaubt, Peter könne sich selbst verlieren. Er will für Peter die Vaterfigur sein, die dieser braucht.

Und die 616-Tante May war für mich auch nicht wirklich streng und hat Peter mMn auch nicht erzogen (das hat Peter sich eher selbst), sondern sie war vielmehr die ständig Besorgte, die mehr Angst hatte, Peter könnte zu wenig essen oder sich erkälten weil er im Sommer nicht mit Winterjacke rausging, anstatt ihm Werte zu vermitteln, wie Onkel Ben es tat.


This post has been edited 2 times, last edit by "The Green Goblin" (Jul 20th 2012, 11:53am)


2,732

Friday, July 20th 2012, 2:01pm

Spinnensinn hatten wir oft genug-im der Ubahn, mit der Fliege, der Spinne und und und ;)


Ja klar und wer kann sich da außer Fanboys was draus stricken?

Spinnensinn hatten wir oft genug-im der Ubahn, mit der Fliege, der Spinne und und und ;)
Ja, Peter hat aufgrund seines Spinnensinns reflexartig reagiert, das stimmt schon. Aber der Spinnensinn selbst wurde ja nicht durch irgendwelche Effekte deutlich dargestellt. Zumindest kam das bei mir nicht so rüber. Vielleicht haben das andere besser empfunden. Ok, den Kritikpunkt nehme ich zurück.


Es wurde im FIlm überhaupt nicht richtig erklärt oder auf eine andere Art daraufeingegangen.
:omg: :thumbdown:

Ich weiss schon, warum ich Marvel Verfilmungen zum Kotzen finde. Waren eben drin.

Ich bin so dermassen enttäuscht und sauer, dass ich mich garnicht beruhigen kann: Die Origin-Veränderung war gerade noch zu verschmerzen.(Nackenbiss, Ladenüberfall, Verknüpfung der Eltern mit Oscorp/Curt Connors, den Mörder nicht geschnappt.....ja, klar. Batman lässt grüssen)
Aber Gwen weiss das Peter Spider-Man ist? An der Stelle hätte ich das Kino fast verlassen und hatte schon kein Bock mehr auf den Film.
Cpt. Stacy wird von der Echse ermordet? Die Echse hat ein Plattes Gesicht und ist intelligent? Diese Kostümänderung, musste die sein?
Albern: Die Bauarbeiter, die alle Kräne ausrichten. Die Polizisten, die sich in Echsen verwandeln.

Das wirklich EINZIG Positive an dem Film: Sollte es eine Triologie werden, bekommt Gwen am Ende einen Freiflug von einer gewissen Brücke. Der Plot scheint ja darauf hinzuarbeiten.
Achnee; noch was postives: mechanische Webshooter. Die "Natürlichen" aus den vorherigen Spider-Man Filmen fand ich immer ein bischen Eklig.

Ansonsten war der Film ne herbe Enttäuschung und steht in einer Reihe von schlechten Comicverfilmungen: Hulk von Ang Lee, Elektra, Daredevil, Supermans Return.


yep, jetzt ist zwar etwas Zeit vergangen als ich im Kino sas, aber der Film ist nicht " besser " geworden.

Glaub nicht, dass Gwen von der Brücke fliegt, diese Filme haben immer HAPPYEND. Alles andere wäre mehr als seltsam :S


Der Cpt. Stacy deutet das ja in seiner Sterbeszene an. Das war für mich noch eine der besseren Szenen.

Weitere Änderungen, die mir überhaupt nicht zusagten: Wo war der berühmte Satz von Onkel Ben? Gwen Stacy hat eine Mutter und sogar Geschwister?


Genau....
Ich versteh dich nicht Lizzard. Das Gwen seine Identität kennt musste gemacht werden um nicht noch mal genau das gleiche aufzuziehen. Dazu sollte die filme nicht zu sehr aqm orginal hängen, weil sons bräuchte es ide filme ja garnicht man weiß dann ja schon was alles und wie alles passiert.

neee klar am besten Spidey ein ganz anderes Kostüm verpassen und ne ganz andere Story verfilmen.. 8|
Eurer freundlicher Netzschwinger aus der Zukunft spidey2099

2,733

Friday, July 20th 2012, 3:47pm

neee klar am besten Spidey ein ganz anderes Kostüm verpassen und ne ganz andere Story verfilmen.. 8|
Ich dachte die ganze Zeit bei diesem Film, was er überhaupt noch mit "The Amazing Spider-Man" zu tun. Sie haben sogar den Sinn der letzten Worte von Captain Stacy um 180° gedreht...

@The Green Goblin

Quoted

Desweiteren
ist die Verantwortungsgeschichte in Spider-Man (Comic und Film) sowieso
eine Metapher. Onkel Ben erwartet von Peter, dass dieser generell
Verantwortung übernimmt. Ihm schwebt da Verantwortung für Schule,
Familie und das Leben allgemein vor. Sicher hatte er damit nicht im
Sinn, dass Peter das Verbrechen bekämpft. ;)
Es ist halt allgemein eine Metapher auf Verantwortung, egal ob man nun
für jemanden sorgt, der einen braucht, ob man nun ein Land regiert oder
Menschen rettet oder Schurken bekämpft.
Onkel Ben erwartet
es. Das ist der Sinn. Der Sinn der Origin ist genau dies zu zeigen:
Peter's Ego bricht mit den Lehren seines Onkels und führt unweigerlich
zum Tod von ihm. In diesem Film ist es das Verantwortungsbewusst von Ben
Parker, das ihm den Tod bringt. Es ist nicht mehr Peter's Tragödie und
somit seine zukünftigte Belastung. Der Film bricht mit der Kernaussage
von AF15 und entlässt Peter aus jeglicher emotionalen Verbindung zum
Tod. Deswegen auch die "Rachetour": Er fühlt sich nicht Verantwortlich.
Was wir hier sehen ist also "The Amazing Revenge-Man".


Quoted

Das haben Lektionen so an sich, dass man erst immer nach ihnen schlauer ist.




Ja. Der Tod von Ben Parker und die Enthüllung des Killers sind Grundlage
für das Erlernen dieser Lektion. Der Film verfehlt dies, wodurch Peter
eben nicht den wichtigsten Schritt in seiner Entwicklung genommen hat.
Deswegen sind auch Eier am Ende wesentlich wichtiger für ihn als seine
Tante nicht dauernd seine Wunden und Verletzungs zu zeigen...

Quoted


Du
meinst Peter würde annehmen, dass Gwen total scharf auf ihn wird, wenn
sie weiß, dass er ein Gansterjäger ist, wie ihr Dad? Ihr Dad, bei dem
sie jeden Abend angst hat, er könnte den Tag nicht überleben? Nochmal,
Peter ist nicht blöd. Was spricht dagegen, mit Gwen sofort reinen Tisch
zu machen. Peter fragt später ja auch unsicher bei Gwen nach, ob sie das
glaubt, was die Polizei über Spider-Man sagt. Er erhofft sich also
Zustimmung und Unterstützung von ihr. Wenn du aber bei den Szenen
zwischen den beiden nur an Sex denkst oder den Dialogen nicht richtig
lauschst, die mitunter viel über die Motivation der Charaktere verraten,
dann ist das dein Problem.




Ja. Schau den Film. Exakt das passiert. Es gibt einen Satz, der das
anspricht. Aber nachdem Peter ihr sagt, dass er seinen Mist bzgl. der
Echse korrigieren muss und sie dann um Hilfe bittet, mutiert sie gleich
zu Robin.

The Green Goblin

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2,734

Friday, July 20th 2012, 4:38pm

Onkel Ben erwartet
es. Das ist der Sinn. Der Sinn der Origin ist genau dies zu zeigen:
Peter's Ego bricht mit den Lehren seines Onkels und führt unweigerlich
zum Tod von ihm. In diesem Film ist es das Verantwortungsbewusst von Ben
Parker, das ihm den Tod bringt. Es ist nicht mehr Peter's Tragödie und
somit seine zukünftigte Belastung. Der Film bricht mit der Kernaussage
von AF15 und entlässt Peter aus jeglicher emotionalen Verbindung zum
Tod. Deswegen auch die "Rachetour": Er fühlt sich nicht Verantwortlich.
Was wir hier sehen ist also "The Amazing Revenge-Man".


Hätte Peter den Dieb aufgehalten würde wahrscheinlich Onkel Ben noch Leben.
Und im Gegensatz zu Peter ist Ben seinen Werten an die er glaubt, gerecht geworden.
Nur weil Ben Parker nicht tatenlos gestorben ist, sondern durch seine Tat, heißt das nicht, dass Peter es nicht hätte verhindern können. Peter fühlt sich schuldig weil a.) er es nicht verhindert hat b.) weil ihm danach klar wird, dass wenn er die Werte, die ihm Onkel Ben hatte vermitteln wollen, beherzigt hätte, dieser noch leben würde!
Die Rachetour gerade deshalb, weil er sich verantwortlich fühlt. Er glaub, wenn er den Mörder stellt, kann er es irgendwie wieder gut machen. Bis er nach der Brückgeschichte erkennt, dass er es auf diese Weise eben nicht wieder gut machen kann, sondern nur indem er versteht und danach lebt, was Ben im vermitteln wollte.

Und ja ich kenne AF 15.
Im ürigen hat Batman in seinen ersten Ausgaben den Tod von Gangstern bereitwillig in Kauf genommen bzw. verursacht. Schimpft du deshalb auch auf die Nolan-Filme, weil Batman dort nicht tötet? :wacko:


Quoted

Ja. Schau den Film. Exakt das passiert. Es gibt einen Satz, der das
anspricht. Aber nachdem Peter ihr sagt, dass er seinen Mist bzgl. der
Echse korrigieren muss und sie dann um Hilfe bittet, mutiert sie gleich
zu Robin.


Gwen ist vor der Spidey-Enthüllung in Peter verliebt, das ist Fakt. Und Peter weiss das vorher, das ist Fakt.
Das Peter es Gwen sagt um sie ins Bett zu bekommen, ist kein Fakt, und du kannst nach wie vor keine Argumentation vorbringen, der deine "These" belegt.
Peter sucht Zustimmung bei ihr, dass er das Richtige macht. Und meine These habe ich mit der dazugehörigen von mir weiter oben genannten Szene belegt. Du kannst deine These aber anscheinend nicht belegen, also solltest du nicht immer wieder darauf pochen.



2,735

Friday, July 20th 2012, 5:38pm

Kurz zu Batman: Interessiert mich ehrlich nicht. :) Und vorallem nicht Nolan's Filme. Da nehme ich lieber Burton's 89' Batman. Und dort tötet er. :P

Warum funktioniert AF15 selbst 50 Jahre nach der Entstehung genauso gut? Aus meiner SIcht wegen 2 Dingen:
Keep It Stupid Simple
Die Origin-Geschichte ist so dermaßen kurz gehalten und trägt die Prämise, dass jeder zu Spider-Man hätte werden können.

Emotionale Befangenheit des Charakters und des Lesers
Der Twist macht die Origin-Geschichte doch erst so interessant. Peter Parker, der von jedem gehänselt wird, der sich nicht in die Gruppe integrieren kann, wird durch einem Unfall mit großer Macht gesegnet. Und diese verdirbt ihn. Er wird arrogant, er benutzt sie um Geld zu verdienen. Er will es jedem zeigen. Es geht nur noch um sich. Und diese Charakteränderung führt zum Tod seines Onkels. Das beeinflusst nicht nur ihn mit sondern auch den Leser.

Raimi hat es mit Spider-Man 1 geschafft, AF15 sinngetreu umzusetzen. TASM dagegen ist eine Parodie auf AF15. Es macht genau alles um 180°:
Alleine nur um Peter zur Spinne zu bringen, benötigt man im Form seines Vaters und der persönlichen Beziehungen zwischem ihm und Connors, eine Deux Ex Machine. Dann kommt noch hinzu, dass nur Peter Spider-Man sein kann - er ist das einzige Lebewesen, dass die Kreuzung zwischen Spinnen-DNA und eigener überlebt hat...

Ben Parker stirbt wegen seiner Überzeugung. Dumm nur, dass er sich eben zu einem anderen Zeitpunkt zum Helden aufspielen würde. Ironischerweise würde Ben Parker überleben, wenn er Peter in dem Film so aufgezogen hätte, wie er sich benommen hätte: Arrogant und egoistisch. Dann wäre er nämlich zur Seite gegangen. Ich sehe Peter hier also komplett befangenlos. Sein Onkel ist selbst schuld, weil er nach einem Mantra lebt, jenes ihn umbringen kann. Das selbe Schicksal erfährt ja auch Captain Stacy. Eigentlich müsste Peter ja wirklich selten dämlich sein weiter Spider-Man zu spielen. Denn anscheinend stirbt man, wenn man den Helden rauslassen will...
Und genau dies ist der bedauerliche Unterschied zu AF15: Ben Parker konnte sein Schicksal nicht ändern. Nichts, was er hätte unternehmen können, hätte etwas an seinem Tod geändert. Es war unausweichlich.

Der Grund von Peter's Suche nach dem Mörder ist Rache, ist Vergeltung. Sie hält aber nur solange an, bis der Kreis sich schließt: Bis er das Gesicht sieht. Peter Parker ist nicht The Punisher, der auf Rache aus ist. Die erste "Heldentat", die Peter Parker erleidgt, ist das auffinden des Mörders seines Onkels und die Erkenntnis, dass er schuld ist am Tod. Sein Rachefeldzug im Film macht keinen Sinn im Kontext des Ausgangsmaterials, weil er weiß, wer der Mörder ist. Die dargestellte Suche ist also eine schlussendlich vollkommende Fehlinterpretation des Ausgangsstoffes und eines Vergewaltigung der moralischen Botschaft von AF15.

Gwen ist verliebt. Peter auch. Leider traut sich Peter es nicht richtig zu sagen. Gwen stellt ihn vor die Wahl: Sag was oder ich gehe. Er outet sich als Spider-Man und beide sind ein Paar. Jetzt mal abgesehen davon, dass die ganze Dynamik aus Peter's Doppelleben so easy verpufft ist, ist das ganze auch herrlich schlecht geschrieben. Und Gwen wird eben im Film zu seinem Side-Kick, trotzdem sie sich ja soviel Sorgen um ihren Vater, aber auch Peter macht...

2,736

Friday, July 20th 2012, 5:59pm

Der Punisher sinnt auch nicht auf Rache :whistling:

Wo steht geschrieben das "The Amazing Spider-Man" eine 1:1 Verfilmung von "AF15" ist?
Es gilt hier immer noch: Es wurde Peter Parker alias Spider-Man verfilmt, nicht "AF15" ;)

2,737

Friday, July 20th 2012, 6:13pm

Huch? Castle sinnt auf Rache. Ich keine seine Geschichte nicht ganz genau, aber er will eben Vergeltung an jedem Verbrecher üben aufgrund der Geschehnisse im Park. Wie Peter im Film.

Peter Parker/ Spider-Man ist AF15. Das definiert ihn noch heute - 50 Jahre nach erscheinen. Jede Änderung an AF15 verändert gleichzeitig auch Peter Parker und somit auch den Charakter, den man liebgewonnen hat.

Herb-Man

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Friday, July 20th 2012, 6:20pm


Es gilt hier immer noch: Es wurde Peter Parker alias Spider-Man verfilmt, nicht "AF15" ;)


Das glaube ich nicht, Tim. ;)

Es wurde ein Film gedreht, wo der Hauptdarsteller zufällig auch Peter Parker heisst und dieser ein Spider-Man-entfernt-ähnliches Kostüm trägt. Er klaut das Netzserum bei der Firma, bei der seine Freundin, eine Highschool-Schülerin (ohne Abschluss!) als Hauptassistentin (!) ihres wichtigsten Forschungsleiters, arbeitet. Nur weil es optische und namentliche Parallelen zu den Spidey-Comics gibt, ist das noch lange kein Spidey. Uns' Peter hat Verantwortungsbewusstsein, demaskiert sich nicht alle gefühlte 5 Minuten, klaut auch keine Forschungsergebnisse seines Vaters bzw. die Netzflüssigkeit aus einem Labor und hat eine Tante, die mehr Text hat als Stallone in Rambo 2!

Gute Trickeffekte und ein hübscher Darsteller ersetzen keine plausible Geschichte. Die Story von TASM hat so viele :omg: - Momente, dass man das Kino mit einem Schädeltraume verlässt...

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Friday, July 20th 2012, 6:21pm

Kurz zu Batman: Interessiert mich ehrlich nicht. :) Und vorallem nicht Nolan's Filme. Da nehme ich lieber Burton's 89' Batman. Und dort tötet er. :P


Aber in Comics etablierte sich halt, dass Batman das Töten verabscheut. Er steht jedoch ständig an der Grenze, zu dem zu werden, was er bekämpf. Das macht ihn interessant. Würde er die Grenze überschreibten, wäre ja ein 0815-Antiheld, ein Punisher im Fledermauskostüm. Manchmal ist eine Comiclegende eben mehr als ihr erster Heftauftritt. Manchmal lebt der Geist der Figuren erst in der Gesamtheit der Geschichten auf, nicht nur während ihrer Entstehung.

Quoted

Eigentlich müsste Peter ja wirklich selten dämlich sein weiter Spider-Man zu spielen. Denn anscheinend stirbt man, wenn man den Helden rauslassen will...


Das beweist, dass du den Kern von Peters/Spider-Mans Wesen generell nicht verstanden zu haben scheinst. Ja, Peter gab auch mal zu, er sei gerne Spider-Man, weil er die Action und das Abenteuer liebt. Aber im Kern kämpft er für ein Ideal, er kommt seiner Verantwortung nach. Er nimmt dafür in Kauf, verletzt oder getötet zu werden oder persönliche Opfer bringen zu müssen. Er kann einfach nicht anders.
Und genauso verhielt es auch Onkel Ben im Film.

Quoted


Ben Parker stirbt wegen seiner Überzeugung. Dumm nur, dass er sich eben zu einem anderen Zeitpunkt zum Helden aufspielen würde.


Nochmal, Bens Überzeugung besteht aber nicht darin, Held spielen zu wollen. Die Zivilcourage, die Ben zeigt, ist nicht Ausdruck eines Helden-Komplexes, sondern sie resultiert lediglich aus seinem Verantwortungsbewusstsein.


Quoted

Sein Rachefeldzug im Film macht keinen Sinn im Kontext des Ausgangsmaterials, weil er weiß, wer der Mörder ist.


Für mich ist es ein Verarbeitungsprozess, ein verzweifelter Versuch der Wiedergutmachung, den Mörder zu stellen. Aber ich gebe dir recht, dass Peter nicht sofort begreifen kann, selbst nachdem er das Phantombild es Mörders erkannt hab. Spätestens aber nach der Brückszene setzt die Erkenntnis vollkommen ein. Es ist das selbe wie bei AF 15 und dem Raimi-Film. Die Erkenntnis setzt ein, nur behutsamer.

Quoted

Gwen ist verliebt. Peter auch. Leider traut sich Peter es nicht richtig zu sagen. Gwen stellt ihn vor die Wahl: Sag was oder ich gehe. Er outet sich als Spider-Man und beide sind ein Paar. Jetzt mal abgesehen davon, dass die ganze Dynamik aus Peter's Doppelleben so easy verpufft ist, ist das ganze auch herrlich schlecht geschrieben. Und Gwen wird eben im Film zu seinem Side-Kick, trotzdem sie sich ja soviel Sorgen um ihren Vater, aber auch Peter macht...


Gwen gesteht ihm, sie sei in ihm verliebt. Aber er traut sich danach nicht, es ihr ebenfalls zu offenbaren weil er......was? Zurückweisung erwartet? Obwohl sie ihm eben ihre Liebe gestanden hat? Ich sehe da keine Logik in deiner Argumentation.
In dem Gespräch beim Essen mit CapStacy versucht Peter Spider-Man und somit sich selbst vor dem Captain zu rechtfertigen. Er erkennt, dass die Gesetzeshüter gegen ihn sind. Er fühlt sich allein, seine neu erkannten Werte werden nicht verstanden und ins schlechte gezogen. Danach entscheidet er sich, Gwen einzuweihen. Er sucht unterstützung bei ihr, weil er ihr vertraut. Er will seine neue "Lebenseinstellung" durch sie gerechtfertigt wissen. Er zögert, wohlwissend, dass Gwen im Bezug auf Spidey die selbe Einstellung wie ihr Vater haben könnte. Hat sie aber nicht.

Und Gwen hilft Peter, weil sie so aktiv in die Geschehnisse eingreifen kann. Sie war immer machtlos, wenn ihr Vater als Cop das Haus verlies und in ständiger Angst um ihn. Bei Peter sieht sie ihre Chance, sie hilft ihm, um nicht zu Hause zu sitzen und sich von ihren Ängsten überwältigen zu lassen. Endlich kann sie ein Teil dessen sein, was sie immer fürchtete. Das ist mMn ihre Motivation und nicht, dass sie ein Sidekick ala Robin sein will.....



Der Eremit

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Friday, July 20th 2012, 6:22pm

Kino

Also ich war vor 2 Wochen Sonntagsmittags im Kino und habe mich keine Minute gelangweilt. Die Effekte waren phänomenal. Ich war vor ungefähr 34 Jahren das erste Mal überhaupt im Kino. Der Film hieß Superman (1. Teil) und war maßlos enttäuscht das Superman kein Muskelpaket wie in den Comics war. Danach kam irgendwann Spiderman gegen den gelben Drachen im Kino. Auch da waren Welten zwischen Comic und Film. Inzwischen gibt es fast keinen Unterschied mehr zwischen Comic und was man im Film darstellen kann. Wenn die Effekte noch besser wären, wäre das menschliche Auge überfordert.
Man muss immer bedenken das ein Film nur ca 2 Std. Zeit hat eine Geschichte zu erzählen. Da müssen manche Sachen, wie z.B. die Offenlegung der Geheimidentität beschleunigt werden.
Ein wichtiger Punkt ist, dass Spiderman durch die Filme einem größeren Kreis bekannt gemacht wird, der sich vielleicht zu einem (wenn auch kleineren % Satz) die Comics kaufen wird.