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21

Sunday, April 27th 2008, 5:24pm

Ich denke, dass man einen guten Comic, oder besser eine gute Geschichte, garnicht so einfach definieren kann.

Egal ob es sich nun am ernste, tiefsinnige, gesellschaftskritische oder auch völlig absurde Geschichten handelt. Sie können immer gut gemacht sein und dementsprechend unterhalten, oder aber auch total langweiliger Käse sein.

Und was nun Zeichnungen angeht:

Kennt jemand Hellblazer: Dangerous Habits? Ich finde die Zeichungen in diesem Band sehr gut, aber hätte ich diesen Zeichner bei z. B. den X-Men kennengelernt, würde er mir wohl nicht gefallen. Diese Art zu zeichnen passt einfach nicht so richtig zu Marvels Mutanten bzw. den Standardsuperheldenserien. Da sind Leute wie George Perez oder Jim Lee besser aufgehoben (um mal zwei persönliche Favoriten zu nennen).

Wobei es Zeichner gibt, die beides können. Bernie Wrightson etwa kann tolle Superheldencomics zeichnen, aber auch düstere Sachen wie z. B. die Abenteuer Constantines. Als Beispiel für erstes sei z. B. DCs "The Weird"-Miniserie genannt. Wenn man diese Mini nun mit meinetwegen "Batman: The Cult" vergleicht, könnte man fast meinen, ein anderer Zeichner wäre aktiv gewesen. Den Stil von "The Cult" kann ich mir beispielsweise sehr gut bei Hellblazer vorstellen, er passt aber auch gut zu dieser Miniserie.
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Fear of God

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22

Sunday, April 27th 2008, 5:30pm

Wichtig ist, dass es nicht von Bendis oder Miller ist :thumbsup:
And I want my squid.

23

Sunday, April 27th 2008, 5:40pm



Wobei es Zeichner gibt, die beides können. Bernie Wrightson etwa kann tolle Superheldencomics zeichnen, aber auch düstere Sachen wie z. B. die Abenteuer Constantines.


was zu beweisen wäre ... oder hat er je eine hellblazer-episode gezeichnet?


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Hypnotoad

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24

Sunday, April 27th 2008, 5:43pm

gilt "schreibe" auch bei comics ohne dialog? es gibt ja auch gute stummfilme. und gute wortlose comics (trondheim, jason, ulf k.). comic und film sind visuelle medien - brauchen diese zwingend literarische qualitäten, wie sie in der belletristik erforderlich sind, oder müsste man hier einen ganz eigenen qualitätskanon anlegen?


Schwierig. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass ein Comic-Autor auch in gewisser Weise ein Drehbuch anlegt, sich also auch im Rahmen über Layout, Charakter-Design, Timing und Abfolge bei Action-Sequenzen Gedanken macht. Das hat zwar nichts mit literarischen Qualitäten zu tun, ist aber auch extrem wichtig, und trennt sicherlich auch gute von schlechten Autoren. Eine Mischform ist es allemal, da gerade hier ohne eine vernünftige Kooperation mit dem Zeichner auch die beste "stumme" Sequenz nichts wird.

[offtopic]Bemerkung am Rande: Off-Panel-Beschreibungen wie in einem Roman sind ja auch eher selten, da in den Comic sozusagen der Zeichner die darstellerische Arbeit macht. Was nicht automatisch jeden guten Comic-Autor zum Novellisten macht, wie ich es aktuell bei Warren Ellis Roman-Erstlingswerk "Crooked Little Vain" erkennen musste: Gute Dialoge und innere Monologe, aber Null Optik. Klar, kann Stilmittel sein, ist der Phantasie des Lesers überlassen, etc. pp. Trotzdem hatte ich das Gefühl, ein Comic-Skript in den Händen zu halten, das noch von Darick Robertson gezeichnet werden müsste...[/offtopic]

25

Sunday, April 27th 2008, 5:47pm

Quoted

was zu beweisen wäre ... oder hat er je eine hellblazer-episode gezeichnet?


Keine die ich kenne. Aber ich habe genug Phantasie um seinen Zeichenstil auf die Hellblazercharaktere und -orte umzulegen...

Wenn das bei Dir nicht so ist, kann ich leider nichts daran ändern.

Du solltest aber auch nicht vergessen, dass Wrightson, unabhängig vom Geschmack des Einzelnen, als einer der besten Zeichner für Horrorstories angesehen wird. Und diesen Ruf hat er ja nicht ganz umsonst.

EDIT: Jetzt habe ich doch glatt meinen Beitrag noch mal gelesen. Mit einem Minimum an Intelligenz hätte eigentlich jeder merken können, dass ich Hellblazer nur als ein Beispiel für ein Werk angab, welches düsterer als ein Standardsuperheldencomic ist, und, etwas später, ich mir BW eben sehr gut bei Constantine vorstellen kann. Demnächst also bis zum Ende lesen, mein Freund.
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This post has been edited 1 times, last edit by "Kain" (Apr 27th 2008, 5:53pm)


Hypnotoad

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26

Sunday, April 27th 2008, 5:53pm


Bernie Wrightson etwa kann tolle Superheldencomics zeichnen, aber auch düstere Sachen wie z. B. die Abenteuer Constantines.

was zu beweisen wäre ... oder hat er je eine hellblazer-episode gezeichnet?


Hat er nicht, jedenfalls laut dieser Indexliste.

L-Wolverine

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27

Sunday, April 27th 2008, 5:56pm

, die Zeichnungen müssen aufjedenfall gut sein, bei Spider-Man und die neuen Rächer waren die schlechten Zeichnungen ein Hauptgrund für meinen Ausstieg.


Dann hast Du mal meiner Meinung nach die letzten Monate richtig was verpasst 8)

Ich selbst schaue schon lange nicht mehr nur auf Super -Fotorealistische Zeichnungen . Klar sind die schön anzusehen, aber wenn die Story kacke ist - ist der Comic auch kacke ! Musste mich Anfangs auch an die Zeichnungen von den aktuellen neuen Rächern gewöhnen, bin aber voll der meinung dass Sie auch zu der Story und dem ganzen Artwork passen.

28

Sunday, April 27th 2008, 6:10pm

gilt "schreibe" auch bei comics ohne dialog? es gibt ja auch gute stummfilme. und gute wortlose comics (trondheim, jason, ulf k.). comic und film sind visuelle medien - brauchen diese zwingend literarische qualitäten, wie sie in der belletristik erforderlich sind, oder müsste man hier einen ganz eigenen qualitätskanon anlegen?


Schwierig. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass ein Comic-Autor auch in gewisser Weise ein Drehbuch anlegt, sich also auch im Rahmen über Layout, Charakter-Design, Timing und Abfolge bei Action-Sequenzen Gedanken macht.


naja, viele autoren tun ja genau das nicht. es gibt ja keine ultimative din-norm für ein comic-skript. moore z.b. geht extrem ausführlich vor. lee auf der anderen seite hat fast gar nichts vorgegeben. und dann bleibt ja trotzdem die arbeit noch am zeichner hängen. denn der muss sich trotzdem noch jede menge gedanken über layout, perspektive etc. machen - alles dinge, die entscheidend den lesefluß eines comics beeinflussen.

der ausdruck "zeichner" ist im comic imho stark irreführend. viele fans glauben dann leider auch, dass der zeichner ja einfach nur was hinzeichnet, was ihm jemand anderes sagt. genau das aber ist nicht der fall. comics sind ja medien, deren stärke im erzählen von geschichten durch bilder liegt. d.h. es geht nicht nur um das, was in den bildern zu sehen ist, sondern ebenso um das, was ZWISCHEN zwei bildern geschieht. ein guter comiczeichner kann die lücken im zeitlichen ablauf nahezu unsichtbar machen. ein schlechter zeichner klatscht einfach nur zwei panels nebeneinander. und das hat NICHTS damit zu tun, wie perfekt, brillant oder umwerfend die zwei einzelnen panels sind. wenn sie sich nicht zu einer handlungsabfolge zusammenfügen, hat der zeichner versagt, nicht der autor. das ist das problem, dass ich mit vielen der 90er-jahre-image-klone habe: sie kriegen alle ganz tolle einzelbilder hin. aber sie haben fast alle nie kapiert, wie ein comic funktioniert. kurz gesagt: ein comiczeichner muss auch in der lage sein, dinge NICHT zu zeichnen und sie den leser trotzdem sehen zu lassen.

als solches entspricht der zeichner in seiner rolle im grunde dem regisseur beim film, der immer noch viele viele einzelentscheidungen zu treffen hat, damit aus dem drehbuch ein werk wird.


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Al Pacino

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29

Sunday, April 27th 2008, 6:15pm

Wichtig ist, dass es nicht von Bendis oder Miller ist :thumbsup:


Genau umgekehrt :D

30

Sunday, April 27th 2008, 6:16pm

Quoted

was zu beweisen wäre ... oder hat er je eine hellblazer-episode gezeichnet?


Keine die ich kenne. Aber ich habe genug Phantasie um seinen Zeichenstil auf die Hellblazercharaktere und -orte umzulegen...

Wenn das bei Dir nicht so ist, kann ich leider nichts daran ändern.

Du solltest aber auch nicht vergessen, dass Wrightson, unabhängig vom Geschmack des Einzelnen, als einer der besten Zeichner für Horrorstories angesehen wird. Und diesen Ruf hat er ja nicht ganz umsonst.


"war". hierzu verweise ich auf wrghtsons recht tragischen unfall, der ihn mit einem schlag und für jahre nahezu aller seiner zeichenfähigkeiten beraubte. und das sieht man heute noch.

Quoted

Mit einem Minimum an Intelligenz hätte eigentlich jeder merken können, dass ich Hellblazer nur als ein Beispiel für ein Werk angab, welches düsterer als ein Standardsuperheldencomic ist, und, etwas später, ich mir BW eben sehr gut bei Constantine vorstellen kann. Demnächst also bis zum Ende lesen, mein Freund.


geht das auch, ohne dass du gleich persönlich wirst? ich weiss, eigentlich sind ja immer die anderen schuld, und es tut sicher gut, es "mir" mal so richtig zu zeigen. aber davon abgesehen ... nö. wer den konjunktiv meint, soll ihn benutzen. ob wrightson etwas "kann", mag angesichts obiger aussage zumindest angezweifelt werden.


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31

Sunday, April 27th 2008, 6:24pm

"war". hierzu verweise ich auf wrghtsons recht tragischen unfall, der ihn mit einem schlag und für jahre nahezu aller seiner zeichenfähigkeiten beraubte. und das sieht man heute noch.


bitte?
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Fanboy

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32

Sunday, April 27th 2008, 6:27pm

also für mich muss ein comic unterhaltsam sein, nicht wirr und groß-kompliziert geschrieben sein. Die Zeichnungen müssen auch stimmig und gut sein, wenn ich jemand wie Tang Eng Huat sehe dann krieg ich das grausen...
Wichtig sollte heutzutage Innovation und Individualität sein, ein Comic der halt von der Menge raussticht bzw. sich von den anderen abhebt.

Hypnotoad

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33

Sunday, April 27th 2008, 7:26pm


als solches entspricht der zeichner in seiner rolle im grunde dem regisseur beim film, der immer noch viele viele einzelentscheidungen zu treffen hat, damit aus dem drehbuch ein werk wird.


Der Zeichner als Regisseur, der Autor als Drehbuchschreiber, das sind passende Analogien für mich, kann man so stehen lassen.
Ich wollte übrigens nicht die Rolle des Zeichners im Entstehensprozess eines Comics abwerten, bei mir sind gute Comics bloß maßgeblich von der Story abhängig. Dass ein Zeichner auf einer Metaebene auch seinen Einfluss darauf hat bzw. haben sollte, ist mir auch klar.
Ein gutes Beispiel für den Einfluss des Zeichners auf die Story ist z.B. Loeb/Sales "Long Halloween": Man wirft Autor Loeb heutzutage eine Menge geistigen Dünnpfiff in Sachen Storytelling vor, aber eigentlich war seine Schreibe zu "LH"-Zeiten genauso, wenn auch origineller in der Grundidee. Warum ist das also ein Klassiker? Weil Zeichner Sale daraus das Beste machte. Die Identifikation des Loeb/Sale-Teams war sogar so groß, dass alle Fans laut ob der "Hush"-Kollaboration mit Zeichner Lee aufstöhnten - "Warum macht Loeb das nicht?" Und hatten sie nicht Recht? ;)

Ist eine Geschmacksfrage, ich weiß, ich weiß, jetzt bitte nicht einen "Welcher Zeichner ist besser"-Thread hieraus machen... :whistling:

34

Sunday, April 27th 2008, 11:09pm

aber wie man an fanboys posting sieht, interessiert eine ernsthafte auseinandersetzung mit dem thema hier eh keine sau.


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Skive

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35

Sunday, April 27th 2008, 11:19pm

Man muss ja nicht immer alles zu Tode diskutieren :rolleyes:
Die meisten wollen sich hier halt etwas "oberflächlich" zu dem Thema austauschen, mich inbegriffen. Dann sind wir halt schlechtere Menschen ;)

To Serve and Protect

36

Sunday, April 27th 2008, 11:53pm

nach dem motto "wozu verstehen, wovon man redet, hauptsache, man hat was gesagt"? ;)


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Bouncie D. Montana

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37

Sunday, April 27th 2008, 11:54pm

das war der Grund warum ich im Deutsch LK ne gute Note hatte: ich konnte reden ohne was zu sagen :D
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38

Monday, April 28th 2008, 1:24am

"war". hierzu verweise ich auf wrghtsons recht tragischen unfall, der ihn mit einem schlag und für jahre nahezu aller seiner zeichenfähigkeiten beraubte. und das sieht man heute noch.


bitte?



Der Mann hatte einen Unfall bei dem seine Hände in Mitleidenschaft gezogen wurden. Direkt nach dem Unfall konnte er praktisch gar nicht mehr zeichen (zumindest im Vergleich zu seinen ursprünglichen Fähigkeiten) und so ganz hat er seinen alten Stand nie wieder erreicht.

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Seppstock

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39

Monday, April 28th 2008, 9:35am

Na, wenn das mal keine schwierige Frage ist...

Die einfachste mögliche Antwort: Es muß mir Spaß machen den Comic zu lesen.

"Spaß" wiederum kann nun sehr viel bedeuten. Reine Unterhaltung, aber auch das man einfach von den formellen Mitteln oder einem bestimmten Stil, oder auch einem bestimmten Thema fasziniert ist...

Im Prinzip ist die Antwort so vielschichtig, wie das Medium selbst...

40

Monday, April 28th 2008, 9:43am

Ein Comic muss mich fesseln so das ich die Zeit und meine Umgebung total vergesse,da spielt die Zeichnung und die geschichte eine grosse Rolle, dann, erst dann ist ein Comic gut! Ich danke Marvel und DC das es heute so gute Comics gibt, Danke!
PLANET - MARVEL