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Shrunky

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4,061

Wednesday, August 24th 2011, 3:15pm

1. du meinst Graphic Novels. Der von dir verwendete Term existiert so nicht.
Es ist bedauerlich, dass du, obwohl es wegen code switching kognitiv verstehbar war, darauf Aufmerksam machen muss, da es für die Diskussion schließlich völlig unerheblich ist.
Serielle Comics, die sich nach einem Film oder einer Serie signifikant besser verkauft haben: Hellboy, Sin City, The Walking Dead, Batman (Year One, DKR).
Das sind keine Fakten, sondern Zahlen ohne Quelle und somit schlicht Behauptungen.

Ist der Anstieg der Verkäufe statistisch signifikant? Selbst dann heißt dies nicht automatisch, dass es auf die Kinoauswertung zurückzuführen ist, da es ja noch tausend andere Parameter zu berücksichtigen gilt.

Ein Beispiel: nur weil in Europa die Population der Störche und die Geburten rückläufig sind, sollte man vernünftigerweise nicht daraus schließen, dass der Storch die Kinder bringt.

This post has been edited 1 times, last edit by "Shrunky" (Aug 24th 2011, 3:21pm)


4,062

Wednesday, August 24th 2011, 3:15pm

Hellboy ist eine Serie mit fortlaufender Handlung (hast du's nicht gelesen?), Sin City immerhin seriell durch Querverweise innerhalb der Episoden. Die Batman-Titel sind Bestandteil eines größeren Erzählkosmos. Wenn ich dich an die Ursprungsprämisse erinnern darf: "Das Problem, das jmd hat, wenn er einen Batmanfilm sieht und danach ein Comic darüber lesen will und ein Watchmenseher hat, liegt ja auf der Hand. Der Batmanseher schnappt sich am Ende das RIP Trade (oder nimmt gar keins, weil er sich nicht entscheiden kann) und blickt gar nix und der Watchmenseher schnappt sich das Graphic Novelle und wird damit glücklich. Von daher würde ich die probabilistische Aussagen treffen: Filme von Graphic Novelles würden eher dazu verleiten zum Comic zu greifen und in dem Medium zu verweilen, als dies bei Filmen von fortlaufenden Serien der Fall wäre."

Die These krankt natürlich daran, dass hier davon ausgegangen wird, dass es bei Batman nur extrem in der Continuity verzahnte Comics wie R.I.P. gibt, was halt falsch ist. Womit wir wieder beim Glauben wären...


“I am just a human being… I’m not a guru or a leader or a demigod of any kind.” – Grant Morrison

Käpt'n Kalamari

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4,063

Wednesday, August 24th 2011, 3:16pm

Tja, glauben ist oft das Gegenteil von Wissen.* 1) wüßte ich gern, was du mit "Graphic Novelle" meinst, 2) gibt es bekanntlich auch Trades und Oneshots zu Superheldenserien.

Zum Thema:
Wer hatte noch behauptet, dass die Cover mit dem hässlichen Rand und diesen Scancodes die Finalen wären?
Dies ist, wie ich damals schon sagte, nicht der Fall! Döndöndöööööön: http://www.newsarama.com/php/multimedia/album.php?aid=44019


Was du da postest, sind PRE-September Comics...
ich war das und da hast du dich ganz schön selber gedöndööööt...:D
Biete Digital-Codes von neuen Marvel NOW!-Serien! (Titel stehen in meinem Profil)
Bei interesse PN an mich!

Shrunky

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Wednesday, August 24th 2011, 3:16pm

Was du da postest, sind PRE-September Comics...
DOOOH!
Peinlich! :D

Die neuen Hefte werden trotzdem normal aussehen, davon bin ich überzeugt.

Shrunky

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Wednesday, August 24th 2011, 3:19pm

Die These krankt natürlich daran, dass hier davon ausgegangen wird, dass es bei Batman nur extrem in der Continuity verzahnte Comics wie R.I.P. gibt, was halt falsch ist. Womit wir wieder beim Glauben wären...
Ich habe doch nicht ausgeschlossen, dass er ein Elseworld Trade erwischt. Da es aber mehr "in continuity" Trades gibt, ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass er auch zu so einem greifen würde.

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Wednesday, August 24th 2011, 3:27pm

Hellboy baut aber nicht so aufeinander auf wie dies im Normalfall aktuelle DC und Marvel Comics tun und genau das war ja das worüber wir reden, nicht über eine ominöse Nummer auf oder im Comic.

Batman R.I.P. ist ein gutes Beispiel weil man da ja wirklich VIEL lesen muss um das überhaupt zu verstehen. Die Frage hier bleibt doch ob es Sinn macht die monatlichen Comic so anzupassen das diese als Trade "verkaufbar" sind oder ob man nicht eher direk GN machen sollte wie Superman: Earth One oder die neuen Season One Sachen von Marvel.
"Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther
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House of Heroes: Folge 11 - Continuity

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Wednesday, August 24th 2011, 3:28pm

@Shrunky: Auch wieder falsch, da die mehr oder minder allein stehen Bände (Y1 ist KEIN Elseworld!) vom Verlag entsprechend promotet und vom Buchhandel entsprechend aufgenommen werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cum_hoc_ergo_propter_hoc

Eine "novel" ist keine Novelle. "Novelette" ist die Novelle. So much for code switching. Die Zahlen zu meinen Aussagen findest du im ICOM-Jahrbuch mit dem jährlichen US-Marktbericht. Und Statistik habe ich acht Semester lang studiert, ebenso Empirie und empirische Sozialforschung.


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Wednesday, August 24th 2011, 3:31pm

Die Frage hier bleibt doch ob es Sinn macht die monatlichen Comic so anzupassen das diese als Trade "verkaufbar" sind oder ob man nicht eher direk GN machen sollte wie Superman: Earth One oder die neuen Season One Sachen von Marvel.


Da das, wie ich in der CX argumentiert habe, sehr teuer ist und bisher niemand auf dieser Welt es geschafft hat, Sinn zu "machen", ergibt es es aus zweierlei Gründen keinen Sinn. ;)

Neee, ernsthaft: auf GN als alleiniges Format umzustellen, wäre aus einer Vielzahl Gründe (Schwellenpreis, Verfügbarkeit, Erscheinungsrythmus, Vorfinanzierung, Geldfluß, Marktstruktur) ziemlich selbstmörderisch auf dem Level, das Verlage wie DC benötigen, um zu überleben. Das ist ausschließlich für Kleinverlage als alleiniges Format handhabbar.


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Shrunky

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Wednesday, August 24th 2011, 3:41pm

@Shrunky: Auch wieder falsch, da die mehr oder minder allein stehen Bände (Y1 ist KEIN Elseworld!) vom Verlag entsprechend promotet und vom Buchhandel entsprechend aufgenommen werden.
Was wiederum nicht ganz richtig ist. In meiner Thalia z.B. werden ausschließlich aktuelle Panini Batmancomics angeboten (auch als The Dark Knight im Kino war). Speziell im Buchhandel findet man entweder nur neues "in continuity" Zeug oder gar keins und dafür graphic novel.
Eine "novel" ist keine Novelle. "Novelette" ist die Novelle. So much for code switching. Die Zahlen zu meinen Aussagen findest du im ICOM-Jahrbuch mit dem jährlichen US-Marktbericht. Und Statistik habe ich acht Semester lang studiert, ebenso Empirie und empirische Sozialforschung.
Dann solltest du doch auch wissen, dass selbst bei einer (statistisch) signifikanten Korrelation maximal von Glauben anstatt Wissen gesprochen werden kann (ist ja rein probabilistisch).

Verkaufszahlen sind Fakten, aber keine aus Statistiken entnommenen Schlüsse!

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Wednesday, August 24th 2011, 3:49pm

Hatte mich nicht richtig ausgedrückt, ich meinte das man schon zweigleisig fahren sollte, aber dann wirklich getrennt und nicht zwanghaft versuchen die monatlichen Serien so anzupassen das man die auch als Trades an den Mann bringen kann. Wenn ich mir aber die Nielsen Zahlen anschaue überlege ich mir ob es von DC so schlau war JMS von den monatlichen Comics abzuziehen. Superman: Earth One hat mit ca. 20.000 noch nicht mal doppelt so viel "verkauft" wie Batman & Robin mit ca. 12.000. Bei letzterem hat man aber die Kosten schon über die monatliche "Verwurstung" rein bekommen.

Ich bin trotzdem schonmal gespannw wie sich die Season One Sachen von Marvel machen werden.
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Shrunky

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Wednesday, August 24th 2011, 3:51pm

Die meisten Gründe, die dagegen sprechen, werden eh früher oder später hinfällig, wenn der digitale den print Markt überholt hat.

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Wednesday, August 24th 2011, 3:55pm

Die meisten Gründe, die dagegen sprechen, werden eh früher oder später hinfällig, wenn der digitale den print Markt überholt hat.

Die Probleme des digitalen Marktes sind einfach zu komplex als das dies so schnell möglich sein würde. Comics und Bücher unterscheiden sich doch in vielen Fällen noch stark und so kann man das "Amazon" Modell nicht 1:1 übertragen.
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Wednesday, August 24th 2011, 4:00pm

Hatte mich nicht richtig ausgedrückt, ich meinte das man schon zweigleisig fahren sollte, aber dann wirklich getrennt und nicht zwanghaft versuchen die monatlichen Serien so anzupassen das man die auch als Trades an den Mann bringen kann. Wenn ich mir aber die Nielsen Zahlen anschaue überlege ich mir ob es von DC so schlau war JMS von den monatlichen Comics abzuziehen. Superman: Earth One hat mit ca. 20.000 noch nicht mal doppelt so viel "verkauft" wie Batman & Robin mit ca. 12.000. Bei letzterem hat man aber die Kosten schon über die monatliche "Verwurstung" rein bekommen.


Dazu kommen aber noch die Comicshop-Sales, die Non-Nielsen-Sales (Bibliotheken, nicht erfasste Buchhandlungen), außerdem die Verwertung im Softcover und, ganz wichtig, die langfristige Verwertung. Bedenkt man, dass Superman regulär unter 40.000 vorbestellte Heftausgaben hat, zieht der Band langfristig mindestens gleichauf.

@Shrunky: die Gründe, die gegen eine Umstellung auf GN-Format sprechen, verschwinden durch die Digitalisierung nicht einfach. Die Kostenfaktoren bleiben, bis auf einen eher unbedeutenden, im Grunde gleich.


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Shrunky

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Wednesday, August 24th 2011, 4:02pm

Hm, Amazon zeigt es ja heute schon mit Büchern.
Mehr ebooks als Physische.
Sobald es ein augenschonendes, hochauflösendes Display gibt, wird das Problem auch geregelt.
Bei der Musik lief es ja ähnlich.

Bei den Comics sind die Platzprobleme ja auch noch viel größer, so dass das portable Mitführen noch wesentlich attraktiver wird.
Dass DC jetzt im Zuge der 52 diesen Schritt geht, ist absolut richtig.

Abends ein paar Hefte shoppen und sofort lesen, großartig. So gibt man vielleicht auch viel mehr Geld aus, weil die Hürde geringer ist.
Und Dinge wie Druckkosten, Auflagenhöhe und Verfügbarkeiten ist nicht mehr existent, weil Serverkapazität schon so spottbillig geworden ist.
Auf einem digitalen Marktplatz kann man dann auch wesentlich effektiver für Neuleser anbieten...weil auch bei fortlaufenden Serien die #1 Nummer immer verfügbar ist. Somit ist der Einstieg 100% leichter, als über Trades oder GN

4,075

Wednesday, August 24th 2011, 4:03pm

@Shrunky: Auch wieder falsch, da die mehr oder minder allein stehen Bände (Y1 ist KEIN Elseworld!) vom Verlag entsprechend promotet und vom Buchhandel entsprechend aufgenommen werden.
Was wiederum nicht ganz richtig ist. In meiner Thalia z.B. werden ausschließlich aktuelle Panini Batmancomics angeboten (auch als The Dark Knight im Kino war). Speziell im Buchhandel findet man entweder nur neues "in continuity" Zeug oder gar keins und dafür graphic novel.


Das hier ist der US-Thread. Thalia ist keine US-Kette.

Auf das alternative Erklärungsmuster zu den Watchmen-Sales von dir wäre ich gespannt. Bis dahin rate ich dir, Dinge wie den US-Report im ICOM-Jahrbuch erstmal zu lesen, gerne auch kritisch, um zumindest ein Gesprü für Zustand und Komplexität des US-Marktes zu erlangen.


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Wednesday, August 24th 2011, 4:05pm

Hm, Amazon zeigt es ja heute schon mit Büchern.
Mehr ebooks als Physische.


Sagen sie. Aber die Zahlen hat noch niemand gesehen.

Ist das Gegenteil zum "portablen Mitführen" das "importable Mitführen" oder das "portable Nichtmitführen"? :P

Druckkosten sind der kleinste Faktor bei der Herstellung eines Comics.


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Wednesday, August 24th 2011, 4:10pm

Hm, Amazon zeigt es ja heute schon mit Büchern.
Mehr ebooks als Physische.
Sobald es ein augenschonendes, hochauflösendes Display gibt, wird das Problem auch geregelt.
Bei der Musik lief es ja ähnlich.

Comics sind weder Bücher und schon gar keine Musik.
Comics sind viel mehr Sammlerobjekte als das Bücher oder Musik ist.
Man kann zur Zeit noch kein Eigentum an einem (monatlichen) digitalen Comic erwerben, nur die wiederufbare Lizenz es lesen zu dürfen. Das wird sich, aufgrund der Marktmacht von Comixology, auch nicht so schnell ändern.
Comics lesen sich anders als Bücher, einige der Effekte die ein Comic ausmachen lassen sich nicht vernünftig auf ein bezahlbares Display umsetzen. Die physikalische Grenze (die Apple mit ihrem "Retina Display" für das iPhone umgeht) wird auch in den nächsten Jahren nicht wirklich durchbrochen werden.

Zur Info: Ich lese recht oft Comic auf meinem iPad und sehe in den digitalen Comics ebenfalls den Weg der Zukunft, aber das wird noch dauern.

Zu den Kosten hat Ellen ja schon was geschrieben.
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Wednesday, August 24th 2011, 4:12pm

Und ich mache E-Comics und kann das darum recht genau einschätzen, schätze ich (grob geschätzt).

Wer sich eingeladen fühlen will (die #1 ist jeweils gratis):
http://graphicly.com/eidalon


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Wednesday, August 24th 2011, 4:16pm


Dazu kommen aber noch die Comicshop-Sales, die Non-Nielsen-Sales (Bibliotheken, nicht erfasste Buchhandlungen), außerdem die Verwertung im Softcover und, ganz wichtig, die langfristige Verwertung. Bedenkt man, dass Superman regulär unter 40.000 vorbestellte Heftausgaben hat, zieht der Band langfristig mindestens gleichauf.
Gerade mal geschaut: Diamond berichtet 31.900 für letztes Jahr, da sind wir so ja fast schon bei 60.000 (wenn man bei Nielsen von 70% Abdeckung ausgeht). Jau, das lohnt sich dann doch. Bin mal gespannt ob Johns mit Batman: Earth One was ähnliches hinbekommt.
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Wednesday, August 24th 2011, 4:17pm

Sagen sie. Aber die Zahlen hat noch niemand gesehen.

Ist das Gegenteil zum "portablen Mitführen" das "importable Mitführen" oder das "portable Nichtmitführen"?

Druckkosten sind der kleinste Faktor bei der Herstellung eines Comics.
Verzeih mir, ich hatte schon seit Jahren nicht mehr mit pedantischen Trollen, die einen auf jede noch so unbedeutende Unstimmigkeit hinweisen, zu tun. Daher fällt hier ab und zu Futter runter.

Druckkosten waren ja auch nur ein Beispiel. Verfügbarkeit ist hier, speziell in Bezug auf die #1, das größte Problem, das gelöst würde.
Mit dieser Umstellung könnten auch komplexe und fortlaufende Serien nach einem Kinobesuch gelesen werden. Außerdem sinkt die Hemmschwelle in einen Comicladen zu gehen. Was kleine Preise auf portablen Geräten für ein Aktivierungspotential haben, sieht man an den Appstore Verkaufszahlen.
Kostenlose Nullnummern oder #1en machen das Stöbern im Vergleich zum Comicstore konkurrenzfähig.