Der dunkle Ritter schlägt zurück #1
Vor drei Jahren starb Bruce Wayne alias Batman für die gesamte Öffentlichkeit. Keiner wusste das er insgeheim doch noch lebte und nun mit einem neuen Plan aus dem Dunkel hervortritt. Die Welt um ihn herum ist schlecht geworden. Brainiac und Lex Luthor steuern ein Computerhologramm das den Präsidenten der USA simuliert. Damit er den geplanten Umsturz und die Reinigung der Menschheit nicht alleine bewerkstelligen muss holt er sich Hilfe. Seine ausführende Hand ist in erster Linie die 16jährige Caroline Keene Kelley, und eine Gruppe von Jugendlichen, seinen Batboys.
Deren erster Auftrag lautet die Befreiung von Professor Ray Palmer, der frühere Atom, und diese Aktion bleibt natürlich auch nicht unbeobachtet. Schon bald stürzen sich sämtliche Nachrichtensendungen und Presseblättchen auf diese Sensation. Immerhin hat es seit dem Tod von Batman keinen einzigen kostümierten Helden mehr gegeben. Die wenigen welche noch von sich reden machten, wie die Superchicks, fallen vor allem durch aufreizende Konzerte und große Tourneen auf, als durch heldenhafte Taten.
Der nächste ehemalige Held den Bruce in seinen Reihen wünscht ist Barry Allen, der Flash. Auch diese Aktion bleibt nicht unbemerkt, aber anders als die Presse erkennen Superman und seine Frau Wonder Woman sofort wer dahinter steckt.
FAZIT:
Nach Millers, zugegebenermaßen sehr gelungenem, Dark Knight Returns (Die Rückkehr des dunklen Ritters) ist diese zweite Serie von den Fans weit weniger positiv aufgenommen worden erwartet. Das Siegel "Miller" alleine garantiert eben doch keinen Erfolg. Und dennoch ist der Beginn dieses zweiten "Kampfes" welchen Bruce hier gegen seine Freunde und die Allgemeinheit ausfechten muss, mehr als nur eine durchschnittliche Batman-Geschichte. Zwar holpert alles noch ein wenig dahin und wirkt auch etwas zusammenhanglos, aber es lässt sich teilweise schon erahnen worauf es hianuslaufen könnte.
Enttäuschend hingegen waren dafür Millers Zeichnungen an sich (wenn man sich mal auf das reine Schwarz/Weiß-Bild beschränkt) die zwar schon in der ersten Serie stark experimentell waren, nun aber stelleweise doch sehr aus dem Ruder laufen.
Einzig Lynn Varleys hervorragende Kolorierung rettet sehr viele Panels. Meine Meinung nach hat Millers Frau hier einen neuen Höhepunkt ihres kreativen Könnens ereicht. Varleys Farbgebung ergänzt nicht nur Millers Zeichnungen, sondern korrigiert und perfektioniert sie stellenweise.