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Du argumentierst im Kreis. Einerseits ist es schlecht, dass die Menschen hier so wenig verdienen. Andererseits prognostizierst du (zu recht) die Gefahr, dass Unternehmen bei steigenden Lohnkosten wieder abwandern.Aber die Firmen, die die Jobs hinbrachten wandern wieder ab, Investoren gehen wieder etc...bin ja gespannt wie das im Fall China weiterläuft.

Und das die Stellen, die zuvor outgesourced wurden, wieder zurück nach Europa kommen ist auch eine gute Entwicklung. Globalisierung kann durchaus auch mal positive Effekte haben.
. Was Du "Endlos-mehr-Gewinn" Mentalität nennst und was man etwas neutraler auch als stetiges Wachstum bezeichnen könnte, ist eine der Grundvoraussetzungen der Wirtschaft. Das ist schnell erklärt und sollte auch von Nicht-Wirtschaftswissenschaftlern verstanden werden. Unternehmen brauchen Fremdkapital, entweder weil das Eigenkapital für notwendige Investitionen nicht ausreicht oder weil in manchen Fällen Fremdkapitalfinanzierung günstiger ist (das musst du nicht verstehen, glaub es mir einfach). Der Kreditgeber braucht für die Vergabe des Kapitals Rendite in Form von Zinsen. Um diese Zinsen zahlen zu können muss der Kreditnehmer das Geld so investieren, dass er am Ende mehr hat als zuvor. Daher die Notwendigkeit von Wachstum. Niemand in diesem System ist ein böser, ausbeuterischer Kapitalist. Alle handeln nur nach gesundem Menschenverstand und wirtschaftlicher Vernunft.Das ganze ist ein RIESEN Teufelskreis, der zwangsläufig immer einen Ausgebeuteten braucht. Was zu einem großen Teil wahrscheinlich auch an der "Endlos-mehr-Gewinn" Mentalität der Konzerne liegt.
US-amerikanische und europäische Produzenten ziehen sich vermehrt aus dem chinesischen Markt zurück, weil dort die Produktivität (Verhältnis produzierter Gütern / eingesetztem Kapital) durch steigende Lohnkosten massiv sinkt. Ich habe dazu vor ein paar Tagen einen Link gepostet.Wie kommst du darauf bzw. welches größere Unternehmen hat sich denn aus China zurückgezogen und produziert wieder in Westeuropa?
Kanns ja kaum glauben, wenns tatsächlich so wäre.
This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (May 30th 2012, 7:44pm)
Wie kommst du darauf bzw. welches größere Unternehmen hat sich denn aus China zurückgezogen und produziert wieder in Westeuropa?
Kanns ja kaum glauben, wenns tatsächlich so wäre.
US-amerikanische und europäische Produzenten ziehen sich vermehrt aus dem chinesischen Markt zurück, weil dort die Produktivität (Verhältnis produzierter Gütern / eingesetztem Kapital) durch steigende Lohnkosten massiv sinkt. Ich habe dazu vor ein paar Tagen einen Link gepostet.
Mhm, gesunder Menschenverstand...deswegen haben wir ja jetzt ne Wirtschaftskrise....weil alle nach dem gesunden Menschenverstand handeln....sorry, aber dir muss doch selber klar sein dass dies einfach nicht stimmt![]()
. Ich behaupte nichts. Ich habe oben nur die Notwendigkeit von Wachstum erklärt. Wenn du die Erklärung nachvollziehen kannst, verstehst Du auch meinen Aussage bezüglich des "gesunden Menschenverstands". Die Wirtschaftskrise hat damit nichts zu tun.
Hä? Wie kommst denn auf die Idee? Nur weil du behauptest die Wirtschaft würde nach gesundem Menschenverstand handeln und ich das nicht so sehe?
Es ist eine absehbare Entwicklung. Die "Hoffnung auf eine Rückkehr an den Produktionsstandort Westeuropa" ist weder naiv noch neoliberal, sondern entspricht den Planungen vieler Unternehmen. Deutschland ist aufgrund der hohen Produktivität und der niedrigen Lohnkosten sogar ein relativ aussichtsreicher Standort.Sie haben es eventuell vor, nicht mehr, und die Hoffnung auf eine Rückkehr an den Produktionsstandort Westeuropa halt ich für naiv oder eben für ziemlich neoliberal im negativsten Sinne.
Asien ist groß und geht nebenan bestimmt noch günstiger als in China, mit weniger Bürokratie und Beschränkungen.
Ich habe nichts vergessen. Ich habe versucht euch einen einfachen betriebswirtschaftlichen Zusammenhang zu erklären, der auf logischem Verhalten aller Parteien beruht. Wenn ihr an Erklärungen nicht interessiert seid, ist das in Ordnung. Dann müsst ihr aber damit leben, dass ihr Entwicklungen falsch beurteilt weil ihr die Zusammenhänge dahinter nicht versteht.Weil er neben Vernunft und Menschenverstand eben die Gier und den Geiz vergessen hat....
This post has been edited 1 times, last edit by "dk one" (May 30th 2012, 8:04pm)
Alle handeln nur nach gesundem Menschenverstand und wirtschaftlicher Vernunft.

Das musst Du näher erklären. So wie es da steht ist es Unfug.wirtschaftliche vernunft muss nicht immer gesundem menschenverstand entsprechen. ja, das von dir geschilderte verhalten entspricht wirtschaftlich logischem denken. abder wirtschaftliches denken muss nicht immer allgemein gesehen logisch sein.
Ob Wohlstandsprodukte per se überflüssig sind halte ich für sehr diskutabel.(es ist zB nicht logisch, unsere begrenzten ressourcen für die produktion überflüssiger wohlstandsprodukte zu verschwenden.)
Ich stimme Dir in diesem Punkt vollkommen zu, da es meiner Aussage in keinster Weise widersprichst.du musst nur mal die betriebswirtshaftliche ebene verlassen - versuch mal, das ganze volkswirtwchaftlich zu betrachten, von ökologie oder wohlfühlfaktoren mal ganz zu schweigen. die ökonoie ist nur ein subsystem der gesamthesellschaft (bzw. sollte es sein...)![]()
Natürlich ist die betriebswirtschaftliche Perspektive nur ein Teil der volks- bzw. gesamtwirtschaftlichen und diese wiederum nur ein Teil der gesellschaftlichen, was anderes habe ich nie geschrieben. In meiner Ausführung weiter oben, ging es lediglich um die Notwendigkeit von Wachstum. Es ist eine absehbare Entwicklung. Die "Hoffnung auf eine Rückkehr an den Produktionsstandort Westeuropa" ist weder naiv noch neoliberal, sondern entspricht den Planungen vieler Unternehmen. Deutschland ist aufgrund der hohen Produktivität und der niedrigen Lohnkosten sogar ein relativ aussichtsreicher Standort.Sie haben es eventuell vor, nicht mehr, und die Hoffnung auf eine Rückkehr an den Produktionsstandort Westeuropa halt ich für naiv oder eben für ziemlich neoliberal im negativsten Sinne.
Asien ist groß und geht nebenan bestimmt noch günstiger als in China, mit weniger Bürokratie und Beschränkungen.
Wo willst Du innerhalb Asiens günstiger produzieren als in China? In Japan, in Südkorea? Die anderen Länder haben entweder die Workforce nicht oder sind politisch instabil. Indien wäre noch interessant, hat aber ebenfalls mit massiv steigenden Löhnen zu kämpfen.
Ich habe versucht euch einen einfachen betriebswirtschaftlichen Zusammenhang zu erklären, der auf logischem Verhalten aller Parteien beruht. Wenn ihr an Erklärungen nicht interessiert seid, ist das in Ordnung. Dann müsst ihr aber damit leben, dass ihr Entwicklungen falsch beurteilt weil ihr die Zusammenhänge dahinter nicht versteht.![]()
.This post has been edited 1 times, last edit by "KorporalKollateralschaden" (May 30th 2012, 8:30pm)
Das ist NICHT MEINE Prognose.deiner Prognosen
Gehts noch? Umgangformen?Arrogant wie eh und je,
Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich sagen nicht, es gäbe keine "bösen, ausbeuterischen Kapitalisten" (die gibt es), sondern lediglich, dass ein wachstumsorientiertes Unternehmen nicht per se von bösen, ausbeuterischen Kapitalisten geleitet wird, sondern nur logisch handelt, da seine wirtschaftliche Handlungfähikeit vom Wachstum abhängt.aber vermutlich ist Rovin nur über deinen etwas verunglückten abschliessenden Satz gestolpert, das in diesem System keine bösen, ausbeuterischen Kapitalisten existieren, etc. - du meinst mit System vermutlich das magische Viereck in der Theorie, Rovin jedoch vielleicht unser gesamtes Wirtschaftssystem in der Praxis
This post has been edited 2 times, last edit by "dk one" (May 30th 2012, 8:36pm)
Gehts noch? Umgangformen?Arrogant wie eh und je,![]()
Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich sagen nicht, es gäbe keine "bösen, ausbeuterischen Kapitalisten", sondern lediglich, dass ein wachstumsorientiertes Unternehmen nicht per se von bösen, ausbeuterischen Kapitalisten geleitet wird, sondern nur logisch handelt, da seine wirtschaftliche Handlungfähikeit vom Wachstum abhängt.aber vermutlich ist Rovin nur über deinen etwas verunglückten abschliessenden Satz gestolpert, das in diesem System keine bösen, ausbeuterischen Kapitalisten existieren, etc. - du meinst mit System vermutlich das magische Viereck in der Theorie, Rovin jedoch vielleicht unser gesamtes Wirtschaftssystem in der Praxis
). NP!Sorry, habs editiert... .
Hab ich dann beim zweiten oder dritten Mal lesen auch so verstanden, aber Rovin hats vermutlich in den falschen Hals bekommen, weil die Formulierung nicht exakt genug war (find ich zumindest, sonst hätte ichs nicht mehrmals lesen müssen...).