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81

Tuesday, February 14th 2012, 6:24pm

Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.

Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.

Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)

Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.


“I am just a human being… I’m not a guru or a leader or a demigod of any kind.” – Grant Morrison

Rovin

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82

Tuesday, February 14th 2012, 6:44pm

Nur mal, weil ichs zwischendrin mal gelesen hab: Schimmel sind anfangs Rappen, Füchse oder Braune;)

(für die nicht-Reiter: Schwarz, rotbraun, Dunkelbraun mit schwarzer Mähne)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schimmel_(Pferd)


LobsterJohn

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83

Tuesday, February 14th 2012, 6:54pm

Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.

Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.

Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)

Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Naja, Wachstum bleibt Wachstum.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!
Cancelations sind das beste Beispiel dafür, dass eben nur auf Wachstum und Kurzfristigkeit gesetzt wird, anstatt einer Serie die Chance zu geben, sich zu etablieren. Kleinere Verlagen halten ja auch ihre Titel bei wesentlich niedrigeren Auflagen.

Gibt es für deine Eventmüdigkeitsthese Zahlen? Oder ist das eine reine Vermutung?

84

Tuesday, February 14th 2012, 7:03pm

Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.

Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.

Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)

Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Naja, Wachstum bleibt Wachstum.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!


Wenn du ein Mittel für Unsterblichkeit findest...

Nein, ehrlich: das geht nicht. Vollkommen unmögliche Aufgabe. Du kannst das Abspringen von Lesern (aus tausenden Gründen) nicht vermeiden. Darum musst du ein Produkt gestalten, das für Neukunden relevant ist. Das Leser gehen, ist der Gang der Dinge. Aufgabe des Verlages ist es, dafür zu sorgen, dass Leser gehen und kommen.

Was dem US-Markt das Genick bricht, ist einfach die wirtschaftliche Gesamtlage. Wenn ein Comicheft so viel kostet wie zwei Tage Heizen oder dreimal der Weg zur Arbeit, dann überlegst du dir das aber schon, jedenfalls sofern du noch Arbeit hast oder ein Haus, das du beheizen kannst. Die Grundstücksblase und die Wirtschaftskrise fressen natürlich überall an der Kundschaft. Wegbrechende Shops verringern gleichzeitig die potentielle Kapazität des Marktes. Das Einbrechen der Verkaufszahlen und die Wirtschaftskrise liegen zeitlich fast deckungsgleich. Ohne die Events würde alles vermutlich noch düsterer aussehen.


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dk one

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85

Tuesday, February 14th 2012, 7:32pm

Genau das kann nicht die Frage sein, weil es hier ja um Kosten-/ Nutzen-Rechnung geht und unterm Strich Gewinn stehen muss. Heisst, es gibt eine natürliche Untergrenze der verkauften Auflage, sofern man die Preise nicht astronomisch hochschraubt.

Ausserdem: wie gering denn noch?

Nein, der Relaunch hatte natürlich das Ziel, das Schiff flott zu kriegen.
Natürlich hast Du damit vollkommen recht, genau darauf wollte ich auch hinaus. Die Frage ist doch, wie hoch der Gewinn sein muss. Braucht ein Verlag Titel mit 300K Auflage oder generieren 90K schon einen ordentlichen Gewinn?

Ab welcher Auflage sind ungefähr die Kosten gedeckt (10, 20, 50K)?

Und wozu gibt es die 30+ Serien, deren Produktion auch kostet, die aber sehr niedrige Auflagen haben? Doch wohl hauptsächlich des Marktanteils wegen?

@ Lobster John: Die Kritik am Wachstum, die man ja z.Zt. überall liest, basiert auf einem Missverständnis. Wachstum bedeutet nicht immer mehr zu verkaufen oder zu verdienen. Wachstum braucht man um den Status quo, sprich den Wohlstand eines Unternehmens (oder eines Staates), zu erhalten. Ohne Wachstum steht am Ende immer die Insolvenz.
Victoria pax, non pactone parienda.

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86

Tuesday, February 14th 2012, 7:34pm

Ich denke, dass auch die illegalen Downloads von Comics, ihren Teil zu den zurückgehenden Verkäufen beitragen werden. Was sehr schade ist...
Große Ebay Osteraktion (Update am 29.03.2013)

http://www.paninicomics.de/forum/index.php?page=Thread&postID=1191531#post1191531

Werft bitte alle einen kleinen Blick in diesen Thread (vielen Dank !!!!).

LobsterJohn

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87

Tuesday, February 14th 2012, 7:56pm

Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.

Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.

Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)

Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Naja, Wachstum bleibt Wachstum.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!


Wenn du ein Mittel für Unsterblichkeit findest...

Nein, ehrlich: das geht nicht. Vollkommen unmögliche Aufgabe. Du kannst das Abspringen von Lesern (aus tausenden Gründen) nicht vermeiden. Darum musst du ein Produkt gestalten, das für Neukunden relevant ist. Dass Leser gehen, ist der Gang der Dinge. Aufgabe des Verlages ist es, dafür zu sorgen, dass Leser gehen und kommen.

Was dem US-Markt das Genick bricht, ist einfach die wirtschaftliche Gesamtlage. Wenn ein Comicheft so viel kostet wie zwei Tage Heizen oder dreimal der Weg zur Arbeit, dann überlegst du dir das aber schon, jedenfalls sofern du noch Arbeit hast oder ein Haus, das du beheizen kannst. Die Grundstücksblase und die Wirtschaftskrise fressen natürlich überall an der Kundschaft. Wegbrechende Shops verringern gleichzeitig die potentielle Kapazität des Marktes. Dass Einbrechen der Verkaufszahlen und die Wirtschaftskrise liegen zeitlich fast deckungsgleich. Ohne die Events würde alles vermutlich noch düsterer aussehen.
Aufgabe des Verlages ist es, dafür zur sorgen, dass Leser gehen?
Ist das dein Ernst?
Grade wenn die allgemeine Wirtschaft schlecht ist und Menschen ihr Geld nicht leichtfertig ausgeben, muss man doch an dem bereits bereitwilligen Leser festhalten!
Der Anspruch eines Verlages sollte es sein, die bestehende Käuferschicht zu halten! Mit guten Geschichten und nicht durch Events zu versuchen, kurzfristig Neuleser zu generieren. Es ist doch anzunehmen, dass der, der wegen eines Events geht, auch eher geht als ein langjähriger, treuer Leser.

Noch mal meine Frage: Gibt es irgendwo Zahlen, die belegen, dass treue Leser nicht dazu neigen, bei Events eine Serie zu verlassen?
Denn bei den 52 Titeln ist es doch so, dass mit jedem Monat die Verkaufszahlen niedriger sind (egal, ob die jetzt 100% stimmen, die Abweichung dürfte die gleiche sein). Genau das würde meine These untermauern, dass Neuleser bei einem Relaunch doch nur kurzfristig bleiben.

LobsterJohn

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88

Tuesday, February 14th 2012, 7:59pm

@ Lobster John: Die Kritik am Wachstum, die man ja z.Zt. überall liest, basiert auf einem Missverständnis. Wachstum bedeutet nicht immer mehr zu verkaufen oder zu verdienen. Wachstum braucht man um den Status quo, sprich den Wohlstand eines Unternehmens (oder eines Staates), zu erhalten. Ohne Wachstum steht am Ende immer die Insolvenz.
Hä?
Wo hast du das denn her? Wenn ein Unternehmen jedes Jahr den gleichen Gewinn bilanziert (und damit de facto kein Wachstum hat), wo geht es dann bitteschön insolvent? Erklär mir mal bitte die Logik dahinter.

89

Tuesday, February 14th 2012, 8:02pm

Genau das kann nicht die Frage sein, weil es hier ja um Kosten-/ Nutzen-Rechnung geht und unterm Strich Gewinn stehen muss. Heisst, es gibt eine natürliche Untergrenze der verkauften Auflage, sofern man die Preise nicht astronomisch hochschraubt.

Ausserdem: wie gering denn noch?

Nein, der Relaunch hatte natürlich das Ziel, das Schiff flott zu kriegen.
Natürlich hast Du damit vollkommen recht, genau darauf wollte ich auch hinaus. Die Frage ist doch, wie hoch der Gewinn sein muss. Braucht ein Verlag Titel mit 300K Auflage oder generieren 90K schon einen ordentlichen Gewinn?

Ab welcher Auflage sind ungefähr die Kosten gedeckt (10, 20, 50K)?


Viele der Posten, aus denen sich ein Titel kalkuliert, sind individuell. Ausserdem zählt der Faktor Buchausgabe mit rein. Kann man also pauschal nicht sagen. Zwei Titel mit identischer Heftauflage können ganz verschieden rentabel sein.


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Jean Paul Valley

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Tuesday, February 14th 2012, 8:09pm

Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.

Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.

Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)

Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Naja, Wachstum bleibt Wachstum.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!


Wenn du ein Mittel für Unsterblichkeit findest...

Nein, ehrlich: das geht nicht. Vollkommen unmögliche Aufgabe. Du kannst das Abspringen von Lesern (aus tausenden Gründen) nicht vermeiden. Darum musst du ein Produkt gestalten, das für Neukunden relevant ist. Dass Leser gehen, ist der Gang der Dinge. Aufgabe des Verlages ist es, dafür zu sorgen, dass Leser gehen und kommen.

Was dem US-Markt das Genick bricht, ist einfach die wirtschaftliche Gesamtlage. Wenn ein Comicheft so viel kostet wie zwei Tage Heizen oder dreimal der Weg zur Arbeit, dann überlegst du dir das aber schon, jedenfalls sofern du noch Arbeit hast oder ein Haus, das du beheizen kannst. Die Grundstücksblase und die Wirtschaftskrise fressen natürlich überall an der Kundschaft. Wegbrechende Shops verringern gleichzeitig die potentielle Kapazität des Marktes. Dass Einbrechen der Verkaufszahlen und die Wirtschaftskrise liegen zeitlich fast deckungsgleich. Ohne die Events würde alles vermutlich noch düsterer aussehen.
Aufgabe des Verlages ist es, dafür zur sorgen, dass Leser gehen?
Ist das dein Ernst?
Grade wenn die allgemeine Wirtschaft schlecht ist und Menschen ihr Geld nicht leichtfertig ausgeben, muss man doch an dem bereits bereitwilligen Leser festhalten!
Der Anspruch eines Verlages sollte es sein, die bestehende Käuferschicht zu halten! Mit guten Geschichten und nicht durch Events zu versuchen, kurzfristig Neuleser zu generieren. Es ist doch anzunehmen, dass der, der wegen eines Events geht, auch eher geht als ein langjähriger, treuer Leser.

Noch mal meine Frage: Gibt es irgendwo Zahlen, die belegen, dass treue Leser nicht dazu neigen, bei Events eine Serie zu verlassen?
Denn bei den 52 Titeln ist es doch so, dass mit jedem Monat die Verkaufszahlen niedriger sind (egal, ob die jetzt 100% stimmen, die Abweichung dürfte die gleiche sein). Genau das würde meine These untermauern, dass Neuleser bei einem Relaunch doch nur kurzfristig bleiben.


Das soll heißen: Es ist Aufgabe eines Verlages, kontinuierlich neue Leser zu gewinnen, da alte Leser automatisch verloren gehen (und sei es durch ihr natürliches Ableben).
Und der Comic-Markt braucht ein kontinuierliches Wachstum (i.d.S. wie dk one es beschrieben hat), sonst ist irgendwann Schicht im Schacht.
Ob der Zuwachs an Neulesern durch den Relaunch ausreicht oder wenn überhaupt nur ein kurzfristiger ist, diskutieren wir hier ja. Das wird die Zeit wohl noch zeigen müssen.

Zu der Event-Theorie: man müsste eher fragen, gibt es Zahlen, die die Fan-Vermutungen, die Events vergraulen Leser, stützen? Denn das wird dort immer behauptet, ich würde eher vermuten, die Events sind Maßnahmen der Verlage, um den sinkenden Verkaufszahlen entgegen zu wirken.
Zitat von LeoLurch: Comics sammeln und lesen ist ein relativ schwules Hobby.

dk one

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91

Tuesday, February 14th 2012, 8:09pm

Ich denke, dass auch die illegalen Downloads von Comics, ihren Teil zu den zurückgehenden Verkäufen beitragen werden. Was sehr schade ist...

@ Lobster John: Die Kritik am Wachstum, die man ja z.Zt. überall liest, basiert auf einem Missverständnis. Wachstum bedeutet nicht immer mehr zu verkaufen oder zu verdienen. Wachstum braucht man um den Status quo, sprich den Wohlstand eines Unternehmens (oder eines Staates), zu erhalten. Ohne Wachstum steht am Ende immer die Insolvenz.
Hä?
Wo hast du das denn her? Wenn ein Unternehmen jedes Jahr den gleichen Gewinn bilanziert (und damit de facto kein Wachstum hat), wo geht es dann bitteschön insolvent? Erklär mir mal bitte die Logik dahinter.

Wenn ein Unternehmen jedes Jahr den gleichen Gewinn bilanziert bedeutet dies, dass es von Jahr zu Jahr relativ gesehen weniger verdient.
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Tuesday, February 14th 2012, 8:12pm

What? Wenn ein Unternehmen 2010 20'000€ Gewinn macht und 2011 ebenfalls 20'000€. Dann sind 20'000€ weniger als 20'000€?
Das ist interessant!

93

Tuesday, February 14th 2012, 8:14pm

Inflation.


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LobsterJohn

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94

Tuesday, February 14th 2012, 8:16pm

Inflation.
Deflation.

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95

Tuesday, February 14th 2012, 8:19pm

Das soll heißen: Es ist Aufgabe eines Verlages, kontinuierlich neue Leser zu gewinnen, da alte Leser automatisch verloren gehen (und sei es durch ihr natürliches Ableben).
Und der Comic-Markt braucht ein kontinuierliches Wachstum (i.d.S. wie dk one es beschrieben hat), sonst ist irgendwann Schicht im Schacht.
Ob der Zuwachs an Neulesern durch den Relaunch ausreicht oder wenn überhaupt nur ein kurzfristiger ist, diskutieren wir hier ja. Das wird die Zeit wohl noch zeigen müssen.

Zu der Event-Theorie: man müsste eher fragen, gibt es Zahlen, die die Fan-Vermutungen, die Events vergraulen Leser, stützen? Denn das wird dort immer behauptet, ich würde eher vermuten, die Events sind Maßnahmen der Verlage, um den sinkenden Verkaufszahlen entgegen zu wirken.

Wie Muhr vollkommen richtig feststellte, gibt es unzählige Gründe, warum Kunden abwandern (bei jedem Produkt, nicht nur bei Comics) und diese Entwicklung muss (über-) kompensiert werden durch Neukunden oder Rückkehrer.

Die Vermutung, dass Events Leser vergraulen ist kurzfristig unhaltbar. An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken. Ob sich langfristig eine gewisse Eventmüdigkeit einstellt, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, glaube es aber nicht.
Victoria pax, non pactone parienda.

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96

Tuesday, February 14th 2012, 8:22pm

What? Wenn ein Unternehmen 2010 20'000€ Gewinn macht und 2011 ebenfalls 20'000€. Dann sind 20'000€ weniger als 20'000€?
Das ist interessant!

Natürlich. Obwohl der Unterschied bei einem Jahr relativ gering ist. Aber wenn ein Unternehmen im Jahr 2012 noch immer denselben Gewinn bilanziert wie im Jahr 1990 hat es verdammt große Probleme.
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Tuesday, February 14th 2012, 8:26pm


Wie Muhr vollkommen richtig feststellte, gibt es unzählige Gründe, warum Kunden abwandern (bei jedem Produkt, nicht nur bei Comics) und diese Entwicklung muss (über-) kompensiert werden durch Neukunden oder Rückkehrer.

Die Vermutung, dass Events Leser vergraulen ist kurzfristig unhaltbar. An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken. Ob sich langfristig eine gewisse Eventmüdigkeit einstellt, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, glaube es aber nicht.
Kurzfristig unhaltbar? Aber langfristig haltbar? ;)
Angenommen die Vermutung wäre unhaltbar, was wäre denn dein Argument dagegen? Oder ist das einfach nur eine Gegenaussage?


Meine These war, dass durch Events Altleser abwandern (das müssen nicht mal signifikant viele sein, es geht allein um die Tatsache!) und kurzfristig Neuleser dazu kommen.
Nehmen wir einfach die New52 Zahlen. Kein einziger Titel hat seine Verkaufszahlen zum September behauptet können. Jeden Monat wandern von den kurzfristig dazugestoßenen Lesern (oder möglicherweise auch Altleser) welche ab (ob das neue oder alte sind, weiß man nicht).

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98

Tuesday, February 14th 2012, 8:28pm


Angenommen die Vermutung wäre unhaltbar, was wäre denn dein Argument dagegen? Oder ist das einfach nur eine Gegenaussage?



An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken.
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99

Tuesday, February 14th 2012, 8:33pm

Natürlich. Obwohl der Unterschied bei einem Jahr relativ gering ist. Aber wenn ein Unternehmen im Jahr 2012 noch immer denselben Gewinn bilanziert wie im Jahr 1990 hat es verdammt große Probleme.

Ok, 20'000€ sind weniger also 20'000€. Das muss ich mir für die Zukunft merken!
Angenommen ein Konzern fährt tatsächlich weniger Gewinn ein als im Vorjahr. Macht aber immer noch Gewinn, wie soll da bitteschön nach deiner Logik eine Insolvenzgefahr bestehen?
Das Unternehmen macht ein Plus! Es verliert kein Geld, es generiert es!

Nach deiner Theorie müsste also jedes Unternehmen immer wachsen, um zu überlegen. Familienbetriebe und mittelständische Unternehmen, die immer auf dem gleichen Niveau bleiben, dürfte es dann gar nicht geben.

Rechne mal bitte ein 4% Jahreswachstum auf 20 Jahre.
2010 hast du dann den Wert x+4% mehr...2011 hast du den Betrag X+4%+4% davon ... infinite regression. So viel kann gar kein Unternehmen langfristig machen! Das ist auf einem Planet mit endlichen Ressourcen schlicht unmöglich!

LobsterJohn

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100

Tuesday, February 14th 2012, 8:35pm


Angenommen die Vermutung wäre unhaltbar, was wäre denn dein Argument dagegen? Oder ist das einfach nur eine Gegenaussage?



An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken.
Ok, dein Argument gegen meine Behauptung, dass Events Altleser vergraulen ist, dass auch Stammleser und Gelegenheitsleser angelockt werden?
Nach diesem Argument wäre es nämlich nicht ausgeschlossen, dass Altleser abwandern. Und das ist genau das, was ich behauptet habe. Überleg doch mal!

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