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Naja, Wachstum bleibt Wachstum.Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.
Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.
Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)
Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Naja, Wachstum bleibt Wachstum.Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.
Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.
Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)
Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!
Natürlich hast Du damit vollkommen recht, genau darauf wollte ich auch hinaus. Die Frage ist doch, wie hoch der Gewinn sein muss. Braucht ein Verlag Titel mit 300K Auflage oder generieren 90K schon einen ordentlichen Gewinn?Genau das kann nicht die Frage sein, weil es hier ja um Kosten-/ Nutzen-Rechnung geht und unterm Strich Gewinn stehen muss. Heisst, es gibt eine natürliche Untergrenze der verkauften Auflage, sofern man die Preise nicht astronomisch hochschraubt.
Ausserdem: wie gering denn noch?
Nein, der Relaunch hatte natürlich das Ziel, das Schiff flott zu kriegen.
Aufgabe des Verlages ist es, dafür zur sorgen, dass Leser gehen?Naja, Wachstum bleibt Wachstum.Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.
Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.
Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)
Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!
Wenn du ein Mittel für Unsterblichkeit findest...
Nein, ehrlich: das geht nicht. Vollkommen unmögliche Aufgabe. Du kannst das Abspringen von Lesern (aus tausenden Gründen) nicht vermeiden. Darum musst du ein Produkt gestalten, das für Neukunden relevant ist. Dass Leser gehen, ist der Gang der Dinge. Aufgabe des Verlages ist es, dafür zu sorgen, dass Leser gehen und kommen.
Was dem US-Markt das Genick bricht, ist einfach die wirtschaftliche Gesamtlage. Wenn ein Comicheft so viel kostet wie zwei Tage Heizen oder dreimal der Weg zur Arbeit, dann überlegst du dir das aber schon, jedenfalls sofern du noch Arbeit hast oder ein Haus, das du beheizen kannst. Die Grundstücksblase und die Wirtschaftskrise fressen natürlich überall an der Kundschaft. Wegbrechende Shops verringern gleichzeitig die potentielle Kapazität des Marktes. Dass Einbrechen der Verkaufszahlen und die Wirtschaftskrise liegen zeitlich fast deckungsgleich. Ohne die Events würde alles vermutlich noch düsterer aussehen.
Hä?@ Lobster John: Die Kritik am Wachstum, die man ja z.Zt. überall liest, basiert auf einem Missverständnis. Wachstum bedeutet nicht immer mehr zu verkaufen oder zu verdienen. Wachstum braucht man um den Status quo, sprich den Wohlstand eines Unternehmens (oder eines Staates), zu erhalten. Ohne Wachstum steht am Ende immer die Insolvenz.
Natürlich hast Du damit vollkommen recht, genau darauf wollte ich auch hinaus. Die Frage ist doch, wie hoch der Gewinn sein muss. Braucht ein Verlag Titel mit 300K Auflage oder generieren 90K schon einen ordentlichen Gewinn?Genau das kann nicht die Frage sein, weil es hier ja um Kosten-/ Nutzen-Rechnung geht und unterm Strich Gewinn stehen muss. Heisst, es gibt eine natürliche Untergrenze der verkauften Auflage, sofern man die Preise nicht astronomisch hochschraubt.
Ausserdem: wie gering denn noch?
Nein, der Relaunch hatte natürlich das Ziel, das Schiff flott zu kriegen.
Ab welcher Auflage sind ungefähr die Kosten gedeckt (10, 20, 50K)?
Aufgabe des Verlages ist es, dafür zur sorgen, dass Leser gehen?Naja, Wachstum bleibt Wachstum.Wenn wir vom Finanzmarkt etc. reden, dann immer vom sogenannten kontinuierlichen Wachstum. Du führst ja selbst das BIP etc. an.
Wenn wir vom Comicmarkt reden, dann meint Wachstum tatsächlich erstmal nur das: Wachstum.
Du wirfst da zwei begriffe durcheinander. Hier, im Comicbereich, geht es zwar darum, permanent Umsatz zu generieren, aber das Wachstum meint v.a. einen Gegenprozeß zum Schrumpfen des Marktes (Stichwort Borders-Konkurs). Das Generieren neuer Kunden aufgrund des Wegbrechens alter Kunden aufgrund einer komplexen Gesamtgemengelage von Wegbrechen der Verkaufsstellen. (Die von dir zitierte Eventmüdigkeit etc. ist dabei IMHO eine Fanboy-Illusion, die hat mit den wirklichen Vorgängen auf dem Markt nichts zu tun.)
Das ist, als wenn du einem Ertrinkenden sagst "ewiges Schwimmen geht gar nicht". Der will auch nicht ewig schwimmen, der will nur bis zum Ufer.
Das Ziel sollte eben nicht sein verlorene Leser durch Neue zu ersetzen, sondern die alten Leser erst gar nicht zu verlieren!
Wenn du ein Mittel für Unsterblichkeit findest...
Nein, ehrlich: das geht nicht. Vollkommen unmögliche Aufgabe. Du kannst das Abspringen von Lesern (aus tausenden Gründen) nicht vermeiden. Darum musst du ein Produkt gestalten, das für Neukunden relevant ist. Dass Leser gehen, ist der Gang der Dinge. Aufgabe des Verlages ist es, dafür zu sorgen, dass Leser gehen und kommen.
Was dem US-Markt das Genick bricht, ist einfach die wirtschaftliche Gesamtlage. Wenn ein Comicheft so viel kostet wie zwei Tage Heizen oder dreimal der Weg zur Arbeit, dann überlegst du dir das aber schon, jedenfalls sofern du noch Arbeit hast oder ein Haus, das du beheizen kannst. Die Grundstücksblase und die Wirtschaftskrise fressen natürlich überall an der Kundschaft. Wegbrechende Shops verringern gleichzeitig die potentielle Kapazität des Marktes. Dass Einbrechen der Verkaufszahlen und die Wirtschaftskrise liegen zeitlich fast deckungsgleich. Ohne die Events würde alles vermutlich noch düsterer aussehen.
Ist das dein Ernst?
Grade wenn die allgemeine Wirtschaft schlecht ist und Menschen ihr Geld nicht leichtfertig ausgeben, muss man doch an dem bereits bereitwilligen Leser festhalten!
Der Anspruch eines Verlages sollte es sein, die bestehende Käuferschicht zu halten! Mit guten Geschichten und nicht durch Events zu versuchen, kurzfristig Neuleser zu generieren. Es ist doch anzunehmen, dass der, der wegen eines Events geht, auch eher geht als ein langjähriger, treuer Leser.
Noch mal meine Frage: Gibt es irgendwo Zahlen, die belegen, dass treue Leser nicht dazu neigen, bei Events eine Serie zu verlassen?
Denn bei den 52 Titeln ist es doch so, dass mit jedem Monat die Verkaufszahlen niedriger sind (egal, ob die jetzt 100% stimmen, die Abweichung dürfte die gleiche sein). Genau das würde meine These untermauern, dass Neuleser bei einem Relaunch doch nur kurzfristig bleiben.
Ich denke, dass auch die illegalen Downloads von Comics, ihren Teil zu den zurückgehenden Verkäufen beitragen werden. Was sehr schade ist...
Hä?@ Lobster John: Die Kritik am Wachstum, die man ja z.Zt. überall liest, basiert auf einem Missverständnis. Wachstum bedeutet nicht immer mehr zu verkaufen oder zu verdienen. Wachstum braucht man um den Status quo, sprich den Wohlstand eines Unternehmens (oder eines Staates), zu erhalten. Ohne Wachstum steht am Ende immer die Insolvenz.
Wo hast du das denn her? Wenn ein Unternehmen jedes Jahr den gleichen Gewinn bilanziert (und damit de facto kein Wachstum hat), wo geht es dann bitteschön insolvent? Erklär mir mal bitte die Logik dahinter.
Das soll heißen: Es ist Aufgabe eines Verlages, kontinuierlich neue Leser zu gewinnen, da alte Leser automatisch verloren gehen (und sei es durch ihr natürliches Ableben).
Und der Comic-Markt braucht ein kontinuierliches Wachstum (i.d.S. wie dk one es beschrieben hat), sonst ist irgendwann Schicht im Schacht.
Ob der Zuwachs an Neulesern durch den Relaunch ausreicht oder wenn überhaupt nur ein kurzfristiger ist, diskutieren wir hier ja. Das wird die Zeit wohl noch zeigen müssen.
Zu der Event-Theorie: man müsste eher fragen, gibt es Zahlen, die die Fan-Vermutungen, die Events vergraulen Leser, stützen? Denn das wird dort immer behauptet, ich würde eher vermuten, die Events sind Maßnahmen der Verlage, um den sinkenden Verkaufszahlen entgegen zu wirken.
What? Wenn ein Unternehmen 2010 20'000€ Gewinn macht und 2011 ebenfalls 20'000€. Dann sind 20'000€ weniger als 20'000€?
Das ist interessant!
Kurzfristig unhaltbar? Aber langfristig haltbar?
Wie Muhr vollkommen richtig feststellte, gibt es unzählige Gründe, warum Kunden abwandern (bei jedem Produkt, nicht nur bei Comics) und diese Entwicklung muss (über-) kompensiert werden durch Neukunden oder Rückkehrer.
Die Vermutung, dass Events Leser vergraulen ist kurzfristig unhaltbar. An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken. Ob sich langfristig eine gewisse Eventmüdigkeit einstellt, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, glaube es aber nicht.
Natürlich. Obwohl der Unterschied bei einem Jahr relativ gering ist. Aber wenn ein Unternehmen im Jahr 2012 noch immer denselben Gewinn bilanziert wie im Jahr 1990 hat es verdammt große Probleme.
Ok, dein Argument gegen meine Behauptung, dass Events Altleser vergraulen ist, dass auch Stammleser und Gelegenheitsleser angelockt werden?
Angenommen die Vermutung wäre unhaltbar, was wäre denn dein Argument dagegen? Oder ist das einfach nur eine Gegenaussage?
An den Verkaufszahlen sieht man, dass Events neben Stammlesern auch viel Gelegenheitsleser anlocken.