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4,581

Wednesday, July 9th 2008, 1:33pm

Nochmal auf Lovecraftübersetzungen:

Dies entdeckte ich eben beim Stöbern auf buchwurm.de:

Quoted


Der erste deutsche Übersetzer Lovecrafts war H. C. Artmann in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Doch sie ist heute obsolet. Ein Vergleich mit Andreas Diesels Übersetzung etwa von "Cthulhus Ruf" zeigt, dass Artmanns Fassung unvollständig, altertümelnd (absichtlich?) und stellenweise sogar verfälschend ist. Für moderne Leser, die ohne Vorbereitung darauf stoßen, ist sie stellenweise wohl unverständlich.

Zum Glück liegen mit Festas und Diesels Fassungen mittlerweile praktisch alle Lovecraft-Erzählungen in lesbarer, moderner Diktion vor. So kann es gelingen, dass die unzähligen Adjektive wie unheilvoll, grausig, finster, düster, modrig usw. usf. nicht völlig veraltet daherkommen, sondern halbwegs modern. Nun stellt sich dem Leser zumindest kein Sprachproblem mehr entgegen. Der Inhalt ist natürlich etwas anderes.


Quelle

Da ich mich an keiner der Übersetzungen jemals gestört habe (geschweige denn, diese jemals Wort für Wort verglich), lasse ich das mal unkommentiert. Für die voranstehende angerissene Diskussion über das Für und Wider einer Neuübersetzung mag es aber den Einen oder Anderen interessieren diese Meinung eines gewissen Herrn Matzer zu lesen.
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4,582

Wednesday, July 9th 2008, 6:48pm

ob wohl auch jemand auf die idee käme, den originaltext des autors zu modernisieren? und wie der rezensent das dann fände?

was für eine vorstellung: alle 50 jahre lassen wir unsere klassiker übersetzen, weil die übersetzung nicht mehr zeitgemäß ist. also mich als übersetzer tät's freuen ... :D


“I am just a human being… I’m not a guru or a leader or a demigod of any kind.” – Grant Morrison

4,583

Wednesday, July 9th 2008, 8:07pm

ob wohl auch jemand auf die idee käme, den originaltext des autors zu modernisieren?


Das ist mal ein Gedanke. :D


Ich schätze, dass die Neuübersetzung irgendwelche wirtschaftlichen Gründe hat. Leichter verständlich, mehr Verkäufe usw. Ob dies nun an den Haaren herbeigezogen ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Mir persönlich ist das wie gesagt aber ziemlich egal welche Übersetzung nun verwendet wird. Wobei mich die Behauptung, dass die alten Übersetzungen stellenweise fehlerhaft seien schon stutzig macht. Wie gesagt habe ich nie verglichen, aber unter einem Fehler verstehe ich schon was frappierendes. Und das wäre mir u. U. auch so aufgefallen. Leider hat Herr Matzer keine Beispiele genannt.
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JackOLantern

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Wednesday, July 9th 2008, 8:33pm

was für eine vorstellung: alle 50 jahre lassen wir unsere klassiker übersetzen, weil die übersetzung nicht mehr zeitgemäß ist. also mich als übersetzer tät's freuen ... :D


Ist halt auch die Frage: Wie sehr ist eine Übersetzung von ihren äußeren Einflüssen abhängig?
Und wie sehr hat sich der Übersetzer da mitreißen lassen?

Ich mag die Übersetzer-Debatte bei Moby Dick ja. Da gibt es zwei, drei Lager, da zoffen sich die Übersetzer, und am Ende geben die Leute immer zu, eh nur den Film nach dem Drehbuch von Bradbury/mit Peck als Ahab bzw. eine der gekürzten Fassungen zu kennen :D

Heute begonnen und beendet, ist ja nicht dick und groß gesetzt: Andrew Kaufmans Alle meine Freunde sind Superhelden (luchterhand). Joa. Ein charmantes Ding, recht symbolisch in den Superhelden-Benamungen. Romantisch. Angenehm kitschig. Kann man zwischendurch schön lesen und prima Verschenken. Aber so viel Substanz hat es am Ende dann doch nicht. Aber man könnte nun auch nicht sagen, dass es schlecht ist oder so. Ich tu mir ein bisschen schwer, ich lass das nun mal eine Nacht auf mich wirken und bilde mir mein endgültiges Urteil morgen: Charmant ist es auf alle Fälle, so viel sei gesagt.

4,585

Thursday, July 10th 2008, 12:34am

Arturo Barea – Die Stimme von Madrid

Der dritte Teil der Spanientrilogie beschäftigt sich mit dem Bürgerkrieg. Barea ist in Madrid, das sich über zwei Jahre erfolgreich gegen das Franco-Regime wehrt. Er arbeitet für das Ministerium, um die Artikel der Auslandspresse zu zensieren. Dort lernt er die Österreicherin Ilse kennen, die mit ihm zusammen arbeitet. In den Wirren des Krieges verlieben sich beide, müssen sich mit Mobbing im Ministerium ärgern und ihren Ehepartnern sagen, dass sie die Scheidung wollen. Beide arbeiten in der Telefonica in der Gran Via und leben auf der anderen Seite im Hotel Gran Via. Täglich müssen sie die Straße überqueren und sich vor Gewehrschüssen und Granaten in Sicherheit bringen. Eines Morgens beobachtet Barea, wie eine Frau beim überqueren erschossen wird und denkt es sei Ilse, da sie von oben ihr sehr gleicht. Gott sei Dank liegt sie noch im Bett. Alle drei Teile gelesen ergeben ein Zeitzeugnis Spaniens von den Jahren 1910 bis 1938. Barea gelingt es spannend und interessant zu schreiben. Ich war von allen drei Bänden begeistert und beim Lesen erlebte ich Bareas Leben, als wäre ich dabei :thumbup: !


Manche haben im Leben einen großen Traum und versäumen diesen Traum. Andere haben im Leben nicht einen Traum und versäumen auch ihn.
Fernando Pessoa

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Thursday, July 10th 2008, 10:54am

was für eine vorstellung: alle 50 jahre lassen wir unsere klassiker übersetzen, weil die übersetzung nicht mehr zeitgemäß ist. also mich als übersetzer tät's freuen ... :D


Ist halt auch die Frage: Wie sehr ist eine Übersetzung von ihren äußeren Einflüssen abhängig?
Und wie sehr hat sich der Übersetzer da mitreißen lassen?

Ich mag die Übersetzer-Debatte bei Moby Dick ja.


ich auch. aber da geht es nicht darum, einen text moderner zu übersetzen. und das ist für mich der entscheidende unterschied. fehler in einer übersetzung festzustellen, zu debattieren und - wenn als angemessen erkannt - zu korrigieren, ist absolut wichtig, gerade bei klassikern. (und manchmal ist es auch absolut falsch - niemand würde "he's looking at you, kid" mehr korrekt ins deutsche übersetzen.) aber zu sagen "hey, die übersetzung ist veraltet, klar, die ist ja aus den sechzigern." --- das ist hanebüchen.


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Thursday, July 10th 2008, 11:10am

und manchmal ist es auch absolut falsch - niemand würde "he's looking at you, kid" mehr korrekt ins deutsche übersetzen.)


da muss ich mal penibeln....wenn Du hier Casablanca zitierst.... Original heisst das "Here's looking at you, kid!"

4,588

Thursday, July 10th 2008, 11:14am

Die Modernisierung des Texts mag u. U. aber einfach nur ein (vermeintlich) werbewirksamer Slogan sein. Immerhin steht in den Festaübersetzungen nichts von geil, hip oder irgendwelche jugendsprachlichen Stilblüten die ich garnicht verstehen würde.

Ich muss tatsächlich mal bei einer Geschichte die Übersetzungen vergleichen. :D
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Thursday, July 10th 2008, 11:48am

und manchmal ist es auch absolut falsch - niemand würde "he's looking at you, kid" mehr korrekt ins deutsche übersetzen.)


da muss ich mal penibeln....wenn Du hier Casablanca zitierst.... Original heisst das "Here's looking at you, kid!"


stümmt, zu schnell getippt.


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Thursday, July 10th 2008, 12:31pm

Tom Piccirilli - KILLZONE

Ich habs mir gekauft, und erst danach einige Bewertungen zu diesem Buch gesehen, die allgemein eigentlich nur schlechtes über das Buch gesagt haben.
Also bin ich mit wenig erwartungen an das Buch ran gegangen, und muss sagen das es so schlecht garnicht ist.
Ich verstehe zwar nicht warum dies ein "Heyne Hardcore" Buch ist, denn viel Gewalt und Blut beinhaltet es nicht, aber dennoch ist es recht spannend und man wird schon recht gefesselt von der Suche nach dem Mörder "Killjoy".
Aber wahrscheinlich hats mir doch noch so gut gefallen weil ich so wenig Erwartungen dadrin hatte.

Im großen und ganzen aber trotzdem ein Kauf wert!

This post has been edited 1 times, last edit by "knoll3" (Jul 10th 2008, 12:44pm)


Noodles

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Thursday, July 10th 2008, 12:32pm

Max Brooks - Wer länger lebt, ist später tot: Operation Zombie.

Nach dem Zombie Survival Guide Max Brooks' - seines Zeichens Sohn von Mel Brooks - zweites Buch, welches sich dem Thema Zombies widmet. Im pseudodokumentarischen Stil geschrieben - wie auch Morton Rhues Ich knall euch ab - setzt er aus Interviews mit überlebenden des großen Zombie-Kriegs ein Mosaik der vorangegangenen Ereignisse zusammen. Dabei erzeugt er eine stets authentische und äußerst realistische Stimmung; die meißten Figuren klingen absolut überzeugend und weisen jeder für sich seine Eigenheiten auf, die sie dreidimensional erscheinen lassen.
Das stetig spannender werdende Erzählmuster richtet sich nach so manchem katastrophenblockbuster, fällt jedoch selten in alberne Klischees ab.
Alles in allem ein äußerst fesselndes Buch, das auch für diejenigen Interessant sein dürfte, die keine Fulci-Sammlung im Schrank stehen haben.
8/10 Lobos.

Noodles

Und da ich gerade so in Endzeitstimmung bin, fange ich heute - hoffentlich - mit Ich bin Legende an.

"Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Marine mit seinem Gewehr!"



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Thursday, July 10th 2008, 2:55pm

hast du den survival guide auch gelesen?
hab lange überlebt ob ich mir den 2ten band von brooks geben soll, weil den survival guide fand ich zu 2/3tel einfach nur öde...das einzig spannende an dem buch warn die "augenzeugenberichte" bzw. die hinweise auf zombies am schluss...

war für meinen geschmack ausserdem viel ZU trocken geschrieben, da ist das kochbuch bei mir zu hause witziger geschrieben..

TheEastBoy

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Thursday, July 10th 2008, 3:30pm

Matthias Zerler

Nullzeit

...ist es so in Ordung Hr.Muhr?!

10/10
Meine aktuellen ebayAuktionen

This post has been edited 2 times, last edit by "TheEastBoy" (Jul 10th 2008, 6:18pm)


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Thursday, July 10th 2008, 4:26pm

du bist sicher NICHT ulrich karger.

also editier deinen text, und zwar flott! und versuch so einen scheiss nie wieder!


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Thursday, July 10th 2008, 4:36pm

Was hab ich verpasst?

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Thursday, July 10th 2008, 4:36pm

rezensionsklau ohne quellenangabe. google mal.


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KL-L

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Thursday, July 10th 2008, 4:39pm

:komisch:

4,598

Thursday, July 10th 2008, 4:52pm

Was hab ich verpasst?


Klick

@TheEastBoy: Schon mal was von Heise gehört? Die verklagen Websiteinhaber ganz gerne mal, wenn Beiträge von anderen Seiten ohne Quellangabe verwendet werden (und die Bande sucht danach!). Selbst wenn sie von einem User stammen, der nicht für den Inhaber der Website arbeitet. Zudem sollte nur ein Absatz zitiert werden, damit der Rest auf der Quellseite nachgelesen werden kann. Bei längeren Texten kann es sicher ein wenig mehr sein, aber das meiste sollte eben nicht widergegeben werden. Den Link kannst Du ja bei mir kopieren (falls das technisch gehst). Aber den Beitrag solltest Du wirklich editieren. Auch, wenn Du Ulrich Karger sein solltest. ;) Heise soll da ein wenig kleinlich sein.
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Thursday, July 10th 2008, 5:04pm

Ah. Oh. Äh. Bäh.

:nnn:

4,600

Thursday, July 10th 2008, 5:12pm

Was hab ich verpasst?


Klick

@TheEastBoy: Schon mal was von Heise gehört? Die verklagen Websiteinhaber ganz gerne mal, wenn Beiträge von anderen Seiten ohne Quellangabe verwendet werden (und die Bande sucht danach!).


der artikel stammt aber nicht von heise, also hat das hier nix zu suchen.

fakt ist aber tatsächlich: eastie schmückt sich auf eher unclevere weise mit fremden federn, und das auch noch widerrechtlich. punkt.


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