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flo

Der Sonnenschein

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621

Thursday, February 3rd 2005, 7:30pm

Quoted

Original von L.N. Muhr
...da obige ausgangsbehauptung sich aber auf alle bücher bezog (zumindest in der formulierung), kann man sie als falsch ablehnen.

Wieso? Jedes Medium trägt Informationen. Manche Medien sind für manche Arten von Informationen effizienter, abhängig von Grund- und Zusatznutzen.

Collector

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622

Thursday, February 3rd 2005, 7:30pm

Jetzt bin ichb etwas verwirrt... welche Ausgangsbehauptung?

"Wenn die Gewinne als Dividenden verteilt werden und die Verluste vom Steuerzahler getragen werden, das nennt man freie Marktwirtschaft"
Volker Pispers



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623

Thursday, February 3rd 2005, 7:35pm

@colli: die da:

Quoted

Original von flo
Wieso? Bücher sind doch auch nur mediale Träger von Informationen.
Wenn einem ein anderes Medium besser die benötigten Informationen vermitteln kann, wieso sollte man dann nicht zu diesem effizienteren Träger greifen?


und meine antwort dazu hat ja scheinbar echt keiner von euch gelesen.

bücher sind eben nicht nur träger medialer information. mal vom haptischen und optischen abgesehen, ist auch der text, der enthalten ist, nicht zwangsläufig eindeutig als "information" zu verifizieren. sicher kann man ein buch entsprechend dekodieren und es so etwa in ein anderes medium bringen (stichwort digitale träger). aber dennoch lässt sich belletristik nicht eindeutig auf ihre existenz als information reduzieren. da ist das ergebnis nämlich grösser als die summe der einzelnen teile.

in dem sinne geht es auch nicht zwangsläufig um die effizienz von information, sondern, grade bei belletristik, um die ästhetik des vermittelten. also um das genaue gegenteil von effizienz. (was wiederum nicht heisst, das sich effizienz und ästhetik widersprechen, im gegenteil. stichwort bauhaus.)


“I am just a human being… I’m not a guru or a leader or a demigod of any kind.” – Grant Morrison

624

Thursday, February 3rd 2005, 7:36pm

Quoted

Original von flo

Quoted

Original von L.N. Muhr
...da obige ausgangsbehauptung sich aber auf alle bücher bezog (zumindest in der formulierung), kann man sie als falsch ablehnen.

Wieso? Jedes Medium trägt Informationen. Manche Medien sind für manche Arten von Informationen effizienter, abhängig von Grund- und Zusatznutzen.


inkorrekt, da du kunst nicht auf informationswert reduzieren kannst. siehe ebenfalls mein posting weiter oben, welches keiner von euch gelesen zu haben scheint.


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Hypnotoad

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625

Thursday, February 3rd 2005, 7:37pm

Gott, ich könnte bei diesen Diskussionen stundenlang zugucken...

626

Thursday, February 3rd 2005, 7:40pm

Quoted

Original von Hypnotoad
Gott, ich könnte bei diesen Diskussionen stundenlang zugucken...



kröte, lass das glotzen sein,
komm herunter, reih dich ein!

;)


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flo

Der Sonnenschein

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627

Thursday, February 3rd 2005, 7:44pm

Quoted

Original von L.N. Muhr
inkorrekt, da du kunst nicht auf informationswert reduzieren kannst.

Deswegen ja der Zusatz mit Grund und Zusatznutzen

Collector

Des Königs Leibgarde (Deputy-Moderator)

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628

Thursday, February 3rd 2005, 7:45pm

Quoted

Original von L.N. Muhr
@colli: die da:

Quoted

Original von flo
Wieso? Bücher sind doch auch nur mediale Träger von Informationen.
Wenn einem ein anderes Medium besser die benötigten Informationen vermitteln kann, wieso sollte man dann nicht zu diesem effizienteren Träger greifen?


und meine antwort dazu hat ja scheinbar echt keiner von euch gelesen.

bücher sind eben nicht nur träger medialer information. mal vom haptischen und optischen abgesehen, ist auch der text, der enthalten ist, nicht zwangsläufig eindeutig als "information" zu verifizieren. sicher kann man ein buch entsprechend dekodieren und es so etwa in ein anderes medium bringen (stichwort digitale träger). aber dennoch lässt sich belletristik nicht eindeutig auf ihre existenz als information reduzieren. da ist das ergebnis nämlich grösser als die summe der einzelnen teile.

in dem sinne geht es auch nicht zwangsläufig um die effizienz von information, sondern, grade bei belletristik, um die ästhetik des vermittelten. also um das genaue gegenteil von effizienz. (was wiederum nicht heisst, das sich effizienz und ästhetik widersprechen, im gegenteil. stichwort bauhaus.)



Ah... alls klar... und ich hab deine Antwort gelesen und gebe dir ja recht, kam das anders rüber?
Und wie du siehst flo auch er spricht ja inzwischen von " Manche Medien" und ich denke mal das war von Anfang an so gemeint.

Eine Tabellensammlung in eine Datenbank transportieren -> möglich
Ein Sachbuch in eine Datenbank transportieren -> u.U. möglich
Einen Roman in Datenbank transportieren -> unmöglich

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This post has been edited 3 times, last edit by "Collector" (Feb 3rd 2005, 7:49pm)


629

Thursday, February 3rd 2005, 7:47pm

nope:

Quoted

Original von flo
Wieso? Jedes Medium trägt Informationen. Manche Medien sind für manche Arten von Informationen effizienter, abhängig von Grund- und Zusatznutzen.


da du auch hier wieder den effizienz-faktor einbringst, der abhängig vom grund- und zusatznutzen sei.

bei kunst geht es aber gar nicht um die effizienz des mediums, sondern um die kompatibilität des mediums zur künstlerischen intention.


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idur

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630

Thursday, February 3rd 2005, 8:34pm

Also ich glaube man ganz nett unterscheiden:

Wenn man Information haben will, dann gibt es viele Medien die deutlich effizienter sind als geschriebener Text (ob als Buch oder wo auch immer). Ich bevorzuge für meinen speziellen Bereich teilweise sogar TV, weil es am einfachsten Multitasking erlaubt und man so mehrerlei Informationen aufnehmen kann.

Nicht Zustimmen würde ich der These von Collector zum Verweigerung wann etwas kein Buch ist. Ich lese gerade eine Abhandlung über Alfred Marshall, die sein Leben und seine Theorien in Kurzform erklärt. Bedeutet das jetzt, dass ich kein Buch lese, weil ich seine Theorien nicht im Original lese, was auch immer das Original ist.

LN stimme ich zu, dass zu einem Buch etwas ganz anderes gehört. Das ist das Umfeld, der Geruch des Einbands, die Möglichkeit sich auf einer Couch einzunisten, das gute Gefühl des Blätterns, das Fühlen der Blätter usw. Diese Abwechslung tut gut und wird/sollte nie aussterben.

Man kann diese Bereiche nicht gegeneinander ausspielen. In der Regel machts die Mischung, manche verzichten halt auf bestimmte Medien, weil sie sie nicht benötigen.

Collector

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631

Thursday, February 3rd 2005, 8:40pm

Quoted

Original von idur
Nicht Zustimmen würde ich der These von Collector zum Verweigerung wann etwas kein Buch ist.


Hää?

Quoted

Original von idur
Ich lese gerade eine Abhandlung über Alfred Marshall, die sein Leben und seine Theorien in Kurzform erklärt. Bedeutet das jetzt, dass ich kein Buch lese, weil ich seine Theorien nicht im Original lese, was auch immer das Original ist.
.


Klar ist das ein Buch. Da hab ich wohl was anderes geschrieben als gemeint. Sollte mehr Bilder posten :-/

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idur

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632

Thursday, February 3rd 2005, 8:47pm

Meinte die Sache mit der Abhandlung über HdR. Inhaltlich definiert kann das auch ein Buch sein.

Sean

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633

Thursday, February 3rd 2005, 8:49pm

Quoted

Original von flo

Quoted

Original von Collector
Traurig aber wahr es gibt viele Leute die sogar noch nie ein Buch gelesen haben

Wieso? Bücher sind doch auch nur mediale Träger von Informationen.
Wenn einem ein anderes Medium besser die benötigten Informationen vermitteln kann, wieso sollte man dann nicht zu diesem effizienteren Träger greifen?



Eben weil Bücher sich nicht auf die selbe Weise lesen lassen, wie ein Hypertext (also alles, was mit Verlinkungen etc arbeitet).
Bücher (die meisten Sachbücher sowie Belletristik) liest man idealerweise von vorne bis hinten, Hypertexte eben anachronistisch, wenn man den Links innerhalb des Dokumentes folgt.

Deshlab hat jemand, der ausschließlich am PC liest eine andere Lesekompetenz als Leute, die schon mal ein Buch gelesen haben, denn demjenigen ermangelt es an der analogen Lesekompetenz.

Das ist mindestens bedenklich.


Gruß,
Sean.
You can't look dignified while you're having fun.

634

Thursday, February 3rd 2005, 8:49pm

Quoted

Original von idur
Also ich glaube man ganz nett unterscheiden:

Wenn man Information haben will, dann gibt es viele Medien die deutlich effizienter sind als geschriebener Text (ob als Buch oder wo auch immer). Ich bevorzuge für meinen speziellen Bereich teilweise sogar TV, weil es am einfachsten Multitasking erlaubt und man so mehrerlei Informationen aufnehmen kann.


für z.b. mathematische formeln und historische werte ist nichts praktsicher als das geschriebene zeichen.

du musst halt unterscheiden, welche art von imformation vermittelt werden soll. grundsätzlich hat schriftliche informationsvermittlung den vorteil der dauerhaftigkeit. bild und ton rauschen vorbei, der schriftsatz bleibt liegen. wenn du eine information im ersten anlauf nicht verstanden hast, kannst du so viel einfacher wiederholen.

Quoted

LN stimme ich zu, dass zu einem Buch etwas ganz anderes gehört. Das ist das Umfeld, der Geruch des Einbands, die Möglichkeit sich auf einer Couch einzunisten, das gute Gefühl des Blätterns, das Fühlen der Blätter usw. Diese Abwechslung tut gut und wird/sollte nie aussterben.


sag ich ja: haptik und optik, in deinem fall noch odorik. ;)


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flo

Der Sonnenschein

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635

Thursday, February 3rd 2005, 8:50pm

Wieso bedenklich?
Man kann diese Veränderung doch auch als eine Evolution sehen. Zumindest im Bereich der Informationsaufnahme oder visuellen Unterhaltung.

idur

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636

Thursday, February 3rd 2005, 8:52pm

Quoted

Original von Sean

Deshlab hat jemand, der ausschließlich am PC liest eine andere Lesekompetenz als Leute, die schon mal ein Buch gelesen haben, denn demjenigen ermangelt es an der analogen Lesekompetenz.



Keine Mussbedingung aus meiner Sicht. Aber alleine die roten Augen machen langes konzentriertes PC Lesen unmöglich.

idur

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637

Thursday, February 3rd 2005, 8:55pm

Etwas fällt mir noch:

Dieser oft gebrauchte Vergleich Buch = Kunst ist genauso eine Kann-Bestimmung. Was ist schon Kunst. Da gibts keine geordnete Definition. Daher sollte man Bücher nicht unter diesem Deckmantel abgrenzen.

638

Thursday, February 3rd 2005, 8:59pm

Quoted

Original von idur
Etwas fällt mir noch:

Dieser oft gebrauchte Vergleich Buch = Kunst ist genauso eine Kann-Bestimmung. Was ist schon Kunst. Da gibts keine geordnete Definition. Daher sollte man Bücher nicht unter diesem Deckmantel abgrenzen.


ich habe nur belletristik darunter abgegrenzt. (obwohl da noch viel mehr reinfällt.) allerdings ist eben allein die feststellung, dass ein buch kunst sein kann, ausreichend, um eine aussage, bücher seien nur träger der information zu widerlegen.

d.h. beide aussagen sind falsch:
buch = kunst
buch = nur träger der information

aber zweitere ist falscher. :D


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Hypnotoad

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639

Thursday, February 3rd 2005, 9:01pm

Quoted

Original von L.N. Muhr

Quoted

Original von Hypnotoad
Gott, ich könnte bei diesen Diskussionen stundenlang zugucken...



kröte, lass das glotzen sein,
komm herunter, reih dich ein!

;)


:D :D :D
Nix, ich muss mir noch überlegen, wie ich in meinen morgigen Unterricht zum Gedicht "Zwei Segel" von Conrad Ferdinand Meyer eine sinnvolle Sicherung einbaue, ohne dass ich sie vorgebe, vorwegnehme oder zum Schluss der Stunde mich gezwungen sehe, sie zu diktieren.
So, noch eben auftrinken und aus die Maus, Ende Gelände mit dem Internet heute! Jessas...

flo

Der Sonnenschein

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640

Thursday, February 3rd 2005, 9:02pm

Quoted

Original von L.N. Muhr
d.h. beide aussagen sind falsch:
buch = kunst
buch = nur träger der information

aber zweitere ist falscher. :D

Also falscherer ;)
Dann nimm die Information bei Kunst eben als Zusatznutzen an.
Da passt sie durchaus hinein :ok: