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Nania

Batlady

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621

Sunday, May 9th 2010, 5:45pm

Hat lang gedauert, ich weiß. Viel zu lange. Hatte zu viel zu tun/teils keine Lust/anderes zu tun - aber heute hats mich gepackt. Hier also Kapitel 6 (hoffentlich das vorletzte, wenn nicht noch was entsetzliches passieren sollte ;) ) - der Rest befindet sich ne ganze Menge Seiten zuvor. Also wer einsteigen will - Blutschritte ist der gesamte Titel. Wer den Rest so haben will, ich hab die Vorlage natürlich auch auf meinem Rechner ;)

Kapitel 6: Ein wackelnder Stuhl

Robin beobachtet mit wachen Augen die Halle zu seinen Füßen. Wahrlich nicht die spannenste Aufgabe. Nur beobachten, hatte Batman ihm eingeschärft. Traute er ihm nicht mehr zu? Er sollte es eigentlich besser wissen. Und Waffenschieber waren gefährlich, ohne Zweifel, aber sie ware nichts, vor dem ein Robin sich fürchten sollte.
Two Face, Joker, Ras al Ghul, dies waren Gegner, mit denen er sich alleine nicht anlegen wollte. Aber Edward Steen? Der war doch harmlos.
Sein Blick wanderte zu dem roten Jaguar, der auf den Hof der Halle gerollt kam. Schöner Wagen. Bruce hatte auch so einen. Sicher nicht in Gebrauch, aber irgendwo in dieser Garage voller Sportwagen würde dieser rote Jaguar, schätzungsweise von Anfang der neunziger Jahre noch stehen. Ein kleiner, runder Mann, der eher einer Kugel als einem Menschen glich, entstieg dem Fahrzeug und machte einige Schritte auf die Halle zu. Dann blieb er misstrauisch stehen und schaute sich um – auch nach oben. Robin duckte sich hinter den rechts neben ihm stehenden Kamin und hoffte, dass er schnell genug gewesen war. Er hörte die Schritte des Mannes sich entfernen und er streckte den Kopf wieder hinter dem Kamin hervor. Er sah noch, wie „die Kugel“ durch die Tür verschwand. Sein richtiger Name war Peter Reynolds, nicht gerade die Sorte Mensch, die man als nett bezeichnen konnte. Genau genommen war er ein ziemlich unausstehlicher Mann. Er kaufte von Steen die Waffen und verkaufte sie seinerseits weiter an jene Gangster in Gotham, die die Waffen benötigten. Vorzugsweise gegen die Polizei oder eben gegen Batman. Die Lieferung, die er hier überwachte, war ziemlich groß. Größer als alles, was Robin bisher untergekommen war – nun ja, die Zeit der „Kriegsspiele“ ausgenommen. Eher für den kleinen Privatgangster, der einen Krieg anzetteln wollte, weniger für die großen. Dazu taugten weder die Waffen noch die Anzahl und die Art und Weise sie zu erwerben. Dazu war Steen einfach bei der Polizei zu bekannt. Genauso wie dieses Lagerhaus. Von dem Deal schien doch bis auf Batman keiner etwas mitbekommen zu haben.

Ein weiterer Mann entstieg dem roten Jaguar, wahrscheinlich der Fahrer. Er war sehr groß, mindestens ein Meter neunzig, und trug obligatorisch einen schwarzen Mantel und eine schwarze Sonnenbrille. An seiner rechten Schulter beulte sich der Mantel auffällig aus. Waffenholster, schloss Robin. Nicht gut. Aber auch nicht unerwartet. Der Mann folgte Reynolds in die Halle. Robin verließ sein Versteck hinter dem Kamin und kletterte auf das anliegende Dach der Lagerhalle. Möglichst leise versuchte er, zu dem großen gläsernen Sichtfenster zu gelangen, in der Hoffnung, etwas zu sehen und vielleicht auch was zu hören.
Leise setzte er Fuß vor Fuß und verursachte auf dem Plastikdach kaum ein Geräusch. Tatsächlich, da war das Fenster. Es war verdammt dreckig. Durchsehen war schwierig, ging aber. Tim legte sein Stethoskop an das Glas und lauschte. Es war schwierig, die Halle hallte ziemlich. Unter ihm befanden sich mindestens vier Personen, wahrscheinlich sogar mehr. Bei so einem Deal war damit zu rechnen, dass mehr Leute auftauchten. Er verstand einige Worte. „Waffen... bestellt. Wir haben …. eingekauft. Ich hoffe, sie werden..... und …...schließlich

Selina lag immer noch regungslos auf dem kalten Stahltisch und hatte die Augen geschlossen. Bruce grübelte nach. Die Substanz, diese Droge setzte sich zusammen aus drei Stoffen. Der erste war eine Variation des Giftes, was Joker für gewöhnlich einsetzte. Das zweite war eine Modifizierung von Scarecrows Angstgas. Nummer drei, da war er sich sicher, stammte von Sleeping Beauty. Er legte die Finger zusammen. Alfred kam die Treppe hinunter. „Master Bruce, darf ich ihnen etwas Tee bringen?“, fragte er. Bruce nickte und nahm die Tasse, die ihm sein alter Freund hinhielt dankbar an. „Alfred, ich habe hier eine Substanz, deren Zusammensetzung ich jetzt kenne. Zwei davon kann ich unschädlich machen. Joker und Scarecrows Gifte haben wir schon mehrfach außer Gefecht gesetzt. Was mir sorgen macht, ist Sleeping Beauty.“ „Master Bruce, Sie sind ein heller Kopf und sie verstehen ihr Handwerk. Ich bin mir sicher, Ihnen fällt etwas ein, wie sie Miss Kyle helfen können.“ „Sicher Alfred, sicher.“ Ich hoffe nur, dass es noch nicht zu spät ist.“ Er beugte sich über Selina und verschränkte die Arme von der Brust. „Es ist keine Zeit, zu sinieren, Alfred. Wir müssen etwas tun.“

Das war alles nichts Neues, dachte sich Robin. Normale Geschäfte, an einem normalen Tag. Sprengen würde er die Veranstaltung sowieso. Er nahm sich vor, noch ein paar Minuten zu lauschen und dann durchs Fenster zu kommen. Theatralische Auftritte hatten was, auch wenn er die nicht so gut beherrschte, wie Batman. Der konnte theatralisch auftreten. Dafür war sein Kostüm – das musste Robin sich eingestehen, auch viel zu bunt.
„Sleeping... wird sich erfreuen, schließlich.... ….. das Gift.... die Droge … wir müssen uns in Acht nehmen ...“ sprach ein Mann mit einer dunklen Stimme. Robin zog die Augenbrauen hoch. Das war interessant. „Ach... Geld. Wenn du … das Batman... der kommt... nicht. Wir sind …. Fische, nicht …. mit Joker oder ….“ „Aber wenn nun … ?“ „Keine Sorge... Der hat wahrschein.... andere Probleme als uns.“ „Die Ware muss an …. Beauty. Waffen....“ Das reichte Robin. Wenn er jetzt nicht handelte, war es vielleicht schon zu spät. Man muss das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. Wenn sich erstmal einige von den Männern da unten verzogen, war es zu spät für ihn. Die Wagen draußen deuteten darauf hin.

Vielleicht hätte Robin warten sollen. Vielleicht hätte er Batgirl zur Hilfe holen sollen. Vielleicht hätte er einfach nur weiter zu hören sollen. Aber er wollte zeigen, dass Edwart Steen ein Mann jener Sorte war, die er alleine besiegen konnte. Ob mit, oder ohne Handlanger.

Als die Gestalt durch das schmutzige Dachfenster herein brach, blickten alle nach oben. Sie sahen den Schatten einer Gestalt in einem Umhang, dann nur noch Nebel. Die Männer zogen ihre Waffen, einige schrien: „Das ist Batman“, „Lauft“, „Schießt“, „Knallt ihn ab“, doch es ging alles zu schnell. Fäuste hagelten auf die Männer herab, das Licht viel aus. In der Dunkelheit herumtastend versuchten die Männer den Feind zu finden. Keiner traute sich zu schießen, man konnte ja einen der Kameraden treffen. Im hinteren Teil des Raumes schrie jemand, man wirbelte in die Richtung, doch es war nichts zu sehen oder zu hören.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Nania

Batlady

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622

Sunday, May 9th 2010, 5:46pm

Steen stand in der Dunkelheit. Es war still. Kein Geräusch war zu hören. Nur das eigene Atmen. Mit zittrigen Händen hielt er seine Pistole fest und zielte wahllos in die Umgebung. „Harry? Rodger?“, fragte er, erhielt aber keine Antwort. „Batman?“, fragte er dann mit einer Stimme, die so stark zitterte, dass es schon fast nicht mehr nach dem Namen klang. „Falsch geraten“, zischte eine Stimme neben seinem Ohr, dann wurde es dunkel.

Als Steen erwachte, saß er in einem kleinen Haus, das Wasser plätscherte neben ihm. Seine Hände waren hinter der Stuhllehne zusammen gebunden und seine Füße an den Stuhlbeinen. Der Stuhl stand ziemlich nah an der Kante zum Wasser, so klang es zumindest. „Wo bin ich?“, fragte er leise. „In einem Bootshaus“, flüsterte eine Stimme aus der Dunkelheit, die ihn umgab. „Wer bist du?“, fragte er. Er erhielt keine Antwort.

Robin wollte nicht zugeben, wer er wahr. Batman machte Angst, Robin nicht in gleichem Maße. Deshalb sollte er sich besser versteckt halten, bis er die Information hatte, die er haben wollte. „Edward Steen. Du handelst mit Waffen und glaube nicht, dass du so ein kleiner Fisch bist, wie du gerne glaubst. Ich will von dir etwas wissen. Wenn du mir die richtigen Antworten gibst, werde ich dafür sorgen, dass du nicht bei der kleinsten Bewegung ins Wasser fällst. Verstanden?“
Edwart Steen versuchte zu nicken. Er spürte förmlich den heißen Atem des Menschen in der Dunkelheit auf seinem Hals. „Was willst du wissen?“, fragte er dann. „Für wen sind die Waffen, wo sollten sie hin, und was willst du der jenige damit bezwecken?“ „Eine Menge Fragen“, meinte Steen leise und stöhnte, als der Jemand hinter ihm seine Hand auf die dicke Beule an seinem Hinterkopf legte. Das würde noch einige Zeit weh tun. „Ich weiß nichts“, behauptete er dann. Die Frage, ob Batman, von dem er nicht gehört hatte, dass er schon mal jemanden getötet hatte, ihm gefährlicher werden konnte, oder seine Auftraggeberin, die war leicht zu beantworten. „Lüg nicht“, zischte die Stimme hinter ihm. Sein Stuhl wackelte bedrohlich. „Ich meinte das ernst, als ich sagte, ich sei nicht Batman. Wer wollte die Waffen kaufen?“ Die Stimme klang bedrohlich. Die Dunkelheit, die Steen umgab, sorgte für das weitere. „Sleeping Beauty, glaube ich. Ein dicker Mann kam zu uns, und sagte, sie wolle Waffen haben. Sie wolle Waffen haben und einie ganze Menge von diesem synthetischen Zeug, was wir geliefert bekommen.“ Robin wurde hellhörig. Das mit den Waffen wusste er, das mit den Drogen war neu. Und das konnte nichts Gutes bedeuten. „Drogen?“, fragte er. „Nicht direkt. Wir bekommen so ein Zeug, was dann später versetzt wird.“ Robin zog eine Augenbraue hoch. Das war wirklich interessant. „Und wie sollte es an den Abnehmer?“, fragte er weiter. Steen überlegte einen Moment, ob er wirklich etwas sagen sollte oder ob er lügen sollte, aber wenn das nicht Batman da hinter ihm war, wer war es dann? Und war er ein Mann, der einen anderen umbrachte. Wieder wackelte sein Stuhl. „Antworte mir“, zischte die Stimme. „Gut, gut. Ich sollte die Waffen und all das Zeug in einem Lagerhaus im Industrieviertel lagern. Heißt Halle C, glaube ich. Nur das Zeug rein und dann wieder raus. Kein Warten. Das Geld soll in der Halle liegen.“
Robin war zufrieden. Das war alles was er wissen wollte. Er machte einen Schritt vorbei am Stuhl von Steen, nahm den tragbaren CD-Spieler vom Regal und trat dann gegen den Stuhl. Dieser fiel um, und Steen landete auf dem kalten Betonboden des Abbruchhauses.
Steen hörte eine Tür aufgehen, dann die Sirenen der Polizei. „Es kommt dich gleich jemand holen“, ertönte die Stimme, die Tür viel zu und Steen lag, verärgert über sich selbst, auf dem Boden. So sollte das gar nicht laufen.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



bbb

Movienator

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623

Sunday, May 9th 2010, 11:23pm

wie gehts wieter? wier gehts weiter?

:)
also , es ist schön wieder mal was von dir zu lesen, Nania. die geshcichte geht spannend weiter, und ich freu mich auf das finale.

Kritikpunkte: das was alfred zu bruce sagt. sie sind schon ein zu eingeshcultes tream, als dass der butler sowas sagt...


http://befilmbebook.wordpress.com/ mein Blog über Filme, Bücher, Comics, Spiele sowie der ganze andere Kram

nightsurfer

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624

Friday, May 21st 2010, 3:38pm

Ackermän

Teil 4: Angriff auf Pearl Harbor

Joe Acker wohnte zu dieser Zeit, als alleinerziehender Vater, mit seiner Tochter Emily in der Valentin Avenue, die durch das schon etwas heruntergekommene Viertel am äußersten Rande des East End führt. Das heißt, wenn man es exakt nimmt, wohnte er nicht in der Valentin Avenue, sondern freilich in einem Mietshaus an der Valentin Avenue. Genauer gesagt auch nicht im ganzen Mietshaus, sondern nur in einem kleinen Appartement im 7. Stock, welches zu dieser Zeit nur auf Umwegen über die Nottreppe an der Rückfassade zugänglich war.

Als Joe Acker von seinem Weg in das Pfandleihhaus nun dorthin zurückkehrte, hörte er schon am Fusse der Nottreppe merkwürdige Geräusche aus seinem Appartement kommen. Als er die marode Stahlkonstruktion weiter hochkletterte, konnte er diese Töne als eine Art Kriegs- und Schlachtenlärm näher identifizieren, als eine Art grausame Sinfonie aus Sirenengeheul, Flugzeugmotoren, Kanonenfeuer, Bombeneinschlägen, MG-Salven und jede Menge an Geschrei.

Dann wurde ihm sofort folgendes klar: Seine 8-Jährige Emily wird vermutlich schon wieder vor ihrer Play Station sitzen und wieder eines dieser makabren Kriegsspiele spielen, welche er ihr verboten hatte und die Sie sich immer illegal, von einem ihrer „falschen Schulfreunde“ besorgte. Wut entbrannt stürmte Joe Acker die Treppe hoch und riss völlig außer Atem die Tür auf.

„Daddy, wir haben gewonnen ... ich habe alles getroffen .... lauter Volltreffer“, jubelte seine Tochter enthusiastisch vor dem Bildschirm und riss beide Arme hoch wie Bob Beamon nach seinem legendären Weltrekord.

„Von wegen gewonnen ..... du hast gerade unsere halbe Pazifikflotte im Meer versenkt.“, schnaufte Joe Acker und schnappte nach Luft: „ ... Ein Glück für uns Amerikaner, dass die Japaner dich damals nicht in ihren Reihen gehabt haben! Schau mal, Daddy hat Dir was mitgebracht .... einen Schal .... einen bunten Strickschal .... Du magst doch bunt, oder ... zum Geburtstag, weißt Du?

„Oh, ja, der gefällt mir ... toll ....“, frohlockte seine Tochter und fiel Ihm dabei um den Hals.

Joe Acker wollte jetzt eigentlich gerade noch anfangen zu schimpfen, wegen diesem gewaltverherrlichenden Videospiel .... aber irgendwie war er jetzt nicht mehr dazu in der Lage. Nein, seine Frau Catherine, hätte das niemals mit Emily durchgehen lassen, da war er sich sicher, aber sie musste eben leider schon viel zu früh gehen ... und ihm wurde wieder mal klar, wie dringend seine Tochter und er selbst sie eigentlich gebraucht hätten, gerade jetzt in dieser Lage. Sie war das Dock an dem Ihre Boote festmachten, wenn es draußen zu stürmisch wurde ... Sie gab Ihnen halt ... immer ... jedes mal auf´ s Neue. Mit einem Wort: Sie fehlte einfach. Wenn etwas weg ist, ist es leider nicht mehr da ...

„Emily, Daddy hat morgen einen wichtigen Termin, einen sehr, sehr wichtigen Termin. Vielleicht bekommt Daddy einen neuen Arbeitsplatz .... bei Wayne Enterprises. Du kennst Doch Bruce Wayne ... oder ... der reiche Mann aus dem Fernsehen, der mit den vielen Sportwägen und den komischen Anzügen... Seine Firma stellt neue Buchhalter ein, wegen der Finanzkrise ... morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch. Wünsch mir viel Glück! Das ist unsere Chance, vielleicht unsere letzte Chance! Diesmal muss es einfach klappen!

625

Friday, May 21st 2010, 7:00pm

Man erfährt also noch mehr über den Helden. Schön, schön. Habe weiterhin geschichtlich nichts auszusetzen. Du bleibst weiter satirisch, aber nicht so dass es den Fluss der Geschichte stören würde. Ich bin wirklich gespannt, wie Joe zum Ackermän wird. :)

nightsurfer

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626

Tuesday, May 25th 2010, 12:01pm

Seit längerem beschäftigt mich die Frage, was eigentlich eine sog. Comicplot, also eine literarische Vorlage für einen Comic von einer anderen epischen Erzählung, sagen wir z.B. einem Schelmenroman eigentlich unterscheidet. Eine zweite Frage ist, worin sich ein Comicplot von der Wirklichkeit unterscheidet, wobei man natürlich sagen muss, dass gerade der Begriff der Wirklichkeit eigentlich immer ein sehr relativer Begriff ist, da er von der Wahrnehmung, Interpretation und Dokumentation derselben abhängig ist.

Am 07. Mai war es wieder mal so weit, als ich mir diese Frage stellte, nachdem ich folgende Nachricht gelesen hatte:

[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne…,693495,00.html

Der größte Börsencrash an der Wall Street innerhalb eines Tages wurde höchstwahrscheinlich durch einen simplen Tippfehler verursacht.
Für einen Hobbyautor wie mich, heißt dies, dass egal wie verrückt und abwegig eine Comicplot auch immer sein mag, die Realität kann zuweilen immer noch wesentlich verrückter sein. Dies sollte jeder Schreiber immer im Hinterkopf behalten!

627

Wednesday, May 26th 2010, 6:15pm

So ist es, jeder Schreiberling sollte erstmal nur sein Ding durchziehen. Am besten so unvoreingenommen wie möglich, aber das ist natürlich extrem schwer. Und auch sonst, wenn die anderen sagen, die Geschichte ist merkwürdig, verrückt, bla, dann ist's wahrscheinlich am Ehesten ne gute Geschichte. Kann man nicht verallgemeinern, aber grob würd ich's so sehen.

Das mit dem Tippfehler ist btw. mies. Wenn es tatsächlich so war. Aber wäre das nicht vorher schonmal jemandem passiert? Hmm.

Nania

Batlady

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628

Tuesday, June 29th 2010, 12:27am

So, auf zum Finale, dass es am Ende... ach ich spoiler nicht.

Freut euch auf den dritten Teil, er ist definitiv in der Mache und wird die fehlenden Fäden zusammen führen


Kapitel 7: Dunkelheit


Batman hielt das Lenkrad des Batmobils fest in den Händen. Die Nachricht die Robin ihm hinterlassen hatte, konnte Hoffnung bringe. Er brauchte Sleeping Beauty. Sie musste ihm dringend einige Fragen beantworten. Nicht, dass er sie darum beten würde. Schonung hatte sie nicht verdient, den Bonus hatte sie sich verspielt. Sie musste ihm die Frage beantworten, was Scarecrow und Joker mit der ganzen Geschichte zu tun hatten, sie musste ihm sagen, wie er dem Gift entgegen gehen konnte. Es war eine Vergiftung gewesen, die Selina derartig geschwächt und wahnsinnig hatte werden lassen. So weit war er inzwischen und es war ein Gift, auf pflanzlicher und synthetischer Basis. Der pflanzliche Teil ließ sich noch erklären, der synthetische machte ihm jedoch zu schaffen. Er vermutete hinter der ganzen Geschichte noch deutlich mehr, als es auf den ersten Blick schien. Er erinnerte sich an Ivy, wie sie vor einiger Zeit zu ihm gekommen war, Pamela Isley und er versuchte ihr zu helfen. Sie ging. Vielleicht war sie doch nicht ganz so unbeteiligt an Sleeping Beauty wie es schien? Ziemlich sicher. Eine Verwandtschaft mit Poison Ivy war nicht so ganz von der Hand zu weise. Die Frage, die sich stellte war bloß, wie. Wie hatte sie es geschafft, Poison Ivy zurück zuverwandeln in Pamela Isley und wie war diese Kreatur erschaffen worden?
Er war sich sicher, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Er musste heraus bekommen, was genau in Arkham geschehen war und warum.
Es musste einfach einen Grund geben. Fragen über Fragen. Einige von ihnen würde Sleeping Beauty ihm beantworten, bei anderen müsste er selbst noch mal nachforschen. Vielleicht lagen die Antworten nur da, wo er noch nicht gesucht hatte. Und dann war da noch Selina. Sie stand gerade auf der Prioritätenliste ganz oben, weshalb er inständig hoffte, Sleeping Beauty in dem Lagerhaus anzutreffen und nicht wieder nur einen ihrer Handlanger. Die Nacht verschluckte den schwarzen Wagen.

Im Industrieviertel war die Luft voll von chemischen Stoffen und Gerüchen. Die Lagerhallen um ihn herum hoben sich schwarz und dunkel hervor. Viele waren nicht mehr in Gebrauch, die zerbrochenen Scheiben und schwarzen Fenster starrten wie augenlose Gesichter in die Dunkelheit hinaus. Die Halle C war genauso eine Halle. Nicht mehr im Gebrauch, aber bei den Schülern sehr beliebt für Partys aller Art. Meist irgendwelche sehr gruseligen Partys, bei denen es darauf ankam, möglichst schräg auszusehen und möglichst viele noch schrägere Freunde mit zu bringen. Drogen waren häufig im Spiel. Heute nacht sah jedoch alles still und verlassen aus. Was Batman wunderte. Das durfte eigentlich nichts ein. Wenn Sleeping Beauty hier sein sollte, dann wäre doch irgendwo ein Licht gewesen. Aber es war gar keines da.
Er blieb einen Moment im Wagen sitzen. Seine Hände lagen immer noch um das Lenkrad.
Da war so viel, über das er nachdenken musste. Soviel, dass außerhalb seiner Reichweite zu liegen schien. Da daraußen. So viel, dass nicht zusammen passte, dass keinen Sinn machte – und so viel, was er sich nicht leisten konnte. Selina. Sie war eine großartige Frau. Sie war wahrlich einzigartig. Mehr als all die anderen Frauen.
Nicht, dass er nicht in andere Damen verliebt gewesen wäre, dass miusste er sich zwangsläufig eingestehen. Liebe war ihm nicht fremd, aber so? Selina lag da auf dem Tisch und er konnte nichts tun. Und zum ersten Mal fühlte er sich wegen einer Frau wie ihr hilflos. Als Jason damals starb, da schien das Leben stehen geblieben zu sein... Aber dann, dann war das Leben weiter gegangen. Er war damit klar gekommen, er hatte weiter gemacht. Als Bane ihm das Rückgrad gebrochen hatte, schien alles vorbei gewesen zu sein, doch er hatte sich zusammengerissen, hatte sich aufgerichtet, war aufgestanden, hatte neu angefangen. Azrael war nicht in der Lage gewesen, Batman zu sein. Dick würde es wahrscheinlich auch nie sein, wie gut er auch immer werden würde. Ein würdiger Nachfolger, eher als Jean-Paul, aber er würde nie sein, wie er. Und das machte ihm Sorgen. Er konnte nicht wegen Selina alles aufgeben. Er wollte es auch gar nicht. Auf der anderen Seite war da die Vorstellung von einem Leben mit ihr, ohne das Kostüm, ohne all die Arbeit...
Seine Hände krampften sich noch einmal um das Lenkrad, dann schwang er sich aus dem Wagen. Die Halle musste er sich ansehen und wenn er etwas finden würde, wenn er jemanden finden würde, der würde dafür bezahlen....

Das Tor der Lagerhalle war geschlossen, als Batman sich näherte. Dann hörte er Stimmen von links. Er versteckte sich hinter einem Stapel Kisten mit der Aufschrift „General Corporation“. Nun, nicht gerade der einfallsreichste Name. Vorsichtig ging er um das Gebäude herum. Es war nichts zu sehen oder zu hören. Er sah sich nach rechts und links um, dann überlegte er, ob man vielleicht ahnte, dass er kommen würde. Vielleicht hätte dieser Steen sich melden sollen...
Batman ging zu einer schmalen Eingangstür, die er ohne größere Probleme knacken konnte, warf einen Blick in das dunkle Lagerhaus und verschwand dann in der Dunkelheit.
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(Andreas Tenzer)



Nania

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629

Tuesday, June 29th 2010, 12:27am

Er brauchte nicht so lange zu warten, wie er gedacht hatte. Schon nach wenigen Minuten öffnete sich die schmale Tür erneut. Schlurfende Schritte waren zu hören, dann das Stöhnen eines Mannes, der offensichtlich etwas schweres trug. Eine kleine Tischlampe flackerte auf und beleuchtete einen Tisch mit allerlei Petrischalen und anderen Aufbewahrungsbehälter, in dem weißes Pulver lag.
Der Mann, der die Halle betreten hatte, warf einen Blick auf den Tisch, stellte eine schwer aussehende Kiste neben sich und wischte sich dann den Schweiß von der Stirn. Er wühlte in der Kiste herum, in der sich allerlei Handwerkszeug für einen Chemiker befand. Er setzte sich eine Sicherheitsbrille auf und zog ein paar Plastikhandschuhe an. Dann fing er an, systematisch das weiße Pulver, Batman ging davon aus, dass es sich um Drogen handelte, in kleine Reagenzgläser zu füllen. Er mischte es mit Wasser, oder einer ähnlichen Flüssigkeit und gab es dann in eine Bürette, aus der er es in einen weiteren Behälter tropfen lies. Die Flüssigkeit in dem unter dem Hahn stehenden Becher, wechselte von einer roten Farbe ins grüne. Der Chemiker zog sich die Brille vom Kopf. Dann seufzte er und begann, mit diversen Flüssigkeiten in dem weißen Pulver herumzumischen.
Batman ließ ihn einige Zeit gewähren, vielleicht würde sich noch etwas herausstellen. Er hatte noch einmal Glück. Der Chemiker dort unten war noch keine halbe Stunde befestigt, als drei weitere Männer die Halle betraten. „Chuck, sind Sie bald fertig?“, herrschte eine ziemlich kleiner, dürrer Kerl, mit einer hohen Fistelstimme, „Wenn wir es nicht schaffen, dass Zeug ein kleines bisschen verträglicher zu machen, haben wir bald die nächste Tote!“ „Wieso“, fauchte Chuck zurück, „ist Joe überhaupt an das Zeug heran gekommen? Hattet ihr nicht strickte Anweisungen, es an niemanden weiter zu reichen? Hat Sleeping Beauty euch das nicht selbst gesagt?“ Der Kleine starrte Chuck wütend an. „Ich wette, wir werden schon von all dem Viehzeug, dass hier in Gotham herumstreunt, gesucht. Und auf die Bullen – und noch weniger auf Batman, der auch schon Eddy in den Knast gebracht hat – und du weißt ja, er hat den schwarzen Gürtel – habe ich wirklich gar keine Lust. Überhaupt keine.“ Batman blieb in seinem Versteck, das versprach noch interessanter zu werden. „Tim, verstehe doch bitte. Es geht nicht schneller. Die Droge ist noch nicht kompatibel mit dem menschlichen Körper. Sleeping Beauty sollte froh sein, dass ich überhaupt einen Weg gefunden habe. Und ich bin nah dran an einer...“ Ein Telefon schellte, ein recht durchschnittlich aussehender Typ – allerdings mit auffallend großen Füßen – ging an das Handy, er redete einige Sekunden, dann legter er auf und tippte dem Dürren, der wohl Tim hieß, auf die Schulter. „Es gab einen weitere Todesfall. Jims Club. Noch weiß die Polizei nicht bescheid, dass es die gleiche Droge war, wie bei Joe, wird aber wahrscheinlich schnell feststehen. Wir, und damit meine ich insbesondere Sie, Chuck, müssen dafür sorgen, dass sich das nicht wiederholt. Sonst wird Sleeping Beauty wohl verdammt sauer werden. Sie will das Zeug in ganz Gotham sehen und das, ohne die Bevölkerung auszurotten.“ „Wird sie heute abend noch kommen?“, fragte Chuck besorgt. „Nein, sicherlich nicht. Sie hat uns aufgetragen, Sie zu beobachten Chuck, und diesen Lagerschuppen.“ Er blickte sich um, und zog dann eine Maschinenpistole, mit der er einige Male wild in die Luft schoss. Batman war froh, dass er sich hinter einem massiven Schrank hatte verstecken können, aber das, was er genügt hatte, reichte. Er würde dem Handel hier und jetzt ein Ende setzten. Er machte einige gezielte Schritte vorwärts, packte das Geländer, so dass seine Gestalt in dem wenigen Licht, dass von der Lampe ausging, einen unheimlichen Schatten auf den Boden warf. Die Männer wirbelten herum, blickten hoch und sahen die dunkle Gestalt an dem Geländer stehen. Noch ehe sie reagieren konnten, hatte Batman sich in Bewegung gesetzt, sich über das Geländer geschwungen, im Flug den Umhang ausgebreitet und war elegant, aber mit Gewalt, auf dem Boden gelandet. Er blickte hoch. „Wer will zuerst?“, fragte er leise und bedrohlich. Die Antwort erfolgte prompt in einigen Schüssen. Er wirbelte herum, packte den ersten, den er erwischen konnte, am Kragen und schleuderte ihn gegen den Tisch. Dieser kippte um, und der restliche Inhalt der Bürette, sowie einige andere Flüssigkeiten ergossen sich auf dem Boden. Die Schalen mit der Droge landeten ebenfalls auf dem Boden und wie Schnee verteilte sich das weiße Pulver in dem Wasser.
Einem zweiten trat Batman die Pistole aus der Hand, danach machte er einer perfekten Drehung, mit der er dem dritten Mann die Faust gegen die Nase schlug. Dieser knickte nach hinten ein, versuchte jedoch im Fall, Batmans Solaplexus zu treffen, den er knapp verfehlte, sich dabei allerdings sehr unangenehm die Hand brach. Das Knacken war in der Halle laut und deutlich zu vernehmen.
Mann Nummer 2, Tim, stand unbewaffnet da. Es hatte nur Sekunden gedauert, ihn zu entwaffen, aber in seinem Ärmel hatte er zur Sicherheit immer ein Messer, mit welchem er jetzt auf Batman zulief und versuchte, ihn in den Rücken zu stechen. Batman hatte ihn kommen sehen, packte sein Handgelenk, warf ihn über die Schulter und schleifte ihn dann, nachdem er aufgestanden war, einige Meter hinter sich her bis zu dem Chemiker, der noch völlig verängstigt an der Wand stand. Dort ließ er sein ziemlich wehrloses Opfer auf den Boden fallen. Ein kurzes Stöhnen. Batman baute sich vor dem Chemiker auf, der nicht wusste, was auf ihn zu kam – aber eine gewaltige Angst hatte.
„Für wen arbeitest du?“, raunte Batman bedrohlich. „Sleep... Sleep“ „Sleeping Beauty“, meinte Batman. „Wie tritt sie mit dir in Kontakt?“, fragte er weitere. „Tim, der dadrüben, der meldet sich immer bei mir, wenn neuer Stoff da ist. Schon seit Wochen versuche ich, ihn zu verbessern.“ „Weißt du, was Sleeping Beauty damit vor hat?“ Der Chemiker schüttelte den Kopf. „Ich schätze, sie will es verkaufen, an die Leute bringen. Geld machen.“ „Sicher?“, fragte Batman. „Tim sagte mir, ich bekomme gutes Geld, wenn ich das Zeug verträglich mache.“ „Und wie kam Joe an ein unfertiges Präperat.“ „Er bat Geld“, meinte Chuck, „und ich brauche Geld. Ich dachte, so schlimm könne es schon nicht werden. Er hat es schon seit einiger Zeit verteilt.“ „Wir haben eine Tote wegen dem Zeug, Chuck. Ich habe nicht vor, es noch mehr werden zu lassen.“ „Was geschieht nun mit mir?“ „Einfach“, meinte Batman, „Es ist schon geschehen.“ Chuck warf einen Blick auf seinen linken, dann auf seinen rechten Ärmel. Zwei Batarangs hatten sich tief in die Wand hinter ihm gebohrt und ihn fixiert. Er ließ den Kopf hängen.
Tim öffnete die Augen. Langsam. Sein Kopf hämmerte. Er sah die Welt Kopf stehen. Was hatte er da nur wieder konsum.... Moment. Die Welt stand auf dem Kopf. Und wo auch immer er sich befand, der Boden war sehr weit unter ihm. „Hallo Tim“, ertönte eine düstere Stimme hinter ihm. Tim schrie leise auf, nachdem er nach oben blickte und sich eine schwarze Maske in sein Gesichtsfeld schob. „Sleeping Beauty, was fällt dir dazu ein?“ „Ich habe keine Ahnung wovon du redest!“, log er schlecht. „Sleeping Beauty“, fragte Batman noch einmal. „Sie... sie.. sie ruft mich an. Hier. Über dieses Handy. Ihre Nummer ist unterdrückt.“ Das war ein Anfang. Mit etwas Glück hatte Sleeping Beauty etwas weniger Ahnung von Technik, als er dachte. Er packte Tim fester, zog ihn zurück auf das Dach und ließ ihn dort gefesselt sitzen.

Es hatte etwas gedauert, doch schließlich hatte Batman die Nummer gefunden, von der aus Sleeping Beauty Tim angerufen hatte. Es war eine Festnetznummer, irgendwo in Gotham. Es dauerte nicht lange herauszufinden, dass sie einer gewissen Maggie Field gehörte, sie wohnte unweit des Arkham Asylums und – sie war Krankenschwester dort gewesen. Bis vor wenigen Wochen war sie ein Muster der Pünklichkeit gewesen, jetzt erschien sie nicht mehr zur Arbeit, ging nicht ans Telefon und war auch in ihrer Wohnung nicht anzutreffen. Batman bekam ein ganz ungutes Gefühl. Da war etwas schief gelaufen, in Arkham. Es hatte mit der Krankenschwester zu tun, mit Joker und Scarecrow. Er musste herausfinden, ob sein Verdacht stimmte – und er musste herausfinden, wie er Sleeping Beauty finden konnte. Möglichst schnell.

Batgirl und Robin saßen auf einem kleine Balkon und beobachteten die Wohnung von Maggie Field. Es hatte sich seit Tagen nichts getan. Immer abwechselnd hatten sie beobachtet, der Wohnung Besuche abgestattet, doch Maggie war nicht aufgetaucht. Batmans Verdacht hatte sich noch dadurch erhärtet, dass Maggie unter anderem in der gleichen Abteilung gearbeitet hatte, in der der Joker und auch Scarecrow eingesperrt waren. Sie hatte einige Zeit mit Poison Ivy zusammen gearbeitet und mehr als gute Ergebnisse erzielt, obgleich sie keine Ärztin war. Vielleicht, so hatte man in Arkham gesagt, war es ihre Normalität gewesen und ihr ruhiges Wesen. Batman hatte sie gewarnt, bloß vorsichtig zu sein. Wahrscheinlich rechnete Sleeping Beauty damit, dass früher oder später klar werden würde, wer Sleeping Beauty gewesen war und wahrscheinlich würde sie dann nicht so bald in ihrer Wohnung auftauchen. Aber vielleicht in der Nähe...
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630

Tuesday, June 29th 2010, 12:28am

„Glaubst du, dass Sleeping Beauty niemand anders ist als Maggie Field?“, fragte Robin Batgirl. Sie nickte stumm. „Vieles deutet darauf hin“, antwortete sie dann.
„Merkwürdiges Wesen, oder? Ich dachte immer, Ivy wäre schlimm gewesen“, meinte Robin dann. Batgirl nickte. „Aber Ivy war durchschaubar. Ihre Ziele waren immer ähnlich, ihre Verstecke ebenso. Sleeping Beauty ist nicht so berechenbar. Sie ist eher auf das Chaos aus, was sie stiftet, auf Geld. Ich glaube kaum, dass sie damit die Pflanzenwelt retten will.“ „Eine Mischung aus Ivy und Harley?“, fragte Robin.
Da flüsterte eine leise Stimme – grausam und kalt – von oben: „Nein. Ich bin eine ganz eigene Kreation.“

Robin zuckte zusammen. Das gefiel ihm gar nicht. Er packte einen Batarang und sprang auf. Sleeping Beauty war schneller. Sie hatte mit einer langen, dorningen Ranke Batgirls Bein gefasst, die versucht hatte, auf zu stehen. „Vergess es, Kleiner.“ Robin warf einen Blick auf Batgirl. Sie hing an der Ranke fest, von der sie sich zu befreien versuchte, was ihr nicht gelingen wollte. Die Ranken rankte sich an ihrem Bein hoch und umschloss dann ihre Hüfte. „Was willst du von uns?“, fragte Robin vorsichtig, während er beobachtete, wie die grüne, mit metallischen Dornen bewachsene Ranke an Batgirl hochkroch und immer wieder blutige Striemen hinterließ. Er suchte in seinem Gürtel herum. „Ich sollte wohl eher fragen, warum ihr hier sitzt und beobachtet, oder?“, fragte Sleeping Beauty und kam langsam von dem Sims herunter, auf dem sie stand. Robins Finger zitterten, er blickte wieder herüber zu Batgirl. Die Ranke hatte sich mittlerweile gefährlich um ihren Hals gelegt und schnitt ihr in den kevlarverstärkten Anzug. Dann hatte er es gefasst. Ein kleines Fläschen mit einer fiesen Säure. Er wandte sich Sleeping Beauty zu. „Maggie, wir wollen dir nichts Böses, wir wollen nur helfen.“ Er nickte Batgirl kurz zu, dann warf er das kleine Fläschen. Sleeping Beauty wollte ausweichen, doch ihr gelang dies nicht. Das Fläschen traf ihre Wange, sprang auf und grün-gelbe Säure ergoss sich über ihrem Gesicht. Sie schrie auf, schlug die Hände vor das Gesicht und wackelte auf dem Sims. Robin sprang vor, sah, wie Batgirls Hals von der Ranke umschlossen wurde. Die Spitzen bohrten sich in das Kostüm. Robin wollte Sleeping Beauty fassen, er wollte sie auffangen, als sie vorne rüber vom Sims fiel und Batgirl mit sich riss. Zwölf Meter in die Tiefe. Beide vielen. Batgirl versuchte, an ein Seil in ihrem Gürtel zu kommen, doch es gelang ihr nicht, da ihre Arme von der Ranke fest umschlossen waren. Sleeping Beauty schrie kurz auf, dann tat sich unter ihr die Straße auf.
Robin sprang hinterher, schoss im Flug ein Seil hab, der Haken verhakte sich in einem gespenstsisch dreinblickenden Wasserspeier und sicherte Robin ab, der sich an dem Seil schwang und nach Sleeping Beauty griff. Sie war so nah, nur Zentimeter trennten ihn und sie. Er musste sie fangen. Dafür war er trainiert worden.

Es hatte so oft funktioniert.
Es musste dieses mal funktionieren.

Er griff ins Leere.

Ein Schrei.

Stille.

Eine große Blume, auf der Sleeping Beauty landete und die im Untergrund verschwand.

Batgirl.

Eine Ranke.

Sie lag auf der Straße.

Regungslos.

Robin fiel.

Es dauerte Stunden. Sekunden. Robin landete auf dem Asphalt. Batgirl lag auf dem Rücken. Ihre Augen flatterten. Es sah übel aus. Robin rannte zu ihr herüber. Wenn es nur Knochen waren... Er hatte schon Schlimmeres...

Er hob ihren Kopf hoch. Sie lag auf der Ranke. Eine Spitze, so breit wie sein Daumen und so lang wie seine ganze Hand hatte sich durch ihren Hals gebohrt. Robin spürte Tränen kommen. Er hatte den Tod gesehen. Doch nie... so.
Batgirl sah ihn an. Robin zog ihr vorsichtig die Maske herunter. „Cassandra“, flüsterte er dann. „Tim“, meinte sie schwach, ihre Stimme klang, wie an einem anderen Ort. „Es... es“, sie spukte Blut, „es ist nicht deine Schuld. Und ER wird es wissen.“ Robin drückte sie an sich. „Es ist meine Schuld“, flüsterte er. „Es ist meine Schuld.“ Cassandras Augen schlossen sich.

Dunkelheit.

Leere.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



Nania

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631

Tuesday, June 29th 2010, 12:28am

Epilog:

Zum zweiten Mal hatte er versagt. Zum zweiten Mal war jemand gestorben, weil er ihn in den Tod geschickt hatte. Er hatte sich geschworen, dass dies niemals wieder passieren dürfte. Niemals wieder. Er durfte es nicht zulassen. Nicht jetzt, nicht hier. Niemals wieder. Das hätte nicht passieren dürfen. Er müsste es abbrechen. Er konnte nicht zulassen, dass wegen seine Fehlern Leute starben, erst recht niemand, der für ihn kämpfte. Das musste hier und jetzt ein Ende haben. Entgültig. Er durfte es nicht zu lassen.
Eine schwarz behandschuhte Hand legte den Stift nieder.
Füße, in schwarzen Stiefeln steckend, machten große Schritte.
Ein Motor wurde angelassen, das Licht ausgeschaltet.

Einsamkeit.

Die war besser.
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



bbb

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632

Tuesday, June 29th 2010, 9:32am

Wow! großartig! Ich hab wirklich mitgefiebert. und die wartezeit hat sich gelohnt :) :clap: :clap: :cool2: :coolgreen: :coolred:

nur ein paar anmerkungen: es sind wieder ein paar rechtschreibfehler, vor allem im ersten absatz.

Quoted

„Für wen arbeitest du?“, raunte Batman bedrohlich. „Sleep... Sleep“ „Sleeping Beauty“, meinte Batman. „Wie tritt sie mit dir in Kontakt?“, fragte er weitere.

fällt dir was auf? ;)

dann verwendest du manchmal diesebln phrasen. so kommt zweimal das vor, dass es was mit joker und scarecrow zu tun hat. einmal reicht.
das Finale erinnert auch stark an das des vorteiles - die konfrontation von sleeping beauty, robin und batgirl - nur leider ohne dessen (subtile) erotik.
Ein sehr trauriges Ende ;(
Gut finde ich, dass du NICHT alles aufklärst, vor allem nicht,ob maggie tatsächlich sleeping beauty ist


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Nania

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633

Tuesday, June 29th 2010, 12:56pm

Ich glaube, ich weiß, was du meinst.

Ich soll die Anführungszeichen umsetzten : P
Am dunklen Himmel leuchtet das Licht am hellsten.
(Andreas Tenzer)



bbb

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634

Tuesday, June 29th 2010, 7:35pm

Oh, jetzt versteh ich was du meinst :D
dachte, es ist ein fehler, dass Batman den stotternden satz sagt, dabei sidn da eh anfürhungszeichen :D

aber diene geschichte ist wirklich gut


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nightsurfer

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635

Monday, September 13th 2010, 3:55pm

Lang lebe der Fiction Thread!

Ich glaube ich sollte hier noch eine Geschichte zu Ende machen, oder?

bbb

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636

Monday, September 13th 2010, 5:11pm

ich sollte auch mal wieder eine batman-geschichte schrieben
wobei mir in den letzten wochen viele ideen für einen batman-fan-film nahc The killing joke gekommen sind...


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nightsurfer

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637

Tuesday, September 14th 2010, 10:33am

wobei mir in den letzten wochen viele ideen für einen batman-fan-film nahc The killing joke gekommen sind...


... das hört sich doch gut an. Schreib mal eine Art Story-Plot, Vorabriss ....

Kaspian

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638

Sunday, February 19th 2012, 7:19pm

Der Wandel

Hi, möchte auch meine DC-Story zum Lesen
anbieten. Man merkt sicherlich meine Liebe zu
Grant Morrisons JLA. Meine Story spielt etwa kurz vor der
Blackest Night unserer Comiczeit. Ich orientiere mich natürlich an Morrisons
JLA und was etwas an Frank Millers Dark Knight.
Nachher, könnt ihr gerne über die
Geschichte, schimpfen, loben, anmerken was ihr wollt. Über Grammatik und Co
will ich aber nix hören.



DC UNIVERSE

Der Wandel

Story by Kaspian







Es war spät abends und Lois Lane Kent saß wie sooft allein
auf ihrer Couch und sah das Abendprogramm. Sie hatte sich daran gewöhnt ihren
Mann mit der Welt mehr als nur zu teilen. Sie nahm ihr Handy und seufzte auf.
23Uhr 22. Mürrisch stand sie auf und ging ins Bad. Sie betrachtete sich im Spiegel. Sie begann
ihre Zähne zu putzen. Sie spülte und spuckte das Wasser aus.

Als sie ihren Kopf
nach oben hob sah sie eine fremde gestalt im Spiegel. Lois erschrak, ihr Kopf
wurde aber in derselben Sekunde bereits gegen den Spiegel geschlagen. Der
Spiegel zersplitterte etwas und hinterließ tiefe Wunden in ihrem Gesicht. Sie
knallte gegen das schwere Waschbecken. Der Fremde packte sie am Haarschopf und
knallte sie mit all seiner Kraft erneut gegen das Becken.

Blut klaffte aus mehreren Wunden. Der Fremde wiederholte den
Schlag mehrmals. Lois Wangenknochen, Stirn und Nase zerbersten. Einige ihrer
Zähne landeten in einer Blutlacke am Boden. Der Fremde betrachtete Lois zermatschtes
Gesicht. Der Fremde legte seine gewaltige Hand um ihren Kopf und drehte ihren
Kopf 360° im Uhrzeigersinn. Die Wirbelsäule knackste.

Der Fremde lockerte seinen Griff und sie viel plump zu
Boden. Der Fremde tauchte mit seinem Zeigefinger in Lois Gesicht. Mit ihrem
Blut schrieb er auf den zersplitternden Spiegel das Wort: „Wandel“.

Dumpfe Schritte ertönten als der Fremde die Wohnung verließ.

Nur das Tropfen des Blutes war noch zu hören.











Es war vier Uhr morgens als Clark als Superman ihre Wohnung
anflog. Bereits hunderte Meter vorher konzentrierte er sich auf Lois
Herzschlag. Als er ihn nicht hörte flog er schneller… er setzte bereits seinen
Teleskop und Röntgenblick ein. Er durchbrach knapp über den Dächern Metropolis
die Schallmauer.





Er raste durch das immer offene Fenster der Wohnung…ein
Schrei ertönte den kein Bewohner Metropolis überhörte. In der Nacht als
Supermans Frau, Lois Lane ermordet wurde sollte keiner mehr schlafen.





Superman saß mit Lois in den Armen indem Blutverschmierten
Badezimmer und weinte.





In dieser Nacht starb nicht nur Lois Lane, auch ein Teil von
Superman.








Superman hielt Lois noch bis zum späten Nachmittag in den
Armen. Er überhörte alle Telefonanrufe. Ihm war klar dass der Planet anrief.
Warum beide Kents nicht zur Arbeit kamen. Ihm war auch klar das wenn er nicht
rangehen würde sie kommen würden und nach ihm zu sehen.





So raffte er sich auf und rief bei der Polizei von
Metropolis an um einen Mord zu melden. Den Mord an Lois Lane, Ehefrau von Clark
Kent.





Jimmy Olsen war es, der auserkoren wurde nach den Kents zu
sehen. Aus Respekt gegenüber seinen Freunden unterdrückte er seinen
Reporterdrang Fotos zu machen. Er versprach im Planet bescheid zu geben und
verabschiedete sich. Clark wurde mit aufs Polizeirevier gebeten. Unter anderem
musste er sich rechtfertigen wo er bis drei war und warum er erst am späten
Nachmittag den Mord meldete.





Clark gab für die späte Heimkehr einen langen Tag in den
Archiven des Planet an. Clark bedauerte diese Ausrede sofort. Denn es gab keine
Zeugen das er in den Archiven war. Es könnte sogar sein das einer seiner
Kollegen in den Archiven war und nun das
Gegenteil aussagen würden. Clark wurde bewusst das er jetzt aufpassen musste.
Doch war es ihm auch egal.





Der Polizei schien die Erklärung von Clark, warum er erst
etliche Stunden später den Mord meldete milde zu stimmen. Er war baff, weinte
sich in den Schlaf, vergaß die Zeit und hätte sich nicht die Arbeit gemeldet,
würde er wohl noch immer im Blut verschmierten Badezimmer kauern. Er verschwieg
ihnen auch das mit Blut geschriebene Wort „Wandel“ im zersplitterten
Badezimmerspiegel. Clark hatte es noch kurz betrachtet ehe er es abwusch.


Dies war kein Attentat auf Clark Kent, sondern auf Superman.









Jimmy war ganz anders. Lois war tot. Was jetzt? Was?


Ohne es zu merken wanderte er die bis tief in die Nacht
durch Metropolis. Er hätte bereits seit Stunden daheim sein können. Er
vergaß sogar im Planet Bescheid zu
geben. Jimmy war wie in Trance als er in die Menschenleere Gasse sah. Der Vollmond
legte die ganze Stadt in einen unheimlichen Schleier. Jimmy wachte auf. Er
schüttelte sich und überlegte wie er jetzt nur schnell in belebtere Gegenden
kommen könnte. Es ertönte eine Glockenuhr. Es war 23 Uhr.





Jimmy ging schneller…als ein Auto an ihm vorbei fuhr hatte
er für kurze Zeit angst. Dann verspürte er aber Erleichterung als er sah dass
es ein ganz normaler Van eines Packetlieferdienstes war.





Einige Autos mehr kreuzten seinen Weg, zwar keine Fußgänger,
aber Autos mehrten sich und so schreckte er nicht auf als ein weiteres Licht
hinter ihm erschien und die Nacht erhellte.


Er stutzte erst auf als das Licht größer wurde, jedoch kein
Motorengeräusch ertönte. Sein Magen zog sich zusammen und er begann sich
langsam umzudrehen. Instinktiv griff er zu seiner Signaluhr, er war bereit sie
zu betätigen.





Er schaffte es nicht mehr. Etwas Metallisches traf ihn am
Kopf und er brach zu Boden. Er landete hart und ehe er verstand was geschah
begann eine Kette von harten Schlägen gegen seinen Körper. Mit jedem Schlag zersplitterten in Jimmys
Körper Knochen. Arme, Beine, Rücken, Brustkorb, sein Kopf. Blut floss auf die
kalte, nächtliche Straße. Es war 23Uhr15 als William Olsen seinen letzten
Atemzug nahm.





Der Angreifer rammte ein Metallrohr in Jimmys Körper.





Tags darauf wurde die Leiche von einigen Straßenwärtern
gefunden. Jimmys Körper lag mit dem Rücken zum Boden auf dem Fußgängerweg. Das Metallrohr steckte immer noch in ihm.
Geschockt betrachteten die Arbeiter die Leiche. Jimmy trug eine Jacke, darunter
ein von vorne zerrissenes Hemd. Nackte Haut blitzte hervor. Die Arbeiter
stupsten mit ihren Kehrbesen Jimmy an. Ein in seine Brust geritztes Wort wurde
Sichtbar: WANDEL
Jedi Narnias


This post has been edited 1 times, last edit by "Kaspian" (Feb 19th 2012, 7:30pm)


639

Sunday, February 19th 2012, 7:39pm

Finde ich gut. Ich will sogar wissen, wie es weitergeht. :rolleyes:

Also, gibt es eine Fortsetzung!? :P

Kaspian

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640

Sunday, February 19th 2012, 8:51pm

hi

Hi, danke für das Lob. Die Story ist abgeschlossen. Besteht aus 9 Kapiteln. Jedes Kapitel ist quasi ein Heft. Das Potenzial für mehr ist aber meiner Meinung nach vorhanden.
Jedi Narnias