Gestern bin ich mal wieder dazu gezwungen worden, Episode 3 anzusehen:
Wenn ihr das Pech habt, Leute in eurem Freundeskreis zu kennen, die sich für George Lucas' auf Zelluloid gebannten Hirnschiss begeistern, habt ihr sicher auch schon Sachen gehört wie: "Episode 1 und 2 waren schlecht, aber Teil 3, der ist richtig gut!"
Wenn man dann fragt warum, tun sich diese Leute schwer eine vernünftige Antwort zu geben, denn es ist nicht leicht zu reden, wenn man George Lucas' schlaffes Glied im Mund hat.
Vielleicht sollte ich besser fragen: "Warum mögt ihr diesen Teil, wenn ihr die davor nicht gut fandet?"
Nichts hat sich geändert.
Es sind immer noch die gleichen nichtssagenden Darsteller, die von einer Katastrophe zur nächsten rennen, die gleiche dumme Armee von zu Emotionen fähigen Robotern und immer noch die gleichen schlechten Dialoge, für die alleine schon George Lucas ein Behindertenausweis zusteht.
Man muß Lucas zugestehen, daß er diesmal Jar Jar Binks keine Sprechrolle gegeben hat, weil ihn die Reaktion der Kritiker auf diese Figur beschämt hat, aber stattdessen läßt er jeden Roboter im Film Geräusche von elektronischem Plastikspielzeug von sich geben.
Stattdessen also, daß er die Roboter irgendetwas cooles tun lässt, wie z.B. ein paar kreischende Kinde zu jagen, beschweren sie sich, seufzen und sagen "Aua", wenn ihnen ihre künstlichen Gliedmaßen abgeschoßen werden.
Noch schlimmer sind dann die Idioten, die das ganze dann als "Comedyeinlagen" verstehen, und es auch noch lustig finden, denen könnte man auch Huren während eines Vaginasturms andrehen.
Bevor ich jetzt weiterschreibe, muß ich etwas loswerden, was ihr Star Wars Fans jetzt vielleicht denkt: "Aber Prinz Moonie, es ist ein Kinderfilm, was erwartest du?"
Selbst George Lucas hat in einem Interview gesagt: "Diese Filme sind für Kids, aber die Fans wollen das nicht einsehen."
Oh, wirklich? Es ist also tatsächlich so, daß in einem Kinderfilm einem Typen die Hand abgeschlagen wird, Kinder abgeschlachtet werden (das Highlight von jedem Film), und die coolste Szene in jedem Weltraumfilm mit Ewan McGregor:
Anakin werden die Beine abgeschlagen, die Stumpen fangen an zu brennen und sein Gesicht schmilzt.
Das beste an dieser epischen Zeitverschwendung ist das Mindestmaß an Plot und Nostalgie, was reingebastelt wurde, um den durchschnittlichen Idioten zufriedenzustellen.
Abgesehen davon, daß die Jedis zu doof sind, eine gewaltige Verschwörung aufzudecken, die 1000e von Soldaten beinhaltet, gibt George Lucas sein bestes, um unsere Intelligenz zu beleidigen.
Senator Palpatine benötigt in etwa soviel Zeit dazu, Anakin auf die Dunkle Seite zu ziehen, wie ihr, wenn ihr diesen Satz lest.
Noch dazu weiß Anakin, daß Palpatine ein Sithlord ist und die dafür bekannt sind...naja, TAUSENDE VON LEUTEN ABZUSCHLACHTEN!!!
Ok, Anakin hat Angst, daß seine geliebte Padme stirbt. Denn schließlich hat er davon geträumt, und wie jeder von uns weiß, sind Träume im Normalfall Zukunftsvisionen.
Gegen Ende scheißt dann George Lucas total auf sein Drehbuch und läßt Anakin die arme Padme fast erwürgen.
Ja, das ist richtig, der einzige Grund, warum Anakin sich für die Dunkle Seite entschieden hat, war Padme, und jetzt versucht er sie zu erwürgen, was war dann überhaupt der Sinn dahinter, sich auf die Dunkle Seite zu begeben!?
Ok, jetzt könnt ihr Star Wars Nerds natürlich sagen: "Anakin war da schon von der Dunklen Seite korrumpiert!"
Achso, und genau deswegen ist das erste, was er fragt, als er als Darth Vader wiedergeboren wird, wie es ihr geht, nicht wahr, ihr Gehirnamputierten!?
Selbst nachdem man auf diese massiven Storyprobleme hinweist, werden Star Wars Nerds versuchen, daß man zumindest zugibt, daß "die Special Effects geil sind, oder!?"
Eilmeldung: Episode 3 hatte keine Special Effects.
Es sind keine Special Effects mehr, wenn sie in JEDER VERDAMMTEN SZENE zu sehen sind. Lucas hat das Unmögliche möglich gemacht: Er hat etwas genommen, was einst so bemerkenswert war, daß die Leute es sogar "special" im Namen nannten, und es zu etwas dermaßen Gewöhnlichem gemacht, daß man nicht mal eine Augenbraue hochzieht, wenn jemand auf dem Rücken eines riesigen Ungetüms sich einen Schwertkampf liefert.
Dieser Film ist ein Armutszeugnis an Kreativität, er erzählt eine Geschichte, deren Ausgang wir schon kennen und versucht sie deshalb mit möglichst viel not-so-special-anymore-effects ordentlich aufzupeppen, wie sagte schon Goethe so schön? "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor."